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| Humanes Immundefizienz-Virus | ||||||||
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HI-Viren im TEM | ||||||||
| Systematik | ||||||||
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| Taxonomische Merkmale | ||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||
| Human immunodeficiency virus (engl.) | ||||||||
| Taxon-Kurzbezeichnung | ||||||||
| HIV-1, HIV-2 | ||||||||
| Links | ||||||||
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Das Humane Immundefizienz-Virus (englisch human immunodeficiency virus), zumeist abgekĂŒrzt als HIV oder auch bezeichnet als Menschliches ImmunschwĂ€che-Virus oder Menschliches Immundefekt-Virus, ist ein Virus, das zur Familie der Retroviren und zur Gattung der Lentiviren gehört. Eine Ansteckung fĂŒhrt nach einer unterschiedlich langen, meist mehrjĂ€hrigen Inkubationszeit zu AIDS (engl. acquired immunodeficiency syndrome âerworbenes Immundefizienzsyndromâ), einer derzeit noch unheilbaren ImmunschwĂ€chekrankheit.
Die Verbreitung von HIV hat sich in den letzten 25 Jahren zu einer Pandemie entwickelt, die nach SchĂ€tzungen der Organisation UNAIDS bisher etwa 25 Millionen Leben gefordert hat. Etwa 33,4 Millionen Menschen sind weltweit mit dem Virus infiziert, wobei die Verteilung auf beide Geschlechter in etwa gleich ist. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt seit 1996 stetig und lag 2008 bei 2,7 Millionen Menschen.[1] In Deutschland leben etwa 73.000 Menschen mit HIV, davon 80,5 Prozent MĂ€nner und 200 Kinder. Im Jahr 2011 kam es nach ersten SchĂ€tzungen des Robert-Koch-Institutes zu 2700 neuen HIV-Infektionen. Seit Beginn der Epidemie sind in Deutschland etwa 27.000 Menschen an den Folgen einer HIV-Infektion verstorben. [2] In Ăsterreich infizierten sich 2005 insgesamt 453 Menschen mit HIV. In der Schweiz leben etwa 20.000 HIV-Infizierte und etwa 2700 AIDS-Kranke.[3]
Inhaltsverzeichnis |
HIV gehört zu den komplexen Retroviren, das heiĂt, sie besitzen neben den kanonischen retroviralen Genen gag, pol und env weitere regulatorische und akzessorische Leseraster, namentlich bei HIV-1 tat, rev, vif, vpu, vpr und nef.
Das Viruspartikel hat einen Durchmesser von etwa 100 bis 120 Nanometer und ist von einer LipoproteinhĂŒlle umgeben. Eingebettet in diese HĂŒlle sind pro Virion etwa 10 bis 15 (14±7) sogenannte Spikes (dt. Dornen), ca. 10 Nanometer groĂe env-Glykoproteinkomplexe; die Dichte der Spikes ist somit recht niedrig, hĂ€tten doch 73±25 dieser FortsĂ€tze auf der OberflĂ€che eines HIV-Partikels Platz. Ein HIV-Spike besteht aus zwei Untereinheiten: Je drei MolekĂŒle des externen OberflĂ€chen-(engl. surface)-Glykoproteins gp120 sind nicht-kovalent an drei MolekĂŒle des transmembranen HĂŒll-(engl. envelope)-Glykoproteins gp41 gebunden.[4][5][6][7] Gp120 ist fĂŒr die Bindung des Virus an die CD4-Rezeptoren der Zielzellen von entscheidender Bedeutung. Da die HĂŒlle des HI-Virus aus der Membran der Wirtszelle entsteht, befinden sich in ihr ebenfalls verschiedene Proteine der Wirtszelle, zum Beispiel HLA Klasse I und II MolekĂŒle sowie AdhĂ€sion<b />sproteine.
Mit der Innenseite der Membran sind die durch gag kodierten Matrixproteine assoziiert. Im Inneren des Virions findet sich das Viruskapsid (oder core), das aus den durch gag kodierten Kapsidproteinen aufgebaut ist. Im Kapsid findet sich, an die durch gag kodierten Nukleokapsidproteine assoziiert, das virale Genom (9,2 kb) in Form zweier Kopien der einzelstrĂ€ngigen RNA in Plusstrangorientierung. Ebenso befinden sich im Kapsid die Enzyme reverse Transkriptase (RT), Integrase sowie einige der akzessorischen Proteine. Die Protease ist maĂgeblich beteiligt an der Partikelbildung und findet sich daher im gesamten Partikel.
HIV ist die vom International Committee on Taxonomy of Viruses 1986 empfohlene Bezeichnung. Es ersetzt die ehemaligen Benennungen wie Lymphadenopathie-assoziiertes Virus (LAV), humanes T-Zell-LeukÀmie-Virus III (HTLV-III) oder AIDS-assoziiertes Retrovirus (ARV).
