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Goldene Aue

Die Goldene Aue ist eine Landschaft zwischen Nordhausen (Thüringen) und Sangerhausen (Sachsen-Anhalt). Sie erstreckt sich zwischen dem Südrand des Harzes im Norden und der Windleite und dem Kyffhäuser im Süden und wird von der Helme durchflossen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ursprünglich wurde nur der Bereich um die Aumühle zwischen Görsbach und Auleben, in dem sich die Wüstung des Dorfes Langenrieth befindet, als Goldene Aue bezeichnet. Der Begriff taucht erstmals in einer Urkunde des Klosters Walkenried auf, das 1144 in diesem Gebiet mit Kultivierungsarbeiten begonnen hatte und einen Klosterhof Ow, später Güldene Aue genannt, angelegt hatte. Von dieser Ortsbezeichnung leitete sich seit Mitte des 13. Jahrhunderts der Landschaftsname ab, als durch den erwünschten Zuzug flämischer Siedler der größte Teil der Auenlandschaft fruchtbar gemacht werden konnte. Von Martin Luther geht die Überlieferung aus, dass der 1494 vom Pilgerzug nach Jerusalem heimkehrende Graf Botho zu Stolberg verlauten ließ: „Er nehme lieber sein Land, die Güldene Aue genannt und wollte einem andern das gelobte Land lassen.“[1]

Heute wird unter dem Begriff Goldene Aue gewöhnlich nicht nur das mittlere, sondern oft auch das untere Helmetal verstanden. Das vorwiegend landwirtschaftlich geprägte Gebiet war bis in die 1960er Jahre durch die aus den Harzflüssen stammenden Hochwasser stark überschwemmungsgefährdet. Als Gegenmaßnahme wurde daher die 1966 fertiggestellte Talsperre Kelbra errichtet, die zusammen mit einem vorgeschalteten Rückhaltebecken den Hochwasserschutz gewährleistet.

Durch die Goldene Aue führte die Heerstraße von Nordhausen nach Merseburg. Heute wird sie von der Bundesstraße 80, der Autobahn A 38 und der Halle-Kasseler Eisenbahn erschlossen.

Sehenswertes

Sehr sehenswert ist das kleine Heimatmuseum im Humboldtschen Schloss in Auleben. Gleich daneben befindet sich das Museum „Neuer Rüxleber Hof“. Nur wenige Kilometer entfernt liegt das Schloss Heringen/Helme, bekannt durch seinen mittelalterlichen Markt. Ein weitere Besonderheit bietet Heringen. Weil das Geld nicht für einen richtigen hohen Glockenturm reichte, wurde die Glocke einfach neben die Kirche gestellt.

Natur

Bekannt ist Auleben auch durch die naheliegende Gipskarstlandschaft, mit einer recht einmaligen Flora und Fauna, die in dieser Zusammensetzung schützenswert ist. Zur Zeit der Vogelzüge kann man am nahegelegenen Stausee Kelbra viele Vögel beobachten, weil der Stausee ein sehr geeigneter Rastplatz ist.

Vom Europadorf Auleben führen viele Wege über den im Süden gelegenen Bergrücken der Windleite nach Sondershausen.

Einzelnachweise

  1. ↑  Fritz Kirchner: Einige neue Erkenntnisse zur Geschichte der flämischen Siedlungen in der oberen Goldenen Aue. In: Meyenburg Museum (Hrsg.): Beiträge zur Heimatkunde aus Stadt und Kreis Nordhausen. Heft 13, Nordhausen 1988, S. 34-44.</span>

Weblinks

51.44511.0458333333Koordinaten: 51° 26′ 42″ N, 11° 2′ 45″ O

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