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Hamster

Dieser Artikel beschĂ€ftigt sich mit der biologischen Unterfamilie der Hamster. FĂŒr das Computer-Programm Hamster, siehe Hamster (Software)
Hamster
Roborowski-Zwerghamster (Phodopus roborovskii)

Roborowski-Zwerghamster (Phodopus roborovskii)

Systematik
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: MĂ€useverwandte (Myomorpha)
Überfamilie: MĂ€useartige (Muroidea)
Familie: WĂŒhler (Cricetidae)
Unterfamilie: Hamster
Wissenschaftlicher Name
Cricetinae
Fischer, 1817

Die Hamster (Cricetinae) sind eine Gruppe der MĂ€useartigen und werden meist den WĂŒhlern zugeordnet.

Ihr Verbreitungsgebiet sind trockene und halbtrockene Gebiete Eurasiens. In Mitteleuropa kommt nur der Feldhamster vor. Fossil sind Hamster seit dem mittleren MiozÀn aus dem nördlichen Afrika und aus Eurasien bekannt. Die meisten Hamster sind nicht gefÀhrdet. Eine Ausnahme bildet der Syrische Goldhamster, der wie einige andere Hamster als Versuchs- und Heimtier von Bedeutung ist.

Die maus- bis rattengroßen Hamster sind von wĂŒhlmausartiger Gestalt, jedoch meist mit kurzem Schwanz. Sie besitzen in jeder KieferhĂ€lfte drei bewurzelte BackenzĂ€hne, deren Höcker in zwei LĂ€ngsreihen angeordnet und durch Schmelzleisten meist kreuzweise miteinander verbunden sind. Die innen liegenden Backentaschen dienen dem Transport der Nahrung.

Inhaltsverzeichnis

Etymologie

Schon im Ă€lteren Althochdeutsch findet sich der Name hamastro (allerdings als Bezeichnung fĂŒr den „Kornwurm“, einen GetreideschĂ€dling). Erst spĂ€ter finden sich Formen wie hamstra, hampster, etc., fĂŒr das heute gemeinte Tier; bei Georgius Agricola (1549): hamester. Das Wort stammt wahrscheinlich vom altslawischen chomáșœstar (vergleiche: russisch chomjak).[1] Die neulateinische Bezeichnung cricetus wurde erst von Renaissancegelehrten aus dem tschechischen kƙeček gebildet.[2]

Körpermerkmale

Äußere Merkmale

Hamster werden maus- bis rattengroß.[3] Sie sind von wĂŒhlmausartiger Gestalt, jedoch meist mit kurzem, weniger als halbkörperlangem Schwanz.[4] Ihr walzenförmiger oder abgerundeter Körper ist an eine grabende Lebensweise sowie an eine Fortbewegung in unterirdischen GĂ€ngen angepasst. Der teilweise stummelartig verkleinerte Schwanz ist nahezu funktionslos.[5]

Die kurzen und krĂ€ftigen Gliedmaßen der Hamster sind an ausdauerndes Laufen angepasst. Die Vorderpfoten dienen dem Graben, Klettern und Festhalten der Nahrung sowie der Körperpflege. Der Daumen ist zurĂŒckgebildet und somit der grabenden Lebensweise angepasst.[5] Hamster besitzen an den Pfoten je fĂŒnf Zehen.[6]

Das graue bis braune Fell der Hamster ist weich und dicht. Der Schwanz ist nackt oder behaart, die Sohlen der Pfoten sind meist nackt. Unter den Sohlen der Hinterpfoten befinden sich große, beim Klettern behilfliche Ballen. Hamster besitzen scharfe Krallen.[7][5] In der Bauchmitte befindet sich eine TalgdrĂŒse.[8]

Typische Körpermaße der Hamster
Gattung oder Art Kopf-Rumpf-LÀnge LÀnge des Schwanzes Körpermasse
  Maße in Millimetern in Gramm
Kurzschwanz-Zwerghamster 53–102[9] 4–14[9] 23,4[10]
Mittelhamster 170–180[9] 12[9] 97–258[11]
Graue Zwerghamster 75–120[9] 20–50[9]  
Gansu-Zwerghamster 140[12] 108[12]  
Rattenartiger Zwerghamster 120–160[13] 70–100[13]  
Mittelgroße Zwerghamster 100–130[13] 17–25[13]  
Feldhamster 200–340[9] 40–60[9] 200–650[14]