HIV Typ 1 wurde 1983 zum ersten Mal von Luc Montagnier und Françoise BarrĂ©-Sinoussi vom Institut Pasteur in Paris beschrieben.[8] In derselben Ausgabe des Journals Science veröffentlichte Robert Gallo, der Leiter des Tumorvirus-Labors am NIH, ebenfalls die Entdeckung eines Virus, das seiner Meinung nach AIDS auslösen könnte.[9] Er beschreibt in dieser Veröffentlichung jedoch die Isolierung von Humanen T-Zell-LeukĂ€mie-Viren Typ I (HTLV-1; kurze Zeit spĂ€ter auch von HTLV-2) bei AIDS-Patienten, die in seinen Proben zufĂ€llig neben dem HI-Virus vorlagen, und isolierte erst etwa ein Jahr spĂ€ter auch das HI-Virus. Dennoch beanspruchten sowohl Gallo und Montagnier jeweils die Erstentdeckung fĂŒr sich. Daraufhin folgte ein jahrelanger Rechtsstreit, bei dem es auch um das Patent fĂŒr den neu entwickelten HIV-Test ging. 1986 wurde HIV-2 entdeckt.
Die beiden Forscher Françoise BarrĂ©-Sinoussi und Luc Montagnier wurden 2008 fĂŒr die Entdeckung des HI-Virus mit dem Nobelpreis fĂŒr Medizin ausgezeichnet.[10]
Im Mai 2005 gelang einem internationalen Forscherteam erstmals der Nachweis, dass der Ursprung von HIV beim Affen liegt. Das Forscherteam nahm dazu in der Wildnis des zentralafrikanischen Kamerun 446 Kotproben freilebender Schimpansen. Etliche Proben wiesen Antikörper gegen Simianes Immundefizienz-Virus (kurz SIV; engl. Simian Immunodeficiency Virus) auf, die Schimpansenversion des HI-Virus, wie das Team im US-Fachjournal Science veröffentlichte. Zwölf Proben waren fast identisch mit dem HIV-1 bei Menschen. Das Team betonte, dass die Antikörper zuvor nur bei Schimpansen in Gefangenschaft nachgewiesen wurden. UrsprĂŒngliche Quelle des HI-Virus sind die Schimpansen jedoch nicht. Sie sollen sich im westlichen Zentralafrika mit SIV oder einem VorlĂ€ufer dieses Virusâ bei anderen Affenarten infiziert haben. Etwa im 20. Jahrhundert infizierten sich erstmals Menschen mit dem SIV, das anschlieĂend in deren Organismen zum AIDS verursachenden HIV mutierte. Damit hat der AIDS-Erreger bereits mindestens zweimal die Artengrenze ĂŒbersprungen, nĂ€mlich vom Affen zum Menschenaffen und anschlieĂend zum Menschen. Wie das Virus auf den Menschen ĂŒbertragen wurde, ist unklar. Man geht davon aus, dass JĂ€ger, die Affen gejagt und verspeist haben, mit dem Virus erstmals infiziert wurden.
Eine andere These war, dass ein Impfstoff gegen Poliomyelitis (KinderlĂ€hmung) im Jahre 1959 durch Affen, die das Virus trugen, verunreinigt worden sei. Nach dieser These wurden im ehemaligen Belgisch-Kongo Schimpansennieren zur Vermehrung des Impfstoffes verwendet und anschlieĂend Hunderttausende Menschen durch eine Schluckimpfung geimpft, wodurch SIV auf den Menschen ĂŒbertragen worden und zum HIV mutiert sei.[11][12][13] Allerdings zeigte eine Analyse der Mutationen, dass mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit der Ursprung des Stammes HIV-1 vor das Jahr 1930 zu datieren ist.[14] Im Februar 2000 wurde eine Probe der verteilten Schluckimpfungen gefunden und untersucht. In dieser zeigten sich weder Spuren von HIV noch von SIV.[15]
Der Àlteste anhand von Blutproben gesicherte Nachweis einer HIV-Infektion stammt aus Zaire (heutiges Kongo) und aus dem Jahre 1959.[16] Um 1966 soll das Virus nach Haiti und von dort aus 1969 in die USA gelangt sein.
