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| áĄáá„áá ááááá sakartwelo | |||||
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| Wahlspruch: á«ááá áá ááááášáá âdsala ertobaschia (âKraft durch Einheitâ) | |||||
| Amtssprache | Georgisch
Regionale Amtssprache: Abchasisch[1] | ||||
| Hauptstadt | Tiflis (georgisch Tbilissi) | ||||
| Staatsform | Republik | ||||
| Staatsoberhaupt | Micheil Saakaschwili | ||||
| Regierungschef | Premierminister Nikolos (Nika) Gilauri | ||||
| FlĂ€che | (118.) 69.700 kmÂČ | ||||
| Einwohnerzahl | (113.) 4.469.200 (Stand: Januar 2011) | ||||
| Bevölkerungsdichte | (101.) 66 Einwohner pro kmÂČ | ||||
| Bruttoinlandsprodukt nominal (2010)[2] | 11.665 Millionen US$ (115.) | ||||
| Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner | 2.658 US$ (108.) | ||||
| Human Development Index | 0,778 (89.)[3] | ||||
| WĂ€hrung | 1 Lari (GEL) = 100 Tetri | ||||
| UnabhÀngigkeit | 9. April 1991 | ||||
| Nationalhymne | Tawisupleba | ||||
| Nationalfeiertag | 26. Mai (Tag der UnabhÀngigkeit 26. Mai 1918) | ||||
| Zeitzone | UTC + 4 | ||||
| Kfz-Kennzeichen | GE | ||||
| Internet-TLD | .ge | ||||
| Telefonvorwahl | +995 (fĂŒr Abchasien: +7) | ||||
Georgien (georgisch áĄáá„áá ááááá â sakartwelo; nach der russischen Bezeichnung ĐŃŃĐ·ĐžŃ (Grusija) frĂŒher auch Grusien oder Grusinien genannt) ist ein Staat in Vorderasien. Er liegt in Transkaukasien, östlich des Schwarzen Meeres und sĂŒdlich des GroĂen Kaukasus. Im Norden wird er von Russland, im SĂŒden von der TĂŒrkei und Armenien, im Osten von Aserbaidschan begrenzt. Die an der Grenze zu Russland gelegenen Konfliktzonen Abchasien und SĂŒdossetien stehen nicht unter Kontrolle der georgischen Regierung.
Das Land liegt an einer Nahtstelle Eurasiens.
Inhaltsverzeichnis |
Georgien liegt in Vorderasien, wird aber von seinen Bewohnern als Balkon Europas bezeichnet. Seine FlĂ€che entspricht mit ca. 69.700 Quadratkilometern der von Bayern. Gebirge und Vorgebirge bedecken 87 Prozent des Landes. Im Norden liegt die SĂŒdabdachung des GroĂen Kaukasus. Im SĂŒden befinden sich die westlichen RĂŒcken des Kleinen Kaukasus und der Rand des vulkanischen Armenischen Hochlandes.
Ăber den beiden Hochgebirgen dehnt sich im Westen die Kolchische Tiefebene, im Osten die Transkaukasische Senke, die sich in die Innerkarteli-, die Unterkarteli und die Alsasani-Ebene unterteilt. West- und Ostgeorgien werden durch den Lichi-Gebirgszug getrennt, der sich von Norden nach SĂŒden erstreckt.
Der höchste Berg ist der Schchara im GroĂen Kaukasus mit 5068,9 Metern. Der lĂ€ngste Fluss Georgiens ist die insgesamt 1364 km lange Kura (georgisch Mtkwari), die das Land in ihrem Oberlauf vom SĂŒden (Kleiner Kaukasus) nach Osten auf 351 Kilometer LĂ€nge durchzieht. Weitere FlĂŒsse sind der Alasani (351 km), der Rioni (333 km) und der Enguri (213 km). GröĂter See ist der auf 2073 Metern Höhe gelegene Parawani mit einer Ausdehnung von 37,5 Quadratkilometern. Die Voronya-Höhle ist mit 2190 Metern die tiefste bekannte Höhle der Welt.
GröĂte StĂ€dte sind Tiflis (georgisch Tbilissi; 1.258.085 Einwohner), Kutaissi (178.350 Einwohner), Batumi (118.297 Einwohner), Rustawi (112.624 Einwohner), Sochumi (81.546 Einwohner), Sugdidi (73.014 Einwohner), Gori (46.680 Einwohner) und Poti (46.112 Einwohner) (Stand: 1. Januar 2005).
Im Nordwesten Georgiens liegt die autonome Republik Abchasien, im SĂŒdwesten die autonome Republik Adscharien, im Norden das Gebiet SĂŒdossetien. Abchasien und SĂŒdossetien beanspruchen staatliche UnabhĂ€ngigkeit und stehen derzeit nicht unter der Kontrolle der georgischen Regierung.
Der Kaukasus schĂŒtzt Georgien vor Kaltluftwellen aus dem Norden und erlaubt dem Schwarzen Meer, das Land zu erwĂ€rmen. Die Klimazonen reichen von einem subtropisch-feuchten Klima im Westen bis hin zu einem trockenen und gemĂ€Ăigten Kontinentalklima im Osten. Die durchschnittliche Lufttemperatur schwankt zwischen 15 °C im West- und 11 °C bis 13 °C im Ostteil. Der durchschnittliche Niederschlag im Westen betrĂ€gt 3000 mm, im Osten 400 mm. Der FrĂŒhling in Georgien ist kurz mit abrupten Klimaschwankungen, der Sommer oft sengend heiĂ. Der Herbst ist sonnig-warm, der Winter schneearm.
Georgien hat dank unterschiedlicher Klimazonen eine hohe Artenvielfalt. Abgeschlossene TĂ€ler begĂŒnstigten die Entwicklung endemischer, nur in dieser Region beheimateter, Pflanzen und Tierarten. Der WWF zĂ€hlt Georgien zu den 238 wichtigsten Ăkoregionen der Erde. Die IUCN hat es als globales Zentrum der Pflanzenvielfalt benannt und BirdLife International als weltweites endemisches Vogelgebiet ausgewiesen.
44 Prozent des Landes sind mit Wald bedeckt, fĂŒnf Prozent davon sind Urwald. 40 Prozent der WĂ€lder sind in ihrer ursprĂŒnglichen Struktur erhalten geblieben. In den niederen Berggebieten wachsen vor allem Laubwald (Eichen, Buchen), in höheren Lagen Nadelhölzer (Fichten und Tannen, darunter die Nordmanntanne). Oberhalb der Baumgrenze breiten sich subalpine und alpine Wiesen aus. Das Gebirge im SĂŒden, die Tiefebene und die Transkaukasische Senke waren frĂŒher Steppen. Heute sind sie ĂŒberwiegend kultiviert.
