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Hama Amadou

Hama Amadou (* 1950 in Youri, Kollo) war von 1995 bis 1996 und 2000 bis 2007 Premierminister des Niger.

Inhaltsverzeichnis

Premierminister 1995 bis 1996

Am 21. Februar 1995 wurde er Premierminister unter dem seit 1993 regierenden Präsidenten Mahamane Ousmane. Der Präsident sah sich zu dieser Ernennung gezwungen, nachdem seine Partei bei den Parlamentswahlen am 12. Januar nur 24 der 83 Mandate erhalten hatten, während Amadous Mouvement national pour la société de développment (MNSD-Nassara) 29 Abgeordnete stellte. Er war Generalsekretär der MNSD. Die Zusammenarbeit zwischen dem bisherigen Oppositionsführer Amadou und Präsident Ousmane war eher schlecht und führte zu einer Blockade politischer Entscheidungen. Der Militärputsch von Ibrahim Baré Maïnassara setzte beider Amtszeit am 27. Januar 1996 ein Ende. Beide waren zeitweilig inhaftiert. Im Januar 1998 wurde er kurzzeitig ein weiteres Mal festgenommen, da er eine Miliz aufgebaut und ein Attentat auf Präsident Maïnassara geplant haben soll. Nach wenigen Tagen wurde er wieder entlassen.

Premierminister 2000 bis 2007

Ein Putsch unter Führung von Daouda Malam Wanké kostete Maïnassara am 9. April 1999 Amt und Leben. Amadou setzte auf Kooperation mit der neuen Militärregierung. Als nach der Rückkehr des Landes zur Demokratie sein Parteifreund Tandja Mamadou am 22. Dezember 1999 Präsident wurde, berief dieser Amadou zum Regierungschef einer Koalitionsregierung. Seit dem 3. Januar 2000 ist er wieder im Amt. Bei den Parlamentswahlen am 24. November 1999 hatte die MNSD als mit Abstand stärkste Partei 38 der 83 Sitze gewonnen. Direkt nach seiner Vereidigung erklärte Amadou den Parlamentariern, dass der Staat angesichts leerer Kassen zunächst nicht für ihre Bezahlung aufkommen könne. Seine Partei wählte ihn am 2. Januar 2002 als Nachfolger Tandja Mamadous zu ihrem Präsidenten. Ende 2004 wurde der Staatspräsident wiedergewählt und die MNSD bei den Parlamentswahlen am 4. Dezember 2004 mit 47 von 113 Sitzen wieder stärkste Partei. Amadou wurde am 24. Dezember 2004 vom Präsidenten wieder mit der Regierungsbildung beauftragt. Am 1. Juni 2007 reichte Amadou seinen Rücktritt ein, nachdem ein Misstrauensvotum gegen seine Regierung aufgrund eines Korruptionsskandals erfolgreich war.

Er verbrachte einige Zeit im Gefängnis, bis er aus gesundheitlichen Gründen entlassen wurde und nach Frankreich ging. Amadou stritt alle Korruptionsvorwürfe ab und behauptete Opfer eines politischen Komplotts zu sein. [1] Nach dem Militärputsch 2010 im Niger kehrte er zurück in seine Heimat, gründete eine eigene Partei und stellte sich bei den Präsidentschaftswahlen in Niger 2011 zur Wahl.

Weblinks

Quellen

  1. http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5h6_hJa3mu8QoEszN-V8zEdwzL-2A
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