Neuere Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass das HI-Virus schon um 1908 zum ersten Mal einen Menschen infiziert hat, wobei aufgrund neuester statistischer Analysen (sogenannte molekulare Uhr) das Zeitfenster fĂŒr das Erstauftreten mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Jahre zwischen 1902 und 1921 eingegrenzt werden kann.[17][18][19][20][21]
Es sind bisher zwei verschiedene Arten von HI-Viren bekannt, die als HIV-1 und HIV-2 bezeichnet werden. Die Homologie zwischen HIV-1 und HIV-2 betrÀgt auf AminosÀuresequenzebene nur etwa 45 bis 50 Prozent. Sie können weiter in Subtypen unterteilt werden, die teilweise mit unterschiedlicher HÀufigkeit in verschiedenen Regionen der Welt auftreten. In Mitteleuropa ist zum Beispiel der Subtyp B aus der Gruppe M von HIV-1 am hÀufigsten, besonders unter Homosexuellen und DrogenabhÀngigen. HIV-1, das insgesamt hÀufiger ist, und HIV-2 Àhneln sich prinzipiell hinsichtlich des klinischen Infektionsverlaufs und der krankmachenden (pathogenen) Eigenschaften, auch wenn die Infektion mit HIV-2 wohl insgesamt langsamer verlÀuft. Die beiden StÀmme sehen unter dem Elektronenmikroskop gleich aus, unterscheiden sich jedoch in der molaren Masse der Proteine und in der Anordnung und Nukleotidsequenz der Gene. HIV-1 und HIV-2 entstanden aus unterschiedlichen Typen der bei bestimmten Affenarten vorkommenden SI-Viren.
Von HIV-1 gibt es vier Untergruppen, die mit M, N, O und P bezeichnet werden.[22][23] M steht fĂŒr major group (engl. fĂŒr Hauptgruppe) und ist am hĂ€ufigsten, die O-Gruppe wurde nach outlier (Sonderfall) benannt und das N der Gruppe N steht fĂŒr new (neu). In die Gruppe M von HIV-1 fallen mehr als 90 Prozent aller HIV-Infektionen und ist verantwortlich fĂŒr die Infektion von weltweit bisher rund 60 Millionen Menschen (Stand 2010).[24] Diese Gruppe wird wiederum in neun Subtypen unterteilt, die mit A, B, C, D, F, G, H, J und K bezeichnet werden. Die hĂ€ufigsten sind die Subtypen B (kommt vor allem in Nordamerika und Europa vor), A und D (vor allem in Afrika) und C (hauptsĂ€chlich in Afrika und Asien). Eine Koinfektion mit verschiedenen Subtypen kann dazu fĂŒhren, dass rekombinante Formen entstehen, die circulating recombinant forms (CRFs) genannt werden. Die Klassifikation der HIV-StĂ€mme ist entsprechend komplex und noch nicht abgeschlossen.
Die HIV-1-Gruppe O scheint bisher fast ausschlieĂlich in Westafrika verbreitet zu sein, wĂ€hrend die neu entdeckten Gruppen N- und P-Viren bislang nur bei einigen wenigen Menschen nachgewiesen werden konnten.[24]
Heute ist bekannt, dass der Haupterreger von AIDS, HIV-1, ursprĂŒnglich von SIV-infizierten Schimpansen und Gorillas auf den Menschen ĂŒbertragen wurden. So konnte im Falle von HIV-1 fĂŒr die Gruppen M und N nachgewiesen werden, dass sie aus Schimpansen stammen, wĂ€hrend HIV-1 P von Gorillas auf den Menschen ĂŒbertragen wurde.[22] Ob HIV-1 O ursprĂŒnglich aus SIV-infizierten Schimpansen oder Gorillas stammt ist noch nicht abschlieĂend geklĂ€rt. Alle vier HIV-1-Gruppen (M, N, O und P) sind auf vier unabhĂ€ngige Zoonosen (d. h. Tier-zu-Mensch-Ăbertragungen) zurĂŒckzufĂŒhren, wobei bislang nur die Gruppe M die AusmaĂe einer Pandemie angenommen hat.[25][24] Der Grund fĂŒr die hohe InfektiösitĂ€t des HIV-1 M-Stammes beruht unter anderem auf spezifischen Eigenschaften des Virusproteins Vpu der M-Gruppe, mit deren Hilfe gleich zwei Infektionsbarrieren ĂŒberwunden werden: zum einen wird der antivirale Faktor Tetherin auf humanen Zellen effektiv ausgeschaltet und zum anderen wird der CD4-Rezeptor abgebaut.[26][24][27]
