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| Grammer AG | |
|---|---|
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| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | DE0005895403 |
| Gründung | 1954 |
| Sitz | Amberg, Bayern |
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| Mitarbeiter | 7.955 (31. Dezember 2010) |
| Umsatz | 1,1 Mrd. Euro (2011)[1] |
| Produkte | Automobilzulieferer |
| Website | www.grammer.com |
Die Grammer AG ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Amberg in der Oberpfalz. Es ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagier<span/>sitzen für Offroad Fahrzeuge, Lkw, Busse und Bahnen.
Der Konzern verbuchte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres einen Umsatzanstieg von 19,7 Prozent auf 810,4 Millionen Euro (Vj. 677,0). Das Konzern-EBIT konnte um 56,5 Prozent auf 36,0 Millionen Euro (Vj. 23,0) gesteigert werden. Die EBIT-Rendite verbesserte sich auf 4,4 Prozent (Vj. 3,4). Das Ergebnis nach Steuern lag in den ersten neuen Monaten bei 15,8 Millionen Euro (Vj. 8,9) und damit 77,5 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Auf Quartalssicht stieg der Konzernumsatz gegenüber dem bereits starken Vorjahresquartal noch einmal um 17,4 Prozent auf 272,9 Millionen Euro (Vj. 232,5). Das Konzern-EBIT verbesserte sich auf 10,2 Millionen Euro (Vj. 8,1) und das Ergebnis nach Steuern stieg gegenüber dem dritten Quartal 2010 auf 6,1 Millionen Euro (Vj. 1,0).
Inhaltsverzeichnis |
Die Grammer AG geht zurück auf die 1880 in Amberg von Willibald Grammer gegründete Sattlerei Grammer. In dieser Tradition gründete der Enkel Willibald Grammers, Georg Grammer, 1954 ebenfalls in Amberg den Betrieb zur Fabrikation von Sitzkissen. 1964 konnten erstmals gefederte Fahrersitze hergestellt werden. In der Folgezeit expandierte das Unternehmen verstärkt ins Ausland, insbesondere nach Europa und Nordamerika. In den 1980er Jahren stieg Grammer zudem in die Produktion von Bürostühlen, LKW- und Bus-Sitzen ein. 1985 beginnt die Serienproduktion von Produkten für die Pkw-Innenausstattung. 1989 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, es firmiert seitdem unter dem Namen Grammer AG. Zunächst blieben die Aktien aber noch in der Hand von Georg Grammer. 1990 stieg das Unternehmen mit der Herstellung von Sitzen für den ICE in die Produktion von Bahn-Innenausstattung ein. Im Jahr 1996 erfolgte das Börsendebüt der Grammer AG an der Frankfurter Börse, zunächst blieb die Aktienmehrheit im Besitz von Georg Grammer. 2000 wurde der Bereich Büromöbel mit der Bürostuhl GmbH im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen abgestoßen, bei denen sich der Investmentfonds Permira unter Übernahme großer Teile des Aktienpaketes wesentlich beteiligt hatte. Nach gelungener Sanierung und Ausstieg von Permira stieg der Streubesitz 2005 mit dem zweiten IPO kurzzeitig über 90 %. 1998 trat Georg Grammer altersbedingt als Vorstandsvorsitzender zurück und wechselte in den Aufsichtsrat, dem er bis zu seinem Tod 2005 angehörte.
Mitte 1998 übernahm das Unternehmen für elf Millionen DM den Geschäftsbereich Eisenbahnsitze der Magna Paulisch GmbH (Lohr). Das Unternehmen mit 30 Mitarbeitern und 25 Millionen DM Umsatz zählte zu den bedeutendsten Anbietern von Sitzen für den Regionalverkehr.[2]
Im Jahr 2005 wurden zwei neue Werke in China eröffnet, 2008 folgte die Erschließung des russischen Lkw-Marktes und 2010 kam der Ausbau des Mittelkonsolengeschäfts in Europa, Asien und NAFTA.[3]
Im Juli 2011 erwarb die Grammer AG 100 % der Anteile an dem belgischen Elektronikspezialisten EiA Electronics N.V. mit Sitz in Aartselaar, Belgien. EiA Electronics ist auf die Entwicklung, die Integration und den Vertrieb von Elektronikkomponenten, insbesondere von Multifunktionsarmlehnen in Nutzfahrzeugen, spezialisiert. Das Produktangebot von EiA umfasst Displays, Konsolen, Steuerungselemente, Kommunikationsmodule und Sensoren.
Das Unternehmen gliedert sich in die Geschäftssegmente Seating Systems und Automotive. Grammer Seating Systems entwickelt und produziert weltweit Fahrer- und Passagiersitze für Land- und Baumaschinen, Stapler, Lkw, Busse und Bahnen. Im Segment Automotive liefert Grammer Kopfstützen, Armlehnen, Mittelkonsolen und integrierte Kindersitze an namhafte Pkw-Hersteller und an Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie. Das Geschäftssegment generiert etwas zwei Drittel des Umsatzes. Hartmut Müller ist seit dem 1. August 2010 der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens. Die Aktie des Unternehmens mit der ISIN-Nummer DE0005895403 ist im SDAX der Deutschen Börse notiert.
Aktionärsstruktur[4], Stand: 30. September 2011:
Air Berlin | Alstria office REIT | Amadeus FiRe | Balda | Bauer | Bertrandt | Biotest | C.A.T. Oil | Centrotec Sustainable | CeWe Color | Colonia Real Estate | comdirect bank | Constantin Medien | CTS Eventim | Delticom | Deutsche Beteiligungs AG | DIC Asset | Dürr | Gesco | GfK SE | Grammer | Grenkeleasing | H&R AG | Hamborner | Hawesko Holding | Highlight Communications | Homag Group | Hornbach Holding | Indus Holding | IVG Immobilien | Jungheinrich | Koenig & Bauer | KWS SAAT | MLP | MVV Energie | Norma Group | Patrizia Immobilien | Praktiker | Prime Office Reit | SAF-Holland | Schaltbau | Schuler | Sixt | SKW Stahl-Metallurgie Holding | Ströer Out-of-Home Media | TAG Immobilien | Takkt | Tipp24 | Tom Tailor | VTG | Wacker Neuson SE | Zooplus
(Stand: 28. November 2011)