Das Land zÀhlt ca. 4100 Pflanzenarten. Davon sind etwa 1000 dort endemisch[4] und 1000 im Kaukasus. Nach einer ZÀhlung des WWF sind in Georgien allein rund 400 Baum- und Straucharten zu Hause. 61 davon sind endemisch, 60 Arten gelten als weltweit bedroht und wurden in die Rote Liste aufgenommen. Zu den endemischen Arten zÀhlt die Pontische Buche, die in der Kolchischen Tiefebene wÀchst.
Georgien beherbergt rund 1000 verschiedene Wirbeltierarten. Darunter sind etwa 330 Vogelarten, 160 Fischarten, 48 Reptilienarten und 11 Amphibienarten. In den WĂ€ldern leben der seltene Kaukasische Leopard, BraunbĂ€ren, Wölfe und Luchse. Feuchtgebiete beherbergen den selten gewordenen Fischotter. Das fĂŒr den namensgebenden Gebirgszug endemische Kaukasus-Birkhuhn hat in Georgien seinen gröĂten Bestand. Es gibt auch verschiedene endemische Eidechsenarten. Das Land ist sehr artenreich an wirbellosen Tieren. Bisher sind ca. 500 Spinnenarten nachgewiesen worden.[5]
Im Umweltschutz gibt es viele ungelöste Probleme. Dazu zÀhlen die Luftverschmutzung, besonders im industriellen Umfeld von Rustawi, die starke Verschmutzung der Kura und des Schwarzen Meeres bei Poti und Batumi. Die Trinkwasserversorgung ist unzureichend. Viele Böden sind durch giftige Chemikalien kontaminiert.
Im sĂŒdlichen Kaukasus fehlt eine ĂŒbergreifende Landnutzungsplanung, die die geschĂŒtzte Natur von landwirtschaftlichen und industriellen FlĂ€chen trennt. Waldgebiete werden groĂrĂ€umig fĂŒr illegale Exporte in die TĂŒrkei abgeholzt.
Georgien hat elf staatliche Naturschutzgebiete. Das gröĂte ist der Bordschomi-Charagauli-Nationalpark im Kleinen Kaukasus (76.000 Hektar). Er wurde mit Hilfe Deutschlands sowie des World Wide Fund for Nature errichtet und 2001 eröffnet. Er ist eines der gröĂten zusammenhĂ€ngenden Naturschutzgebiete in Asien. Der Nationalpark Tuscheti umfasst 83.007 Hektar, der Nationalpark Waschlowani 25.112 Hektar und das Schutzgebiet Tuscheti 27.903 Hektar. Ăltester Nationalpark Georgiens ist der Lagodechi-Nationalpark mit 17.688 Hektar.
Georgien hat rund 4,5 Millionen Einwohner (2006). Seit der staatlichen UnabhĂ€ngigkeit 1991 hat rund eine Million Menschen das Land verlassen. Zwischen 2000 und 2005 ging die georgische Bevölkerung jĂ€hrlich um etwa ein Prozent zurĂŒck. Vor allem Einwohner mit hohem Bildungsgrad, die ArbeitsplĂ€tze zunĂ€chst in anderen Staaten der GUS â spĂ€ter auch in Westeuropa und den USA â finden konnten, verlieĂen Georgien. Die gröĂte georgische Gemeinschaft auĂerhalb des Landes existiert in Moskau, nach russischen Angaben rund 300.000 Menschen. In letzter Zeit steigt die Bevölkerungszahl wieder. Im Januar 2011 konnte ein Zuwachs von 0,7 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr verzeichnet werden. WĂ€hrend die Zahl der Neugeborenen in den Jahren 2000 - 2007 bei 47000-49000 verharrte, stieg sie 2008 auf 56.565 und erreichte 2009 ihren höchsten Stand mit 63.377. Im Jahr 2010 wurden 62.585 Neugeborene ermittelt. Bis zum Zweiten Weltkrieg war Georgien ein landwirtschaftlich geprĂ€gtes Land. Der Politiker Karl Kautsky nannte Georgien 1921 eine sozialdemokratische Bauernrepublik. Mit der von Stalin verfĂŒgten Industrialisierung zogen immer mehr Menschen in die groĂen StĂ€dte. Heute leben 52 Prozent der Einwohner in den stĂ€dtischen Ballungsgebieten, 48 Prozent in Dörfern und lĂ€ndlichen Gebieten.
BĂŒrgerkriege in Abchasien und SĂŒdossetien fĂŒhrten dazu, dass etwa 250.000 Menschen aus ihrer Heimat flohen oder vertrieben wurden. Georgien beherbergte 2004 rund 230.000 Vertriebene aus Abchasien und 12.200 aus SĂŒdossetien. Hinzu kamen etwa 3000 FlĂŒchtlinge aus Tschetschenien.
Georgien ist traditionell ein multiethnisches Land. Es beherbergt ĂŒber 26 Volksgruppen: 83,8 Prozent der Einwohner sind Georgier, 6,5 Prozent Aserbaidschaner, 5,7 Prozent Armenier, 1,5 Prozent Russen, 0,9 Prozent Osseten, 0,1 Prozent Abchasen 0,1 Prozent AramĂ€er und 1,51 Prozent gehören weiteren Volksgruppen wie z. B. Pontos-Griechen, Kurden, Juden und andere an (VolkszĂ€hlung 2002). Nach dem Zerfall der Sowjetunion und der Ăffnung der Grenzen ist ein GroĂteil der Griechen nach Griechenland und ein groĂer Teil der georgischen Juden nach Israel ausgewandert. Bei der VolkszĂ€hlung 2005 wurde die Zahl der Abchasen mit 125.000 (ca. 2,7 %) festgestellt.
In den Phasen des Nationalismus von 1918 bis 1921, wĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges und zu Beginn der 1990er Jahre wurden viele Volksgruppen in Georgien diskriminiert. 1941 lieĂ der sowjetische Diktator Stalin 40.000 Kaukasiendeutsche deportieren und 1944 die Mescheten aus Georgien vertreiben. Georgien hat inzwischen das RahmenĂŒbereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten ratifiziert. Davon ausgenommen sind allerdings die Artikel 10 und 11, in denen das Recht nationaler Minderheiten auf die Verwendung der Muttersprache anerkannt wird.
In einzelnen Regionen Georgiens bilden nicht-georgische Volksgruppen die Mehrheit. In Niederkartlien leben etwa genau so viele Aserbaidschaner wie Georgier. In der Region Samzche-Dschawachetien, die an Armenien angrenzt, sind die Armenier sogar etwas in der Mehrheit. Dort kam es im Oktober 2005 zu Protesten. Die Demonstranten forderten wirtschaftliche Gleichberechtigung und politische Autonomie. Der Protestzug wurde von der Polizei gewaltsam mit GummiknĂŒppeln und WarnschĂŒssen aufgelöst.
Seit 1989 haben viele Russen das Land verlassen. Der Anteil der russisch-stÀmmigen Bevölkerungsgruppe an der georgischen Bevölkerung sank innerhalb von 13 Jahren um 4,8 Prozent. Die soziale MobilitÀt der russischen Diaspora und ihr hoher Bildungsgrad machte es relativ leicht, mit einem russischen Pass das wirtschaftlich besser gestellte Russland zu erreichen.
