|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
| SpringmÀuse | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| WĂŒstenspringmaus (Jaculus jaculus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Dipodidae | ||||||||||||
| Fischer 1817 |
Die SpringmÀuse (Dipodidae) sind eine Familie der Nagetiere, die sich durch verlÀngerte Hinterbeine auszeichnet.
Inhaltsverzeichnis |
Alle Arten haben verlĂ€ngerte Hinterbeine, doch der Grad dieser VerlĂ€ngerung ist sehr unterschiedlich. Die HĂŒpfmĂ€use haben noch groĂe Ăhnlichkeit mit Echten MĂ€usen, wohingegen eine WĂŒstenspringmaus nach Art eines KĂ€ngurus auf krĂ€ftigen Hinterbeinen springt. Die KopfrumpflĂ€nge liegt zwischen 4 und 26 cm, hinzu kommen 7 bis 30 cm Schwanz. Der Schwanz ist immer lĂ€nger als Kopf und Rumpf zusammen. Als nachtaktive Tiere haben SpringmĂ€use auffĂ€llig vergröĂerte Augen und Ohren.
Das Verbreitungsgebiet reicht von Mitteleuropa und Nordafrika ĂŒber die gemĂ€Ăigten und ariden Zonen Asiens bis nach China. AuĂerdem gibt es SpringmĂ€use, wenn auch mit sehr wenigen Arten, in Nordamerika.
Die HĂŒpfmĂ€use leben nach MĂ€useart in WĂ€ldern und Buschland. Sie laufen auf vier Beinen. Wenn sie flĂŒchten, können sie bis zu 2 m lange SĂ€tze vollfĂŒhren. Nachts suchen sie nach Beeren, Samen und Insekten. TagsĂŒber verkriechen sie sich im Unterholz oder graben kleine Tunnel.
Dagegen sind die echten SpringmĂ€use gröĂere Tiere, die an aride Regionen der Alten Welt angepasst sind. Nach KĂ€nguruart können sie auf ihren Hinterbeinen bis zu 3 m weit springen. Der lange Schwanz hilft beim Halten des Gleichgewichts. Auch in der normalen Fortbewegung benutzen die SpringmĂ€use meistens nur ihre Hinterbeine. Im Gegensatz zu den HĂŒpfmĂ€usen bauen sie ausgedehnte Tunnelsysteme, die sie tagsĂŒber verschlieĂen, um die Hitze auĂen und die Feuchtigkeit innen zu lassen.
In Nordamerika, wo es nur HĂŒpfmĂ€use und keine âechtenâ SpringmĂ€use gibt, haben sich als Parallelentwicklung die nicht verwandten, aber Ă€hnlichen KĂ€ngururatten herausgebildet.
Dass die SpringmĂ€use monophyletisch sind, wird nicht angezweifelt. Dennoch werden sie gelegentlich in mehrere Familien aufgeteilt. Grzimeks Tierleben stellt die den Echten MĂ€usen Ă€hnlichen Formen in eine Familie der HĂŒpfmĂ€use (Zapodidae) und nur die kĂ€nguruartig auf den Hinterbeinen springenden Formen zu den SpringmĂ€usen (Dipodidae). Shenbrot unterschied 1992 sogar vier Familien, und mehrere Autoren haben wiederum andere Unterteilungen vorgenommen. Die hier vorgenommene Zusammenfassung zu einer Familie und Teilung in sieben Unterfamilien folgt Wilson & Reeder. Dabei stehen entweder die Sicistinae oder die Zapodinae an der Basis der SpringmĂ€use.