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Günther Stempel (* 17. November 1908 in Breslau; †22. Oktober 1981 in Celle) war ein deutscher Politiker. Von 1949 bis 1950 war er Generalsekretär der Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDP). 1949 war er Mitglied der provisorischen Volkskammer der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).
Er wurde am 8. August 1950 wegen der Ablehnung des Wahlgesetzes der DDR, das Einheitslisten aller Parteien vorsah, verhaftet.[1] Am 6. September 1950 wurde er aus der LDP ausgeschlossen. Ein Sowjetisches Militärtribunal verurteilte ihn am 7. Januar 1952 zu 25 Jahren Zwangsarbeit. Im April 1952 kam er in das Lager Workuta in der Sowjetunion. Im Dezember 1953 wurde er zurück nach Berlin gebracht. Im Mai 1954 musste Stempel im Schauprozess gegen Karl Hamann aussagen. Im August 1954 wurde er wieder ins Lager nach Workuta verlegt. Im Dezember 1955 wurde er den Behörden der DDR übergeben und am 28. April 1956 aus dem Zuchthaus Bautzen entlassen.
Nach seiner Freilassung ging Stempel nach West-Berlin und setzte sich dort zusammen mit Thomas Dehler für die Freilassung von Karl Hamann ein. Günther Stempel starb am 22. Oktober 1981 in Celle.[2]
Günther Stempel (1948–1950) | Herbert Täschner (1950–1954) | Manfred Gerlach (1954–1967)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stempel, Günther |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (LDPD), MdV |
| GEBURTSDATUM | 17. November 1908 |
| GEBURTSORT | Breslau |
| STERBEDATUM | 22. Oktober 1981 |
| STERBEORT | Celle |