Amtssprache ist das Georgische, das von etwa 4 Millionen Menschen gesprochen wird. Es gehört zur sĂŒdkaukasischen Sprachfamilie und besitzt ein eigenes Alphabet, das seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. belegt, wahrscheinlich aber wesentlich Ă€lter ist.
DarĂŒber hinaus werden in Georgien 23 Sprachen aus sechs verschiedenen Sprachfamilien gesprochen. Zu den wichtigsten gehören Aserbaidschanisch (ca. 300.000 Sprecher), Armenisch (ca. 250.000 Sprecher), Abchasisch (ca. 100.000 Sprecher), Ossetisch (ca. 100.000 Sprecher), und Russisch.
Georgien ist ein christlich geprĂ€gtes Land, schon 327 wurde das Christentum zur Staatsreligion Iberiens erklĂ€rt. Seit dem FrĂŒh-Mittelalter ist die Orthodoxie ein Symbol der Nation. 84 Prozent der Bevölkerung gehören der autokephalen Georgischen Orthodoxen Apostelkirche an. Patriarch der Kirche ist Ilia II. Am UnabhĂ€ngigkeitstag steht er mit der Regierung auf dem Podium und segnet das Parlament zu Beginn der Legislaturperiode.
Zugleich leben in Adscharien rund 376.000 Georgier, deren Vorfahren unter osmanischer Herrschaft zum muslimischen Glauben konvertiert sind. 9,9 Prozent der Einwohner Georgiens sind Muslime.
3,9 Prozent verteilen sich auf die Religionsgemeinschaften der Armenier (200.000 Menschen Armenische Apostolische Kirche), der Katholiken (insgesamt 0,8 Prozent der Bevölkerung, davon 60.000 Menschen Armenisch-Katholische Kirche, 50.050 Römischer Ritus, 3000 ChaldÀisch-Katholische Kirche), der Protestanten (Baptisten, Lutheraner und Pfingstler), der Jesiden, Juden und der Zeugen Jehovas.
In den 1990er Jahren wurden Kirchenbauten religiöser Minderheiten, unter anderem der Katholiken, enteignet und der Georgischen Orthodoxen Apostelkirche ĂŒbergeben. Immer wieder kommt es zu religiös motivierten Ausschreitungen gegen Minderheiten, darunter gegen die Zeugen Jehovas und gegen die Baptisten. Georgien stand bis 2004 auf einer Liste der US-Kommission zur Religionsfreiheit in der Welt (USCIRF), die jene LĂ€nder nennt, in denen die Religionsfreiheit am wenigsten gewĂ€hrleistet ist. Erst nachdem Georgiens Strafverfolgungsbehörden handelten, lieĂ die Zahl der ĂberfĂ€lle nach und Georgien wurde aus der Liste entfernt. Am 7. Juli 2011 wurden per Gesetz auch die nichtorthodoxen Religionsgemeinschaften, die einen historischen Bezug zum Land haben oder einen entsprechenden Status in einem Mitgliedsland des Europarates besitzen (Katholiken, Evangelische Baptisten, Juden, Moslems sowie die armenisch-apostolische Glaubensgemeinschaft) rechtlich abgesichert.[6] Der Europarat begrĂŒĂte den dadurch gewĂ€hrleisteten Schutz religiöser Minderheiten in Georgien ausdrĂŒcklich.[7]
Aus dem Gebiet des heutigen Georgien stammen frĂŒhe Hominidenfunde aus dem PalĂ€olithikum (Dmanisi). Das Neolithikum beginnt bereits im 8. Jahrtausend. Metallbearbeitung setzt mit der frĂŒhbronzezeitlichen Kura-Araxes-Kultur ein. Man geht davon aus, dass die erste Eisenbearbeitung durch die Chalyber, einem Stamm, der durch seine geschickten Schmiede bekannt wurde, stattfand.
Im 6. Jahrhundert v. Chr. entstanden die Staaten Kolchis (West-Georgien) und Iberien (Ost-Georgien).
SpÀter unterwarfen die Römer das Land. Im Jahre 327 wurde das Christentum Staatsreligion. Auf die Römer folgten als Eroberer die Perser, die Byzantiner und die Araber.
Am Ende des 10. Jahrhunderts wurde Georgien im Goldenen Zeitalter vereint. Die langjĂ€hrige AbhĂ€ngigkeit vom Byzantinischen Reich wurde abgeschĂŒttelt. Unter David dem Erbauer und Königin Tamara wurde Georgien zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert die stĂ€rkste Macht in Transkaukasien. Es folgte eine mongolische Invasion unter Timur Lenk. Im 16. Jahrhundert zerfiel Georgien in die Königreiche Imeretien, Kachetien und Kartlien sowie fĂŒnf FĂŒrstentĂŒmer, die unter osmanischem und iranischem Einfluss standen.
1783 schloss Ostgeorgien (Kartlien-Kachetien) einen Schutzvertrag mit Russland. 1801 wurde Kartlien-Kachetien per Dekret des Zaren annektiert und sein Königshaus entthront. Die Regionen im Westen des Landes blieben noch ein Jahrzehnt lang staatlich unabhĂ€ngig. Erst 1810 eroberte Russland das georgische Königreich Imeretien. Russland brauchte weitere 54 Jahre, um die vollstĂ€ndige Kontrolle ĂŒber Westgeorgien zu gewinnen. Die Region Gurien wurde 1828 abgeschafft, Mingrelien 1857. Die Region Swanetien wurde zwischen 1857 und 1859 annektiert, das FĂŒrstentum Abchasien 1864. Im Russischen Kaiserreich gehörte der westliche Teil Georgiens zum Gouvernement Kutaissi, der östliche Teil zum Gouvernement Tiflis.
Nach der Oktoberrevolution erklĂ€rte sich Georgien am 26. Mai 1918 unabhĂ€ngig. Am 16. Februar 1921 wurde die Demokratische Republik Georgien von der Roten Armee besetzt und in die Sowjetunion eingegliedert, zunĂ€chst, von 1922 bis 1936, als Teilgebiet der Transkaukasischen SFSR, dann, nach deren Auflösung, als Georgische SSR, die bis zum Ende der UdSSR im Jahre 1991 bestand. Im Verband der Sowjetunion erlebte Georgien die Industrialisierung, die georgische Landwirtschaft spezialisierte sich auf den Export sĂŒdlĂ€ndischer FrĂŒchte und die Republik wurde zu einer der wichtigen Tourismus- und Urlaubsregionen des Landes.
WĂ€hrend der spĂ€ten 1980er Jahre entwickelte sich eine starke georgische UnabhĂ€ngigkeitsbewegung. Am 9. April 1991 erklĂ€rte sich Georgien erneut unabhĂ€ngig. In Abchasien und SĂŒdossetien kam es zu Sezessionskriegen. Wegen der starken MilitĂ€rprĂ€senz Russlands hat die georgische Regierung noch heute keine Kontrolle ĂŒber Teile ihres Territoriums.
