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Generalstab (Japan)

Sitz des Generalstabs um 1910 vom Sakurada-Tor am Kaiserpalast aus gesehen

Ein Generalstab (jap. å‚謀本部, sambÅ hombu) de Kaiserlich Japanischen Heeres wurde 1878 in Japan im Rahmen der Meiji-Restauration und dem Aufbau einer modernen Armee geschaffen. Dabei diente Preußen als Vorbild, das auch durch Militärberater präsent war.

Der Generalstab war nach dem preußischen Modell von der Regierung unabhängig und unterstand direkt dem TennÅ. Er war für fast alle militärischen Verwaltungsaufgaben und für die strategische Planung zuständig. Das Heeresministerium unter dem vom Militär gestellten Heeresminister hatte kaum Einfluss. Ab den 1920er Jahren diente es eher umgekehrt als Kontrollinstanz des Militärs bei der Regierung. Durch eine Rücktrittsdrohung, die das Kabinett zu Fall bringen würde, konnte der Heeresminister die Regierung erpressen.

Durch die weitgehende Unabhängigkeit, insbesondere unter dem schwachen TaishÅ-Kaiser, konnte das Heer von sich aus die Kolonialbestrebungen in Asien umsetzen.

Der Generalstab wurde nach der Kapitulation Japans 1945 aufgelöst. Die Verfassung von 1947 enthält zahlreiche Klauseln, die eine erneute Machtübernahme des Militärs in Japan verhindern sollen.

Kaiserlich Japanische Marine

Der Generalstab (è»ä»¤éƒ¨, gunreibu) der Kaiserlich Japanischen Marine wurde 1884 durch das Marineministerium eingerichtet. Er wurde im Oktober 1945 aufgelöst.

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