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Google

Dieser Artikel behandelt nur die Suchmaschine Google. Zum gleichnamigen Unternehmen siehe Google Inc.
Google
Logo

Logo/IconBildschirmfoto der Google-Website

www.google.com
www.google.at
www.google.ch
www.google.de
Beschreibung Internet-Suchmaschine
Registrierung optional (Google-Konto)
Sprachen 124 (inklusive Varianten und Kunstsprachen)
EigentĂŒmer Google Inc.
Erschienen 27. September 1998 (VorlÀufer BackRub 1996)

Google ist eine Suchmaschine des US-amerikanischen Unternehmens Google Inc. Übereinstimmende Statistiken zeigen bei weltweiten Suchanfragen Google als MarktfĂŒhrer unter den Internet-Suchmaschinen.[1][2] Der VorlĂ€ufer BackRub startete 1996, seit 27. September 1998 ist die Suchmaschine unter dem Namen Google online.[3] Seitdem hat sich ihre OberflĂ€che nur geringfĂŒgig verĂ€ndert. Durch den Erfolg der Suchmaschine in Kombination mit kontextsensitiver Werbung aus dem AdSense-Programm konnte das Unternehmen Google Inc. eine Reihe weiterer Software-Lösungen finanzieren, die ĂŒber die Google-Seite zu erreichen sind. Die Suche ist allerdings nach wie vor das Kern-GeschĂ€ftsfeld von Google. Zeitweise verwendete der Konkurrent Yahoo gegen Bezahlung die Datenbanken von Google fĂŒr die eigene Suche.

Der erste Google Computer an der UniversitĂ€t Stanford (damals noch fĂŒr BackRub) hatte ein mit Legosteinen verkleidetes GehĂ€use.[4]

Inhaltsverzeichnis

Der Name „Google“

Etymologie

Die Bezeichnung Google basiert auf einem Wortspiel, manche Quellen sprechen auch von einem Rechtschreibfehler, mit der US-amerikanischen Aussprache des Wortes googol.[5] Milton Sirotta, der Neffe des US-Mathematikers Edward Kasner, hatte den Ausdruck im Jahr 1938 geprĂ€gt, um der Zahl mit einer Eins und hundert Nullen (10100) einen Namen zu geben. Die Google-GrĂŒnder wiederum suchten eine treffende Bezeichnung fĂŒr die FĂŒlle an Informationen, die ihre Suchmaschine im Web finden sollte.[3]

Das Verb „googeln“

Der Rechtschreib-Duden nahm das Verb googeln (sprich: [ˈɥuːglÌ©n] „guhg(e)ln“) 2004 in die 23. Auflage auf.[6]

2006 forderte Google Zeitungs- und Wörterbuchredaktionen auf, „to google“ oder „googeln“ nicht allgemein als die „Suche im Internet“ zu bezeichnen, um einer Gattungsbegriffbildung und damit dem Verlust des Markenschutzes vorzubeugen. Auf eine Bitte von Google wurde der Eintrag in der 24. Auflage des Dudens als „mit Google im Internet suchen“ genauer definiert.[7]

Arbeitsweise der Google-Suche

Erstes Google-Serverrack, ausgestellt im Computer History Museum

Indexierung von Internetseiten

Die Google-Suchmaschine folgt mit Hilfe von Webcrawlern den gefundenen Links und versucht so, viele publizierte Seiten in ihren Suchindex aufzunehmen. Zum Umfang dieser Datenbank siehe IndexgrĂ¶ĂŸe. Dabei werden die Seiten nach Suchbegriffen und SchlĂŒsselworten aufgegliedert.

Sortierung der Suchergebnisse

Google zielt darauf ab, den Nutzern die Suchergebnisse nach Relevanz sortiert zu liefern. Der Sortieralgorithmus der Suchergebnisse stĂŒtzt sich unter anderem auf ein patentiertes Verfahren, das den sogenannten PageRank-Wert errechnet. Dieser reprĂ€sentiert die LinkpopularitĂ€t, d. h. er gibt an, wie gut und von wem ein Dokument verlinkt ist.

Neben dem PageRank werden weitere Faktoren in die Sortierung einbezogen, so wird z. B. das Auftreten der Suchbegriffe im Dokumententitel oder in Überschriften gewertet. Des Weiteren spielt die Verwendung der Begriffe als Ankertext in verweisenden Dokumenten eine große Rolle. Letzteres wird bei Google-Bomben missbraucht. Google gibt an, mehr als 200 Faktoren in die Berechnung einfließen zu lassen.[8] Google passt seine Algorithmen laufend an, um auf neue Trends zu reagieren.[9] Wichtige VerĂ€nderungen wurden insbesondere mit den Updates Google Panda (2011) und Google Penguin (2012) vorgenommen.

Im Dezember 2012 fĂŒhrte Google den Knowledge Graph ein, welcher bei bestimmten Suchbegriffen wie Tiere, Orte, Bauwerke und Menschen der Historie auf der rechten Seite eine Detailansicht mit Daten anzeigt. Ebenfalls werden Ă€hnliche Suchbegriffe/Objekte angezeigt. Auch beantwortet Google nun selber einfache Fragen. So wird z. B. bei der Frage: „Wie hoch ist der Eiffelturm?“ noch ĂŒber dem ersten Ergebnis die Antwort (324 m) eingeblendet.[10]

Die gewichtigste Modifikation des Suchalgorithmus war der 2013 neu eingefĂŒhrte Algorithmus Hummingbird, der zum Zeitpunkt der EinfĂŒhrung rund 90 % aller Suchanfragen beeinflusste.[11] Hummingbird bewertet neben der LinkpopularitĂ€t auch die Verbindung zwischen den einzelnen Worten einer Suchanfrage.[12] Dies ist von Bedeutung, weil Suchen zunehmend ĂŒber die Spracheingabe von Smartphones stattfinden.[13]