Die weltweite HIV-PrĂ€valenz bei Erwachsenen im Alter von 15 bis 49 Jahre lag 2008 bei 0,8 Prozent. FĂŒr Zentral- und Westeuropa lag sie bei 0,3 Prozent. Im subsaharischen Afrika (5,2 Prozent) und in der Karibik (1,0 Prozent) war sie ĂŒberdurchschnittlich hoch. In einzelnen Staaten, wie zum Beispiel Swasiland, Botswana oder Lesotho sind ca. ein Viertel der 15- bis 49-JĂ€hrigen mit dem HI-Virus infiziert. Stark unterdurchschnittlich war die HIV-PrĂ€valenz im Jahr 2008 in den Regionen Ostasien (< 0,1 Prozent) sowie in Nordafrika und dem Mittleren Osten (0,2 Prozent). [28]
In Deutschland lag die HIV-PrÀvalenz 2009 bei ca. 0,1 Prozent.[29]
Nach aktuellen SchÀtzungen des Robert-Koch-Instituts lebten in Deutschland Ende 2011 ca. 73.000 Menschen mit HIV/AIDS. Hiervon sind ca. 59.000 MÀnner und ca. 14.000 Frauen .[30]
| Infektionsweg | Risiko pro 10000 Kontakten mit infektiöser Quelle | In Prozent |
|---|---|---|
| Bluttransfusion | 9000 | 90 % |
| Nadel teilen bei Drogeninjektion | 67 | 0,67 % |
| Empfangender Analverkehr | 50 | 0,50 % |
| Nadelstich durch die Haut | 30 | 0,30 % |
| Empfangende vaginale Penetration mit Penis | 10 | 0,10 % |
| EinfĂŒhrender Analverkehr | 6,5 | 0,065 % |
| EinfĂŒhrender Vaginalverkehr | 5 | 0,05 % |
| Empfangender Oralverkehr | 1 | 0,01 % |
| EinfĂŒhrender Oralverkehr | 0,5 | 0,005 % |
Das HI-Virus wird durch Kontakt mit den KörperflĂŒssigkeiten Blut, Sperma (auch PrĂ€ejakulat), Vaginalsekret sowie Muttermilch und Liquor cerebrospinalis ĂŒbertragen. Potenzielle Eintrittspforten sind frische, noch blutende Wunden und SchleimhĂ€ute (Bindehaut, Vaginal-[32] und Analschleimhaut) bzw. nicht ausreichend verhornte, leicht verletzliche Stellen der AuĂenhaut (Eichel, Innenseite der Vorhaut, Anus). Als hĂ€ufigste Infektionswege sind zu nennen der Anal- oder Vaginalverkehr ohne Verwendung von Kondomen und die Benutzung unsteriler Spritzen beim intravenösen Drogenkonsum. Oralverkehr gilt nach jĂŒngsten Studien als weniger infektiös. Eine Ansteckung ist bei Oralverkehr vor allem möglich, wenn Sperma oder Menstruationsblut auf die Mundschleimhaut gelangt. Homosexuelle MĂ€nner gelten als Risikogruppe, da Analverkehr bei ihnen stĂ€rker verbreitet ist als in der Gruppe der Heterosexuellen. Wie hoch das Risiko beim Geschlechtsverkehr ist, hĂ€ngt vor allem von der Viruskonzentration in der SamenflĂŒssigkeit und im Scheidensekret sowie von der Viruslast im Blut ab. Diese ist unmittelbar nach der Infektion, bevor sich ausreichend Antikörper gebildet haben, besonders hoch, nimmt dann aber zunĂ€chst ab und steigt in spĂ€ten Stadien der Erkrankung wieder an.[33] Wie sich bei aktuellen Studien gezeigt hat, ist das Infektionsrisiko fĂŒr beschnittene MĂ€nner etwas geringer. Die Beschneidung hinterlĂ€sst, nach der gĂ€ngigsten Annahme, durch die Entfernung der Vorhaut eine geringere AngriffsflĂ€che fĂŒr das Virus,[34] wobei bereits im Originalartikel die Rede davon ist, dass es auch an einem weniger ausgeprĂ€gten Risikoverhalten der Zielgruppe liegen könnte. [35] Aus diesem Grund empfahl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2007 ihren MitgliedslĂ€ndern die Beschneidung als PrĂ€ventivmaĂnahme zur EindĂ€mmung von AIDS, wofĂŒr sie allerdings von Experten kritisiert wurde.
Bluttransfusionen sind ebenfalls eine mögliche Infektionsquelle: Das Risiko fĂŒr den EmpfĂ€nger sich durch mit HIV kontaminiertem Blut zu infizieren wird auf 90% geschĂ€tzt.[36] So kam es Anfang der 1980er Jahre in vielen LĂ€ndern zu verschiedenen Blutskandalen. Diese Ansteckungsmöglichkeit hat heute in Deutschland wegen der 1985 eingefĂŒhrten Routine-Untersuchungen auf HIV-Antikörper der Blutspender allerdings kaum noch Bedeutung.[37] Da zwischen der Ansteckung des Spenders und der Nachweisbarkeit von Antikörpern im HIV-Test in EinzelfĂ€llen bis zu drei Monate verstreichen können (diagnostische LĂŒcke), werden seit Anfang 2002 zwingend alle deutschen Blutspenden auch mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) auf die Anwesenheit des Virus getestet.
