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| Sitz | Riad (Saudi-Arabien) | ||
| Amtssprache | Arabisch | ||
| Vorsitzender des Rates | Abd al-Rahman ibn Hamad al-Attiyya | ||
| Fläche - Gesamt |
3.199.940 km² | ||
| Bevölkerung - Gesamt |
39.371.307 | ||
| BIP - Gesamt |
956 Milliarden US-$ | ||
| Gründung - Als The Gulf Cooperation Council (GCC) |
25. Mai 1981 | ||
| Währungen | Jeder Staat hat seine eigene Währung. (Gemeinsame Währung Chalidschi geplant) | ||
| Internet Domain | Jeder Staat hat seine eigene Domain. | ||
| Vorwahl | Jeder Staat hat seine eigene Vorwahl. | ||
Der Kooperationsrat der Arabischen Staaten des Golfes (engl. Cooperation Council for the Arab States of the Gulf) (arabisch مجلس التعاون لدول الخليج العربية, DMG Maǧlis at-taʿāwun li-duwal al-ḫalīǧ al-ʿarabiyya), auch Golf-Kooperationsrat (engl. Gulf Cooperation Council, GCC) bekannt, ist ein Staatenbund, der sechs Staaten der Arabischen Halbinsel umfasst. Er wurde am 25. Mai 1981 in Abu Dhabi durch Kuwait, Bahrain, Saudi-Arabien, Katar, Vereinigte Arabische Emirate und Oman gegründet, um diese Staaten von den Auswirkungen der Islamischen Revolution im Iran im Jahr 1979 und des Ausbruch des Ersten Golfkriegs 1980 abzuschirmen.[1]
Die Organisation strebt die Zusammenarbeit ihrer Mitglieder in der Außen- und Sicherheitspolitik sowie die Förderung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Beziehungen zwischen ihnen an, wozu 1982 im Rahmen des Unified Economic Agreement der Warenverkehr liberalisiert wurde. Für 2005 wurde eine Zollunion beschlossen, die schließlich auf das Jahr 2003 vorgezogen wurde. Bis 2010 war die Einführung einer gemeinsamen Währung vorgesehen. Unterschiedliche politische Ziele und eine Reihe trennender Fragen behindern jedoch die Integrationsbemühungen.
Die Mitglieder sind zu gegenseitigem Beistand im Verteidigungsfall verpflichtet. Der GCC unterhält eine gemeinsame Verteidigungstruppe, die allerdings nur 5.000 Mann umfasst. Der GCC kooperierte eng mit den USA, um gegen den Iran geschützt zu sein.
Für die Europäische Union ist die GCC-Region von strategischer Bedeutung. Der GCC ist der wichtigste Handelspartner der Union in der arabischen Welt. Auf ihn entfallen etwa die Hälfte des gesamten Handels mit den arabischen Staaten und etwa 4 Prozent der Gesamtausfuhr der Europäischen Union in Drittländer.
Inhaltsverzeichnis |
| Land | Hauptstadt | Einwohner | Fläche (in Km²) | BIP (in Millionen US-$) | Währung |
|---|---|---|---|---|---|
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Manama | 1.046.814 | 716 | 15.354 | Bahrain-Dinar |
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Doha | 777.000 | 11.437 | 52.722 | Katar-Riyal |
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Kuwait-Stadt | 2.460.000 | 17.818 | 95.924 | Kuwait-Dinar |
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Maskat | 2.534.000 | 309.500 | 35.990 | Omani Rial |
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Riad | 26.417.599 | 2.240.000 | 572.200 | Saudi-Rial |
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Abu Dhabi | 4.588.697 | 83.600 | 163.296 | VAE-Dirham |
| Mitgliedschaft beantragt: | |||||
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Sana'a | 20.329.000 | 536.869 | 20.040 | Jemen-Rial |
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Amman | 6.343.000 | 89.342 | 16.011 | Jordanischer Dinar |
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Rabat | 31.627.428 | 446.550 | 73.429 | Dirham |
Der Sitz der Organisation ist in Riad. Als oberstes Gremium der Organisation tagt zweimal jährlich der Oberste Rat (Supreme Council), in dem die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten vertreten sind. Darüber hinaus gibt es ein Komitee zur wirtschaftlichen Kooperation (Economic Cooperation Committee), in dem sich regelmäßig die Finanzminister der Mitgliedstaaten treffen.
Zur Vorbereitung der Währungsunion wurde ein Komitee der monetären Behörden und der Zentralbank-Gouverneure (Committee of Monetary Agencies and Central Bank Governors) gebildet, in dem aktuelle Fragen der Geld- und Währungspolitik diskutiert werden.
Die Zielsetzung, bis 2010 eine Währungsunion zu errichten[2], war eingebettet in einen allgemeinen ökonomischen Integrationsprozess. Erstmals wurde dieses Ziel 1982 formuliert, doch erst im Jahr 2000 ermächtigte der Oberste Rat das Geldkomitee und die Gruppe der Finanzminister, einen Zeitplan für die Einführung einer gemeinsamen Währung zu erarbeiten.
Im Frühjahr 2001 setzten die beiden letztgenannten Organe eine Arbeitsgruppe ein, die die Anforderungen zur Gründung einer Währungsunion ausarbeiten sollte. Erste Ergebnisse wurden beim Treffen der Staats- und Regierungschefs in Muskat (Dezember 2001) präsentiert. Der Oberste Rat einigte sich dort auf folgendes Vorgehen:
Verglichen mit anderen monetären Integrationsbemühungen ist das Vorhaben des GCC das ambitionierteste und am weitesten fortgeschrittene. Die Aussichten für die Währungsunion erschienen bislang gut - sowohl reale als auch monetäre Konvergenz sind weit fortgeschritten und im Gegensatz zu anderen Integrationsräumen (beispielsweise dem Mercosur) wurden die gesteckten Ziele bisher auch erreicht.
Allerdings hatte Oman in Dezember 2006 erklärt, dass es der Währungsunion noch nicht im Jahre 2010 beitreten werde. Im Jahr 2007 hatte Kuwait seine Währung vom US-Dollar entkoppelt und koppelte sie seither an einen Währungskorb. In anderen Mitgliedstaaten wird ein solcher Schritt mitunter auch erwogen, insbesondere wegen des im Jahr 2007 bis Sommer 2008 zu beobachtenden Verfalls des Wechselkurses des US-Dollar. Bislang hat aber kein anderer Mitgliedstaat den Schritt Kuwaits nachvollzogen. Auch der Zentralbankpräsident der VAE soll sich dahingehend geäußert haben, dass er mit einer Währungsunion erst gegen 2015 rechnet. Einen erheblichen Rückschlag hatte das Projekt im Mai 2009 durch den Ausstieg der VAE erhalten. Dieser erfolgte kurz nachdem beschlossen worden war, dass die GCC-Zentralbank in Riad angesiedelt werden soll. Die VAE vertraten die Ansicht, einen Anspruch darauf zu haben, dass die Zentralbank in ihrem Land angesiedelt wird, weil sie als erstes Land angeboten hatten, sie zu beherbergen und weil sich bislang noch keine GCC-Verwaltungseinheit in den VAE befindet.
Gemessen an seiner wirtschaftlichen Bedeutung wäre der Golf-Währungsraum die zweitbedeutendste supranationale Währungsintegration nach dem Euroraum.