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| Basisdaten | |
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| Großregion: | Südchina |
| Autonomes Gebiet: | Guangxi |
| Status: | bezirksfreie Stadt |
| Untergliederung: | Stadtbezirke, Kreise, Autonome Kreise |
| Einwohner: | ca. 4,92 Mio. (2003) |
| Fläche: | 27.797 km² |
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Guilin (桂林市,Pinyin: Guìlín shì; Zhuang: Gveilin, ältere Schreibweise: Kweilin) ist eine bezirksfreie Stadt in der Volksrepublik China.
Guilin liegt im Nordosten des Autonomen Gebiets Guangxi der Zhuang-Nationalität im Südosten Chinas an den Ufern des Li Jiang (Li-Fluss). Die chinesischen Schriftzeichen des Namens Guilin bedeuten „Stadt des Duftblütenwalds“; der Name bezieht sich auf die große Anzahl von Osmanthus-Bäumen in der Stadt. Die Stadt ist in einer beeindruckenden Landschaft zwischen Hügeln erbaut.
| Guilin | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm (Erklärung) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Stadt Guilin setzt sich aus fünf Stadtbezirken, zehn Kreisen und zwei Autonomen Kreisen zusammen:
Beim Zensus im Jahre 2000 wurden in Guilin 4.614.670 Einwohner der Großgemeinde gezählt. Die Stadt Gulin selbst hat lediglich etwas über 500.000 Einwohner. Allerdings werden seit 2009 am Stadtrand Neubaugebiete errichtet, die einen erheblichen Anstieg der Stadtbevölkerung erwarten lassen.[Anmerkung 1]
| Name des Volkes | Einwohner | Anteil |
|---|---|---|
| Han | 3.887.657 | 84,25 % |
| Yao | 375.902 | 8,15 % |
| Zhuang | 216.950 | 4,7 % |
| Miao | 58.951 | 1,28 % |
| Dong | 48.166 | 1,04 % |
| Hui | 17.550 | 0,38 % |
| Manju | 1.805 | 0,04 % |
| Mulam | 1.585 | 0,03 % |
| Mongolen | 1.190 | 0,03 % |
| Sonstige | 4.914 | 0,11 % |
Die Landschaft um Guilin entstand, als vor 200 Millionen Jahren das Urmittelmeer durch tektonische Erhebung des Meeresbodens zurück wich und die übrig bleibenden Berge langsam erodierten.
Die Geschichte Guilins lässt sich etwa 2.100 Jahre zurückverfolgen. In den Quellen wird die Region zum ersten Mal in der Qin-Dynastie erwähnt. Um den Nachschub der Truppen zu gewährleisten, ließ Qin Shihuangdi einen Kanal vom Jangtsekiang in die Gegend von Guilin bauen. Der 34 Kilometer lange Lingqu-Kanal verband den Xiang-Fluss mit dem Li-Fluss.
Eine Verwaltungseinheit an der Stelle des heutigen Guilin wird zum ersten Mal im Jahr 111 v. Chr. (Jahr 6 der Herrschaft des Kaisers Wu der Han-Dynastie) erwähnt, damals als Landkreis Shi.
Von der Song- bis zur Qing-Dynastie war Guilin das kulturelle Zentrum von Guangxi.
Nach der Niederwerfung der Ming durch die Mandschu ließ sich der Ming-Prätendent Zhu Youlang (朱由榔) als Yongli-Kaiser (永曆, Kaiser der immerwährenden Erfahrung) der südlichen Ming-Dynastie in Guilin nieder, bevor er mit seinem Hofstaat nach Burma floh.
1914 wurde der Sitz der Provinzregierung von Guilin nach Nanning verlegt.
Guilin besitzt mehrere Hochschulen, darunter die Guangxi Normal University,[1] ursprüngliche eine Lehrerbildungsanstalt, die Guilin Medical Academy als medizinische Hochschule sowie mehrere Spezialhochschulen, u.a. des Guilin Institute of Tourism,[2] eine Militärakademie sowie die mit einer Fachhochschule vergleichbare Universität für Elektrotechnik.[3]
Guilin ist wegen seiner Karstberge und der unzähligen Grotten ein beliebtes Urlaubsziel in China. Hier schlängeln sich neben dem Li-Fluss mehrere Seitenarme, Nebenflüsse und Kanäle durch die Stadt, die von einem ganzen Gürtel von Bergen mit bizarren Felsformationen umgeben ist.
Etwa 50 km südlich liegt die Kleinstadt Yangshuo, zu der von Guilin aus Flussfahrten auf speziellen Schiffen mit sehr geringem Tiefgang angeboten werden. In der Hauptreisezeit machen täglich bis zu etwa 10.000 Touristen die gut vierstündige Fahrt (Stand 2007). Die Fahrt und die Umgebung von Yangshuo bieten eine ähnliche Berglandschaft wie Guilin selber, die allerdings noch eindrucksvoller ist. Ebenso ist es auch möglich, mit dem Bus bis Yangshuo zu fahren und von dort aus eine verkürzte Flussfahrt (ca. 2 Stunden) durchzuführen. Hier werden die sehenswertesten Bereiche mit dem Schiff angefahren.
