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Green Bay Packers

Green Bay Packers
Gegründet 1919
Spielen in Green Bay, Wisconsin
Helm der Green Bay Packers
Logo der Green Bay Packers
Helm Logo
Liga

National Football League (1921–heute)

  • Western Division (1933–1949)
  • National Conference (1950–1952)
  • Western Conference (1953–1966)
    • Central Division (1967–1969)
  • National Football Conference (1970–heute)
    • Central Division (1970–2001)
    • North Division (2002–heute)
Aktuelle Uniformen
NFCN-Uniform-GB.PNG
Teamfarben Dunkel-Grün, Gold, Weiß
Personal
Besitzer Green Bay Packers, Inc.
Vorsitzender Mark Murphy
General-Manager Ted Thompson
Head Coach Mike McCarthy
Teamgeschichte
  • Green Bay Packers (1919–heute)
Spitznamen
The Green and Gold, The Pack
Erfolge
NFL-Gewinner (13)
  • NFL Championships (9)
    1929, 1930, 1931, 1936, 1939, 1944, 1961, 1962, 1965
Conference-Sieger (9)
  • NFL Western: 1960, 1961, 1962, 1965, 1966, 1967
  • NFC: 1996, 1997, 2010
Division-Sieger (13)
  • NFL West: 1936, 1938, 1939, 1944
  • NFL Central: 1967
  • NFC Central: 1972, 1995, 1996, 1997
  • NFC North: 2002, 2003, 2004, 2007
Play-off-Teilnahmen (27)
  • NFL: 1936, 1938, 1939, 1941, 1944, 1960, 1961, 1962, 1965, 1966, 1967, 1972, 1982, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 2001, 2002, 2003, 2004, 2007, 2009, 2010, 2011
Stadien

Stadien in Green Bay

Stadien in Milwaukee[1]


Die Green Bay Packers sind ein Team der National Football League (NFL) in der Stadt Green Bay im US-Bundesstaat Wisconsin. Die Mannschaft spielt in der National Football Conference (NFC) in der Northern Division.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Frühere Geschichte

Die Green Bay Packers sind Rekordmeister im amerikanischen Profifootball mit insgesamt 13 NFL-Meisterschaften − darunter vier Super-Bowl-Siege. Eine Besonderheit der Green Bay Packers ist, dass sie nicht das Eigentum eines einzelnen Besitzers sind, sondern sich in öffentlichem Besitz befinden und mehreren tausend Anteilseignern gehören. Ihren Namen haben sie von der Indian Packing Company übernommen, die 1919 der erste Sponsor des Teams war. Obwohl die Verbindung mit dem Unternehmen schon in der ersten Saison beendet wurde, behielten die Packers ihren Namen bei.

Die Football-Begeisterung in Wisconsin ist so groß, dass die derzeitige Wartezeit für eine Dauerkarte bei 30 Jahren liegt. Das Stadion in Green Bay, das Lambeau Field, ist seit 42 Jahren permanent ausverkauft.

Mit Vince Lombardi besaßen die Packers von 1958 bis 1968 eine der legendärsten Trainerfiguren des American Football. Unter seiner Führung gewannen die Packers dreimal die NFL-Meisterschaften sowie die ersten beiden Super Bowls. Nach Lombardi ist der Pokal benannt, den der Gewinner des Super Bowls erhält: die Vince Lombardi Trophy.

Jüngere Geschichte ab NFL-Saison 2004/05

In den Play-offs 2004/2005 unterlagen die Packers ihren NFC-North-Konkurrenten, den Minnesota Vikings, in der ersten Runde (Wild Card Game) mit 31:17 und schieden damit aus dem Super-Bowl-Rennen aus.

In der NFL-Saison 2005/2006 spielten die Packers keine Rolle bei der Vergabe der Play-off-Plätze. Mit nur vier Siegen aus 16 Spielen belegten sie den letzten Platz der NFC North. Die Packers hatten in dieser Saison viele Probleme durch Verletzungen einiger Leistungsträger, wie z.B. Runningback Ahman Green. Trotz der Verletzungsprobleme wurde der Head Coach Mike Sherman nach sechs Jahren entlassen. Am 12. Januar 2006 verpflichteten die Packers Mike McCarthy als neuen Head Coach; er war 1999 bereits der Quarterback Coach in Green Bay gewesen.

In der Saison 2006/07 hatten die Packers eine Bilanz von 8-8 und verpassten damit als Zweiter der NFC North die Play-offs.

