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Höhenfeuer (Film)

Filmdaten
Deutscher TitelHöhenfeuer
OriginaltitelHöhenfeuer
ProduktionslandSchweiz
OriginalspracheSchweizerdeutsch
Erscheinungsjahr1985
Länge114 Minuten
Stab
RegieFredi M. Murer
DrehbuchFredi M. Murer
ProduktionBernard Lang, Rex-Film
MusikMario Beretta
KameraPio Corradi
SchnittHelena Gerber
Besetzung
  • Thomas Nock: Bueb
  • Johanna Lier: Belli
  • Dorothea Moritz: Mutter
  • Rolf Illig: Vater
  • Tilli Breidenbach: Grossmutter
  • Jörg Odermatt: Grossvater

Höhenfeuer ist der bekannteste Film des Schweizer Filmemachers Fredi M. Murer aus dem Jahr 1985.

In langsamen und kraftvollen Bildern und mit knappen Dialogen erzählt Murer die Geschichte einer isoliert lebenden Familie, die in ihrer Konsequenz an eine griechische Tragödie erinnert.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Auf einem abgelegenen Bauernhof in der Zentralschweiz lebt eine Bergbauernfamilie: Vater, Mutter, Tochter Belli sowie der seit Geburt gehörlose Sohn Bueb, beide jugendlich. Belli wäre gerne Lehrerin geworden, muss aber ihren Bruder unterrichten. Auf der gegenüberliegenden Talseite wohnen die Eltern der Mutter, kommuniziert wird mit dem Feldstecher und einem einfachen Zeichensystem. Nachbarn gibt es keine.

Als Strafe für eine im jugendlichen Übermut begangene Tat wird der Bueb vom Vater auf eine hoch gelegene Alp verbannt, die er zu seinem eigenen Reich ausbaut. Als ihn dort seine Schwester besucht, werden sie zum Liebespaar.

Der Bueb kommt wieder auf den Hof zurück, sucht und findet wieder die Nähe seiner Schwester. Als Bellis Schwangerschaft offensichtlich wird, kommt es zur Katastrophe: Der Vater stirbt von der Hand des Buben, die Mutter folgt ihm nach. Belli und der Bueb legen die toten Eltern in ein Grab im Schnee, hängen als Nachricht für die Grosseltern ein russgeschwärztes Leintuch vors Haus, beziehen das Elternbett und übernehmen die seit Jahrhunderten gleich gebliebenen Arbeiten auf dem Hof.

Bewertung

Murer stellt einen Bezug zur antiken Tragödie her. Er habe auch immer den Himmel wegkadriert, die Bergspitzen weggeschnitten und sich damit der Schokoladenbildhaltung entgegengesetzt. In einer Einstellung erhebt sich der Bauernhof wie eine Insel aus einem Meer von Wolken, zu der Murer sagt, diese Geschichte könnte sich zwischen Island und Japan überall ereignen. [1]

Erfolge

Einzelnachweise

  1. Wolfram Knorr: Geschwisterliebe in der Archaik der Wirklichkeit ; Otto Reiter: Interview mit Fredi M. Murer Viennale 16./17. März 1986 ; beides in: Stadtkino Wien Programm Nr.90

Weblinks

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