Die größte und beeindruckendste Höhle von Guilin ist die Schilfrohrflötenhöhle (Ludi Yan), die sich im Berg des Lichts nordwestlich der Stadt befindet. Sie hat ihren Namen von dem Schilfrohr, das am Eingang der Höhle wächst und aus dem man Flöten anfertigen kann. In der 240 m tiefen Tropfsteinhöhle bahnt sich der Besucher seinen 500 m langen Weg durch ein Meer von Stalaktiten und Stalagmiten. Eine Grotte, die „Kristallpalast des Drachenkönigs“ genannt wird, fasst 1.000 Menschen. Die farbige Beleuchtung ist zwar eindrucksvoll, aber es wird dadurch auch der Moos- und Algenbewuchs gefördert.
Der Elefantenrüsselberg (Xiangbishan, 象鼻山) steht am Zusammenfluss des Yangjiang und des Li Jiang. Er ähnelt einem Elefanten beim Wassertrinken und ist das Symbol der Stadt Guilin. Im vorderen Teil des Elefantenrüsselberges befindet sich eine Pagode. Laut einer Sage wurde hier ein Elefant beim Wassertrinken erstochen (durch die Pagode).
Der Gipfel der Einzigartigen Schönheit (Duxiu Feng) liegt mitten in der Stadt auf dem Campusgelände der pädagogischen Hochschule Guangxi. Von oben hat man einen Panoramablick über den Li-Fluss und die umliegenden Berge.
Der Park der Sieben Sterne (Qixinggongyuan, 七星公园) liegt in der Stadt Guilin. Er hat seinen Namen von den sieben Bergen, die dem Sternbild des Großen Bären ähneln. Im Park befindet sich ein kleiner Zoo, Blumenbeete sowie Spielmöglichkeiten für Kinder. Weiter gibt es hier noch eine Tropfsteinhöhle zu besichtigen. Als außergewöhnliche Attraktion der Kamelberg (Lotoshan) − eine Felsgruppierung in Form eines Kamels.
Die Gesteinsschichten des Berges der farbigen Schichten (Diecaishan) erinnern an einen Stapel verschiedenfarbiger Seidenbänder.
Der Berg Fubo (Fuboshan) ist ein einzelner Gipfel, der unvermittelt aus der Ebene empor steigt. Er ragt in den Li-Fluss hinein und blockiert so die Wellen. Fubo ist der Name eines Generals der Han-Dynastie, der einmal diesen Berg besuchte. Fubo bedeutet aber auch: „die Wellen blockieren“.
Der Li-Fluss (Lijang) entspringt am Katzenberg im Nordosten von Guangxi und fließt durch Guilin. Die malerische 40 km lange Strecke zwischen Guilin und Yangshuo wird von zahlreichen Touristenschiffen befahren. Direkt am Fluss zwischen beiden Städten, gibt es noch eine größere Höhle (Crown Cave) zu bewundern. Die meisten der Touristenschiffe machen hier Halt, um den Touristen das Besichtigen der Höhle zu ermöglichen. Die Höhle zeichnet sich durch ihr Größe und ihre Vielfalt von Tropfsteinen aus. Unter anderem wird ein Teil der Höhle mit einem Boot befahren. Auf dem Li-Fluss im Bereich von Yangshuo können einheimische Kormoranfischer beobachtet werden.
Im Nordosten der Stadt befinden sich Königsgräber aus der Ming Zeit. Die dazu gehörigen Gebäude und Gebilde sind recht gut erhalten und vom Tourismus fast gar nicht frequentiert.
Etwa 100 km entfernt von der Stadt Guilin befinden sich in einem überwiegend von der Yao-Minderheit bewohnten Gebiet die Reisterrassen von Longsheng.
Die Zhongshanlu ist die Einkaufsstraße von Guilin. Neben Kaufhäusern befinden sich hier auch mehrere Läden und Boutiquen. Abends werden einige Seitenstraßen der Zhongshanlu für den Verkehr gesperrt. Hier werden dann an Marktstände Souvenirs, Kleidungsstücke aber auch andere Artikel wie Spielzeug oder Obst und Gemüse angeboten. Direkt an der Zhongshanlu befindet sich ein großer Platz mit einer Freilichtbühne. Hier finden im Sommer des Öfteren Vorstellungen aber auch Freilichtausstellungen statt. Direkt daneben befindet sich das Lijang Waterfall Hotel, an welchem gelegentlich abends auch Lichtspielereien und der vom Hoteldach herunterkommende Wasserfall bestaunt werden können.
Guilin in Guangxi
25.2705555556110.291944444Koordinaten: 25° 16′ N, 110° 18′ O