Aber auch gleichzeitig durchgefĂŒhrte Suchen mit dem gleichen Suchbegriff fĂŒhren nicht zur gleichen Reihenfolge der Ergebnisse auf Google. So bezieht Google etwa auch den Standort des Benutzers und die von ihm ausgewĂ€hlte Sprache in die Sortierung ein. Auch werden die Suchergebnisse immer mehr personalisiert. In dem sogenannten Webprotokoll speichert Google u. a. die durchgefĂŒhrten Suchen sowie die daraufhin besuchten Seiten. Damit soll es fĂŒr den jeweiligen Benutzer relevantere Ergebnisse liefern, in dem es annimmt, dass etwa jemand, der sich in der Vergangenheit fĂŒr die Sportart Golf und damit verwandte Begriffe interessiert hat, bei einer Suche nach „Golf“ eher wieder die Sportart meint und nicht etwa das Auto VW Golf.

Die Wochenzeitung Die Zeit kritisierte im Juni 2011: „Wenn wir mit Google suchen oder Neuigkeiten bei Facebook lesen, passt das Netz sich unmerklich unseren Vorlieben an. Was bedeutet diese Verengung der Welt?“[14]

Die exakte Funktionsweise der Ergebnissortierung ist Googles Betriebsgeheimnis. Google möchte damit auch verhindern, dass nicht relevante Seiten durch Manipulationen der Anbieter unangemessen hoch in den Ergebnissen prĂ€sentiert werden. Diese Anbieter wenden dazu Methoden der Suchmaschinenoptimierung an. Eine solche Optimierung ist in bestimmtem Maße von Google erwĂŒnscht, etwa um die Seite fĂŒr Googles Algorithmen verstĂ€ndlicher zu gestalten. Beispielsweise kann Text, wenn er nur in einer Grafik enthalten in die Website eingebunden wurde, nicht von Google erkannt werden.

Gesetzliche EinschrÀnkungen

Das politische Umfeld erlaubt teilweise nicht, dass alle Suchergebnisse angezeigt werden. Beispielsweise können in der Schweiz private Personen eine Löschung eines Links fordern, sofern ein Link im Zusammenhang mit der eigenen Person im Suchergebnis von Google erscheint. DiesbezĂŒglich muss sich Google Inc. an das Bundesgesetz ĂŒber den Datenschutz halten. Auch in Deutschland und anderen Staaten blendet Google mitunter Suchergebnisse aus, die nicht mit den nationalen Gesetzen vereinbar sind.

Im August 2012 wurde bekannt, dass Google ab sofort auch Seiten mit urheberrechtsverletzenden Inhalten aus den Suchergebnisse entfernen oder deren Bewertung entsprechend herabsetzen will. AusdrĂŒcklich ausgenommen davon ist die Google-Tochterfirma YouTube.[15]

VerschlĂŒsselte Suchanfragen

Im Oktober 2011 hat Google angekĂŒndigt, Suchanfragen auf eine verschlĂŒsselte Verbindung umzustellen, damit Angreifer im gleichen Netzwerk keine persönlichen Daten der Anwender mitlesen können.[16] Im ersten Schritt soll die Google-Suche ĂŒber HTTPS fĂŒr alle Personen mit Google-Konto aktiviert werden, nicht angemeldete Nutzer mĂŒssen weiterhin direkt die HTTPS-Adresse aufrufen.[17] Google ist eine der wenigen Websites, die fĂŒr HTTPS-Anfragen Perfect Forward Secrecy bei der SchlĂŒssel-Verhandlung einsetzt (ECDHE-ECDSA).[18]

Design

Eine Beispiel-Suchanfrage bei Google mit automatischer VervollstÀndigung

Das Design von Google ist einfach gestaltet und bietet u. a. folgende Funktionen:

  • Bereits wĂ€hrend der Eingabe wird das Eingetippte zu möglichen Suchbegriffen vervollstĂ€ndigt. Dieses Verfahren heißt Google Instant.[19]
  • Wenn der Benutzer ein Suchwort eintippt, werden die am hĂ€ufigsten gesuchten Begriffe unter dem Tippfeld angezeigt. Dieses Verfahren heißt automatische VervollstĂ€ndigung.[20]
  • Auf der Ergebnisseite wird links eine Leiste angezeigt, mit der man schnell zu Suchdiensten wie der Bildersuche wechseln kann.
  • Wenn der Benutzer nach dem Eintippen des Suchbegriffes auf die SchaltflĂ€che Auf gut GlĂŒck klickte, wurde er direkt zum ersten Suchergebnis weitergeleitet. 2013 wurde die Funktion diese Buttons umgewidmet und man landet seitdem auf einer Übersicht der Google Doodles.[21]

Das Logo ist der Firmenname „Google“, geschrieben in vier Farben: blau fĂŒr die beiden Buchstaben „G“, rot fĂŒr das „o“ und „e“, gelb fĂŒr das zweite „o“ und grĂŒn fĂŒr das „l“. Die Schriftart – Catull – wurde 1982 von Gustav JĂ€ger fĂŒr die H. Berthold AG gestaltet.[22] Das Logo wurde einige Male leicht geĂ€ndert.

