GernikaGernika (offiziell baskisch Gernika-Lumo, spanisch Guernica y Luno) ist eine Stadt in der spanischen autonomen Region Baskenland. Sie liegt nordöstlich von Bilbao, gehört zur Provinz Bizkaia und hat 15.571 Einwohner (Stand: 2004). Die Gemeinde Gernika-Lumo (in der früher amtlichen spanischen Namensform Guernica y Luno) besteht aus der Stadt Gernika und dem 1,5 km entfernten Vorort San Pedro de Lumo. Sie liegt am Fluss Oka.
GeschichteDatei:Bundesarchiv Bild 183-H25224, Guernica, Ruinen.jpg Das von der Legion Condor zerstörte Gernika Gernika, gegründet am 28. April 1366, ist eine heilige Stadt der Basken. Seit dem Mittelalter fanden hier Ratsversammlungen statt. Die kastilischen, später die spanischen Könige schworen unter der Eiche von Gernika, die besonderen Autonomie-Gesetze der Bizkaia zu achten und zu wahren. In Gernika befindet sich oberhalb der Stadtmitte das heilige Nationalsymbol der Basken, eine Eiche (Gernikako Arbola), unter der bis 1876 die Ältestensräte aus dem ganzen Baskenland jährlich zusammenkamen, um eine Form von direkter Demokratie auszuüben. Der Baum wird jeweils, wenn er abstirbt, durch eine Neupflanzung aus den Früchten des alten Baumes ersetzt. Im spanischen Bürgerkrieg wurde die Stadt durch die deutsche Legion Condor bombardiert. Pablo Picasso verarbeitete die Schrecken dieses Angriffs in seinem Bild Guernica.
Söhne der Stadt
SonstigesGernika ist seit 1989 Partnerstadt der baden-württembergischen Stadt Pforzheim. Bei der Städtepartnerschaft spielt die Tatsache eine Rolle, dass Pforzheim am 23. Februar 1945 Ziel eines Flächenbombardements der Royal Air Force war und nach Dresden die am stärksten zerstörte Stadt des damaligen Deutschlands war. Gernika verfügt über ein Museum des Friedens, das an das 1987 gegründete Friedensforschungszentrum Gernika Gogoratuz (baskisch für „Gernika erinnern“) angeschlossen ist. Zitate
Weblinks
43.3169-2.67813 Koordinaten: 43° 19′ N, 2° 41′ W
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