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Gerhard Bosse (* 23. Januar 1922 in Wurzen; †1. Februar 2012 in Takatsuki, Japan[1]) war ein deutscher Geiger und Dirigent.
Inhaltsverzeichnis |
Bosse studierte Violine bei Edgar Wollgandt und Walther Davisson in Leipzig. Schon während des Studiums wurde er Mitglied des Gewandhausorchesters. Während des Krieges wurde er ins Reichs-Bruckner-Orchester Linz berufen und spielte unter Dirigenten wie Karl Böhm und Wilhelm Furtwängler.
1949 wurde Bosse Professor an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und 1951 Konzertmeister des Rundfunk-Sinfonieorchesters Leipzig. Außerdem erhielt er eine Professur am Leipziger Konservatorium. Von 1955 bis 1987 war Bosse Konzertmeister des Gewandhausorchesters unter Franz Konwitschny, Václav Neumann und Kurt Masur. Ab 1955 war er Primarius im Gewandhaus-Quartett. 1963 gründete Bosse das Bachorchester des Gewandhauses Leipzig, welches er selber leitete.
1980 gründete Bosse das Kirishima International Music Festival in Japan. Außerdem war er Gastdirigent der New Japan Philharmonic und Gastprofessor der Tokyo University of the Arts. 2000 wurde er Musikdirektor des Kobe City Chamber Orchestra und zwei Jahre später Berater der New Japan Philharmonic.
Seit 2000 lebte er mit seiner dritten Ehefrau Michiko in Takatsuki.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bosse, Gerhard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Geiger und Dirigent |
| GEBURTSDATUM | 23. Januar 1922 |
| GEBURTSORT | Wurzen |
| STERBEDATUM | 1. Februar 2012 |
| STERBEORT | Takatsuki |