Hintergrundbilder fĂŒr die Startseite

Seit dem 3. Juni 2010 bot Google fĂŒr Nutzer mit einem Google-Konto die Möglichkeit, statt des weißen Hintergrundes ein persönliches Hintergrundbild einzufĂŒgen, dieses Feature wurde aber mit dem letzten Update des Designs wieder entfernt. Am 10. Juni 2010 experimentierte Google mit stĂŒndlich wechselnden Hintergrundbildern auf der Startseite – diese Änderung wurde aber vorzeitig abgebrochen, da die Nutzer durch die Änderung irritiert waren.[23]

Technik

Hardware-Architektur

Google Data Center in The Dalles, Oregon. Im Vordergrund die Hochspannungsanlage zur Stromversorgung

Google Inc. betreibt weltweit eine Reihe von Rechenzentren, die jeweils die komplette FunktionalitĂ€t der Suchmaschine enthalten. Eine Benutzeranfrage wird, gesteuert durch das Domain Name System, im Idealfall an das netztopologisch nĂ€chste Rechenzentrum – nicht immer mit dem geografisch nĂ€chstgelegenen identisch – geleitet und von ihm beantwortet. FĂ€llt ein Rechenzentrum komplett aus, ĂŒbernimmt ein anderes.

Die Standorte sind derzeit:

Im Dezember 2011 begann Google, Rechenzentren in Singapur und Hongkong zu errichten. Ein weiteres soll in Taiwan entstehen. Dies wurde von Beobachtern als Zeichen gewertet, dass Google in Asien ein großes Wachstum erwartet.[24]

Jedes Rechenzentrum besteht aus einem Computercluster. Die verwendeten Rechner sind IBM-kompatible Personal Computer, bestehen also aus preiswerten Standardkomponenten. Hier kommt das selbstentwickelte Google File System zum Einsatz, eine verteilte Architektur, bei der alle Daten mehrfach redundant auf verschiedenen GerĂ€ten gespeichert sind. Ist einer der Rechner oder nur eine Festplatte eines Rechners ausgefallen, werden die entsprechenden Daten von einer anderen Stelle im Cluster auf einen Ersatzrechner kopiert und die ausgefallene Hardware-Komponente kann im laufenden Betrieb ausgetauscht werden, ohne dass AusfĂ€lle entstehen. Das Gesamtsystem ist skalierbar, d. h. dass nach Bedarf weitere Rechner und Festplatten hinzugefĂŒgt werden können.

Durch Ablage der einzelnen Datenstrukturen (Indizes, Dokumentenkopien, Verzeichnisse aller Art) auf verschiedenen Rechnern und die große Anzahl verfĂŒgbarer Einzelrechner lassen sich Anfragen sehr schnell beantworten, da durch die Parallelisierung der zu erledigenden Arbeit nur ein Bruchteil der Zeit benötigt wird, die ein einzelner Rechner benötigen wĂŒrde. Praktisch beschĂ€ftigen sich bis zu 1000 Einzelrechner mit jeder Suchanfrage. Eine Antwortzeit von höchstens einer halben Sekunde wird als Richtwert angestrebt. Die schnelle Lieferung von Ergebnissen hatte auch frĂŒhzeitig zur PopularitĂ€t von Google beigetragen. Die Konkurrenz ließ sich mit der Anfragebeantwortung oft mehr Zeit. Insbesondere bei inkrementellen Anfragen, also immer weiter verfeinerten Anfragen des Benutzers, der das jeweils vorherige Suchergebnis berĂŒcksichtigt, ist die Zeitersparnis insgesamt deutlich spĂŒrbar.[25]

Software

Als Betriebssystem wird eine funktionsreduzierte Variante der Linux-Distribution Red Hat verwendet.[26] Die Programmiersprachen C, C++ und Python sind die wesentliche Basis der Implementierung der proprietÀren Suchmaschinensoftware.

MapReduce

Der zentrale Aspekt aller verteilten Google-Anwendungen, allen voran die Indexierung des Internets und die Suche darin, ist der von Google entwickelte Algorithmus MapReduce fĂŒr die automatisierte Parallelisierung von ArbeitsauftrĂ€gen in Clustern.[27] Der Entwickler muss bei diesem speziellen Programmierstil nur zwei Hooks implementieren, die, in Anlehnung an entsprechend benannte und Ă€hnlich arbeitende Funktionen der Lisp-Sprachfamilie, map und reduce genannt werden.

Die Map-Funktion erzeugt dabei in allen entsprechend entworfenen Anwendungen aus dem gesamten Input (zum Beispiel der Gesamtheit aller betrachteten Webseiten) eine Liste von Zwischenresultaten in Form von Wertepaaren, die einen SchlĂŒssel mit einem symbolischen Wert kombinieren. Zum Beispiel wird so fĂŒr jedes Vorkommen von „Wert“ in einem Text ein Paar ('Wert','1') erzeugt – jedes Mal, wenn die Funktion auf das Wort trifft. Die Menge der Zwischenresultate wird dann durch die Reduce-Funktion derart reduziert, dass mit jedem SchlĂŒssel nur noch ein symbolischer Wert assoziiert ist, der sich aus der Menge aller symbolischen Werte fĂŒr diesen SchlĂŒssel in den Zwischenergebnissen ergibt. Eine typische Aufgabe wĂ€re, unter RĂŒckgriff auf das Beispiel weiter oben, alle (beispielsweise 43) Paare ('Wert','1') je SchlĂŒssel zu einem einzigen Paar pro SchlĂŒssel zu kombinieren – etwa ('Wert','43').[28]

Die Leistung von MapReduce ist nun, dass alle anderen Aufgaben, die mit der Parallelisierung dieser Aufgaben zusammenhĂ€ngen und sich prinzipiell fĂŒr alle solch parallelisierten Anwendungen wiederholen, vom Framework ĂŒbernommen werden. Es kĂŒmmert sich um die Verteilung der FunktionalitĂ€ten, der Daten und Zwischenergebnisse und um das Sammeln der Ergebnisse und beinhaltet zudem Maßnahmen zur Fehlerbehandlung durch redundante oder wiederholte AusfĂŒhrung,[29][30] zum Beispiel wenn ein einzelner Rechner ausfĂ€llt oder so schlechte Leistungen zeigt, dass er die Fertigstellung des Gesamtergebnisses ĂŒbermĂ€ĂŸig verzögern wĂŒrde.