Georgiens erster PrĂ€sident nach der Wiedererlangung der UnabhĂ€ngigkeit, Swiad Gamsachurdia, wurde durch einen Putsch abgelöst. Sein Nachfolger wurde der frĂŒhere georgische KP-Chef und sowjetische AuĂenminister Eduard Schewardnadse. Er leitete demokratische Reformen ein. Die Wirtschaft stagnierte jedoch auf niedrigem Niveau. Hinzu kamen eine weitverzweigte Korruption und regelmĂ€Ăige WahlfĂ€lschungen.
Im November 2003 wurde Schewardnadse in der von jungen Reformpolitikern initiierten Rosenrevolution von der Macht verdrĂ€ngt. Im Januar 2004 wurde Micheil Saakaschwili zum neuen PrĂ€sidenten gewĂ€hlt. Premierminister wurde Surab Schwania. Die Korruption wurde energisch verfolgt. FĂŒr wichtige Reformfelder wurden erfolgreiche Auslandsgeorgier als Minister ins Land geholt. Die Privatisierung des staatlichen Sektors wurde vorangetrieben. Die Staatsschulden gingen 2004 erstmals zurĂŒck. Es gelang Saakaschwili, den adscharischen Machthaber Aslan Abaschidse zu vertreiben und Adscharien mit Georgien wiederzuvereinen.
Am 3. Februar 2005 verstarb Premierminister Schwania. Das Amt ĂŒbernahm Finanzminister Surab Noghaideli. Nach Massenprotesten gegen die Regierung vom 2. bis 7. November 2007 wurde Lado Gurgenidse neuer Premier. PrĂ€sident Saakaschwili trat am 25. November zurĂŒck, um den Weg fĂŒr PrĂ€sidentschafts-Neuwahlen am 5. Januar 2008 frei zu machen. Das amtliche Endergebnis dieser Wahlen erklĂ€rte den bisherigen Amtsinhaber Saakaschwili mit 53,47 Prozent der ausgezĂ€hlten WĂ€hlerstimmen zum Wahlsieger.[8]
Im August 2008 eskalierte der SĂŒdossetien-Konflikt erneut und es kam zum offenen Krieg (Kaukasus-Konflikt 2008) mit Russland. Kurz darauf erkannte Russland die UnabhĂ€ngigkeit Abchasiens und SĂŒdossetiens an, wenig spĂ€ter folgte Nicaragua.
Georgien ist eine demokratische Republik mit einem starken PrĂ€sidialsystem und zentralisierter Verwaltung. Es wird zugleich von Kritikern als defekte Demokratie angesehen. Zwar sei der Zugang zur Politik formell durch freie und geheime Wahlen gesichert, doch wĂŒrden politische und bĂŒrgerliche Rechte sowie die Gewaltenkontrolle oft eingeschrĂ€nkt. PrĂ€sident Saakaschwili wurde von seinem Ex-Verteidigungsminister Irakli Okruaschwili, der im Herbst 2007 in Berlin festgenommen worden war, beschuldigt, Morde in Auftrag gegeben zu haben.[9][10] Die Oppositionsparteien boykottierten aus Protest gegen die ihrer Ansicht nach gefĂ€lschten Wahlen vom Mai 2008 das Parlament. Internationale Wahlbeobachter stellten jedoch nur geringfĂŒgige UnregelmĂ€Ăigkeiten fest.
Staatsoberhaupt ist Micheil Saakaschwili. Er wurde am 4. Januar 2004 mit 96 Prozent der Stimmen zum PrÀsidenten gewÀhlt. Premierminister war bis zum Herbst 2007 Surab Noghaideli. Er wurde am 17. Februar 2005 auf Vorschlag des PrÀsidenten vom Parlament zum Premierminister ernannt, nachdem sein VorgÀnger Surab Schwania gestorben war, und steht einem 14-köpfigen Reformkabinett vor. Am 16. November 2007 schlug der PrÀsident Lado Gurgenidse dem Parlament als Nachfolger vor.
Bei den Parlamentswahlen am 21. Mai 2008 konnte die Vereinte Nationale Bewegung (ENM) von PrĂ€sident Saakaschwili ihre Mehrheit verteidigen. Die ENM erhielt 59,3 Prozent der Stimmen, der aus neun Parteien bestehende Rat der geeinten Opposition kam auf nur 17,7 Prozent.[11] Die Wahlen waren ĂŒberschattet von ManipulationsvorwĂŒrfen gegen die Regierung, unmittelbar nach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse drohten die Oppositionsparteien mit einem Boykott des neuen Parlaments. Nach Ansicht internationaler Beobachter vor Ort und EinschĂ€tzung des Auslands sind die Wahlen aber insgesamt trotz einiger Beanstandungen fair und bemerkenswert geordnet abgelaufen.[12][13][14]
Georgien gliedert sich in neun Regionen (Mingrelien und Oberswanetien, Gurien, Ratscha-Letschchumi und Niederswanetien, Imeretien, Samzche-Dschawachetien, Mzcheta-Mtianeti, Innerkartlien, Niederkartlien, Kachetien), die Hauptstadtregion Tiflis sowie die zwei autonomen Republiken Abchasien und Adscharien. Das Gebiet von SĂŒdossetien gehört verwaltungstechnisch ĂŒberwiegend zur Region Schida Kartlien.
Die AuĂenpolitik Georgiens ist von dem Wunsch geprĂ€gt, seine UnabhĂ€ngigkeit von Russland unumkehrbar zu machen.
Unmittelbar nach der GrĂŒndung Georgiens 1991 unterstĂŒtzte Russland separatistische Bewegungen in Abchasien, SĂŒdossetien und Adscharien. 1993 trat Georgien dennoch der Gemeinschaft UnabhĂ€ngiger Staaten (GUS) bei. Die Beziehungen zu Russland blieben auf niedrigem Niveau und verschlechterten sich vor allem nach der Rosenrevolution 2003 in Georgien, die das Ziel, die abtrĂŒnnigen Regionen zurĂŒckzuholen, wieder in den Vordergrund rĂŒckte. Anfang 2007 schloss Russland sĂ€mtliche GrenzĂŒbergĂ€nge und verstĂ€rkte damit die Embargopolitik. SchlieĂlich kam es im August 2008 zum militĂ€rischen Konflikt mit Russland (âGeorgienkriegâ), in dessen Folge Georgien aus der GUS austrat.
Der Westen kĂŒmmerte sich bis 1995 wenig um Georgien. VerstĂ€rkte Ălförderungen in Turkmenistan und Aserbaidschan rĂŒckten den Staat im sĂŒdlichen Kaukasus als Transitland zur Verschiffung des schwarzen Goldes Mitte der 1990er Jahre wieder in den Blickpunkt. Die NATO schloss mit Georgien eine strategische Partnerschaft ab. Seit 2004 ist Georgien mit der NATO durch einen Individual Partnership Action Plan (IPAP) verbunden. 2006 wechselte Georgien auf eine neue Stufe der Zusammenarbeit mit der NATO, den Intensiven Dialog (ID). Georgien plant langfristig der EuropĂ€ischen Union beizutreten. Es wurde Mitglied im Europarat und gehört zu den EU-Programmen EuropĂ€ische Nachbarschaftspolitik (ENP) sowie TRACECA. Im Mai 2009 trat Georgien der Ăstlichen Partnerschaft bei.
