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Gennadi Wassiljewitsch Kolbin

Porträt Kolbins auf seinem Grabstein auf dem Friedhof Trojekurowo, Moskau

Gennadi Wassiljewitsch Kolbin (russisch Геннадий Васильевич Колбин; * 7. Mai 1927 in Nischni Tagil; † 16. Januar 1998 in Moskau) war ein sowjetisch-russischer Politiker. Bekannt wurde er insbesondere als Erster Sekretär des ZKs der Kommunistischen Partei in der Kasachischen SSR.

Biografie

Kolbin wurde 1959 Mitglied der Kommunistischen Partei der Sowjetunion. Ab 1971 war er Parteisekretär in Swerdlowsk und in anderen Bereichen.

Der gebürtige Russe Kolbin war vom 16. Dezember 1986 bis zum 22. Juni 1989 Erster Sekretär des Zentralkomitees der KP Kasachstans in der Kasachischen SSR. In dieses Amt wurde von dem Generalsekretär der KPdSU Michael Gorbatschow eingesetzt, nach dem sein Vorgänger Dinmuhamed Kunajew wegen seiner verstärkt nationalistisch orientierten Politik und wegen Korruptionsvorwürfen von Kasachstans Ministerpräsident Nursultan Nasarbajew kritisiert wurde. Zunächst konnte Kolbin die in Almaty bei seinem Amtsantritt aufgetretenen heftigen Scheltoksan-Unruhen befrieden. Als russischer Außenseiter erhielt er jedoch in Kasachstan keine politische Basis.

Nachfolger in seinem Amt wurde deshalb 1989 Nasarbajew, der spätere Präsident von Kasachstan. Kolbin übernahm danach eine Leitungsfunktion in Moskau.

Literatur

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