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Georg Fohrer (* 6. September 1915 in Krefeld; † 4. Dezember 2002 in Jerusalem) war ein deutscher Theologe und ordentlicher Professor für Alttestamentliche Wissenschaft.
Inhaltsverzeichnis |
Fohrer wurde am 6. September 1915 in Krefeld geboren. Er studierte von 1934 bis 1938 Theologie und vergleichende Religionswissenschaft an den Universitäten Marburg und Bonn. Die Promotion zum Dr. phil. erfolgte 1939 (Der heilige Weg: Eine religionswissenschaftliche Untersuchung. Düsseldorf 1939), zum Dr. theol. 1944 (Die symbolischen Handlungen der alttestamentlichen Propheten.). Fohrer habilitierte sich 1949, dozierte in Marburg und wurde 1954 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. In den Jahren 1954 bis 1962 nahm er einen Lehrauftrag an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien wahr. Im Jahre 1962 erhielt er einen Ruf an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, wo er bis zu seiner Emeritierung 1979 blieb.
Nach seiner Emeritierung konvertierte Fohrer zum Judentum und lebte in Jerusalem, wo er 2002 nach langer und schwerer Krankheit verstarb.
Fohrer war Ehrendoktor der Universitäten Marburg, Aberdeen und St Andrews und Ehrenmitglied zahlreicher gelehrter Gesellschaften. Neben seinen Veröffentlichungen, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden, war Fohrer auch (Mit-)Herausgeber der Zürcher Bibelkommentare, der Theologischen Realenzyklopädie sowie der Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft (ZAW). Letztere hatte unter der Herausgeberschaft von Johannes Hempel während der nationalsozialistischen Zeit in ihrem Ansehen stark gelitten.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fohrer, Georg |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Alttestamentler |
| GEBURTSDATUM | 6. September 1915 |
| GEBURTSORT | Krefeld |
| STERBEDATUM | 4. Dezember 2002 |
| STERBEORT | Jerusalem |