Grob-Werke
Die Grob-Werke GmbH & Co. KG ist die Holdinggesellschaft der Grob Group. Es handelt sich um ein deutsches Unternehmen, das im Bereich Werkzeugmaschinen tätig ist.
WerkzeugmaschinenDas Unternehmen hat neben dem Stammwerk Mindelheim Produktionsstätten in Bluffton (Ohio) (USA) und São Paulo (Brasilien) und stellt Bearbeitungszentren und Montageeinrichtungen sowie Verkettungssysteme für Produktions- und Montagelinien her. Spezialität ist die Planung und Erstellung kompletter Fertigungsanlagen für Motoren, Fahrzeuggetrieben, Einspritzpumpen und Ähnliches. Damit ist Grob Ausrüster der Automobilindustrie und deren Zulieferer weltweit. UnternehmensstrukturDie Grob-Werke bestanden bis 2006 aus den unabhängigen Unternehmensbereichen Werkzeugmaschinen und Luft- und Raumfahrt. Der Unternehmensbereich Luft- und Raumfahrt wurde 2006 verkauft und firmiert seitdem als Grob Aerospace GmbH. Die Grob-Werke GmbH & Co. KG sind heute nicht mehr im Bereich Luft- und Raumfahrt tätig. Der Standort Mindelheim ist seit 1976 Stammwerk der Grob-Werke und damit auch Stammsitz. GeschichteDie Grob-Werke wurden 1926 von Dr. Ernst Grob in München gegründet. Seit 1952 leitete dann Dr. Burkhart Grob die Firma. Zunächst konzentrierte man sich auf die Produktion von Verbrennungsmotoren und Werkzeugmaschinen. 1956 wurde das erste ausländische Werk in São Paulo (Brasilien) gegründet. 1968 wurde das Werk in Mindelheim errichtet, dort begann die Herstellung von Transferstraßen. Ab 1971 begann der Lizenzbau von mehr als 200 Segelflugzeugen vom Typ Cirrus. Ab 1973 wurde dann mit der Fertigung des ersten eigenen Flugzeugs begonnen, dem G 102 Astir, der eine ganze Familie von ein- und zweisitzigen Schul-, Strecken- und Kunstflugseglern begründete. 1974 wurde das Flugzeugwerk in Mattsies in der Nähe von Mindelheim gegründet. Der Standort München wurde 1976 aufgegeben. Anfang der 1980er Jahre begann bei Grob Luft- und Raumfahrt die Fertigung von motorgetriebenen Luftfahrzeugen, deren erstes der Reise-Motorsegler G 109A war. Ein Problem war die geringe Leistung der damals zur Verfügung stehenden Triebwerke, die einerseits zur Entwicklung des Grob 2500 Motors mit 90 PS führte, der im ab 1983 gebauten G 109B zum Einsatz kam. Andererseits gab es auch zahlreiche andere Weiterentwicklungen durch externe Firmen (wie z. B. die Firma Korff) mit bis zu 130 PS starken Motoren, die auch zum kostengünstigen Flugzeugschlepp-Start von Segelflugzeugen geeignet sind. Im Jahr 1993 wurde die Verwicklung der Firma Grob in die sogenannte Amigo-Affäre publik. In diesen behaupteten Bestechungsskandal war u.a. Max Streibl, der damalige Ministerpräsident von Bayern und Freund von Burkhart Grob, verwickelt. Max Streibl wurde vorgeworfen, sich unrechtmäßigerweise beim Bundesministerium der Verteidigung für den Zuschlag des Auftrages für das EloKa-System LAPAS an die Firma Grob eingesetzt zu haben. Des Weiteren soll Streibl beim Bundesministerium für Forschung und Technologie und der Landesanstalt für Aufbaufinanzierung hohe Fördermittel für Grob erschlichen haben. Diese Vorwürfe sind bis heute unbewiesen. Zuvor hatte Grob zwei Urlaubsreisen von Streibl nach Brasilien und Kenia finanziert sowie ihm Parteispenden zukommen lassen. Als Folge der sogenannten Amigo-Affäre trat Max Streibl aufgrund des parteiinternen und öffentlichen Drucks 1993 zurück. Im Jahr 2006 wurde der Unternehmensbereich Luft- und Raumfahrt an die schweizerische Executive Jet Investments AG (heute: Grob Aerospace AG) veräußert. Das eigenständige Unternehmen Grob Aerospace GmbH wird seitdem von den neuen Eigentümern geführt und hat nichts mehr mit den Grob-Werken zu tun. Im August 2008 stellte das Management der heutigen Grob Aerospace GmbH auf Grund von Zahlungsunfähigkeit beim zuständigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag[1]. Bis Ende Oktober desselben Jahres konnte die Produktion aufrecht erhalten werden, danach mussten die Mitarbeiter freigestellt werden[2]. Ende Januar 2009 übernahm H-3 Aerospace mit Hilfe der Fortius Mittelstandskapital AG das Trainingsflugzeug- und Wartungsgeschäft und führt es seitdem als Grob Aircraft AG weiter[3][4][5], woraufhin am 1. Februar die Produktion wieder aufgenommen wurde[2]. Standorte
Flugzeugtypen
Einzelnachweise
Weblinks |
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