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Gerd Langguth (* 18. Mai 1946 in Wertheim) ist Honorarprofessor für Politische Wissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, politischer Publizist und früherer CDU-Politiker.
Inhaltsverzeichnis |
Gerd Langguth besuchte das humanistische Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Wertheim am Main (Baden-WĂĽrttemberg).
Während des Studiums war Langguth von 1970 bis 1974 Bundesvorsitzender des Rings Christlich-Demokratischer Studenten. Anschließend arbeitete er im Bildungswerk der Konrad-Adenauer-Stiftung in Stuttgart. Zugleich war er Lehrbeauftragter an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Stuttgart.
Gerd Langguth war von 1976 bis 1980 Bundestagsabgeordneter für die CDU. Er war Mitglied des CDU-Bundesvorstandes und zweier Grundsatzprogrammkommissionen der Union. Zwischen 1981 und 1985 war Langguth Direktor der Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn und 1986 bis 1987 Staatssekretär und Bevollmächtigter des Landes Berlin beim Bund. Anschließend wurde er von 1988 bis 1993 Leiter der Vertretung der EG-Kommission in der Bundesrepublik Deutschland, Bonn. Zwischen 1993 und 1997 war Gerd Langguth geschäftsführender Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, 2003-04 geschäftsführender Vorstand beim Verein Bürgerkonvent.
Im Rahmen seiner Lehrangebote am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn setzt sich Gerd Langguth mit Themen der Europäischen Integration, mit den Institutionen und den Parteien und politischen Entscheidungsprozessen in der Bundesrepublik auseinander. Als Fernsehkommentator nimmt er zu diesen Themen Stellung und kommentiert häufig als Gast u.a. des Ereignissenders Phoenix die Parteienlandschaft und aktuelle politische Entwicklungen in der Bundesrepublik.
Langguths Publikationen als politischer Autor beschäftigten sich mit der Protestbewegung – Entwicklung, Niedergang, Renaissance. Die Neue Linke seit 1968, eine in der Analyse des ehemaligen Vertreters des RCDS umstrittene Beschreibung der 68er Bewegung. Weitere Veröffentlichung sind Der grüne Faktor. Von der Bewegung zur Partei? wie auch das Buch Mythos ’68 und Biografien über Angela Merkel (2005) und Horst Köhler (2007). Im März 2009 erschien sein neuestes Buch Kohl – Schröder – Merkel. Machtmenschen, in dem er eine grundsätzliche Analyse der Facetten von „Macht“ vornimmt, wie zuvor in seiner Veröffentlichung Das Innenleben der Macht. Krise und Zukunft der CDU.
Langguth erhielt im Dezember 2009 in Berlin den Medienpreis des Vereins der Ausländischen Presse in Deutschland.
Im Zusammenhang mit den Plagiatsvorwürfen gegen Karl-Theodor zu Guttenberg äußerte sich Gerd Langguth kurz vor Guttenbergs Rücktritt überzeugt davon, dass Guttenberg am Ende politisch gestärkt werde: Ein Spitzenpolitiker muss Schrammen haben, muss durch Stahlgewitter gegangen sein. Das erdet ihn, das macht ihn menschlicher.[1].
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Langguth, Gerd |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politikwissenschaftler, Politiker (CDU), MdB |
| GEBURTSDATUM | 18. Mai 1946 |
| GEBURTSORT | Wertheim |