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Granville Stanley Hall (* 1. Februar 1844 in Ashfield, Massachusetts; † 24. April 1924 in Worcester, Massachusetts) war ein US-amerikanischer Psychologe.
Inhaltsverzeichnis |
Stanley Hall war seit 1882 Professor für Psychologie und Pädagogik an der Johns Hopkins University in Baltimore, wo er das erste psychologische Laboratorium der USA nach dem Vorbild von Wilhelm Wundt gründete, dessen Schüler er einige Jahre zuvor für zwei Jahre gewesen war. 1887 wurde er Gründungspräsident der Clark University in Worcester, Massachusetts. 1892 wurde er zum Gründungspräsident der American Psychological Association gewählt. Er war einer der ersten Psychologen, die die Psychoanalyse als wissenschaftliches Forschungsprogramm anerkannten, weshalb er Freud und Jung 1909 zu Vorträgen an die Clark University in Worcester einlud und damit den Beginn der psychoanalytischen Forschung in den USA markierte.
Hall war einer der Pioniere der Jugendforschung, auf die sich Siegfried Bernfeld in seiner Dissertation 'Über den Begriff der Jugend' (1915), der ersten jugendtheoretischen Dissertation an einer deutschsprachigen Universität, bezog.
Hall ist Urheber des nach ihm benannten psychogenetischen Grundgesetzes (Hall 1904) [1]
Hall gründete die Zeitschriften American Journal of Psychology (1887), Journal of Genetic Psychology (1891), Journal of Religious Psychology (1904) und 1915 das Journal of Applied Psychology.
Ein berühmt gewordener Schüler war John Dewey, der 1884 seine Dissertation u.a. bei G. Stanley Hall schrieb.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hall, Granville Stanley |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Psychologe |
| GEBURTSDATUM | 1. Februar 1844 |
| GEBURTSORT | Ashfield/Massachusetts |
| STERBEDATUM | 24. April 1924 |
| STERBEORT | Worcester/Massachusetts |