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| HMS Warspite unterwegs im Indischen Ozean als Flaggschiff von Admiral Sir James Sommerville (1942) | |
| Übersicht | |
| Typ | Schlachtschiff |
| Bauwerft |
Devonport Dockyard |
| Bestellung | 1912 |
| Kiellegung | 31. Oktober 1912 |
| Stapellauf | 26. November 1913 |
| Indienststellung | 19. März 1915 |
| Verbleib | Strandung 23. April 1947; 1950–1956 Abbruch am Wrackort |
| Technische Daten | |
| Verdrängung |
als Neubau: |
| Länge |
Lpp[A 1] = 182,9 m |
| Breite |
als Neubau: 27,6 m |
| Tiefgang |
als Neubau: 9–9,3 m |
| Besatzung |
als Neubau: |
| Antrieb |
als Neubau: |
| Geschwindigkeit |
25 kn (nach Umbau: 24 kn) |
| Reichweite |
4400 sm bei 10 kn |
| Bewaffnung |
1915:
1937:
|
| Panzerung |
|
| Bunkervorrat |
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Die HMS Warspite (dt. = Kriegstrotz) war ein britisches Schlachtschiff der Royal Navy, das 1915 in Dienst gestellt wurde und sowohl im Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kam.
Inhaltsverzeichnis |
Sie gehörte neben der HMS Queen Elizabeth, HMS Barham, HMS Valiant und HMS Malaya zur Queen-Elizabeth-Klasse. Diese waren die ersten Schnellen Schlachtschiffe der Welt, die die Vorzüge der Schlachtkreuzer (hohe Geschwindigkeit durch leistungsstarke Maschinenanlage) mit denen der Schlachtschiffe (ausreichender Panzerschutz und stärkere Bewaffnung) in einem Schiffstyp vereinten.
Zusammen mit ihren Schwesterschiffen nahm sie am 31. Mai 1916 an der Skagerrakschlacht teil. Sie bildeten das 5. Schlachtschiffgeschwader, das wegen der überlegenen Geschwindigkeit dieser Schiffe gemeinsam mit der Schlachtkreuzerflotte operierte. Dadurch waren sie ebenso wie die Schlachtkreuzer dem deutschen Geschützfeuer besonders ausgesetzt. Die Warspite erlitt dadurch Schäden, die zu einem Ruderversager führten. Das Schiff scherte aus der Kiellinie aus und fuhr mitten im Gefecht zwei Vollkreise, bis der Notruderstand die Warspite wieder unter Kontrolle brachte. Sie entging der Vernichtung, weil die Deutschen einen Zielwechsel auf die anderen Schiffe des Geschwaders vornahmen, die abdrehten, um sich dem deutschen Feuer zu entziehen.
In den Jahren 1924 bis 1926 erfolgte der erste Umbau der HMS Warspite; Torpedowulste wurden angebracht und die beiden Schornsteine zu einem vereint. Zwischen 1926 und 1934 diente sie als Flaggschiff der Mittelmeerflotte sowie in der Atlantikflotte und in der Home Fleet.
In den Jahren 1934 bis 1937 wurde das Schiff aufgrund von Erkenntnissen über die Bedrohung, der große Kriegsschiffe durch Luftangriffe ausgesetzt sind, umfassend umgebaut; dabei wurde das Aussehen der HMS Warspite komplett verändert und die Kampfkraft den damaligen Verhältnissen soweit wie möglich angepasst. Es wurde eine neue Maschinenanlage eingebaut, die zwar nur über eine geringfügig größere Leistung als die alte verfügte, aber aufgrund der generellen technischen Weiterentwicklung in den ersten Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts nur noch etwa die Hälfte des bisherigen Gewichtes beanspruchte. Der dadurch gewonnene Gewichtsfreiraum konnte nun für eine Verstärkung der Panzerung, insbesondere der Deckspanzerung, ausgenutzt werden, des Weiteren trat eine neue, turmartige Brücke an die Stelle des bisherigen Dreibeinmastes, die als Vorbild für alle weiteren Neu- und Umbauten innerhalb der Royal Navy diente. Insgesamt reduzierte sich die Höchstgeschwindigkeit des Schiffes durch die Umbauten und die dadurch vergrößerte Verdrängung von 25 kn auf 24 kn. Die Mittelartillerie wurde reduziert, die Flugabwehrbewaffnung verstärkt, zudem kamen zwei Hangars seitlich des Schornsteins und ein Querdeckkatapult an Bord.
