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| Hallstatt | ||
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Oberösterreich | |
| Politischer Bezirk: | Gmunden | |
| Kfz-Kennzeichen: | GM | |
| Fläche: | 59,72 km² | |
| Koordinaten: | 47° 34′ N, 13° 39′ O47.562222222213.6497222222511Koordinaten: 47° 33′ 44″ N, 13° 38′ 59″ O | |
| Höhe: | 511 m ü. A. | |
| Einwohner: | 815 (1. Jän. 2011) | |
| Bevölkerungsdichte: | 13,65 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 4830 | |
| Vorwahl: | 06134 | |
| Gemeindekennziffer: | 4 07 09 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Seestraße 158 4830 Hallstatt | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Alexander Scheutz (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2009) (13 Mitglieder) |
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| Lage der Gemeinde Hallstatt im Bezirk Gmunden | ||
| Hallstatt (Ansicht von Süden) | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Hallstatt ist eine Gemeinde mit 815 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) im Salzkammergut im Bundesland Oberösterreich in Österreich und liegt am Hallstätter See. Zusammen mit dem Dachstein und dem Inneren Salzkammergut gehört es zum UNESCO-Welterbe. Nach Funden in einem ausgedehnten Gräberfeld oberhalb des Ortes wird ein Zeitabschnitt der älteren Eisenzeit als Hallstattzeit bezeichnet. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Bad Ischl.
Inhaltsverzeichnis |
Hallstatt liegt im inneren Salzkammergut am Hallstätter See. Auf dem schmalen Uferstreifen zwischen den steil aufragenden Bergen drängen sich die Häuser dicht aneinander, sind teilweise sogar mit Pfählen in den See gebaut. Im Wesentlichen besteht der Ort aus einer Straße und dem kleinen Marktplatz. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 9,1 km, von West nach Ost 13,2 km. Die Gesamtfläche beträgt 59,8 km², 34,8 % der Fläche sind bewaldet.
| Bad Goisern am Hallstättersee | ||
| Gosau | |
Obertraun |
| Ramsau am Dachstein Stmk. |
Noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts konnte man Hallstatt nur mit dem Schiff oder auf schmalen Saumpfaden erreichen. Im Ort selbst hatte man den geringen Raum zwischen Berg und See bis aufs Letzte genutzt. Verbindungen zwischen den am See stehenden Häusern gab es nur per Boot oder über den oberen Weg, einen schmalen Gang über Dachböden. Erst 1890 errichtete man eine Straße nach Hallstatt entlang des Westufers, die streckenweise in den Fels gesprengt wurde.
Die siedlungsfeindliche unwirtliche Berggegend wurde dennoch vielleicht schon im Neolithikum aufgesucht. Grund sind die reichen natürlichen Salzvorkommen, die bereits seit Jahrtausenden abgebaut werden. Älteste Funde (z. B. ein altneolithischer Schuhleistenkeil) datieren etwa 5000 v. Chr. Allerdings wurden solche Steingeräte als Donnerkeil im Mittelalter und der Neuzeit auch weit verhandelt. 1846 entdeckte Johann Georg Ramsauer ein Gräberfeld hoch oben am Salzberg. Auch eine der ersten Eisenschmieden wurde hier ausgegraben. Reger Handel und der damit einhergehende Wohlstand ermöglichten die Entwicklung einer hohen Kultur, die nach den Funden im Salzberghochtal Hallstattkultur benannt wurde und von etwa 800 bis 400 v. Chr. währte und den Namen des Ortes auf der ganzen Welt bekannt machte.
Aus Römerzeit und frühem Mittelalter gibt es keine urkundlichen Nachrichten. 1311 erlangte Hallstatt das Marktrecht, ein Zeichen, dass der Ort seine wirtschaftliche Bedeutung nicht verloren hatte. Neben der Salzgewinnung – eine Soleleitung bringt das Salz seit 1607 nach Ebensee am Traunsee – erlangte der Tourismus seit dem 20. Jahrhundert eine zentrale Bedeutung.
Anders als früher angenommen und bis heute in Fremdenverkehrsprospekten behauptet, ist der Namensbestandteil „hall“ nicht auf das keltische Wort für Salz zurückzuführen, das wohl saleinom gelautet hat. Zwar heißt Salz im Walisischen „halen“, aber der Lautwandel von s- zu h- im Anlaut wurde nur in den britannischen Sprachen vollzogen und nicht in den keltischen Sprachen des europäischen Festlands. Das einheimische keltische Wort wäre also nicht als „Hall“ ins Deutsche übernommen worden, sondern als „Salln“ o. ä. „Hall“ dagegen dürfte [1] von einem urgerm. hallan (‚Salzkruste‘) abstammen, das mit lateinisch callum (‚harte Haut‘, ‚verkrustete Stelle‘) in Zusammenhang zu bringen ist.
Blasonierung: Gespalten von Rot und Blau; rechts ein silberner Balken, links ein goldenes, aufrecht gestelltes Steuerruder.
Das Einsetzruder deutet auf die für die Bewohner des Marktes einst wichtige Schifffahrt auf dem Hallstätter See. Die Farben Rot-Weiß-Rot, der Bindenschild, bezeichnen die habsburgisch-landesfürstliche Herrschaft über den Salinenort.
Laut der Volkszählung 2001 bekennen sich 63 % der Bevölkerung zur katholischen und 26 % zur evangelischen Kirche. Dies wird auch durch die beiden, nahe beieinander liegenden Kirchen zum Ausdruck gebracht, wobei die bedeutend jüngere evangelische Kirche, wie es heißt, durch ihre hohe Spitze dem Himmel ebenso nahe ist, wie die in erhabener, hochwassersicherer Position befindliche katholische Pfarrkirche.
Wie in vielen Bergbaugemeinden Österreichs waren auch in Hallstatt die lutherischen Lehren auf fruchtbaren Boden gefallen. Erst die Truppen des Salzburger Fürsterzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau verhalfen zu Beginn des 17. Jahrhunderts der Gegenreformation zum Sieg. Noch Mitte des 18. Jahrhunderts wurden hunderte Protestanten aus Hallstatt ausgewiesen und nach Siebenbürgen verschleppt (siehe: Landler).
Erst durch das Toleranzpatent Josephs II. von 1781 wurde den Protestanten rund um den Dachstein ihre Religionsausübung wieder teilweise ermöglicht. Das Protestantenpatent Franz Josephs stellte sie mit den Katholiken weitgehend gleich, und die neugotische Kirche konnte 1863 in Seenähe errichtet werden.
Nach dem Tourismus mit etwa 70.000 Nächtigungen im Jahr und einem Schwerpunkt auf den Tagestourismus, bildet der Salzbergbau nach wie vor den größten Wirtschaftsfaktor im Ort.
Die Region und der romantische Ort wurden 1996 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.
Anziehungspunkte für den Tourismus sind die Landschaft, der Hallstätter See, die Bergwelt mit dem Dachstein, Höhlen (die Rieseneis- und die Mammuthöhle) im Nachbarort Obertraun und nicht zuletzt der Ort mit seinen Kunstdenkmälern, dem Museum und dem Bergwerk.
Hallstatt pflegt eine Partnerschaft mit der Stadt Hallstadt in Deutschland.
2011 wurde damit begonnen, Teile von Hallstatt für ein Wohnprojekt im Verwaltungsbezirk Boluo der Stadt Huizhou in der chinesischen Provinz Guangdong im Originalmaßstab nachzubauen.[3][4][5][6] Die Siedlung für Wohlhabende soll im Juni 2012 eröffnet werden.[7]
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