Sinnesorgane

Der Geruchssinn der Hamster ist gut ausgebildet und sie können mit ihrer Nase Nahrung orten sowie auf GĂŒte und Genießbarkeit untersuchen. Ebenfalls gut ausgebildet ist ihr Gehörsinn. Durch die großen, als Schalltrichter wirkenden Ohrmuscheln können Hamster Beutetiere und Fressfeinde leicht wahrnehmen. Zum Schlafen werden die Ohrmuscheln zusammengefaltet und angelegt. Dem Tastsinn der Hamster dienen die langen Tasthaare. Mit ihnen können sie die Beschaffenheit ihrer Umgebung erkennen und sich selbst in der Dunkelheit orientieren. Weniger gut ausgebildet ist ihr Gesichtssinn. Mit den großen schwarzen Augen können die nacht- und dĂ€mmerungsaktiven Hamster nicht besonders gut sehen, jedoch Bewegungen und Helligkeitsunterschiede wahrnehmen.[5]

Kauapparat und Gebiss

Ein fressender Goldhamster
1 · 0 · 0 · 3  = 16
1 · 0 · 0 · 3
Zahnformel der Hamster.

Die Hamster besitzen einen myomorphen Kauapparat. Im Gegensatz zu anderen MĂ€useartigen bewegen sie den Unterkiefer beim Kauen schrĂ€g. Charles und Mitarbeiter (2007) stellten bei einem Feldhamster und einem Syrischen Goldhamster einen durchschnittlichen Winkel von 40,2 Grad zwischen der Achse der oberen Backenzahnreihe und 43 zur Zunge gerichteten Mikrokratzern auf dem Entoconid des zweiten Unterkieferbackenzahns fest. Die Standardabweichung betrug 12,2 Grad.[15]

Das fĂŒr MĂ€useartige typische Gebiss der Hamster weist insgesamt 16 ZĂ€hne auf. In jeder KieferhĂ€lfte befinden sich ein Nagezahn und drei BackenzĂ€hne. EckzĂ€hne und VorbackenzĂ€hne sind nicht vorhanden und jede Backenzahnreihe ist durch eine große zahnfreie LĂŒcke von den NagezĂ€hnen getrennt.

Entwicklung des Gebisses

Der Zahndurchbruch der NagezĂ€hne erfolgt vor der Geburt[16] oder kurz danach. Darauf brechen die ersten, danach die zweiten und schließlich die dritten BackenzĂ€hne durch. VollstĂ€ndig durchgebrochen sind letztere erst bei erwachsenen Hamstern. Die Kalkeinlagerung der Zahnkronen ist kurz vor dem Zahndurchbruch abgeschlossen, die der Zahnwurzeln deutlich spĂ€ter.[17][18] Geringe Unterschiede beim Zahndurchbruch und bei der Kalkeinlagerung, insbesondere bei den dritten BackenzĂ€hnen, könnten mit dem Körperwachstum sowie der WurfgrĂ¶ĂŸe zusammenhĂ€ngen. Ebenfalls könnten diese durch die ErnĂ€hrung beeinflusst werden. Das Geschlecht hat offenbar keine Auswirkung. Ein Zahnwechsel findet bei den Hamstern nicht statt.[19]

NagezÀhne

Die NagezĂ€hne der Hamster wachsen stĂ€ndig nach und sind gelb pigmentiert.[19] Sie sind nach hinten gebogen, breit und auf der Vorderseite eben.[17] Auf der RĂŒckseite sind sie konkav. Die Schnittkanten sind vorne flach und ausgesprochen meißelförmig. Die Zahnspitzen der oberen und unteren NagezĂ€hne liegen nahezu parallel zueinander. Bei geschlossenem Kiefer berĂŒhren die Spitzen der unteren NagezĂ€hne beinahe die zungenseitige Zahnbasis der oberen NagezĂ€hne.[20]

BackenzÀhne

Die BackenzĂ€hne der Hamster sind im Wachstum beschrĂ€nkt, nicht pigmentiert und erscheinen bei lebenden Hamstern weiß oder leicht rosa. Sie sind niederkronig und besitzen gut entwickelte Zahnwurzeln. Die Schlussbissstellung der BackenzĂ€hne tritt bei in Ruheposition zurĂŒckgezogenem Unterkiefer auf.[19] Die oberen und unteren Backenzahnreihen treffen dabei genau aufeinander, die jeweiligen zungen- sowie backenseitigen Kanten sind einander angenĂ€hert und die Höcker der UnterkieferbackenzĂ€hne liegen vor den entsprechenden Höckern der OberkieferbackenzĂ€hne. Die BackenzĂ€hne der Hamster Ă€hneln einander viel mehr als andere tribosphenische BackenzĂ€hne.[20]