Das Risiko der Infektion eines Kindes durch eine HIV-infizierte Mutter wĂ€hrend der Schwangerschaft oder wĂ€hrend der Geburt wird ohne Behandlung auf 15 bis 30 Prozent geschĂ€tzt. Eine Ăbertragung des Virus beim Stillen ist ebenfalls möglich. Bei bekannter HIV-Infektion der Mutter kann das Risiko einer Ăbertragung auf das Kind durch die Gabe antiretroviraler Medikamente, durch eine Geburt mittels Kaiserschnitt und durch Abstillen auf ein bis zwei Prozent vermindert werden.[38]
Die sogenannte CHAT-Survey-Studie[39] des schweizerischen Bundesamtes fĂŒr Gesundheitswesen (BAG) â eine Nachbefragung von Menschen, die im Verlauf eines Jahres positive HIV-Tests erhielten â ergab, dass 49 Prozent aller Neuinfizierten die Infektion von ihrem festen Sexualpartner erhielten; 38 Prozent wurden von einem zwar bekannten, aber nicht festen Gelegenheitspartner infiziert. 10 Prozent der neuinfizierten Personen wussten schon vorher, dass ihr Partner HIV-positiv ist. Wurde jemand von seinem bereits infizierten Partner absichtlich angesteckt, spricht man vom sogenannten Pozzen. Nur 13 Prozent der Heterosexuellen steckten sich bei anonymen sexuellen Begegnungen an. Bei Homosexuellen spielten die Infektionen durch feste Partner eine geringere Rolle â anonyme Sexualkontakte machten 26 Prozent der Infektionen aus.[40]
Eine Möglichkeit, sich durch ZungenkĂŒsse anzustecken, besteht nur dann, wenn blutende Wunden, beispielsweise Verletzungen des Zahnfleisches, im Mund vorhanden sind. Die HIV-Konzentration in TrĂ€nen, SchweiĂ und Speichel reicht fĂŒr eine Ansteckung nach heutigem Erkenntnisstand nicht aus. AuĂerdem lĂ€sst die AIDS-Epidemiologie eine Infektion durch Insektenstiche oder durch Tröpfcheninfektion Ă€uĂerst unwahrscheinlich erscheinen.
Menschen, die einer akuten Ansteckungsgefahr ausgesetzt waren, sollten möglichst bald (idealerweise innerhalb von zwei Stunden) einen Arzt aufsuchen, um sich beraten zu lassen und gegebenenfalls eine Postexpositionelle Prophylaxe (PEP) durchzufĂŒhren. Nach Ablauf von 48 bzw. 72 Stunden wird eine medikamentöse PEP nicht mehr als sinnvoll erachtet.
Hinsichtlich der Infektionswahrscheinlichkeiten siehe ausfĂŒhrlich unter AIDS.
Zur Vermehrung benötigt das Virus Wirtszellen, die den CD4-Rezeptor auf der OberflĂ€che tragen. Dies sind vor allem die CD4-tragenden T-Lymphozyten (T-Helferzellen), die beim Menschen eine wichtige Rolle sowohl in der zellulĂ€ren als auch in der humoralen Immunabwehr spielen und unter anderem die Antikörper<b />bildung unterstĂŒtzen. Neben T-Lymphozyten besitzen auch Monozyten, Makrophagen und dendritische Zellen CD4-Rezeptoren.
Um mit der Zellmembran der Wirtszelle verschmelzen zu können, binden die OberflĂ€chenproteine gp120 an die CD4-Rezeptoren. Durch die Bindung kommt es zu einer Konformation<b />sĂ€nderung im Transmembranprotein gp41, ein Mechanismus, der einer âSchnappfederâ oder einer âMausefalleâ Ă€hnelt. Der Wirkstoff des HIV-Medikaments Enfuvirtid bzw. T20 ist ein Peptid, das die KonformationsĂ€nderung blockiert und somit die Anheftung des Virus erschwert (siehe unten).