Die USA haben sich 1999 im Silk Road Strategy Act darauf festgelegt, starke politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Bindungen zwischen den LĂ€ndern des SĂŒdkaukasus ⊠und dem Westen zu entwickeln. Seit 1994 erhĂ€lt Georgien US-amerikanische MilitĂ€rhilfe und ab 2002 sind US-MilitĂ€rausbilder fĂŒr verschiedene Programme in Georgien tĂ€tig. Seit 2004 ist es mit 2500 Soldaten im Irak vertreten.
Ein besonderes VerhĂ€ltnis pflegt Georgien neben der Ukraine und Aserbaidschan mit der Gruppe der Neuen Freunde Georgiens: Estland, Lettland, Litauen, Polen und RumĂ€nien. Seit 2006 baut Georgien seine Verbindungen zum Iran und zur arabischen Welt aus. Es knĂŒpft dabei an seine traditionelle Rolle als Mittler zwischen Orient und Okzident an.
Ende September 2006 verschlechterten sich die georgisch-russischen Beziehungen dramatisch, als die georgischen Behörden vier Offiziere der Spionage fĂŒr die russische Föderation verdĂ€chtigte, verhaftete und einem OSZE-Vermittler ĂŒbergab.
Georgien ist seit 1992 Mitglied der UNO und gehört folgenden internationalen Organisationen an: GUAM, OSZE, IWF, Weltbank, EBRD, WTO, Europarat sowie der Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation.
Die StreitkrÀfte Georgiens umfassen knapp 37.000 Berufssoldaten in den TeilstreitkrÀften Heer, Luftwaffe, Marine und Nationalgarde. Hinzu kommen 100.000 ausgebildete Reservisten.
Bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. war Georgien die Waffenschmiede der Antike. Im Kaukasus wurden Gold, Silber, Kupfer und Eisen abgebaut. Georgische Handwerker stellten die Schwerter her, mit denen Griechen und Trojaner kÀmpften. Eine lange Tradition besitzt der Weinbau in Georgien.
Im 20. Jahrhundert konzentrierte sich die Wirtschaft Georgiens auf den Tourismus im Kaukasus und am Schwarzen Meer, den Anbau von ZitrusfrĂŒchten, Weintrauben und Tee sowie den Abbau von Steinkohle, Mangan und Kupfer. Im Westen wurden Rinder, im Osten Schafe gezĂŒchtet. Es gab einen kleinen industriellen Sektor, der Metalle, Maschinen, Chemikalien und Textilien produzierte.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erlitt Georgien im Vergleich zu anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion einen auĂerordentlich schweren Wirtschaftskollaps. Im Dezember 1990 verhĂ€ngte Russland eine Wirtschaftsblockade ĂŒber Georgien. BĂŒrgerkriege und UnabhĂ€ngigkeitskĂ€mpfe in Abchasien, Adscharien, SĂŒdossetien und Westgeorgien verschĂ€rften die Krise. Die Produktion in Industrie und Landwirtschaft ging zurĂŒck. Das Produktionsvolumen rutschte bis 1994 auf ein Viertel des Niveaus von 1989. Die Arbeitslosigkeit in der Hauptstadt Tiflis stieg auf 40 Prozent.
Hilfe vom Westen kam erst 1995, als Weltbank und Internationaler WĂ€hrungsfonds (IWF) Georgien Kredite in Höhe von 206 Millionen US-Dollar und Deutschland in Höhe von 50 Millionen D-Mark gewĂ€hrten. Zwischen 1995 und 1997 stieg das Produktionsvolumen auf etwa 30 Prozent des Niveaus zu Sowjetzeiten; bis 2001 erreichte es etwa 35 Prozent. 32 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze, 13 bis 15 Prozent der Haushalte leben in extremer Armut (Statistik 2001). Die GehĂ€lter halten mit der Inflation nicht Schritt, Alterspensionen liegen bei rund 19 Euro monatlich, BĂŒrgerkriegsflĂŒchtlinge erhalten maximal 6 Euro monatliche UnterstĂŒtzung.
Nach der samtenen Revolution 2003 sind positive Entwicklungen in der georgischen Wirtschaft erkennbar. So ist der Staatshaushalt von 350 Millionen auf 3,1 Milliarden US-Dollar und das AuĂenhandelsvolumen um mehrfaches gestiegen. Die Höhe der Direktinvestitionen in Georgien stieg 2005 auf 447,8 Millionen US-Dollar und 2006 schon auf mehr als 1 Milliarde USD. Das Kreditportfolio der georgischen Banken belief sich 2007 auf mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar. 2006 wĂŒrdigte IWF in seinem Bericht positiv die RegierungsmaĂnahmen zur BekĂ€mpfung der Armut, das ökonomische Wachstum und strukturelle Reformen des Landes.
Georgiens gröĂter AuĂenhandelspartner ist die TĂŒrkei, gefolgt von Russland, Aserbaidschan und Deutschland (Stand 2002). Nach den USA ist Deutschland Georgiens zweitwichtigster Partner bei der Entwicklungshilfe.
Georgiens Auslandsschulden betrugen Anfang 2006 1,75 Milliarden US-Dollar. Ein GroĂteil des Geldes stammte von der Weltbank [ĂŒber 600 Millionen], dem Internationalen WĂ€hrungsfonds (IWF) und der EuropĂ€ischen Bank fĂŒr Wiederaufbau und Entwicklung. Weitere Kreditoren sind die Staaten der GUS, vor allem Turkmenistan und Russland.
Im Oktober 1995 wurde der Lari (GEL) mit UnterstĂŒtzung des IWF und der Weltbank als neue WĂ€hrung Georgiens eingefĂŒhrt. Bis zur Abwertung 1998 war die WĂ€hrung stabil zum US-Dollar (1:1). Der Lari ist frei konvertierbar.
Georgien setzt seine Hoffnungen fĂŒr eine wirtschaftliche Erholung auf die Entwicklung eines internationalen Transport-Korridors durch die SchwarzmeerhĂ€fen Poti und Batumi, eine groĂe Ălpipeline vom aserbaidschanischen Baku ĂŒber Tiflis nach Ceyhan in der TĂŒrkei, die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline (BTC) und eine parallel dazu verlaufende Gaspipeline, die SĂŒdkaukasus-Pipeline. Diese Pipelines machen Georgien fĂŒr die EuropĂ€ische Union und die USA geostrategisch bedeutsam, da sie es ermöglichen, das Ăl und das Gas aus den Feldern am Kaspischen Meer an Russland vorbei in den Westen zu transportieren und so die AbhĂ€ngigkeit von russischen Exporten zu verringern.
