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| Bergwerk von Courrières | |||
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| Abbau von | Steinkohle | ||
| Abbautechnik | Untertagebau | ||
| Größte Tiefe | 400 m | ||
| Betreibende Gesellschaft | Compagnie des mines de Courrières | ||
| Geographische Lage | |||
| Koordinaten | 50° 24′ 56″ N, 2° 53′ 52″ O50.41555555562.89777777778Koordinaten: 50° 24′ 56″ N, 2° 53′ 52″ O | ||
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| Gemeinde | Courrières | ||
| Bundesland | Pas-de-Calais | ||
| Staat | Frankreich | ||
Das Grubenunglück von Courrières im nordfranzösischen Département Pas-de-Calais ereignete sich am 10. März 1906. Mit 1.099 Toten war es die größte Bergwerkskatastrophe Europas.[1] Betreiber des Bergwerks war die Compagnie des mines de Courrières.
Inhaltsverzeichnis |
Rund 1.800 Bergleute arbeiteten untertage in den Schächten Auguste Lavors, Lavaleresse und Sainte-Barbe in etwa 300 bis 400 m Tiefe, als gegen 6:30 Uhr morgens eine gewaltige Kohlenstaubexplosion die Grube erschütterte. Die genaue Ursache der Explosion blieb ungeklärt. Durch die Gewalt der Explosion wurden Fördertürme und Schächte beschädigt. Durch das Ausmaß der Katastrophe waren die lokalen Hilfskräfte überfordert und es wurden Rettungsmannschaften von auswärts angefordert.
Die Rettungsmaßnahmen für die unter Tage eingeschlossenen Bergleute kamen nur stockend voran. Insgesamt konnten etwa 600 Bergleute gerettet werden. Viele von ihnen hatten schwere Verbrennungen und Gasvergiftungen erlitten. Die Bergleute kamen zum überwiegenden Teil aus den umliegenden Siedlungen Billy-Montigny, Sallaumines, Méricourt und Noyelles-sous-Lens.
Bei den Begräbnissen kam es zu Protestkundgebungen gegen die Betreibergesellschaft, die beschuldigt wurde, bewusst die Öffnung der blockierten Schächte zu verzögern, um damit die Lagerstättenverluste einzugrenzen. 13 Überlebende (rescapés) wurden noch 20 Tage nach der Explosion am 30. März gerettet, ein letzter Überlebender sogar noch am 4. April gefunden.
Auf Initiative des Bergmeisters Konrad Engel, Geschäftsführer des Vereins für bergbauliche Interessen im Oberbergamtsbezirk Dortmund, brach auch eine deutsche Rettungsmannschaft von 25 Grubenwehrmännern von den Zechen Shamrock und Rheinelbe der Bergwerksgesellschaft Hibernia unter der Leitung des Bergwerkdirektors Georg Albrecht Meyer am Abend des 11. März nach Frankreich auf.[2] Sie drangen mit Hilfe von Atemgeräten in die Gasschwaden vor, konnten aber nur Tote bergen.
Der Einsatz der deutschen Bergleute wurde unter anderem durch den französischen Sozialistenführer Jean Jaurès gelobt und fand weltweite Beachtung, da die Beziehungen zwischen der französischen 3. Republik und dem Deutschen Reich wenige Jahre vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges sehr angespannt waren.
Die erste Verfilmung Le Feu à la mine fand 1911 statt. Vor dem Hintergrund der Völkerbundidee thematisierte Georg Wilhelm Pabst im Jahre 1931 die internationale Solidarität mit dem Film Kameradschaft.
Liste von Unglücken im Bergbau