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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Bad Kissingen | |
| Höhe: | 182 m ü. NN | |
| Fläche: | 128,89 km² | |
| Einwohner: |
11.521 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 89 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97762 | |
| Vorwahlen: | 09732, 09357 (Stadtteile Morlesau und Ochsenthal) | |
| Kfz-Kennzeichen: | KG | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 72 127 | |
| LOCODE: | DE HMB | |
| NUTS: | DE265 | |
| Stadtgliederung: | 19 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Am Marktplatz 1 97762 Hammelburg | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Ernst Stross (SPD) | |
| Lage der Stadt Hammelburg im Landkreis Bad Kissingen | ||
Hammelburg ist eine Kleinstadt im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen. Sie liegt an den Ausläufern der bayerischen Rhön und an der Fränkischen Saale.
Wahrzeichen der Stadt sind das im Zentrum gelegene Rathaus, das Kellereischloss mit Schlossweiher und vor allem das über der Stadt thronende Schloss Saaleck.
Bekannt ist auch der Garnisonsortsteil Lager Hammelburg, heute Standort der Infanterieschule des Heeres der Bundeswehr, sowie der dort gelegene Truppenübungsplatz Hammelburg (mit dem Übungsdorf Bonnland).
Inhaltsverzeichnis |
Das Tal der Fränkischen Saale prägt die Gegend rund um Hammelburg. Im Norden schließt sich die Rhön an, im Westen fällt das Gelände allmählich in die Niederungen des Maintals ab.
Die politische Gemeinde Hammelburg hat 19 amtlich benannte Stadtteile[2]:
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Der Jahresniederschlag liegt bei 645 mm und ist damit vergleichsweise niedrig, da er in das untere Drittel der in Deutschland erfassten Werte fällt. An 29 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen 1,6 Mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren nur minimal und sind relativ gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 4 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.
Urkundlich wurde Hammelburg erstmals am 18. April 716 als ad hamulo castellum erwähnt, was so viel bedeutet wie Burg am Hang. Um die Burg entwickelte sich, begünstigt durch ihre Lage an einer Kreuzung wichtiger Altstraßen (zum Beispiel Ortesweg) und einer Furt über die Fränkische Saale, eine Siedlung. Eine zweite Erwähnung fand Hammelburg 741, als Karlmann die Martinskirche dem Bistum Würzburg übergab. Am 7. Januar 777 schenkte Karl der Große den fiscus Hammelburg dem Kloster Fulda. Die Abtei richtete daraufhin eine Propstei ein. Das Fuldaer Kreuz im Stadtwappen zeugt von dieser Epoche. Ihr verdankt Hammelburg auch das Kloster Altstadt (Franziskaner). Die Schenkung Karls des Großen umfasste auch Weinberge. Wegen der frühen Erwähnung wird Hammelburg als älteste Weinstadt Frankens bezeichnet.
Von 1803 bis 1806 gehörte Hammelburg zu Oranien-Nassau und war unter Napoleons Schwager, Marschall Murat bis 1810 französisch verwaltet. 1810 kam Hammelburg zum Großherzogtum Frankfurt, 1813 zu Österreich und 1816 zu Bayern.
Bei einem Großfeuer wurden am 25. April 1854 303 Haupt- und 370 Nebengebäude im Stadtkern zerstört.
Während des Deutschen Krieges 1866 kam es im Zuge der Schlacht bei Kissingen am Buchberg bei Hammelburg am 10. Juli zu einem Gefecht zwischen bayerischen und preußischen Truppen.
Im März 1945 griff das amerikanische „Kommandounternehmen Hammelburg“ auf Befehl von General Patton erfolglos das Lager Hammelburg an, um Kriegsgefangene zu befreien, unter denen sich auch Pattons Schwiegersohn befand.
Bis zur Gebietsreform 1972 war Hammelburg Sitz des Landkreises Hammelburg mit dem Kfz-Kennzeichen HAB.
Hammelburg liegt im gleichnamigen Dekanat des Bistums Würzburg. Neben der römisch-katholischen Pfarrei St. Johannes der Täufer in Hammelburg gibt es in den Stadtteilen folgende katholische Kirchengemeinden:
Unweit der Kernstadt liegt das 1649 gegründete Franziskanerkloster Altstadt.