Georgiens wirtschaftspolitische Reformen im Beobachtungszeitraum 2007/08 wurden im Bericht âDoing Business 2008â der Weltbank ausdrĂŒcklich gelobt. Das Land konnte sich von Rang 112 auf Rang 18 verbessern und liegt damit zwischen der Schweiz (16.) und Deutschland (20.).[15] Im Beobachtungszeitraum 2008/2009 konnte sich Georgien im Bericht "Doing Business 2010" der Weltbank nochmals verbessern, von Rang 18 auf Rang 11 und liegt nun zwischen Saudi Arabien (13.) und Norwegen (10.).
Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 4,726 Milliarden US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 3,756 Milliarden US-Dollar gegenĂŒber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 8,8 % des BIP.[16]
Die Staatsverschuldung betrug 2009 3,692 Milliarden US-Dollar oder 33,6 % des BIP.[17]
Der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche betrug:
Wie in den meisten Nachfolgestaaten der Sowjetunion ist auch in Georgien das StraĂennetz relativ gering ausgebaut. Vierspurige Abschnitte sind die Ausnahme und vornehmlich in der Metropolregion Tiflis anzutreffen.
Das Schienennetz der georgischen Eisenbahngesellschaft Sakartwelos Rkinigsa hat eine GesamtlĂ€nge von ĂŒber 1600 km und ist vollstĂ€ndig elektrifiziert. Entsprechend den geographischen Gegebenheiten verlĂ€uft die Hauptverkehrsachse im StraĂen- wie im Schienenverkehr in West-Ost-Richtung.
Bereits in der Antike wurden auf dem Gebiet des heutigen Georgien goldene Kelche und kunstvolle Schwerter hergestellt. Das Land war reich an metallenen BodenschĂ€tzen, verarbeitete sie seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. und trieb damit Handel. Griechische und römische Reisende beschrieben ausgebaute StraĂen, mit Ziegeln gedeckte HĂ€user, groĂe StĂ€dte und Festungen.
Die georgische Kultur des Mittelalters war byzantinisch geprĂ€gt. Die frĂŒhen ein- und dreischiffigen Basiliken (Nekresi, Dsweli Schuamta) aus dem 4. Jahrhundert stehen auf den Fundamenten antiker Tempel, sind klein und haben einen fast quadratischen Grundriss. Im 10. und 11. Jahrhundert entstanden groĂe Kreuzkuppelkirchen (Swetizochweli-, Alawerdi- und Bagrati-Kathedrale).
Die georgische Literatur gliedert sich in eine schriftlose Epoche, eine frĂŒhfeudale Literatur im 5. bis 11. Jahrhundert, eine Literatur des Hochfeudalismus im 11. bis 13. Jahrhundert, eine spĂ€tfeudale Literatur im 16. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, eine Literatur der Neuzeit von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum ersten Viertel des 20. Jahrhunderts und eine Literatur der Gegenwart.
Das Ă€lteste erhaltene Buch der georgischen Literatur ist das Martyrium der Heiligen Schuschanik, eine Hagiographie aus dem 5. Jahrhundert. Ihre BlĂŒte erreichte die georgische Literatur im 11. und 12. Jahrhundert zur Zeit König Davids des Erbauers und Königin Tamara. Schota Rustaweli verfasste Der Recke im Tigerfell (georgisch Vepchistqaosani), ein Epos auf Ritterlichkeit und Edelmut, die sich ĂŒber Religion und Nation erheben.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts erneuerte Sulchan-Saba Orbeliani Georgiens Literatur aus dem Geist des ErzÀhlens. Sein Zögling, König Wachtang VI., errichtete 1709 die erste Druckerei des Landes und lieà La Fontaines Fabeln verlegen.
Prominente georgische Schriftsteller des 19. Jahrhunderts waren Ilia Tschawtschawadse (Du, meine liebste Heimat, worĂŒber bist du so traurig â 1872, Der See von Basaleti â 1883, Die Mutter Georgiens â 1881, Der Einsiedler â 1883, Briefe eines Reisenden â 1863), Akaki Zereteli (Tornike Eristawi, Der kleine Kachetier, Natela, Suliko, Der Tutor) und Aleksandre Qasbegi (Elgudscha â 1881, Eliso â 1882, Die Vatermörderin â 1882, Der Morgen nach der Hochzeit 1882).
Wichtigste Autoren des 20. Jahrhunderts sind Galaktion Tabidse (Meri, Der Mond von Mtazminda, Ich und die Nacht, PfirsichblĂŒten, Falben, Heimat), Grigol Robakidse (Das Schlangenhemd â 1928, Die gemordete Seele â 1933), Konstantine Gamsachurdia (Das LĂ€cheln des Dionysos â 1925, Goethes Lebensroman â 1934, Der Raub des Mondes â 1935, Die rechte Hand des groĂen Meisters â 1939, RebenblĂŒte â 1956, David der Erbauer â 1942â1961), Tschabua Amiredschibi (Data Tutaschchia â 1975), Otar Tschiladse (Ein Mann ging des Weges â 1973, Jeder, der mich findet⊠â 1976, Das eiserne Theater â 1981). Zwischen 1915 und 1921 erblĂŒhte die Avantgarde um die Gruppe Blaue Hörner, wurde jedoch nach der kommunistischen MachtĂŒbernahme unterdrĂŒckt.
Als bedeutende Gegenwartsautoren gelten Aka Mortschiladse (Die Reise nach Karabach â 1992, Hunde der Paliaschwili StraĂe â 1995), Dawit Turaschwili (Merani â 1991, Jeans Generation â 2001) und David-Dephy Gogibedaschwili (Gedichtsammlung Samkauli, Hörbuch Fahrt mich gen Himmel â 2006).
Georgien zĂ€hlt 58 professionelle BĂŒhnen, 39 davon widmen sich dem Drama. Bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. wurde in Georgien Theater gespielt. Das Georgische Nationaltheater wurde 1791 in Tiflis gegrĂŒndet, 1851 das Staatliche Theater fĂŒr Oper und Ballett. Der Bassist Fjodor Schaljapin debĂŒtierte dort als Oberpriester in Giuseppe Verdis Aida. Der TĂ€nzer Georgi Balantschiwadse wurde unter dem Namen George Balanchine einer der international wichtigsten Choreografen. KĂŒnstlerische Leiterin des Georgischen Nationalballetts ist seit 2004 die Primaballerina des Moskauer Bolschoi-Theaters, Nino Ananiaschwili.