Die Anzahl der ZahnfÀcher betrÀgt normalerweise je vier bei den ersten beiden OberkieferbackenzÀhnen, drei beim dritten Oberkieferbackenzahn und je zwei bei den UnterkieferbackenzÀhnen. Die zwei vorderen ZahnfÀcher des ersten Oberkieferbackenzahns liegen seitlich versetzt hintereinander. Die zwei hinteren ZahnfÀcher des ersten Oberkieferbackenzahns, die zwei vorderen sowie die zwei hinteren ZahnfÀcher des zweiten Oberkieferbackenzahns und die zwei vorderen ZahnfÀcher des dritten Oberkieferbackenzahns liegen paarweise hintereinander. Das hinterste Zahnfach des dritten Oberkieferbackenzahns liegt mittig und die sechs ZahnfÀcher der UnterkieferbackenzÀhne liegen in einer Reihe hintereinander.[21]

KauflÀche der BackenzÀhne

Rechte Backenzahnreihen eines erwachsenen Feldhamsters aus Rheinhessen.[22]

Kennzeichnend fĂŒr die Hamster ist die stumpfhöckerige KauflĂ€che der BackenzĂ€hne, die ihre charakteristischen Merkmale trotz Abrieb im Alter beibehĂ€lt.[23] Die Zahnhöcker sind entsprechend dem fĂŒr WĂŒhler typischen cricetiden Bauplan in Ober- und Unterkiefer in zwei LĂ€ngsreihen angeordnet.[24] Die ersten BackenzĂ€hne weisen je drei, die zweiten und dritten BackenzĂ€hne je zwei hintereinander liegende Höckerpaare auf. Die Höcker sind durch Schmelzleisten meist kreuzweise miteinander verbunden. An den Vorder- und Hinterenden können weitere Leisten hinzutreten.[25]

Der vorne liegende Anteroconus des ersten Oberkieferbackenzahns ist in einen Innen- und einen Außenhöcker geteilt. Zungenseitig folgen Protoconus und Hypoconus, backenseitig Paraconus und Metaconus. Beim ersten Unterkieferbackenzahn ist das Anteroconid ebenfalls zweigeteilt. Zungenseitig folgen Metaconid und Entoconid, backenseitig Protoconid und Hypoconid. Der Aufbau der zweiten und dritten BackenzĂ€hne ist Ă€hnlich, jedoch ist der vorne liegende Schmelzwulst nicht zu einem Anteroconus oder Anteroconid ausgebildet.[22]

Die beiden Höcker eines jeden Paares sind durch eine tiefe Kaugrube voneinander getrennt und backen- sowie zungenseitig befinden sich zwischen jedem Paar breite, dreieckige Furchen. Die Zahnkrone der BackenzÀhne ist vollstÀndig von Zahnschmelz bedeckt.[19] Durch Abrieb nimmt die Höhe der Höcker mit dem Alter ab und unter dem Zahnschmelz kommt das Zahnbein zum Vorschein.[26] Bei Àlteren Hamstern sind die Höcker zunÀchst weniger ausgeprÀgt und schmal. Durch weiteren Abrieb verbinden sie sich miteinander und verschwinden beinahe.[17]

Backentaschen

Charakteristisch fĂŒr die Hamster sind die innen liegenden Backentaschen. Diese verlaufen entlang des Unterkiefers, reichen bis zu den Schultern und dienen dem Transport von Nahrung.[7][5] Ihre Öffnung liegt direkt hinter der Stelle, an der sich Lippen und Backen in der zahnfreien LĂŒcke des Gebisses nach innen wölben.[27] Die Taschen werden durch AusstĂŒlpungen der Mundhöhle tief zu den Halshautmuskeln Platysma und Musculus sphincter colli profundus gebildet. Der RĂŒckziehermuskel leitet sich vom Trapezmuskel ab, als Schließmuskel fungiert die Gruppe der Backenmuskel. An der hinteren Innenwand der Taschen befindet sich ein nach vorne ragendes, stark gefaltetes Gewebe. Dieses ermöglicht die VergrĂ¶ĂŸerung der Taschen, wenn Nahrung aufgenommen wird.[28] Da die Taschen kein LymphgefĂ€ĂŸsystem besitzen, reagieren ihre Zellen nicht auf Fremdkörper.[27]

