Guizhou
Gùizhōu (chin. 貴州 / 贵州,
Administrative GliederungDie Provinz Guizhou ist in vier bezirksfreie Städte, zwei Regierungsbezirke und drei Autonome Bezirke unterteilt:
Ethnische MinderheitenIn Guizhou gibt es 15 verschiedene autochthone ethnische Minderheiten. Zu ihnen gehören die Völker der Yao, Miao, Yi, Qiang, Dong, Zhuang, Bouyei, Bai, Tujia, Gelao und Sui. Zusammen machen sie 37 % der Bevölkerung aus und haben auf 55 % der Fläche regionale Autonomie. Hier sind besonders die drei Autonomen Bezirke im Süden der Provinz zu nennen: Qiannan, Qianxi'nan und Qiandongnan. Die ethnischen Minderheiten leben traditionell in den Bergen, wohin sie sich beim Vordringen der Han-Chinesen zurückgezogen haben. KlimaDas Klima ist subtropisch-feucht mit unscharfen Jahreszeit-Kontrasten. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 15 °C und der durchschnittliche Jahresniederschlag liegt bei 900 mm–1500 mm. Guizhou ist an 220 Tagen im Jahr bewölkt und damit die Provinz mit den meisten Wolkentagen. Der Name der Provinzhauptstadt Guiyang bedeutet „wertvoller Sonnenschein“.
GeographieHier befindet sich mit dem Huangguoshu-Wasserfall der größte Wasserfall Asiens. Die ausgeprägte Karstlandschaft ist zentrales Siedlungsgebiet der Bouyei. Über 73 % der Fläche sind anstehender Kalkstein. Die Bodenbeckung der Karstformationen ist nur gering. Im Kalkstein finden sich zahlreiche Höhlen und unterirdische Flüsse. GeschichteGuizhou kam vor 2000 Jahren unter chinesische Herrschaft. Die Gründung der Provinz erfolgte 1413. Die Einwanderung von Han-Chinesen vollzog sich ab dem 18. Jahrhundert. Nach dem Sturz des Kaiserreichs und des damit beginnenden Zusammenbruchs der Zentralgewalt beherrschten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Warlords die Provinz. Um 1920 dominierte Lin Hsien-shih, um 1926 kontrollierte der die Nachbarprovinz Yunnan beherrschende General Tang Chi-yao auch Guizhou. 1935 fand in Zunyi die Zunyi-Konferenz statt. Erst danach konnte sich die Kuomintang-Nationalregierung durchsetzen. Im Zweiten Weltkrieg flüchteten zahlreiche Kaufleute, Beamte und Intellektuelle vor den Japanern hierher; sie spielten für die Entwicklung nach dem Krieg eine bedeutende Rolle. WirtschaftMehrere Millionen Menschen leben unterhalb der offiziellen Armutsgrenze, darunter ein großer Anteil der Angehörigen nationaler Minderheiten. Fast alle neuen Arbeitsplätze und Privatgeschäfte wurden von Zuwanderern aus Sichuan eingenommen.Das wirtschaftliche Zentrum der Provinz ist die Hauptstadt Guiyang. Dank des milden Klimas ist die Landwirtschaft in Guizhou gut entwickelt. Die Hauptanbauprodukte sind Reis, Mais, Kartoffeln, Tabak und Zuckerrohr. Die Provinz produziert eine große Anzahl verschiedener Heilkräuter und ist eines von vier großen Heilkräuter-Anbaugebieten in China. Guizhou weist eine Vielzahl an Bodenschätzen auf. Die Provinz hat die bedeutendsten Quecksilbervorkommen Chinas. Die Vorräte an Bauxit, Phosphor, Mangan, Antimon und Kohle sind mit die bedeutendsten im Land. In der Industrie dominieren deswegen Zweige wie Bergbau, Hüttenindustrie, Buntmetallindustrie, Chemie und Maschinenbau. Die Nahrungsmittel- und Tabakindustrie sind weitere wichtige Branchen. Am bekanntesten ist jedoch der Maotai-Schnaps. Die Wirtschaft in Guizhou ist insgesamt trotz der reichen Rohstoffvorkommen und der günstigen Lage im Land schwach entwickelt. So betrug das BIP pro Kopf 2002 (laut CHINA aktuell 8/2004) 3153 Yuan (ca. 295 €) und war somit das mit Abstand niedrigste aller Provinzen Chinas. Mit verantwortlich dafür dürften die schwierigen geographischen Verhältnisse sein, die eine wirtschaftliche Erschließung erschweren. Im Zuge der stark gestiegenen Rohstoffnachfrage für die chinesische Industrie wurde der Abbau intensiviert und im Zuge dessen stieg das BIP pro Kopf 2006 (laut einer Broschüre der Provinzregierung vom Herbst 2007) auf 5750 Yuan (ca. 537 €). Die Regierung ist zunehmend bestrebt, Guizhou wirtschaftlich zu entwickeln. So soll die Verkehrsinfrastruktur verstärkt ausgebaut werden. Ein gutes Entwicklungspotenzial wird im Fremdenverkehr gesehen. Die dafür nötige Verkehrsinfrastruktur ist großenteils bereits vorhanden. Weblinks
26.863281107.094727 Koordinaten: 27° N, 107° O
Provinzen: Anhui | Fujian | Gansu | Guangdong | Guizhou | Hainan | Hebei | Heilongjiang | Henan | Hubei | Hunan | Jiangsu | Jiangxi | Jilin | Liaoning | Qinghai | Shaanxi | Shandong | Shanxi | Sichuan | Taiwan (beansprucht, nicht kontrolliert) | Yunnan | Zhejiang Autonome Gebiete: Guangxi | Innere Mongolei | Ningxia | Xinjiang | Tibet Regierungsunmittelbare Städte: Peking | Chongqing | Shanghai | Tianjin Bezirksebene Guizhous
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