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| Koordinaten | 53° 35′ 44″ N, 9° 59′ 2″ O53.595669.98401Koordinaten: 53° 35′ 44″ N, 9° 59′ 2″ O |
| Fläche | 2,7 km² |
| Einwohner | 24.135 (31. Dez. 2010) |
| Bevölkerungsdichte | 8939 Einwohner/km² |
| Postleitzahl | 20249 |
| Vorwahl | 040 |
| Bezirk | Hamburg-Nord |
| Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein | |
Eppendorf ist ein Stadtteil Hamburgs im Bezirk Hamburg-Nord (nordwestlich der Außenalster). Der Name leitet sich vermutlich vom altdeutschen epen, „am Wasser gelegen“, her.
Inhaltsverzeichnis |
In Eppendorf münden der Isebekkanal und das Flüsschen Tarpenbek in die Alster. Die Tarpenbek fließt vorher durch den Mühlenteich, der auch als Winterquartier für die Alsterschwäne dient.
Eppendorf, 1140 erstmals als Eppenthorp erwähnt, ist Hamburgs ältestes Dorf. Sein Name leitet sich entweder von altgermanisch epen - „am Wasser“ ab oder von dem Personennamen Ebo, Ebbo oder Eppo. Fraglich ist, ob damit der Erzbischof Ebo von Reims gemeint war, der von 823 bis 826 mehrfach auf Missionsreisen nördlich der Elbe zog. Auf eine frühe Christianisierung weisen allerdings die, bei einer Renovierung der 1267 erstmals erwähnten St-Johannis-Kirche gefundenen, Überreste eines älteren Rundturmes aus ungehauenen Feldsteinen hin.
An der Heilwigstraße direkt an der Alster befindet sich seit 1914 das sogenannte Kloster St. Johannis, der Nachfolger des 1530 zum Damenstift umgewandelten Herwardeshuder Zisterzienserinnenklosters, das 1247 von Heilwig von der Lippe, Ehefrau des Schauenburger Grafen Adolf IV. gegründet worden war.
Im 19. Jahrhundert wurde Eppendorf zum beliebten Vorort für wohlhabende Bürger aus Hamburg, die dort ihren Landsitz errichteten. In der Folgezeit wurde das niedriggelegene, sehr feuchte Land aufgeschüttet und bebaut. Von der ursprünglichen Weide- und Moorlandschaft hat sich nur das Eppendorfer Moor an der Tarpenbek erhalten, das seit 1982 unter Naturschutz steht.
1875 wurde der Eppendorfer Bürgerverein (EBV) gegründet, der heute noch besteht und das Stadtteil-Magazin „Der Eppendorfer“ herausgibt.
1879, als die Hamburger Krankenhäuser die vielen Kranken, die oft an Seuchen wie Cholera litten, nicht mehr aufnehmen konnten, wurde mit dem Bau eines modernen Krankenhauses auf einem freien Gelände am Rand von Eppendorf begonnen, dem heutigen Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Bei der Unterbringung der Kranken in einzelnen Pavillons anstelle der großen Säle früherer Krankenhäuser wurden neue Erkenntnisse der Vermeidung von Ansteckungen angewandt.
1894 wurde Eppendorf als Stadtteil in die Stadt Hamburg eingemeindet. Zahlreichen Gebäuden sind aus der Zeit zwischen der Eingemeindung 1894 und dem Beginn des ersten Weltkriegs.
Für die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft und der Bezirksversammlung gehört Eppendorf zum Wahlkreis Eppendorf-Winterhude. Die Bürgerschaftswahl 2011 führte zu folgendem Ergebnis[1]:
Eppendorf hat mit dem U-Bahnhof Kellinghusenstraße (U1 und U3) einen wichtigen Knotenpunkt des Hamburger U-Bahn-Netzes. Eine weitere U-Bahn Station ist der Eppendorfer Baum an der Linie U3. Am Eppendorfer Marktplatz kommen mehrere Buslinien zusammen.
Die Universitätsklinik Eppendorf (UKE) ist eine der alten, großen Kliniken Hamburgs und wurde 1884 gegründet. Seit 1934 ist es Universitätsklinikum.
Auch das Bezirksamt Hamburg- Nord hat hier seinen Sitz und wurde in den letzten Jahren stetig ausgebaut. Das Kundenzentrum für öffentliche Angelegenheiten zog während dieser Phase in das ehemalige Gebäude einer öffentlichen Bücherhalle, welches sich direkt neben dem Bezirksamt befindet. Im Jahr 2009 wurde zudem ein Neubau auf dem ehemaligen Karstadt-Gelände eingeweiht.
Die Eppendorf AG, nach dem Stadtteil benannt, entstand auf dem Krankenhausgelände des UKE und ist inzwischen weltweit tätig. Sie fertigt Maschinen und andere Geräte für Labore.
Söhne und Töchter (des Stadtteiles)
Personen mit Beziehung zur Stadt (zum Stadtteil)
Alsterdorf | Barmbek-Nord | Barmbek-Süd | Dulsberg | Eppendorf | Fuhlsbüttel | Groß Borstel | Hoheluft-Ost | Hohenfelde | Langenhorn | Ohlsdorf | Uhlenhorst | Winterhude