Google selbst setzt den Algorithmus in steigendem Maße fĂŒr seine eigene Arbeit ein. Nach EinfĂŒhrung von MapReduce im Jahre 2003 hatte sich die Anzahl der Produktionsanwendungen in der Code-Bibliothek von Google innerhalb von zwei Jahren auf fast 1000 Anwendungen deutlich vervielfacht.[31] In der zentralen Anwendung, dem Aufbau des Dokumenten-Indexes fĂŒr die Suchmaschine selbst, sind 24 Instanzen von MapReduce hintereinander geschaltet.[32]

IndexgrĂ¶ĂŸe

Die ungefÀhre Anzahl der Dokumente im Index der Websuche wurde wÀhrend der ersten sieben Jahre unten auf der Hauptseite eingeblendet.

Zeitpunkt UngefÀhre Anzahl der
Dokumente im Index
Januar 1998
(UnternehmensgrĂŒndung)
25.000.000[33]0
August 2000 1.060.000.000000
Januar 2002 2.073.000.000000
Februar 2003 3.083.000.000000
September 2004 4.285.000.000000
November 2004 8.058.044.651000

Außerdem existierte im Juni 2005 nach eigener Aussage ein Index von 1.187.630.000 Bildern, einer Milliarde Usenet-Artikeln, 6600 Katalogen und 4500 Nachrichtenquellen.

Seit dem siebten Geburtstag des Unternehmens Google im September 2005 wird die GrĂ¶ĂŸe des Index nicht mehr auf der Hauptseite angezeigt, da laut Eric Schmidt keine eindeutige ZĂ€hlweise existiert.[34] Im Juli 2008 ermittelte Google nach eigenen Angaben[35] das Vorhandensein von mehr als einer Billion URLs im World Wide Web.

Suchdienstleistungen fĂŒr Portale

Googles Suchtechnik wird auch an Internetportale lizenziert, um dort eine Websuche anbieten zu können, ohne dass die Benutzer das Portal verlassen mĂŒssen.

Google Appliance

Mit der Google Appliance verkauft Google seine Suchtechnologie an Unternehmen, die sie in deren Intranet einsetzen können. Bei der Appliance handelt es sich um einen Server mit vorinstallierter Software, der im unternehmenseigenen Netz dieselbe Aufgabe ĂŒbernimmt, die Google fĂŒr das World Wide Web leistet. Dokumente werden im Index vorgehalten und Suchanfragen beantwortet.

Gebrauch der Suchmaschine

Zusatzfunktionen

Die Hauptanwendung von Google ist die Suche nach Internetseiten, Google bietet aber auch andere Funktionen:

Taschenrechner
Bei Eingabe einfacher mathematischer Schreibweisen wie z. B. „2+5(4/5)^8“ gibt Google standardmĂ€ĂŸig keine Seiten aus, in denen diese Formulierung vorkommt, sondern gibt das Ergebnis der Rechnung (= 2.8388608) zurĂŒck.
Einheitenrechner
Man kann auch Einheiten umrechnen lassen: z. B. „inch in cm“, „usd in euro“ oder auch komplizierter „l/100km in miles/gallon“
RechtschreibprĂŒfung
Google liefert bei falsch geschriebenen Wörtern einen Vorschlag zur richtigen Schreibweise („Meinten Sie 
“). Die Empfehlung beruht auf einem phonetischen, vollautomatisierten Vergleich, was teilweise zu abwegigen VorschlĂ€gen fĂŒhren kann.
Adressen-Suche
Wer eine Adresse bei der Google-Suche eingibt, bekommt diese auf der Karte gezeigt.

Folgende Funktionen stehen nicht in allen landesspezifischen Versionen von Google zur VerfĂŒgung. Unter anderem können sie in den Google-Mutationen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz verwendet werden:

KinoplÀne
Durch die Eingabe von „Kino“ und dem entsprechenden Ort erhĂ€lt man aktuelle KinoplĂ€ne aller ortsansĂ€ssigen Kinos. Es werden dabei Angaben zu Film, Uhrzeiten, FSK und Genre gemacht.
Wetter
Durch die Eingabe von „Wetter“ und dem Namen der Stadt erscheint der Wetterbericht fĂŒr die kommenden sieben Tage.
Graph
Durch die Eingabe einer Funktion z. B. „y=x*x“ wird diese in einem Graphen angezeigt, in diesem Beispiel eine Normalparabel.

Erweiterte Benutzung

Es kann zusĂ€tzlich zur einfachen Such-Syntax eine erweiterte Syntax in die Suchmaske eingegeben bzw. grĂ¶ĂŸtenteils auch ĂŒber die „erweiterte Suche“ zusammengeklickt werden. Folgende teils undokumentierte SchlĂŒsselbegriffe sind derzeit bekannt. Diese SchlĂŒsselbegriffe werden durch einen Doppelpunkt „:“ gekennzeichnet.

