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| Großer Ölberg | |
|---|---|
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Großer Ölberg | |
| Höhe | 460 m ü. NN |
| Lage | Königswinter-Ittenbach |
| Gebirge | Siebengebirge |
| Dominanz | 22,4 km → Nord(nordost)ausläufer des Häuschen (Eifel) |
| Schartenhöhe | 200 m ↓ Buchholz[1] |
| Geographische Lage | 50° 40′ 56″ N, 7° 14′ 54″ O50.68222222227.24833333333460Koordinaten: 50° 40′ 56″ N, 7° 14′ 54″ O |
Der Große Ölberg (auch: Oelberg) ist mit 460 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Berg im Siebengebirge. Er befindet sich auf dem Stadtgebiet von Königswinter nahe dem Ortsteil Ittenbach sowie südlich eines Nebengipfels mit dem Namen Kleiner Ölberg (331,7 m ü. NN).
Aufgrund des Sendemastes auf seinem Gipfel ist er heute bereits von weitem, beispielsweise von der Bundesautobahn 3, zu sehen und wird so, auch wegen seiner Höhe, von den anderen Bergen gut unterscheidbar. Auf dem Gipfel gibt es eine Gaststätte mit Aussichtsterrasse, welche einen sehr guten Blick in das Siebengebirge sowie in die Hocheifel mit der Hohen Acht und in Richtung Westen bietet.
Inhaltsverzeichnis |
Der Große Ölberg hieß ursprünglich Ma(e)lberg, wobei das e keinen Umlaut ausdrückt, sondern Dehnungs-e ist. Zum ersten Mal wurde der Gipfel in einem Verpfändungsprotokoll von 1407 erwähnt, in dem die Ortsangabe „an dem Maelberg geleygen“ vorkommt.[2] In Beschreibungen des Siebengebirges wurde der Ölberg teilweise noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts „Ma(h)lberg“ genannt. „Mal“ bedeutet in diesem Zusammenhang „auffälliges Zeichen“ (wie in „Denkmal“, „Muttermal“). Der Berg ist also nach seiner Funktion als markante Landmarke benannt, denn er kennzeichnete das Grenzgebiet zwischen dem Kurkölnischen und dem Löwenburgischen Bannbezirk.[3]
Mundartlich wurde der Name „Malberg“ wie „Mohlberg“ ausgesprochen. Außerdem wurde der Berg meistens in Verbindung mit Präpositionen genannt, man sagte also „am“, „beim“ oder „aufm Mohlberg“. Dadurch war das „M“ am Beginn des Namens nicht mehr hörbar und es kam schließlich zu der falschen Konsonantenablösung „am / beim / aufm Ohlberg“.[4] So ist seit der Mitte des 17. Jahrhunderts vom „Ohleberg“ oder „Oelberg“ die Rede und erst seit Ende des 18. Jahrhunderts häufiger auch vom „Ölberg“[5], d. h. erst zu dieser Zeit begann man das Dehnungs-e als Umlaut misszuverstehen. Heute sind die Schreibweisen „Ölberg“ und „Oelberg“ etwa gleich häufig, auch wenn „Oelberg“ sprachgeschichtlich eher korrekt ist.
Weil die Entstehung des Bergnamens nicht immer bekannt war, kam es teilweise zu falschen Spekulationen. Ernst Moritz Arndt schrieb 1843 in einem Aufsatz, er nenne den Berg „Auelberg“, weil er hier im Mittelalter den Auelgau vorfinde.[6] Diese Behauptung führt teilweise heute noch zu der falschen Angabe, der Große Ölberg habe früher Auelberg geheißen, obwohl diese erst im 19. Jahrhundert erfundene Namensform nirgends historisch zu belegen ist.[7] Es wurde auch die These aufgestellt, Zisterziensermönche aus Heisterbach hätten den Maelberg nach dem Ölberg in Jerusalem umbenannt[8]; eine solche gezielte Umbenennung ist jedoch ebenfalls nicht nachweisbar.
Der Große Ölberg wird aufgrund seiner Nähe zur Bundesstadt Bonn als Standort mehrerer[9] multimedialer Sendeanlagen genutzt. Am Nordwesthang befanden sich bis zum 8. November 2004 Antennen zur Übertragung von analogen Fernsehsignalen (ZDF, VOX und WDR Fernsehen). Seit der Umstellung auf das digitale terrestrische Fernsehen DVB-T wird die Fernsehversorgung in der Region Bonn ausschließlich über den Rundfunksender Bonn-Venusberg gewährleistet, wodurch die Anlage auf dem Großen Ölberg obsolet wurde. Ein weithin sichtbarer Betonmast auf dem Berggipfel beherbergt einen UKW-Radiosender (Radio Bonn/Rhein-Sieg) und mehrere Mobilfunksender. Um den Berggipfel verteilt existieren zudem Plattformen für Richtfunkantennen.
Folgende Radioprogramme werden ausgestrahlt: (Stand: November 2010)[10]
| Frequenz (in MHz) |
Programm | RDS PS | RDS PI | Regionalisierung | ERP (in kW) |
Antennendiagramm rund (ND)/gerichtet (D) |
Polarisation horizontal (H)/vertikal (V) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 99,9 | Radio Bonn/Rhein-Sieg | _BONN/SU | D47C | - | 0,5 | D | H |
Davor, zu Analog-TV-Zeiten, wurden lange Zeit folgende Fernsehsender ausgestrahlt:
| Kanal | Frequenz (MHz) |
Programm | ERP (kW) |
Sendediagramm rund (ND)/ gerichtet (D) |
Polarisation horizontal (H)/ vertikal (V) |
|---|---|---|---|---|---|
| 26 | 511,25 | ZDF | 81 | D | H |
| 34 | 575,25 | VOX | 1,6 | D | H |
| 49 | 695,25 | WDR Fernsehen (Köln) | 65 | D | H |
Sie wurden bereits im Zusammenhang mit der DVB-T-Einführung im Großraum Köln/Bonn[11] bzw. im Ruhrgebiet[12] am 8. November 2004 abgeschaltet. Der Sender für das ZDF wurde bereits am 24. Mai 2004 abgeschaltet.[13]
Großer Ölberg | Löwenburg | Lohrberg | Nonnenstromberg | Petersberg | Wolkenburg | Drachenfels