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Georg Howaldt

Georg Ferdinand Howaldt
um 1909
Howaldtswerke 1907</br> (Gemälde von Fritz Stoltenberg)
Georg Howaldt, Prinz Heinrich von Preußen und Kommandant Egurieff zum Stapellauf des Schul-/Transportschiffes „Okean“ (1902) für das Russische Marine Ministerium

Georg Howaldt, eigentlich Kommerzienrat Georg Ferdinand Howaldt (* 24. März 1841 in Kiel; † 10. Mai 1909 in Wildbad) war ein deutscher Gründerzeitunternehmer und Schiffbauer.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Georg Howaldt erlernte nach Besuch der Kieler Gelehrtenschule den Maschinenbau in der väterlichen Maschinenbauanstalt Schweffel & Howaldt in Kiel sowie auf der Schiffswerft und Maschinenfabrik Summers and Day in Southampton, studierte dann von 1861 bis 1864 Ingenieurwesen am Polytechnikum zu Zürich, wo er auch Mitglied der Landsmannschaft Teutonia, dem heutigen Corps Friso-Cheruskia Karlsruhe war. Ein Schiffbaustudium in Hamburg schloss sich an.

1865 gründete er eine erste Werft am Kieler Hafen, die 1867 vom Norddeutschen Bund übernommen wurde. Georg Howaldt wurde zunächst Direktor der zum Zwecke der Übernahme gegründeten Norddeutschen Schiffbau AG, schied jedoch 1876 auf eigenen Wunsch aus, um erneut eine eigene Werft zu gründen.

1876 übernahm er gemeinsam mit seinen Brüdern Bernhard und Hermann vom Vater August Ferdinand Howaldt die Maschinenbauanstalt Schweffel & Howaldt, die in Firma Gebrüder Howaldt fortgeführt wurde. Im gleichen Jahr gründete er selbst zum zweiten Male eine Werft an der Förde, die 1889 mit der väterlichen Maschinenbauanstalt zur Howaldtswerke AG (heute:HDW) vereinigt wurde.

Das Flottenbauprogramm der Kaiserlichen Marine führte zu einem Aufschwung für die norddeutsche Schiffbauindustrie und die Stadt Kiel. Georg Howaldt wurde preußischer Kommerzienrat. Er war dreimal verheiratet und hinterließ 1909 bei seinem Tode im württembergischen Wildbad 10 Kinder. Sein Grab befindet sich auf dem Kieler Südfriedhof.

Nach seinem Tode übernahm zunächst der schweizerische Konzern BBC die unternehmerische Führung und die Mehrheit der Aktien an der Howaldtswerke AG (heute: HDW). Seit 2005 ist HDW ein Unternehmen der ThyssenKrupp Marine Systems.

In Kiel-Diedrichsdorf ist an der Mündung der Schwentine von der gründerzeitlichen Werft heute nur noch die 1884 durch den bekanntesten Kieler Architekten seiner Zeit, Heinrich Moldenschardt, errichtete Alte Metallgießerei verblieben, die zum Industriemuseum ausgebaut wurde.

Literatur

Siehe auch

Weblinks

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