In der Saison 2007/08 überraschten die Packers mit einer Bilanz von 13-3 und wurden damit Sieger der NFC North und erhielten als zweitbestes Team der NFC in der ersten Runde der Play-offs spielfrei. In der Regular Season verloren die Packers beide Spiele gegen die Chicago Bears und auswärts gegen die Dallas Cowboys (14-2). Im Divisional-Playoff-Game gewannen die Packers am 12. Januar 2008 im Schneetreiben zuhause gegen die Seattle Seahawks (mit Quarterback Matt Hasselbeck und Coach Mike Holmgren, beide vorher bei den Green Bay Packers) mit 42:20. Green Bay lag kurz nach Spielbeginn durch zwei Ballverluste von Ryan Grant schon in der zweiten Spielminute mit 0:14 zurück. Im NFC Championship Game unterlag am 20. Januar 2008 Green Bay zuhause gegen die New York Giants mit 20:23 in der Verlängerung und verpasste damit den Einzug in den Super Bowl gegen die New England Patriots.

Die Postseason war geprägt vom Rücktritt Brett Favres am 4. März 2008 und seinem "Rücktritt vom Rücktritt" im August. Favre spielte seit 1992 in Green Bay und trat bis November 2007 ohne Unterbrechung 253 Mal für sein Team an. Dabei warf er insgesamt 442 Touchdown-Pässe und erzielte mit mehr als 8.700 Passversuchen über 61.000 Yards Raumgewinn. Damit führt er beinahe in jeder Rubrik die Rekordlisten der NFL an.

Zu Beginn der Saison 2008/09 hatte sich Head Coach Mike McCarthy jedoch bereits auf Aaron Rodgers als Starting-Quarterback festgelegt. Favre wollte sich aber nicht mit einem Platz auf der Bank zufriedengeben und man einigte sich nach einigen Querelen auf einen Trade des legendären Quarterbacks zu den New York Jets. Somit hieß zum ersten Mal seit 1992 der Starting-QB der Packers nicht Brett Favre. Rodgers spielte eine statistisch gute Saison, aber das Team agierte insgesamt etwas glücklos, sieben Spiele wurden mit vier oder weniger Punkten Unterschied verloren. Am Ende standen sechs Siegen zehn Niederlagen gegenüber, bei einem positiven Punktverhältnis von 419:380. Anfang Januar entließen die Packers sechs Trainer, darunter fünf die für die Defense zuständig waren, unter anderem auch den Defensive-Coordinator Bob Sanders. [2]

Für die Saison 2009/10 wurde Dom Capers als neuer Defense-Coordinator verpflichtet. Im Zuge dieser Verpflichtung erfolgte eine Umstellung der Defensive auf ein 3-4er Schema. Einem Saison-Start mit vier Siegen und vier Niederlagen folgten sieben Siege in den letzten acht Spielen. Mit einer Bilanz von 11-5 belegten die Packers den zweiten Platz in der NFC North und konnten anhand eines Wildcard-Platzes in die Play-offs einziehen. Dort verloren sie jedoch in der ersten Runde gegen die Arizona Cardinals mit 45:51 in der Nachspieltzeit (Overtime). [3]

NFL-Saison 2010/11 mit Super Bowl-Sieg

Auch in der folgenden Saison 2010/11 konnten sich die Packers wieder eine Wildcard sichern. Nach einem verhaltenem Start mit drei Siegen aus den ersten sechs Spielen steigerte sich das Team und schloss die Saison mit einer Bilanz von 10-6 ab, womit sie als 6. Team der NFC die Play-offs erreichten. Im Wildcard-Spiel trafen sie auf die Philadelphia Eagles, welche sie mit 21:16 bezwingen konnten. Als klarer Außenseiter gehandelt gingen sie nun in das Spiel gegen die Atlanta Falcons, welche in der Saison das beste Team der NFC waren. Die Packers gewannen das Spiel jedoch überraschend deutlich mit 48:21. Überragender Mann auf dem Feld war Aaron Rodgers, der in diesem Spiel 31 seiner 36 Pässe für insgesamt 366 Yards Raumgewinn und drei Touchdowns an den Mann brachte. Zudem erlief er selbst einen Touchdown. Im Conference-Finale trafen die Packers am 23. Januar 2011 auf die Chicago Bears. Das Spiel endete 21:14 zugunsten von Green Bay, womit die Packers im Super Bowl XLV am 6. Februar auf die Pittsburgh Steelers trafen. Nachdem die Packers in diesem die erste Hälfte des Spiels dominiert hatten und mit 21:10 zur Halbzeit führten, kamen die Steelers in der zweiten Hälfte immer mehr ins Spiel zurück, konnten den Rückstand jedoch zu keinem Zeitpunkt vollständig aufholen. Rodgers warf für 304 Yards und drei Touchdownpässe. Die Packers gewannen das Spiel mit 31:25. Rodgers wurde im Anschluss zum Super Bowl MVP gewählt.