Bei Kriegsausbruch 1939 befand sich die HMS Warspite im Mittelmeer. Sie wurde aber dann schnell zur Home Fleet zurückbeordert. Die Warspite wurde beim britischen Angriff auf den norwegischen Erzhafen Narvik eingesetzt und versenkte in der Schlacht um Narvik u. a. einen deutschen Zerstörer. Mehrere Angriffe deutscher U-Boote auf das Schiff blieben aufgrund defekter Torpedos erfolglos. Danach wurde die Warspite wieder ins Mittelmeer verlegt und beteiligte sich zusammen mit ihren Schwesterschiffen Barham und Valiant am 24. März 1941 in der Schlacht bei Kap Matapan an der Versenkung der italienischen Kreuzer Zara, Pola und Fiume.
Im Mai 1941 gehörte das Schiff zur Nachhut von Admiral Andrew Cunningham und nahm an den Kämpfen um Kreta teil. Hierbei wurde das Schlachtschiff am 22. Mai südöstlich von Kythera bei einem deutschen Luftangriff von einer 250-Kilogramm-Bombe getroffen. Die Bombe durchschlug an der Steuerbordseite den Rumpf, explodierte im Kasemattendeck und verursachte einen schweren Brand, welcher wiederum Folgeexplosionen auslöste. Sämtliche 15,2-cm-Geschütze der Mittelartillerie auf der Steuerbordseite sowie die auf dieser Seite stehenden 10,2-cm-Fla-Kanonen wurden durch die Explosionen sowie das Feuer zerstört. Die Besatzung zählte 38 Tote und 31 Verwundete.
Die erheblich beschädigte Warspite musste aus den Kämpfen um Kreta herausgezogen und zur Notreparatur nach Alexandria verlegt werden, wo das Schiff am 24. Mai eintraf. Die endgültige Instandsetzung sollte in den USA erfolgen. Am 23. Juni - das Schlachtschiff lag noch in Alexandria - wurde es bei einem deutschen Luftangriff erneut beschädigt. Eine 500-Kilogramm-Bombe schlug nahe dem Heck ins Hafenbecken und verursachte einige leichtere Wassereinbrüche. Dennoch konnte die Warspite am 25. Juni Alexandria verlassen und über Colombo und Sydney in die USA verlegt werden.
Ab dem 11. August 1941 wurde das Schlachtschiff in Bremerton eingedockt und einer umfangreichen Reparatur unterzogen, welche erst Ende Dezember 1941 abgeschlossen war. 1943 war das Schlachtschiff an den Landungen in Sizilien und bei Salerno beteiligt. Dabei wurde sie von deutschen Lenkbomben vom Typ Fritz X schwer beschädigt. Die Bomben zerstörten den Kesselraum Nr. 4, ließen das Stromnetz und die Ruderanlage kollabieren und fast 5.000 Tonnen Wasser ins Schiff einbrechen. Nur mit Mühe konnten zwei Schlepper das Schiff nach Malta bugsieren. Die entstandenen Schäden wurden nur provisorisch repariert, damit das Schiff rechtzeitig wieder zur Verfügung stand, um an der Landung in der Normandie teilzunehmen. Mit nur drei einsatzbereiten Geschütztürmen beteiligte sich die HMS Warspite an der Beschießung von stark verbunkerten Landzielen, die Teil des sogenannten Atlantikwalls waren (→ Seekrieg während der Operation Overlord).
Nach langer Dienstzeit in der Flotte wurde sie im März 1946 außer Dienst gestellt. Bei der Fahrt zur Abbruchwerft rissen vor Land's End die Schleppverbindungen, und sie lief dort auf Grund. Bis 1950 wurde sie dann dort abgewrackt.