Google-SchlĂŒsselbegriffe
SchlĂŒsselbegriff Funktionsweise
cache: Gibt nur die von Google gespeicherten Seiten aus. Das kann zum Beispiel bei Portalen mit hĂ€ufig wechselnden Inhalten nĂŒtzlich sein. Der Link, den man bei Google findet, fĂŒhrt manchmal auf eine Seite, deren Inhalte sich inzwischen geĂ€ndert haben oder gar gelöscht wurden. Die Inhalte sind aber ĂŒber einen bestimmten Zeitraum noch bei Google gespeichert und können dort gelesen werden.
define: Durchsucht Internet-EnzyklopÀdien wie Wikipedia und andere nach einer Definition des Suchbegriffes.
filetype: oder ext: Sucht nach Dokumenten mit bestimmten Dateiendungen. Beispiel: GeschĂ€ftsbericht filetype:xls . Möglich sind grundsĂ€tzlich alle Dateiendungen. Google kann derzeit aber nur in folgende Formate „reinschauen“: PS, PDF, AI, DOC, PPT, XLS, SWF, sowie alle textbasierten Dateien wie RTF, TXT, ASP, PHP, CGI, HTML, LOG, INI, JS und so weiter.
inanchor: Sucht nach den Begriffen nur in Links. Oftmals fĂŒhrt ein Link mit einer bestimmten Bezeichnung prĂ€ziser zu einem Ziel, als wenn die Bezeichnung irgendwo im Text vorkommt.
allinanchor: Wie inanchor:, wobei mehrere Begriffe angegeben werden können und diese alle im Text vorkommen mĂŒssen.
info: Gibt Informationen zu einer bestimmten Seite zurĂŒck. Die Informationen bestehen aus der Google-typischen Darstellung eines Suchergebnisses mit Titellink, Snippet und (Sub-) Domain sowie einer Reihe von Links zu Abfragen mit anderen SchlĂŒsselbegriffen. Beispiel: info:google.com
inurl: Gibt Seiten zurĂŒck, bei denen der Suchbegriff in der URL auftaucht. Beispiel: "Max Mustermann" inurl:impressum
intitle: Sucht nach Dokumenten, bei denen der oder die Suchbegriffe nur im Titel der Datei vorkommen. Beispiel: intitle:"Bearbeiten von Google"
intext: Sucht nach Dokumenten, bei denen der oder die Suchbegriffe nur im Text der Datei vorkommen. Beispiel: intext:"Bearbeiten von Google"
link: Gibt alle Seiten aus, die auf eine bestimmte Seite verlinken. Beispiel: link:wikipedia.org
Diese Ausgabe kann dazu verwendet werden, um den Page Rank zu optimieren oder verwandte Seiten zu finden.
site: Mit diesem SchlĂŒsselbegriff lĂ€sst sich die Suche auf eine bestimmte Domain eingrenzen, zum Beispiel falls eine Website keine eigene Suchfunktion hat (Beispiel: DesoxyribonukleinsĂ€ure site:de.wikipedia.org) oder zur Suche innerhalb einer Top-Level-Domain.
related: Sucht nach Àhnlichen Seiten (Beispiel: related:de.wikipedia.org)

Die angewendeten Suchformeln lassen sich auch in Form der URL, die Google bei einer Suche ausgibt, speichern bzw. wiederholen und verlinken. Weitere Funktionen bieten die zusÀtzlichen Google-Funktionen.[36]

Ergebnisse

Google zeigt zehn Suchergebnisse je Seite an. Die Darstellungsform eines Treffers kann sich unterscheiden, normalerweise wird der Titel, die Zusammenfassung und der Link angezeigt. Google schrĂ€nkt die Anzeige von Treffern auf maximal 1000 ein. Seit dem 11. November 2010 gibt es auch die Möglichkeit, mithilfe der Vorschau-Funktion auf der Suchergebnisseite eine Voransicht einer Website einzusehen, indem man mit dem Cursor ĂŒber die einzelnen Ergebnisse fĂ€hrt.

Google +1

Ende MĂ€rz 2011 stellte Google-Mitarbeiter Matt Cutts der Öffentlichkeit den neuen Dienst Google +1 vor. Ähnlich dem GefĂ€llt mir-Button von Facebook können angemeldete Nutzer Suchergebnisse und Anzeigen mit einem Klick auf den +1-Knopf markieren. Daraufhin wird das Suchergebnis in eine Merkliste im eigenen Google-Profil aufgenommen, außerdem werden andere Nutzer mit dem Hinweis informiert, dass dieses Ergebnis jemandem gefĂ€llt. Befindet sich der entsprechende andere Nutzer ĂŒber einen anderen Google-Dienst in Verbindung mit ersterem, so wird ihm zusĂ€tzlich der Name und das Profilfoto des Nutzers angezeigt, dem das Suchergebnis gefĂ€llt. Dieser Dienst ist auch auf externen Webseiten verfĂŒgbar. Google +1 ist unter anderem auch in Deutschland verfĂŒgbar.[37]

Einbettungen der Google-Suche

Easter Eggs

Die Programmierer haben in den Suchalgorithmen Easter Eggs, also scherzhafte Überraschungen, versteckt. Einige Beispiele:

  • Bestimmte textuelle Eingaben werden als Zahlen interpretiert. Dazu gehören “answer to life, the universe and everything”, eine Anspielung auf Douglas Adams’ Werk Per Anhalter durch die Galaxis, in dem 42 die Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ ist[39], “number of horns on a unicorn” (deutsch: „Anzahl der Hörner eines Einhorns“) sowie the loneliest number (Deutsch: Die einsamste Zahl) mit dem Wert 1 , und “once in a blue moon” ist 1.16699016 × 10-8 Hertz. Mit diesen Eingaben lassen sich auch Berechnungen durchfĂŒhren.
  • Sucht man nach „hex“, „binary“ oder „octal“ wird die Anzahl der Suchergebnisse im Hexadezimalsystem, BinĂ€rsystem oder im Oktalsystem angezeigt.[40]
  • Sucht man mit Google Chrome, Opera, Safari oder Mozilla Firefox nach „tilt“ oder „askew“ neigt sich die Ergebnisseite nach rechts. Bei der Suche mit Chrome oder Firefox nach “do a barrel roll” (deutsch: „mach eine Fassrolle“) dreht sich die gesamte Ergebnisseite einmal um ihre eigene Achse.[41]
  • Suchte man Ende 2011 nach „let it snow“, so begann es zu schneien und nach und nach beschlug der Bildschirm.[42] Am 24. Dezember 2011 wurde bei einer Suche nach „christmas“ eine Lichterkette vor den Ergebnissen angezeigt.
  • Die OberflĂ€che von Google wird auch in den Sprachen Klingonisch, Elmer Fudd, Piratisch, Hacker und Bork, bork, bork! angeboten.
  • Die englischsprachige Ausgabe von Google liefert auf bestimmte Anfragen scherzhafte SuchvorschlĂ€ge. So fragt die Google beim Suchbegriff “anagram” (deutsch: „Anagramm“) zurĂŒck: “Did you mean: nag a ram” (deutsch: „Meinten Sie: nag a ram“),[43] und bei der Suche nach “recursion” (deutsch: „Rekursion“) wird der Vorschlag “Did you mean: recursion” angezeigt, obwohl das Wort richtig geschrieben ist. Klickt man nun darauf, bekommt man dieselbe Seite wieder angezeigt, wieder mit demselben Vorschlag.
  • Wer seit dem 27. April 2012 „Zerg Rush“ als Suchbegriff in die Google-Websuche eingibt, wird Zeuge kleiner zerstörender Kreise, welche die Suchergebnisse auf dem Bildschirm von oben nach unten allmĂ€hlich in Nichts verwandeln. Wenn alle Suchresultate ausgelöscht sind, bilden die Kreise ein großes bildschirmfĂŒllendes „GG“ (fĂŒr: Good Game). Zwar können die Kreise im Fadenkreuz des Mauszeigers abgeschossen werden, eine realistische Chance hat der Nutzer allerdings nicht. Die Strategie des „Zerg Rush“ stammt aus dem Echtzeit-Strategiespiel StarCraft.[44]
  • Am unteren Rand der internen Suchstatistik Google Zeitgeist 2012 befindet sich ein Balken in den Google-Farben. Wird mit dem Mauscursor darĂŒber gefahren, erscheint der Android-Roboter und tanzt im Gangnam Style[45].
  • Am 1. April 2013 startete als Aprilscherz der Google Dienst „Google Nose“, mit dem es möglich sein soll, die Suchergebnisse zu riechen.
  • Gibt man bei dem Amerikanischen Google Bilder den begriff Atari Breakout ein, so erscheint das altbekannte Spiel Atari Breakout auf dem Bildschirm. Man versucht dabei alle Bildergebnisse mit Hilfe eines Balls abzuschießen. Falls man dies schafft, beginnt man mit der nĂ€chsten Seite aller Bildergebnisse. Verliert man alle Leben, beginnt man wieder von vorne. Dieses Easteregg ist nicht in dem Deutschsprachigen Google Bilder enthalten.
  • Sucht man nach "Weihnachten", so wird die Leiste zur Auswahl des Bereichs aus dem die Suchergebnisse stammen mit einer Schneelandschaft hinterlegt, auf der der ein Weihnachtsmann vorbeifĂ€hrt. Die Suchanfrage kann auch in anderen Sprachen gestellt werden (z. B. "Christmas").

Von den Easter Eggs abzugrenzen sind Google-Bomben Dritter, die in Kombination mit dem „I’m Feeling Lucky“-Button den Eindruck erwecken, Google liefere auf bestimmte Eingaben hin scherzhafte Ergebnisse oder verĂ€nderte OberflĂ€chen.

Google Doodle

→ Hauptartikel: Google Doodle

Ein Google Doodle aus dem Jahr 1999 Ein Google Doodle ist eine VerĂ€nderung des normalen Google Logos. Doodle bedeutet auf deutsch soviel, wie Gekritzel oder Kritzelei. Meistens sind Doodles zu Geburtstagen, Wahlen oder Jahrestagen sichtbar. Das erste Doodle erschien im Jahr 1998, damals noch sehr einfach gehalten. Heutzutage werden die Doodles immer aufwĂ€ndiger, oft sind nicht einmal mehr die Buchstaben erkennbar. Das erste interaktive Doodle gab es 2010 zum JubilĂ€um des Spieles Pac-Man.[46] Ein Jahr darauf erhielt Google ein Patent auf die Doodles. Das Patent beschreibt ein System, das eine sich regelmĂ€ĂŸig Ă€ndernde Handlung oder ein Unternehmenslogo fĂŒr spezielle Ereignisse bereitstellt, um Benutzer auf eine Website zu fĂŒhren.[47] Mittlerweile erscheint fast jeden Tag ein neues Doodle, welches nicht unbedingt weltweit sichtbar ist.

Manipulation der Suchergebnisse

Aufgrund seiner bedeutenden Marktposition ist Google ein hÀufiges Ziel von Suchmaschinen-Spamming. Dabei wird versucht, gute Positionen bei möglichst vielen Suchbegriffen zu erzielen. Diese Suchbegriffe haben oft nichts mit dem eigentlichen Inhalt der Seite zu tun. Manipulationen, die zum Zweck haben, das Ranking von Websites speziell bei Google zu verbessern, werden als Google Spamming bezeichnet. Versuche, konkurrierende Internetseiten aus den Google-Ergebnissen herauszukegeln, bezeichnet man als Google Bowling.

Google-Bombing

Bei einer Google-Bombe werden die Google-Suchergebnisse fĂŒr eine bestimmte Webseite durch vielfaches Setzen von Links manipuliert. Google-Bomben werden vielfach eingesetzt, um Webseiten bestimmter Personen gezielt mit oft diffamierenden Schlagworten in Verbindung zu bringen. Google Ă€nderte 2007 ihren Algorithmus jedoch, um das Google-Bombing zu erschweren.