Die traditionelle georgische Musik ist polyphon. Die musikalische Sprache ist vielfĂ€ltig und regional Ă€uĂerst unterschiedlich. Die StimmfĂŒhrung und Harmonik des georgischen Gesangs sind weltweit einzigartig. Die Entwicklung der georgischen Polyphonie geht der europĂ€ischen um mindestens dreihundert Jahre voraus. Nach neuen Forschungen basiert sie neben dem eigenen Notensystem auf eigenstĂ€ndigen theoretischen Grundlagen mit eigenem Tonlagesystem. In den in Texten alter Lieder ĂŒberlieferten Wörtern vermutet man Ăhnlichkeiten mit altsumerischen Sprachen, die fĂŒr die Sprachwissenschaft von eminentem Interesse sind. Die georgische Musik wurde von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Wichtige georgische Komponisten des 20. Jahrhunderts sind Sachari Paliaschwili, der europĂ€ische Klassik und georgische Volksmusik miteinander verband, Otar Taktakischwili, der sich ebenfalls stark an die Volksmusik anlehnte, Sulchan Zinzadse, Sulchan Nassidse und der Avantgardist Gia Kantscheli. AuĂerdem ist Aleksi Matschawariani zu nennen, der eine Synthese aus Elementen neuerer Musik und georgischer Folklore anstrebte.
Die junge Generation georgischer Komponisten macht mit elektronischer Musik auf sich aufmerksam. Dazu zĂ€hlen Nikakoi (gebĂŒrtig Nika Machaidse), TBA (gebĂŒrtig Tusia Beridse) und Gogi.ge.org (gebĂŒrtig Gogi Dsodsuaschwili). Seit 2004 ist die aus Georgien stammende britische Jazz- und Blues-SĂ€ngerin Katie Melua in Westeuropa erfolgreich.
Georgiens Filmkunst ist international angesehen. Am 16. November 1896 wurde das erste Kino in Tiflis eröffnet. Der erste georgische Film entstand 1912. Die Filmindustrie konzentrierte sich in den Grusia-Film-Studios. Internationale Preise erlangten Tengis Abuladse (Magdanas Esel â Cannes 1956, Die Reue â Cannes 1987), Otar Iosseliani (Die Weinernte â Cannes 1966, Briganten â Venedig 1997), Nana Dschordschadse (1001 Rezepte eines verliebten Kochs â Karlovy Vary 1997, 27 Missing Kisses â BrĂŒssel 2001) und Dito Tsintsadze (Schussangst â San SebastiĂĄn International Film Festival 2003).
Mit dem Niedergang der georgischen Wirtschaft ist auch die Filmproduktion eingebrochen. Viele georgische Regisseure arbeiten inzwischen im Ausland. Seit 2001 hat ein Nationales Zentrum fĂŒr Cinematografie die Filmförderung ĂŒbernommen. Es untersteht dem Kulturministerium. Ein unabhĂ€ngiges Expertengremium wĂ€hlt jĂ€hrlich zwei Spielfilmprojekte aus, die zu 75 Prozent vom Zentrum finanziert werden.
2004 wurde der georgische Regisseur Furkan Yavuz fĂŒr seinen Film Savasin DĂŒnyasi fĂŒr den Oscar nominiert.
In Georgien sind unter 1000 Einwohner statistisch 27,97 Studenten. Das sind mehr als in Deutschland oder in der Schweiz. Georgiens Regierung will die in den letzten Jahren rĂŒcklĂ€ufigen Bildungsausgaben (2001: 2,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts) drastisch steigern. PrĂ€sident Saakaschwili nannte Georgiens Reichtum nicht Gold und Erdöl, sondern unsere Begabung, unseren Intellekt, unsere FĂ€higkeiten, unsere Bildung und unsere gebildeten Menschen.
Die wichtigsten wissenschaftlichen Einrichtungen sind die Staatliche UniversitĂ€t Tiflis mit rund 30.000 Studenten an 18 FakultĂ€ten, die Georgische Technische UniversitĂ€t, die Staatliche PĂ€dagogische UniversitĂ€t, die Staatliche Medizinische UniversitĂ€t und die Staatliche UniversitĂ€t fĂŒr Sprache und Kultur in Tiflis sowie die Akaki-Zereteli-UniversitĂ€t Kutaissi. Die Georgische Akademie der Wissenschaften hat zehn wissenschaftliche Abteilungen und 63 Forschungsinstitute.
Georgien besitzt knapp 5000 Bibliotheken, rund 250 verschiedene Museen und ein Netzwerk von ĂŒber 70 Archiven.
Georgiens KĂŒche galt als die Haute Cuisine der sowjetischen KĂŒche. Sie ist fĂŒr ihre QualitĂ€t und regionale Vielfalt bekannt. Am Wochenende treffen die Familien mit GĂ€sten an groĂen Tafeln, der sogenannten Supra zusammen. Je wichtiger der Anlass oder die GĂ€ste sind, desto traditioneller sind die Gerichte. Dabei wird stets im Ăberfluss serviert, wodurch die KĂŒche GroĂzĂŒgigkeit symbolisiert. Obgleich es in Tiflis Hamburger-, Kebab- und Pizzarestaurants gibt, hat auslĂ€ndische KĂŒche kaum Eingang in die georgische Esskultur gefunden.
Typische Vorspeisen sind gefĂŒllte Auberginen mit Walnusspaste (Badridschani) und luftgetrocknetes Rindfleisch (Basturma). Hauptspeisen sind Schaschlik (georgisch Mzwadi), HĂ€hncheneintopf mit Tomaten-ZwiebelsoĂe (Tschachochbili), und Hammeleintopf mit Auberginen (Tschanachi). Dazu gibt es WalnusssoĂe (Basche), MirabellensoĂe (Tkemali) und verschiedene Peperonipasten (Adschika). Beliebte Desserts sind sĂŒsse WĂŒrste aus WalnĂŒssen in TraubensaftpĂŒree (Tschurtschkella) oder NĂŒsse mit Joghurt (Matsoni) und Honig. Den kleinen Hunger stillen Teigtaschen mit HackfleischfĂŒllung (Chinkali), gebackenes KĂ€sebrot (Chatschapuri) oder eine Rote-Bohnen-Suppe (Lobio).
Traditionelle GetrĂ€nke sind georgischer Wein, Sekt, Weinbrand und Tschatscha, ein Tresterbrand. Die Festtafel wird von einem Tamada (dt. Tischmeister) geleitet, der wĂ€hrend der Mahlzeit kunstvolle TrinksprĂŒche ausbringt. Nach jedem Spruch wird das Glas vollstĂ€ndig geleert und nachgeschenkt. Wer nicht mehr trinken will, zeigt es, indem er das volle Glas stehen lĂ€sst. Gegen den Kater am Morgen wird Chaschi, eine starke BrĂŒhe aus Pansen mit viel Knoblauch getrunken.
Gesetzliche Feiertage sind der 1. Januar (Neujahr), der 7. Januar (orthodoxes Weihnachtsfest), der 19. Januar (orthodoxe Epiphanie), der 3. MÀrz (Muttertag), der 8. MÀrz (Internationaler Frauentag), der 9. April (Tag der Wiederherstellung der UnabhÀngigkeit Georgiens), der 9. Mai (Siegestag), der 12. Mai (St.-Andreas-Tag), der 26. Mai (UnabhÀngigkeitstag), der 28. August (Mariamoba, orthodoxer MariÀ Himmelfahrtstag), der 14. Oktober (Mzchetoba, georgisch-orthodoxes Fest) und der 23. November (Giorgoba, St.-Georgs-Tag). Das orthodoxe Osterfest ist beweglich und ebenfalls ein gesetzlicher Feiertag (19. April 2009, 4. April 2010, 24. April 2011, 15. April 2012).
