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| Gambia Ba Dimma, Fura | ||
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Der Fluss beim Niokolo-Koba National Park | ||
| Daten | ||
|---|---|---|
| Lage | Westafrika in den Ländern Guinea, Senegal und Gambia | |
| Flusssystem | Gambia | |
| Quelle | bei Labé | |
| Quellhöhe | 438 m | |
| Mündung | Atlantischer Ozean bei Banjul13.4666666667-16.5666666667Koordinaten: 13° 28′ 0″ N, 16° 34′ 0″ W 13° 28′ 0″ N, 16° 34′ 0″ W13.4666666667-16.5666666667 | |
| Länge | 1.120 km | |
| Einzugsgebiet | 69.931 km²
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| Abfluss | MQ |
2.000 m³/s |
| Rechte Nebenflüsse | Bao Bolong | |
| Linke Nebenflüsse | Bintang Bolong | |
| Mittelstädte | Basse Santa Su, Janjanbureh, Banjul | |
| Schiffbar | Von der Mündung bis zu Fatoto ~ 500 km | |
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Karte | ||
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Satellitenbild | ||
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Fischer-Boot am Gambia-Fluss bei Janjanbureh Island | ||
Der 1.120 Kilometer lange Gambia (Ba Dimma, auch Fura, „Fluss“) ist einer der Hauptströme in Westafrika. Der Staat Gambia ist nach dem Fluss benannt, der zur Hälfte auf dessen Staatsgebiet fließt.
Inhaltsverzeichnis |
Der Gambia entspringt im Bergland von Fouta Djallon bei Labé (Nord-Guinea) wo auch die Flüsse Senegal und Niger entspringen.
Er fließt nordwestlich in die Provinz Tambacounda in Senegal und dann weiter durch den Nationalpark Niokolo-Koba. Er vereinigt sich mit dem Nieri Ko und Koulountou, verlässt bei Barrakunda das Gebirgsland und tritt mit Stromschnellen in die breite und ebene Küstenzone ein, um dieselbe in vielfachen Windungen zu durchziehen.
Das Staatsgebiet von Gambia ist bei Fatoto erreicht. Die Mündung in den Atlantischen Ozean bei Banjul, der Hauptstadt von Gambia, hat die Form eines sogenannten Ästuars (Mündungstrichter). Sie liegt zwischen Cape St. Mary und Jinnak Bolon (Senegal) und hat eine Breite von ungefähr 22 Kilometer.
Bei Fattatenda hat der Fluss selbst in der Trockenzeit, die von Dezember bis April dauert, bei 100 Meter Breite eine Tiefe von vier bis sechs Meter, während er in der Regenzeit einen zwölf bis 16 Meter höheren Stand erreicht. In der Trockenzeit dringt das Salzwasser des Atlantiks teilweise bis zu 200 Kilometer in das Flussbett ein, wodurch sich das Flusswasser dann nur bedingt zu Bewässerungszwecken eignet. In der Regenzeit überschwemmt der Gambia von Barrakunda an das ganze Flachland weit und breit und lässt dabei einen ähnlich befruchtenden Schlamm zurück wie der Nil; dann dringt das Süßwasser des Gambias einige Kilometer weit in den Ozean vor.
Die Länge des 1.120 Kilometer langen Gambias wird in den verschiedensten Nachschlagewerken teils auch auf 1.127 oder 1.130 Kilometer beziffert.
Im Fluss - nahe Juffure - liegt die Insel James Island mit dem Fort James, ein Platz, an dem früher Sklavenhandel betrieben wurde, und ein Ort, der zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde.
Von seegängigen Schiffen kann der Gambia bis ungefähr 248 Kilometer hinein nahe dem Ort Kuntaur befahren werden. Kleinere Schiffe erreichen weitere 229 Kilometer, knapp 477 Kilometer von der Mündung entfernt, den Ort Fatoto.
In dem Roman Roots (Wurzeln) von Alex Haley stellte der Gambiafluss einen der Anhaltspunkte dar, der ihm half, seine amerikanische Familiengeschichte zurück nach Afrika zu verfolgen. Die Wörter Kamby Bolongo gehörten zu den wenigen Wörtern, die seine Familie von Generation zu Generation weiter gegeben hatte. Er entdeckte, dass ein bolongo (= Bolong) in der Sprache der Mandinka ein „bewegliches Wasser“ oder einen „Fluss“ bezeichnete, woraus er schließen zu können glaubte, dass die Phrase sich vermutlich auf den Gambiafluss bezog.
Haley glaubte seine Theorie bestätigt, als er nach Juffure auf der Nordseite des Flusses reiste und fand, dass seine mündlich überlieferte Familiengeschichte von den Erzählungen der Bewohner des Ortes unterstützt und ergänzt wurde. Haleys Recherchen werden von der heutigen Forschung jedoch als sowohl inhaltlich als auch methodisch zweifelhaft betrachtet.