Erstmals im grĂ¶ĂŸeren Umfang öffentlich wahrgenommen wurde die Möglichkeit der Suchmaschinenmanipulation im Zusammenhang mit einer Google-Bombe, die sich auf den amerikanischen PrĂ€sidenten George W. Bush bezog. Der Suchbegriff „miserable failure“[48] (zu Deutsch: „klĂ€gliches Scheitern“ oder „jĂ€mmerlicher Versager“) wurde von Bush-Gegnern mit seiner offiziellen Biografie verknĂŒpft. Im Gegenzug versuchten Bush-UnterstĂŒtzer dasselbe mit Michael Moore. Durch die Änderung des Algorithmus 2007 erscheint die Biographie nun jedoch nicht mehr in der Suche.[49]

Unlautere Optimierung

Seit Januar 2006 geht Google stĂ€rker gegen unseriöse Methoden bei der Optimierung von Webseiten vor. Als erste Konsequenz des von Google-Mitarbeiter Matt Cutts[50] angekĂŒndigten verschĂ€rften Kampfes gegen Spam in Deutschland und anderen nicht-angelsĂ€chsischen LĂ€ndern entfernte die Suchmaschine die Online-Fahrzeugbörse Automobile.de und den Fahrzeughersteller BMW aus ihrem Index.[51] Ihnen wurde vorgeworfen, durch massiven Einsatz von SchlĂŒsselwörtern (Spam), Doorway-Pages und JavaScript-Weiterleitungen Suchergebnisse zum eigenen Vorteil unlauter optimiert zu haben. Die Seite von BMW wurde bereits nach wenigen Tagen wieder in den Index aufgenommen, nachdem der Betreiber die strittigen Doorway-Pages entfernt hatte.[52]

Google variiert regelmĂ€ĂŸig seine Algorithmen zur Bestimmung des Rankings, um den Missbrauch zu verhindern bzw. zumindest zu erschweren.

Ergebnisfilterung in Deutschland

Bereits seit einigen Jahren sind Suchergebnisse der Suchmaschine Google von Websites mit strafbaren oder jugendgefĂ€hrdenden Inhalten bereinigt. Anfangs wurden wegen Urheberrechtsverletzung auch Seiten der Scientology-Kirche herausgefiltert. Mittlerweile entfernt Google alle Inhalte, fĂŒr die jemand bei Google eine infringement notification (deutsch: „Rechtsverletzungsbescheid“) gemĂ€ĂŸ dem US-amerikanischen Digital Millennium Copyright Act einreicht.[53] Um wie viele Seiten es sich handelt und inwieweit derzeit eine Ausweitung auf andere Inhalte wie zum Beispiel kinderpornografische oder politisch extremistische Inhalte stattfindet, ist nicht bekannt.[54][55] Die Filtertechnik von Google wird auch als SafeSearch-Filtertechnik bezeichnet. Dieser Name wurde erstmals von Google verwendet. Weitere Suchmaschinen bieten heute diese Filtertechnik an, um jugendgefĂ€hrdende und pornografische Inhalte auszufiltern.

Der Benutzer wird ĂŒber einen Hinweis auf die Filterung der Suchergebnisse „aus RechtsgrĂŒnden“ aufmerksam gemacht. Dabei wird auf eine ErlĂ€uterung verwiesen, dass Google ĂŒber unrechtmĂ€ĂŸige Inhalte informiert wurde. Einzelheiten darĂŒber sind im Hinweis verlinkt.[56]

Google Person Finder

Google Inc. ermöglicht mit dem Google Person Finder die Suche nach vermissten Verwandten und Bekannten. Das Tool wurde fĂŒr die Opfer des Erdbebens in Japan angeboten, wurde aber auch schon beim Erdbeben von Neuseeland und dem Erdbeben in Haiti angeboten und benutzt. Der Person Finder ist eine moderne Version des Karteikarten-Suchverfahrens, das im Zweiten Weltkrieg benutzt wurde, in dem direkt an Hausruinen geschrieben wurde, wo man als FlĂŒchtling Zuflucht gesucht hatte.

Derzeit (Stand: 15. MÀrz 2011) enthÀlt diese Datenbank 202.400 EintrÀge.

Kritik an Google

Folgende Teile Selbstzensur in China scheinen seit {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}} nicht mehr aktuell zu sein: RĂŒckzug vom chinesischen Markt
Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufĂŒgen.
Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/2010
→ Hauptartikel: Google in der Kritik

Die Suchmaschine Google und Google Inc., die nach GrĂŒndung anfĂ€nglich eine sehr gute Presse hatten, werden in jĂŒngerer Zeit hĂ€ufig aufgrund von Datenschutzproblemen kritisiert. So wurden nach AnkĂŒndigung im Rahmen einer angeblichen „Vereinfachung“ der Datenschutzbestimmungen ab MĂ€rz 2012 Daten ĂŒber Nutzer quer ĂŒber alle Dienste von Google Inc. ausgewertet, um einen möglichst vielfĂ€ltigen Wissensstand ĂŒber alle Lebensbereiche eines Nutzers aufbauen zu können.

Aufgrund der monopolgleichen Stellung im Suchmaschinenmarkt in vielen LĂ€ndern – darunter auch Deutschland – wird nicht selten bemĂ€ngelt, dass Google die Spielregeln selbst festlegen könne.

Google ist auch aufgrund der Selbstzensur heftiger Kritik ausgesetzt, die in China ihren Anfang nahm. So werden dort der Regierung nicht genehme Suchergebnisse herausgefiltert. Mittlerweile gibt es weltweit staatliche und private Zensuranfragen, die auf Grundlage des DMCA mit UrheberrechtsverstĂ¶ĂŸen begrĂŒndet werden, aber nicht frei von Missbrauch sind.