In Georgien werden 76 gedruckte Publikationen verlegt. Die Zeitungen und Zeitschriften sind unabhÀngig. Einzelne haben noch eine staatliche Beteiligung. Die beliebtesten Tageszeitungen sind Kwiris Palitra, Alia, Achali Taoba, Asawal Dasawali, Resonansi und die Sportzeitung Sarbieli. Die Auflagen liegen jeweils bei 10.000 bis 12.000 Exemplaren. Daneben gibt es Tageszeitungen der verschiedenen Volksgruppen: Swobodnaja Gruzija und Vetscherny Tbilisi (beide auf Russisch), Gjurdgistan (auf Aserbaidschanisch) und Wrastan (auf Armenisch).
Es gibt 52 von der Nationalen Kommunikationskommission Georgiens lizenzierte Fernsehstationen. Dazu gehören sieben öffentlich-rechtliche KanĂ€le, einschlieĂlich des Ăffentlichen Rundfunks Georgiens (SSM) und des adscharischen Fernsehens sowie zwei bis drei russische Programme. Sie werden vom Staat finanziert. Die wichtigsten privaten Stationen sind Imedi TV, Rustawi 2, Mse TV, Kawkasia und 202 TV. Der Ăffentliche Rundfunk, Rustawi 2 und Mse TV sind politisch regierungsnah. Seit 2008 unterhĂ€lt das georgische MilitĂ€r einen eigenen, flĂ€chendeckend ausstrahlenden Fernsehsender Sakartwelo.[19] Seit Januar 2011 sendet der TV-Kanal PIK von Tiflis aus Nachrichten in russischer Sprache [20] . Zielgruppe sind insbesondere die Bewohner des zur Russischen Föderation gehörenden nördlichen Kaukasus.[21] [22]
Neben zwei Programmen des Ăffentlichen Rundfunks verfĂŒgt das Land ĂŒber viele private Radio-Stationen. Sie sind zumeist regional ausgerichtet. Darunter sind nicht nur Spartensender, sondern auch Sender der verschiedenen Volksgruppen. Radio Ninozminda wendet sich an Armenier in der Region Samzche-Dschawachetien, Radio Marneuli an Aserbaidschaner in Region Kwemo Kartli.[23] In Tiflis produzieren die Stationen Ewrika und Seljonaja Wolna Programme fĂŒr die russischsprachige Bevölkerung.
Der Internet-Dienst Civil Georgia bietet Nachrichten auf Englisch, Georgisch und Russisch. Allerdings spielt das Internet in Georgien noch keine groĂe Rolle. Nur fĂŒnf Prozent der Bevölkerung besitzen einen Computer. Etwa acht Prozent der Bevölkerung nutzt das Internet, ein Prozent verfĂŒgt ĂŒber einen Breitbandanschluss.[24] 27 Prozent erklĂ€rten Meinungsbefragern im Juli 2004, sie hĂ€tten noch nie vom Internet gehört.
Neben der staatlichen Agentur Sakinformi gibt es die privaten Agenturen Caucasus Press und Prime News. Alle wichtigen internationalen Agenturen beschÀftigen Mitarbeiter im Land.
AuslĂ€ndische Fernsehsender werden meist ĂŒber Kabel angeboten. Dazu gehören fast alle wichtigen russischen KanĂ€le (ORT, NTW, TWZ) und alle fĂŒhrenden westlichen Programme (CNN, BBC, Deutsche Welle, ESPN, Eurosport). Radio France Internationale hat Sendemasten in Georgien. Das staatliche Radio strahlt den georgischen Dienst von Radio Free Europe/Radio Liberty und der Voice of America aus. Die privaten Radiosender Ewrika und Zeljonaja Wolna ĂŒbertragen die Programme des russischsprachigen Dienstes der BBC. Die auslĂ€ndische Presse ist an den Kiosken hauptsĂ€chlich durch russische Titel prĂ€sent. Die wichtigsten russischen Tageszeitungen und UnterhaltungsblĂ€tter werden nach Georgien importiert. Die russischen BlĂ€tter Argumenty i Fakty und Komsomolskaja Prawda verfĂŒgen in Georgien ĂŒber eigene Druckereien.
Die georgische Verfassung vom 24. August 1995 garantiert die Pressefreiheit und verbietet Zensur. Sie verbietet zugleich, die Medien oder ihre Verbreitung zu monopolisieren. Das am 17. Juni 2004 novellierte Pressegesetz erschwert es KlÀgern, Journalisten wegen ihrer Berichterstattung zu belangen. Zuvor waren Redakteure wegen angeblicher Ehrverletzung zu hohen SchadensersatzbetrÀgen verurteilt worden.
In der Schewardnadse-Ăra hatte es immer wieder staatliche BemĂŒhungen gegeben, die Medien einzuschĂŒchtern. Der Journalist Giorgi Sanaia, Redakteur und Anchorman der Sendung Nachtkurier auf dem privaten Fernsehsender Rustawi-2, wurde im Juli 2001 ermordet, nachdem er von einer Videokassette erfuhr, die Beamte des Innenministerium belastete, Rauschgift durch Georgien geschleust zu haben. Der Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung Meridiani war im Februar 2001 von Unbekannten zusammengeschlagen, seine Familie telefonisch bedroht worden. Im Mai 2002 wurden die RedaktionsbĂŒros von Rustawi-2 in Tiflis beschossen.
Im Sommer 2004 kam es erneut zu EinschĂŒchterungen der Presse. Die Staatsanwaltschaft von Tiflis durchsuchte die BĂŒros der Zeitung Georgian Times nachdem sie mehrere Artikel ĂŒber die Herkunft des Vermögens des damaligen ChefanklĂ€gers der Hauptstadt, Waleri Grigalaschwili, veröffentlicht hatte. Grigalaschwili wurde zwei Monate spĂ€ter von seinem Posten abberufen.
Der Chefredakteur der Volkszeitung in Gori wurde in Untersuchungshaft genommen, nachdem sein Blatt ĂŒber die Verwicklung des lokalen Polizeichefs in SchmuggelaktivitĂ€ten berichtet hatte. Die EinschĂŒchterungen haben zu zunehmender Selbstzensur der georgischen Medien gefĂŒhrt. Auf dem internationalen Press Freedom Index stand Georgien im Oktober 2005 auf Platz 99, in der Rangliste von 2007 hat es sich auf Platz 66 verbessert, fiel aber im Jahr 2008 auf Rang 120 zurĂŒck.[25] 2010 stand es wieder auf Rang 99.[26]
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Dieser Artikel wurde am 12. Mai 2005 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen. |