Neben den CD4-Rezeptoren sind weitere Co-Rezeptoren an der Bindung des HI-Virus an weiĂen Blutzellen beteiligt:[41] Die Chemokin-Rezeptoren CCR5 an monozytĂ€ren Zellen und CXCR4 an T-Zellen sind an der Bindung beteiligt.[42][43] Die unterschiedliche AusprĂ€gung dieser Rezeptoren beeinflusst die Ansteckungswahrscheinlichkeit und den Verlauf der HIV-Infektion.[44] MolekĂŒle, die die CCR5-Rezeptoren blockieren sollen, wurden getestet.[45][46] Derzeit ist der CCR5-Rezeptorblocker Maraviroc seit September 2007 zugelassen.[47] Die Zulassung ist jedoch unter folgenden EinschrĂ€nkungen erfolgt: âEinsatz nur beim Nachweis von Viren, die ausschlieĂlich ĂŒber den CCR5-Rezeptor in die Zelle eintreten; vor Einsatz des Medikaments ist daher ein Test (Blutabnahme) erforderlich. Nicht fĂŒr die Ersttherapie zugelassen.â
Ebenso sind Menschen, die homozygot die sogenannte Delta-32-Mutation des CCR5-Co-Rezeptor-Gens aufweisen, schwerer mit HIV infizierbar. Dies trifft auf etwa ein Prozent der Bevölkerung in Europa zu. In geringerem MaĂe trifft dies auch auf Mutationen des CCR2-Gens zu. Menschen mit HLA B27/B57 (siehe Human Leukocyte Antigen) zeigen einen langsameren Verlauf der Erkrankung.
Das HIV baut zur Vermehrung seine Erbsubstanz, die bei ihm in Form eines RNA-Genoms vorliegt, nach der so genannten reversen Transkription in die doppelstrĂ€ngige DNA des Genoms der Wirtszelle ein. Die Umwandlung von viraler RNA in provirale DNA im Cytoplasma der Wirtszelle durch das Enzym Reverse Transkriptase ist ein entscheidender Schritt im Reproduktionszyklus der Retroviren. Da es kein menschliches Gen gibt, das fĂŒr eine Reverse Transkriptase kodiert und dieses Enzym nur bei Viren wie Retro- und Hepadnaviren vorkommt, stellt die Reverse Transkriptase ein wichtiges Ziel therapeutischer Intervention dar und ist Ansatzpunkt zweier pharmakologischer Wirkstoffklassen.
Nach reverser Transkription und Transport in den Zellkern schlieĂt sich die Integration des Virus-Genoms in das menschliche Erbgut durch ein weiteres virales Enzym, die Integrase, an. In neueren Arbeiten wurde gezeigt, dass die virale DNA schon vor der Integration abgelesen wird und virale Proteine gebildet werden. Demnach liegt die HIV-DNA als integrierte und nicht-integrierte Form vor. Auch existieren zirkulĂ€re Formen von HIV-DNA.
Das nun als integriertes Provirus vorliegende virale Genom zeigt einen charakteristischen Aufbau, wobei die kodierenden Bereiche auf beiden Seiten von identischen regulatorischen Sequenzen, die im Verlauf der reversen Transkription generiert wurden, den sogenannten LTRs, flankiert sind. Der Promotor, unter dessen Kontrolle die Transkription der verschiedenen mRNAs erfolgt, liegt im Bereich des LTR und wird durch das virale Protein Tat aktiviert. Eine ungespleiĂte RNA dient als virales Genom fĂŒr die nĂ€chste Generation von HI-Viren sowie als mRNA fĂŒr die Translation eines gag- sowie mittels einer in einem von 20 FĂ€llen vorkommenden Verschiebung des Leserasters eines gag-pro-pol-VorlĂ€uferproteins. GespleiĂte RNAs kodieren fĂŒr env sowie die ebenfalls im 3'-Bereich befindlichen weiteren Proteine.
Im weiteren Verlauf folgt die Morphogenese, das heiĂt, ĂŒber verschiedene Interaktionen finden die viralen Bestandteile wie gag-, pro-pol- und env-VorlĂ€uferproteine sowie die RNA zusammen und formen sich zu zunĂ€chst unreifen Virionen, die sich von der Plasmamembran abschnĂŒren. Durch weitere Reifungsprozesse entsteht das reife Viruspartikel, bereit fĂŒr die Infektion der nĂ€chsten Zelle. Zu den Reifungsprozessen gehört insbesondere die Spaltung der VorlĂ€uferproteine - teils durch die virale Protease, teils durch zellulĂ€re Enzyme - in ihre einzelnen Bestandteile, also von Gag in Matrix-, Kapsid- und Nukleokapsidprotein, Pol in Protease, Reverse Transkriptase mit RNase H und Integrase sowie Env in OberflĂ€chen- und Transmembraneinheit.
Das Virus in infizierten und ruhenden CD4-positiven T-Zellen entzieht sich dem Angriff seitens antiviraler Medikamente und des Immunsystems. Zu einer Aktivierung dieser "Immunzellen" kommt es nach Antigenkontakt, zum Beispiel im Rahmen gewöhnlicher oder einer opportunistischen Infektion. WÀhrend die Zelle eigentlich gegen einen anderen Krankheitserreger vorgehen will, beginnt sie statt dessen Virusproteine zu produzieren und neue Viren freizusetzen. Diese infizieren dann wiederum andere Zellen.
