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| Grindelwald | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Bern |
| Verwaltungskreis: | Interlaken-Oberhasli |
| BFS-Nr.: | 0576 |
| Postleitzahl: | 3818 |
| UN/LOCODE: | CH GRI |
| Koordinaten: | 645546 / 16401446.6258298.0333391034Koordinaten: 46° 37′ 33″ N, 8° 2′ 0″ O; CH1903: 645546 / 164014 |
| Höhe: | 1'034 m ü. M. |
| Fläche: | 171.1 km² |
| Einwohner: | 3809 (31. Dezember 2010)[1] |
| Website: | www.grindelwald.ch |
| Kirche | |
| Karte | |
Grindelwald ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli des Kantons Bern in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
Der Name Grindelwald ist ein ursprünglicher Flurname und setzt sich aus den althochdeutschen Wörtern grintil (Riegel, Sperre) und walt (Wald) zusammen.
Die Ortschaften, Weiler und Höfe der Gemeinde Grindelwald liegen weit verstreut im Talkessel der Schwarzen Lütschine im Berner Oberland zwischen Eiger, Wetterhorn, Fiescherwand und Faulhorn. Mit einer Fläche von 171.1 km² ist Grindelwald die fünfundzwanziggrösste Gemeinde der Schweiz und die zweitgrösste des Kantons Bern. Höchster Punkt bildet mit 4'107 m ü. M. der Mönch, der tiefste Punkt liegt auf 720 m ü. M.
Auf dem Gebiet von Grindelwald liegen der Untere und der Obere Grindelwaldgletscher. Die beiden Gletscher, welche gerne besucht werden, reichten etwa 1590–1880 bis vor das Dorf. Über den Bachlägerwasserfall mündet der Milibach in die Schwarze Lütschine.
Der Ort lebt hauptsächlich vom Tourismus. Die Beschäftigung verteilt sich wie folgt auf die drei Wirtschaftssektoren: 5,4 Prozent Landwirtschaft, 19,5 Prozent Industrie und Gewerbe, 75,1 Prozent Dienstleistungen (Stand: 2000). Im Jahr 2007 wurden noch 126 Landwirtschaftsbetriebe gezählt.
Im Winter kommen vor allem alpine Wintersportler, im Sommer Wanderer und Touristen, die die Bergkulisse mit dem Fünfgespann Wetterhorn, Schreckhorn, Eiger, Mönch und Jungfrau bewundern. Der Fremdenverkehr hat eine lange Tradition. Schon früh versuchte man die Berge den Gästen zugänglicher zu machen. Der Wetterhorn-Aufzug gilt als eine der ältesten personentransportierenden Seilbahnen der Welt. In Grindelwald befinden sich ein Jugendferienlager für behinderte Kinder und zwei Campingplätze.
| Bevölkerungsentwicklung | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 1764 | 1850 | 1880 | 1900 | 1930 | 1950 | 1960 | 1970 | 1980 | 1990 | 2000 | 2010 |
| Einwohner | 1816 | 2924 | 3081 | 3346 | 3021 | 3053 | 3244 | 3511 | 3555 | 3733 | 4069 | 3809 |
Über die Berner Oberland-Bahnen besteht Anschluss nach Interlaken. Die Wengernalpbahn führt über die Kleine Scheidegg nach Wengen und Lauterbrunnen. Von der Kleinen Scheidegg besteht Anschluss mit der Jungfraubahn durch den Eiger auf das Jungfraujoch. Das Skigebiet Kleine Scheidegg/Männlichen wird ausserdem durch eine Gondelbahn auf den Männlichen erschlossen. Von dort aus führt eine Luftseilbahn ebenfalls nach Wengen. Eine weitere Gondelbahn führt ins Skigebiet First. Fahrten über die Grosse Scheidegg ins Haslital sind nur mit dem Postauto und mit dem Velo möglich. Im Sommer führt eine Luftseilbahn auf die Privatalp Pfingstegg am Mättenberg, Ausgangspunkt für Wanderungen zu den Grindelwalder Gletschern, zur Schreckhornhütte und zum Chalet Milchbach, das durch einen Wanderwegtunnel erreicht werden kann. Auf dem Weg liegt das Gesteinsparadies Breitlouwina.
Ab den 1930er Jahren verfügte Grindelwald am zentrumsnahen Skischulhang Bodmi über ein spezielles Transportmittel für Wintersportler: die als Funi (Kurzform von «Funiculaire») bezeichnete Schlittenseilbahn, die 1995 als letzte ihrer Art eingestellt wurde.
Eine Grindelwalder Erfindung ist der Velogemel. Der Velogemel ist ein einspuriger, lenkbarer Sportschlitten – vergleichbar mit einem Fahrrad aus Holz, das Kufen anstelle von Rädern besitzt.
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