In Frankreich forderten Verlage von Google Geld dafĂŒr, dass ihre Artikel in den Suchdiensten des US-Unternehmens gelistet werden. Die französische Regierung (seit Mai 2012 unter François Hollande) hatte ein entsprechendes Gesetz fĂŒr den Fall angekĂŒndigt, dass Verlage und Google zu keiner Einigung finden wĂŒrden. Am 1. Februar 2013 unterzeichneten Hollande und Googles Verwaltungsratschef Eric Schmidt eine Vereinbarung. Demnach stellt Google 60 Millionen Euro fĂŒr neue Online-Nachrichtenprojekte bereit. Über die Vergabe entscheidet ein Gremium mit Vertretern von Google, den Verlagen und der Regierung. Außerdem will Google den Verlagen bei der Vermarktung ihrer Websites helfen.[57]

Anfang Juni 2013 wurde durch einen Whistleblower bekannt, dass Google, gemeinsam mit acht anderen namhaften Internet- und Softwareanbietern, dem Geheimdienst NSA im Rahmen des PRISM-Überwachungsprogramms Zugriff auf den gesamten Datenverkehr gewĂ€hrt, der aus dem Ausland kommend ĂŒber konzerneigene Server lĂ€uft. Ein Unternehmenssprecher kommentierte die EnthĂŒllungen mit der Aussage, dass man Nutzerdaten mit großer Vorsicht behandele, Anfragen der Behörden sorgfĂ€ltig prĂŒfe und – sofern den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend – Daten manuell herausgegeben wĂŒrden.[58][59] Anfragen von Regierungsbehörden aus den Jahren 2009 bis 2011 wurden vom Unternehmen veröffentlicht, jedoch waren darunter keine, die durch die FISA-Gesetzgebung autorisiert wurden, sodass Art und Umfang des NSA-Zugriffs auf die Daten der Google-Nutzer weiter unklar ist.[60]

Literatur

  •  Tara Calishain, Rael Dornfest: Google Hacks. 100 Insider-Tricks & Tools. O’Reilly, Beijing 2003, ISBN 978-3-89721-362-3.
  • Henk van Ess: Der Google-Code. Addison-Wesley, MĂŒnchen 2011, ISBN 978-3-8273-3036-9.
  • Kai Lehmann, Michael Schetsche, Die Google-Gesellschaft. Vom digitalen Wandel des Wissens, (2. Auflage), Bielefeld: transcript 2007, ISBN 978-3-89942-780-6
  • Steven Levy: Google Inside. Wie Google denkt, arbeitet und unser Leben verĂ€ndert. mitp, Heidelberg 2012, ISBN 978-3-8266-9243-7. (Amerikanische Originalausgabe: In the Plex. How Google Thinks, Works and Shapes Our Lives. Simon & Schuster, New York 2011)
  •  Marcel Machill, Markus Beiler, Martin Zenker: Journalistische Recherche im Internet. Bestandsaufnahme journalistischer Arbeitsweisen in Zeitungen, Hörfunk, Fernsehen und Online. In: Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt fĂŒr Medien Nordrhein-Westfalen. 60, Vistas, 2008, ISBN 978-3-89158-480-4 (Webarchiv vom 19. April 2009 der eingelagerten Webseite:).
  •  Gerald Reischl: Die Google-Falle. Die unkontrollierte Weltmacht im Internet. 5. Auflage. Carl Ueberreuter Verlag, Wien 2008, ISBN 978-3-8000-7323-8.
  •  Lars Reppesgaard: Das Google-Imperium. Murmann-Verlag GmbH, Hamburg 2008, ISBN 978-3-86774-046-3.
  •  Anja Sauerwald, Michael Weckerlin: Google-Suche & Google Earth. 2. Auflage. KnowWare, 2007, ISBN 978-8-7913-6434-1.
  • Virginia Scott: Google. Greenwood Press, Westport 2008, ISBN 978-0-313-35127-3
  •  David A. Vise, Mark Malseed: The Google Story. Bantam Doubleday Dell, New York 2005, ISBN 978-0-553-80457-7.
  •  Douglas Edwards: Google-Mitarbeiter Nr. 59. Redline Verlag, MĂŒnchen 2012, ISBN 978-3-86881-331-9.

Weblinks

 Commons: Google â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Google â€“ in den Nachrichten
 Wikiquote: Google â€“ Zitate
 Wiktionary: Google â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: googeln â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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Artikel ĂŒber Google

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Alternativen

Einzelnachweise

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  2. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Die meistgenutzten Suchmaschinen weltweit nach Anteil der Suchanfragen}} Statistisches Bundesamt, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
  3. ↑ a b {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Google Corporate Information: Google Milestones}} Google Inc., abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
  4. ↑ The Original GOOGLE Computer Storage (Page and Brin, 1996) Stanford Computer Science Computer History Display
  5. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Der Triumph der grossen Zahl}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Neue ZĂŒrcher Zeitung}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
  6. ↑ Peter Zschunke: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Googeln im neuen Duden}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Stern.de}} Archiviert vom Original am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
  7. ↑ Matthias Heine: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Nie mehr „googeln“}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Welt Online}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
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  12. ↑ Google Alters Search to Handle More Complex Queries, Artikel von Claire Cain Miller in der New York Times online vom 26. September 2013 (englisch, abgerufen am 1. Oktober 2013)
  13. ↑ web magazin: Google Hummingbird - kein Update, sondern neuer Such-Algorithmus
  14. ↑ Stefan Schmitt: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Automatisch vorsortiert}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Die Zeit}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
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  57. ↑ spiegel.de: Französische Verlage: Google kauft sich frei
  58. ↑ Barton Gellman und Laura Poitras: “Documents: U.S. mining data from 9 leading Internet firms; companies deny knowledge“, Washington Post vom 6. Juni 2013, gesichtet am 6. Juni 2013
  59. ↑ USA Today: Google claims data given to NSA via secure FTP, by hand
  60. ↑ Cecilia Kang: “Facebook, Microsoft release number of data requests from government” Washington Post vom 15. Juni 2013, gesichtet am 15. Juni 2013
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