Was das HI-Virus so auĂergewöhnlich ĂŒberlebensfĂ€hig macht, ist seine WandlungsfĂ€higkeit oder, besser gesagt, seine schnelle Evolution<b />srate. Von den Influenza-Viren (Grippe) zum Beispiel entwickeln sich in derselben Zeit auf der ganzen Welt nicht einmal halb so viele neue Unterarten wie vom HI-Virus in einem einzelnen infizierten Menschen.
Die lange Inkubationszeit von zehn Jahren ist insofern ein Problem, als viele Infizierte unter UmstÀnden noch jahrelang andere Personen infizieren können, bevor ihre Infektion erkannt oder von ihnen selbst bemerkt wird.
Eine unbehandelte HIV-Infektion verlĂ€uft in der Regel in mehreren Stadien. Drei bis sechs Wochen nach der Ansteckung kommt es meist zu einer akuten HIV-Infektion. Diese ist durch Fieber, starken NachtschweiĂ[48], Abgeschlagenheit, HautausschlĂ€ge, orale Ulzerationen oder Arthralgie (Gelenkschmerzen) gekennzeichnet. Wegen der Ăhnlichkeit mit grippalen Infektionen bleibt die akute HIV-Infektion meistens unerkannt. Eine frĂŒhe Diagnose ist jedoch wichtig: Durch sie können nicht nur weitere Infektionen von Sexualpartnern verhindert werden. Erste Studien an Patienten, die wĂ€hrend der akuten HIV-Infektion antiviral behandelt wurden und nach einiger Zeit die Therapie absetzten, zeigten, dass die HIV-spezifische Immunantwort der Patienten gestĂ€rkt werden konnte.[49][50] Die akute Infektion dauert selten mehr als vier Wochen an.
In der folgenden, meist mehrjĂ€hrigen Latenzphase treten keine gravierenden körperlichen Symptome auf. VerĂ€nderte Blutwerte und eine schleichende Lipodystrophie bleiben von den HIV-Infizierten oftmals unbemerkt. Danach kommt es vielfach zu ersten Erkrankungen, die auf ein mittelschwer geschwĂ€chtes Immunsystem zurĂŒckzufĂŒhren sind, jedoch noch nicht als AIDS-definierend gelten (CDC Klassifikation B, siehe AIDS).
Im Verlauf einer HIV-Infektion werden unter anderem CD4-Helferzellen kontinuierlich auf verschiedenen Wegen zerstört, was eine SchwĂ€chung des Immunsystems bewirkt. Zum einen können infizierte Wirtszellen auf direktem Wege eliminiert werden. Dies geschieht entweder durch MembranschĂ€den an der Zelle, welche durch Ein-/Austritte der Viren verursacht werden, oder durch proapoptotische EiweiĂe der HI-Viren sowie zerstörerische Informationshybride aus RNA und DNA. Zum anderen findet eine indirekte Zerstörung infizierter Zellen statt, welche durch gesunde Zellen des Immunsystems als gefĂ€hrlich erkannt und von ihnen anschlieĂend ausgeschaltet werden. Weiterhin werden auch nichtinfizierte T-Helferzellen als KollateralschĂ€den durch einen Kontakt mit Proteinen wie p120 zerstört. Diese Proteine entstehen bei der Vermehrung des HI-Virus in der Blutbahn. Im Anschluss an eine akute HIV Infektion und nach erfolgter virusspezifischer Immunantwort ist der Körper in der Regel ĂŒber einige Jahre in der Lage, die Menge der zerstörten Zellen durch die Produktion neuer Zellen zum gröĂten Teil zu ersetzen.
Bleibt die HIV-Infektion unbehandelt, sinkt die Zahl der CD4 T-Helferzellen kontinuierlich ab, und es kommt im Median neun bis elf Jahre nach der Erstinfektion zu einem schweren Immundefekt (< 200 CD4-Zellen/Mikroliter). Dieser fĂŒhrt in der Regel zu AIDS-definierenden Erkrankungen (CDC Klassifikation C). Zu diesen zĂ€hlen opportunistische Infektionen, die durch Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten bedingt sind, sowie andere Erkrankungen, wie Kaposi-Sarkom, malignes Lymphom, HIV-Enzephalopathie und das Wasting-Syndrom. Nach individuell unterschiedlicher Zeit fĂŒhren diese unbehandelt meist zum Tod. Ein schwerer Immundefekt bedeutet jedoch nicht, dass sofort AIDS auftritt. Je lĂ€nger ein schwerer Immundefekt vorliegt, desto gröĂer ist die Wahrscheinlichkeit, AIDS zu bekommen.