Der evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St. Michael gehören evangelische Christen aus dem gesamten Stadtgebiet und darüber hinaus an. Weiterhin existiert als dritte christliche Gemeinschaft eine freie "Christliche Gemeinde Hammelburg".
Mindestens seit dem 16. Jahrhundert waren jüdische Familien im Ortsteil Pfaffenhausen ansässig, die einen Friedhof einrichteten, auf dem ihre Verstorbenen bis 1938 bestattet wurden. Im Zusammenhang mit dem Novemberpogrom wurde ihnen das verboten. Gedenktafeln an der Kapelle und an der Friedhofsmauer erinnern seit 1986 an die Verfolgung und Ermordung der Juden in der Shoa.[3]
Der Stadtrat Hammelburg zählt 24 Stadträte. Die Sitzverteilung stellt sich seit der letzten Kommunalwahl im Jahr 2008 wie folgt dar:
| CSU | 8 Sitze |
| SPD | 5 Sitze |
| CBB-FW | 4 Sitze |
| Junge Liste | 2 Sitze |
| Bündnis 90/Die Grünen/Bürger für Umwelt | 2 Sitze |
| H.A.B. | 2 Sitze |
| Freie Wählerschaft | 1 Sitz |
Die Stadt unterhält (seit 1974) eine Städtepartnerschaft mit Turnhout in Belgien, mit dessen Schule das Frobenius-Gymnasium regelmäßig einen Schüleraustausch organisiert.
In der US-Serie Ein Käfig voller Helden, die im Zweiten Weltkrieg spielt, ist der zentrale Handlungsort das Gefangenenlager Stalag 13 nahe Hammelburg.
Hammelburg liegt an der Bundesautobahn 7 (Fulda–Würzburg) sowie an den Bundesstraßen 27 und 287
Die Kernstadt Hammelburg verfügt über 2 Bahnhaltepunkte:
Weitere Haltepunkte gibt es in den Stadtteilen Diebach, Morlesau und Westheim.
Den Fernverkehr erreicht man über folgende Bahnhöfe:
Oberhalb von Schloss Saaleck, angeschlossen an das Lager Hammelburg, befindet sich der Flugplatz Hohe Lanz, der von der Flugsportgruppe Hammelburg e. V. mit Motor- und Segelflugzeugen genutzt wird, sowie in der Nähe ein Modellflugplatz.
Der Sonderlandeplatz Lager Hammelburg wurde schon im Ersten Weltkrieg als eines der ersten königlich bayerischen Fluggelände genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten die Amerikaner ein Gebäude und eine Flugzeughalle. Seit 1963 wurde das Areal als Segelfluggelände der Fliegergruppe Noell aus Würzburg genutzt, vorher wurde in den Saalewiesen zwischen Hammelburg und Pfaffenhausen mit Segelflugzeugen geflogen. 1968 wurde die FSG Hammelburg e. V. gegründet und ist seitdem dort heimisch.
Heute gibt es neben einer Reihe von Voll- und Nebenerwerbswinzern die Städtische Kellerei (Schloss Saaleck), die Winzergenossenschaft (Kellereischloss) und die Filiale der Staatlichen Hofkellerei Würzburg (Trautlestal). Seit 1923 ist Hammelburg Hauptsitz der Bank Schilling & Co.
Der größte Arbeitgeber in Hammelburg ist die Bundeswehr. Einrichtungen sind die Infanterieschule der Bundeswehr mit dem VN Ausbildungszentrum (Ausbildungszentrum für Aufgaben im Auftrag der Vereinten Nationen), der Truppenübungsplatz und das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum. Des Weiteren sind Teile des Jägerregiments 1 und das Offizieranwärterbataillon Hammelburg dort stationiert. Das Jägerlehrbataillon 353 ist seit Ende 2006 aufgelöst. Sämtliche Bundeswehreinrichtungen befinden sich im Süden der Stadt auf dem Lagerberg. Das Lager Hammelburg bildet einen eigenen Stadtteil.
Neben dem Frobenius-Gymnasium, dessen Geschichte bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht, gibt es die Jakob-Kaiser-Realschule, eine Grundschule, eine Mittelschule mit Mittlere-Reife-Zug und Ganztagesschule sowie die Saaletal-Förderschule.
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