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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | München | |
| Höhe: | 540 m ü. NN | |
| Fläche: | 9,58 km² | |
| Einwohner: |
12.870 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 1343 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 82166 | |
| Vorwahl: | 089 | |
| Kfz-Kennzeichen: | M | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 84 120 | |
| LOCODE: | DE GRF | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Ruffiniallee 2 82166 Gräfelfing | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Christoph Göbel (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Gräfelfing im Landkreis München | ||
Gräfelfing ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis München am westlichen Stadtrand von München.
Inhaltsverzeichnis |
Für die Gemeinde Gräfelfing sind die beiden amtlich benannten Gemeindeteile Gräfelfing und Lochham ausgewiesen. Lochham, bis 1887 eine eigenständige Gemeinde, liegt im Wesentlichen nördlich der A96, während der Gemeindehauptort Gräfelfing südlich davon liegt.
Siedlungsspuren im Gebiet der Gemeinde reichen bis in die Bronzezeit zurück. Funde aus spätrömischer und merowingischer Zeit zeugen von gelegentlicher Besiedelung.
Jahrhundertelang waren Gräfelfing und Lochham kleine Dörfer an der Würm. Erste urkundliche Erwähnungen der beiden Orte finden sich seit dem 8. Jh., in denen zunächst der Name „Grevolvinga“ (763) und später auch „Lohen“ auftaucht. Der Name „Grevolvinga“ verweist auf eine bajuwarische Sippensiedlung – es existieren Hypothesen, die daraus einen Sippenvater namens „Gra(u)wolf“ erschließen. „Lohen“ lässt sich auf einen mit einer „Lohe“ in den Wald gebrannten Platz zurückführen. Der Sitz der Hofmarksherren Schloss Seeholzen lag auf einer Halbinsel in der Würm.
Gräfelfing wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde, in die Lochham 1887 eingemeindet wurde.
Von 1987 bis 1993 wurde die Serie "Die glückliche Familie" mit Maria Schell und Siegfried Rauch in Gräfelfing gedreht. Inhaltlich handelt die Serie von der in Gräfelfing bei München lebenden Familie Behringer, einer typischen Mittelstandsfamilie der späten achtziger Jahre.
Der Gemeinderat von Gräfelfing besteht aus 24 Mitgliedern:
Durch politische Umwälzungen nach dem Zweiten Weltkrieg und die nahe Großstadt kam es zu einem stetigen Anwachsen der Wohnbevölkerung, bis sich die Zahl 1968 bei etwa 13.000 Einwohnern einpendelte.
In einer Studie aus dem Jahr 2005 über das Kaufkraftvolumen in Deutschland belegt Gräfelfing hinsichtlich der Pro-Kopf-Kaufkraft den 5. Platz. Die Bürger in der Gemeinde westlich von München verfügen über durchschnittlich 30.072 Euro. Aktuell belegt Gräfelfing bezüglich der Einkommenssteuerkraft hinter München-Grünwald und Königstein im Taunus sogar den dritten Platz.
Die Anbindung an das Münchner S-Bahn-Netz wird durch zwei Stationen Lochham und Gräfelfing der Linie S 6 gewährleistet. Über die eigene Anschlussstelle an der A96 und die A99 ist Gräfelfing auch problemlos über die Autobahn zu erreichen.
Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Gräfelfing
Das 1936 von Michael Simon gebaute Gemeindebad an der Würm ("Am Anger") wurde 1939 wieder abgerissen.
In den 1930er Jahren entwarf Sep Ruf einige Wohnhäuser in Gräfelfing und Lochham, mit denen er versuchte, die offiziellen von der Reichskulturkammer vorgegebenen Leitlinien der Heimatschutzarchitektur mit modernen Elementen wie kubischen Grundformen, asymmetrischen Fensterordnungen, Fensterbändern, Satteldächern mit geringer Neigung, über Eck laufenden Balkonen zu ergänzen. Erhalten sind das Wohnhaus Professor Karl Hetzel in der Hermann-Hummel-Straße, das Wohnhaus Alois Johannes Lippl in der Geigerstraße, das Einfamilienhaus für Friedrich Brückner in der Scharnitzerstraße sowie das Wohnhaus Prof. Oswald Schloffer in der Aribostraße.
In der Nähe des Friedhofs erinnert eine Bronze-Skulptur an den Todesmarsch von 6.887 KZ-Häftlingen, welcher am 26. April 1945 durch das Würmtal und Gräfelfing führte. Acht identische Denkmäler wurden an den anderen Stationen der Marschroute aufgestellt.[3]
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