Die Tatsache, dass Individuen trotz gleicher Infektionsquelle oft sehr unterschiedliche KrankheitsverlĂ€ufe haben, deutet auf einen starken Einfluss von Wirtsfaktoren auf den Verlauf der Infektion hin. Neben der Ausbildung des Immunsystems scheinen auch einige genetische Faktoren eine Rolle zu spielen. So sind homozygote Individuen mit einem genetischen Defekt am CCR5-Rezeptor (CCR5delta32) weitgehend resistent gegen HIV-Infektionen.[51][52] Dieser Rezeptor dient als Co-Rezeptor bei der Fusion des Virus mit der Wirtszelle. Es wurden nur wenige Individuen gefunden, die eine Infektion trotz dieses Rezeptordefektes haben. Sie infizierten sich mit HI-Viren, die andere Co-Rezeptoren benutzen, wie etwa den CXCR4-Rezeptor auf T-Zellen. Homozygote GentrĂ€ger dieser Deletion machen etwa ein Prozent der Bevölkerung aus, heterozygote GentrĂ€ger etwa 20 Prozent. Heterozygote haben zwar deutlich weniger CCR5-Rezeptoren, können sich aber auch mit HIV infizieren und scheinen nach einer Infektion kaum eine lĂ€ngere mittlere Ăberlebenszeit zu haben.
Der AIDS-Forscher J.J. Bwayo (J.J. Bouyao) untersuchte in Nairobi (Kenia) 600 Prostituierte. Dabei stellte er fest, dass 24 von ihnen offenbar gegen das HI-Virus resistent sind. Der Grund dafĂŒr scheint nach Ansicht von Forschern genetisch bedingt zu sein. Offenbar ist eine Gen-Anomalie dafĂŒr verantwortlich, die das Virus daran hindert, in die Zellen einzudringen und sich zu verbreiten.
Abgesehen von Mutationen, die eine vollstĂ€ndige Resistenz gegen HIV verleihen, gibt es auch eine Reihe von Genotypen, welche zwar nicht vor einer HIV-Infektion schĂŒtzen, aber mit einem langsameren Voranschreiten der Krankheit und geringerer Viruslast assoziiert sind. Dabei sind zwei unterschiedliche Mechanismen identifiziert worden:
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Blut, Urin oder auch Gewebe auf die Anwesenheit von HI-Viren oder HIV-Antikörper zu prĂŒfen.
Was umgangssprachlich als âAidstestâ bekannt ist, spĂŒrt keinesfalls die Viren selber auf, sondern lediglich die vom Menschen erzeugten Antikörper gegen das eigentliche Virus. Am gebrĂ€uchlichsten ist der ELISA-Test und die Western-Blot-Methode. Diese zwei Methoden werden stets gemeinsam verwendet: ELISA ist geeignet, um das Risiko falsch negativer Resultate zu senken; wĂ€hrend der genauere Western-Blot-Test falsch positive Resultate vermeidet. ELISA wie Western Blot sind gĂŒnstige Tests und sie sind ca. zwei bis drei Monate nach einer möglichen Infektion von hoher Genauigkeit, können aber schon zwei bis drei Wochen nach einer vermuteten Ansteckung eingesetzt werden.
Ein positives ELISA-Ergebnis allein ist kein sicherer Befund fĂŒr eine HIV-Ansteckung; deshalb wird er immer zusammen mit Western Blot angewendet; und es kann vorkommen, dass eine gesunde Person Monate nach einem positiven ELISA-Test wieder einen negativen Befund erhĂ€lt. Antikörpertests können nach kurz zurĂŒckliegenden akuten Erkrankungen, Grippeimpfungen und Allergien falsch-positive Befunde liefern.[54]
Der direkte Nachweis von viralen NukleinsĂ€uren (RibonukleinsĂ€ure (RNA)) durch Polymerase-Kettenreaktion (PCR) ist das zuverlĂ€ssigste, jedoch auch das teuerste Verfahren, welches schon 15 Tage nach einer Ansteckung verlĂ€ssliche Resultate liefert. Das PCR-Verfahren wird zur Ăberwachung der antiretroviralen Therapie (HAART), zur Diagnose einer akuten HIV-Infektion und im Blutspendewesen verwendet.
Vorgehensweise beim PCR-Einsatz im Blutspendewesen: Blutspendeproben von Dutzenden von Menschen werden gemischt (engl. Fachbegriff pooling) und dann gemeinsam nach HIV-Erbgut untersucht. Ist das Resultat positiv, werden dann die Blutproben von kleineren und noch kleineren Untergruppen untersucht, um so die Herkunft des gefundenen Viren-Erbgutes auf den einzelnen Spender zurĂŒckzufĂŒhren.
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