NFL-Saison 2011/12

Nach dem Gewinn des Super Bowls gingen die Packers als amtierender Meister mit viel Selbstvertrauen in die neue Saison. Das sechste Jahr unter Coach Mike McCarthy wurde die erfolgreichste Regular Season der Vereinsgeschichte. Die ersten 13 Saisonspiele wurden gewonnen, wodurch zusammen mit den vier Siegen aus der vergangenen Play-off-Periode und den beiden letzten Saisonspielen 2010/11 ein neuer Vereinrekord aufgestellt wurde. Die Serie von 19 Siegen in Folge markiert die zweitlängste Siegesserie der NFL-Geschichte nach den 21 Siegen der New England Patriots. Außerdem waren die 13 Siege ein Startrekord der NFC (zusammen mit den New Orleans Saints 2009). Die Packers verloren ihr 14. Saisonspiel bei den Kansas City Chiefs mit 14:19, was die einzige Niederlage der Regular Season bleiben sollte. Die Bilanz von 15:1 Siegen stellte einen neuen Vereinsrekord auf und war die beste Bilanz aller NFL-Teams. Damit sicherte sich Green Bay ein Freilos für die erste Play-off-Runde und das Heimrecht für die Divisional Play-offs am 15. Januar gegen die New York Giants. Das Spiel gegen die Giants verloren die Packers mit 20:37.

Titel

  • NFL-Meisterschaften vor Einführung des Super Bowls
1929: kein Endspiel
1930: kein Endspiel
1931: kein Endspiel
1936: 21-6 gegen Boston Redskins
1939: 27-0 gegen die New York Giants
1944: 14-7 gegen die New York Giants
1961: 37-0 gegen die New York Giants
1962: 16-7 gegen die New York Giants
1965: 23-12 gegen die Cleveland Browns
I - 1966: 35-10 gegen die Kansas City Chiefs
II - 1967: 33-14 gegen die Oakland Raiders
XXXI - 1996: 35-21 gegen die New England Patriots
XLV - 2010: 31-25 gegen die Pittsburgh Steelers
1996, 1997, 2010

Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden

Auch die #4 von Brett Favre wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr vergeben werden. Sie gehört bisher jedoch nicht zu den offiziell zurückgezogenen Trikotnummern der Packers. Nachdem Favre im Mai 2008 die Absicht geäußert hatte, sich zur Ruhe zu setzen, gaben die Packers offiziell bekannt, dass mit seinem Rücktritt vom Profisport seine #4 nicht mehr verwendet werden würde. Die Zeremonie war für das erste Spiel der Packers in der Saison 2008, gegen die Minnesota Vikings, angesetzt, wurde aber aufgrund von Favres Entschluss, weiterzuspielen, wieder abgesagt. Im März 2009 versicherten die Packers, dass man nach wie vor plane, die #4 "zur Ruhe zu setzen", dass es dafür aber aufgrund der Umstände rund um Favres Rückkehr und seinem Wechsel zu anderen Teams der National Football League (New York Jets und Minnesota Vikings) noch keinen Zeitplan gebe.

Trainer (Head Coaches)

Mike McCarthy, seit 2006 Head Coach der Packers.
  • Curly Lambeau, 1919 bis 1949, 209 Siege, 104 Niederlagen, 21 Unentschieden
  • Gene Ronzani, 1950 bis 1953, 14 Siege, 31 Niederlagen, 1 Unentschieden
  • Hugh Devore, 1953, 2 Niederlagen
  • Ray McLean, 1953, 2 Niederlagen
  • Lisle Blackbourn, 1954 bis 1957, 17 Siege, 31 Niederlagen
  • Ray McLean, 1958, 1 Sieg, 10 Niederlagen, 1 Unentschieden
  • Vince Lombardi, 1959 bis 1967, 89 Siege, 29 Niederlagen, 4 Unentschieden
  • Phil Bengtson, 1968 bis 1970, 20 Siege, 21 Niederlagen, 1 Unentschieden
  • Dan Devine, 1971 bis 1974, 25 Siege, 27 Niederlagen, 4 Unentschieden
  • Bart Starr, 1975 bis 1983, 52 Siege, 76 Niederlagen, 3 Unentschieden
  • Forrest Gregg, 1984 bis 1987, 25 Siege, 37 Niederlagen, 1 Unentschieden
  • Lindy Infante, 1988 bis 1991, 24 Siege, 40 Niederlagen
  • Mike Holmgren, 1992 bis 1998, 75 Siege, 37 Niederlagen
  • Ray Rhodes, 1999, 8 Siege, 8 Niederlagen
  • Mike Sherman, 2000 bis 2005, 53 Siege, 27 Niederlagen
  • Mike McCarthy, seit 12. Januar 2006, 68 Siege, 36 Niederlagen (inklusive Play-Offs, Stand nach Super Bowl XLVI)

Einzelnachweise

  1. Zwischen 1933 und 1994 trugen die Packers einen Teil ihrer Heimspiele in Milwaukee aus.
  2. Six Assistant Coaches Released
  3. Tom Silverstein: McCarthy reverses 4-3 to 3-4. In: JSOnline, 19. Januar 2009. Abgerufen am 9. Dezember 2010.

Weblinks

 Commons: Green Bay Packers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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