Verbreitung, Fossilfunde und Bestand

Das Verbreitungsgebiet der Hamster sind trockene und halbtrockene Gebiete Eurasiens.[7] In Mitteleuropa kommt nur der Feldhamster vor, im östlichen Europa sind daneben noch der Graue Zwerghamster und der RumÀnische Goldhamster verbreitet.[29]

Auch fossil sind die Hamster auf die PalĂ€arktis beschrĂ€nkt. Im nördlichen Afrika sind sie aus dem mittleren MiozĂ€n bekannt, in Europa seit dem mittleren MiozĂ€n, in Asien seit dem spĂ€ten MiozĂ€n und im Mittelmeerraum aus dem frĂŒhen PliozĂ€n sowie dem HolozĂ€n.[30]

Die meisten Hamster sind nicht gefÀhrdet. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft lediglich den Syrischen Goldhamster als stark gefÀhrdet und den RumÀnischen Goldhamster als gefÀhrdet ein.[29]

Systematik und Nomenklatur

Äußere Systematik

Die Hamster sind ein Taxon der MĂ€useartigen und werden hĂ€ufig als Unterfamilie den WĂŒhlern zugeordnet. Rezente Hamster bilden eine unumstrittene Verwandtschaftsgruppe und sind ein Überbleibsel einer im frĂŒhen MiozĂ€n in Europa begonnenen Ausbreitung im Neogen, die zu einer FĂŒlle ausgestorbener Arten fĂŒhrte.[29] Die manchmal den Hamstern zugeordneten Maushamster, Afrikanischen Hamster und Blindmulle sind nicht nĂ€her mit diesen verwandt.

Innere Systematik

Musser und Carleton (2005) unterscheiden sieben rezente Gattungen.[29]

Als Zwerghamster werden alle Gattungen außer Mittelhamstern und Großhamstern zusammengefasst.

Die innere Systematik der Hamster ist instabil. Die Zwerghamster sind nicht nĂ€her miteinander verwandt und auch die Grauen Zwerghamster bilden vermutlich keine Verwandtschaftsgruppe.[29] Nach molekulargenetischen Untersuchungen von Neumann und Mitarbeitern (2006) teilen sich die rezenten Hamster in drei Verwandtschaftsgruppen auf, die sich wĂ€hrend des spĂ€ten MiozĂ€ns vor sieben bis zwölf Millionen Jahren entwickelten. Die Kurzschwanz-Zwerghamster bilden die Schwestergruppe der Mittelhamster sowie der restlichen Hamster. Innerhalb dieser trennten sich erst Daurischer und Langschwanz-Zwerghamster, danach die Rattenartigen Zwerghamster, der Graue Zwerghamster und schließlich die Mittelgroßen Zwerghamster von den Großhamstern.[31] Nach Untersuchungen von Lebedew und Mitarbeitern (2003) könnte der Tibet-Zwerghamster eine Gruppe mit den Kurzschwanz-Zwerghamstern bilden oder wie diese eine basale Position einnehmen.[32]

FĂŒr die rezenten Hamster ergeben sich die folgenden VerwandtschaftsverhĂ€ltnisse:

Hamster (Cricetinae) 
 N.N. 

 Mittelhamster (Mesocricetus)


 N.N. 
 Graue Zwerghamster (Cricetulus

 Daurischer Zwerghamster (Cricetulus barabensis)


     

 Sokolows Zwerghamster (Cricetulus sokolovi)


     

 Langschwanz-Zwerghamster (Cricetulus longicaudatus)



 N.N. 

 ? Gansu-Zwerghamster (Cansumys)


 N.N. 

 Rattenartige Zwerghamster (Tscherskia)


 N.N. 

 Grauer Zwerghamster (Cricetulus migratorius)


 N.N. 

 Mittelgroße Zwerghamster (Allocricetulus)


     

 Großhamster (Cricetus)








     

 Kurzschwanz-Zwerghamster (Phodopus)


 ? Graue Zwerghamster (Cricetulus

 Tibet-Zwerghamster (Cricetulus kamensis)


     

 Indischer Zwerghamster (Cricetulus alticola)




McKenna und Bell (1997) unterscheiden 15 weitere, fossile Gattungen:[30]

Rotundomys Mein, 1965 mit dem Synonym Cricetulodon Hartenberger, 1966 im mittleren bis spÀten MiozÀn und PliozÀn in Europa
Microtocricetus Fahlbusch & Mayr, 1975 mit dem subjektiven Synonym Sarmatomys Topachevsky & Skorik, 1975 im mittleren MiozÀn in Europa
Ischymomys Zazhigin in Gromov, 1971 im spÀten MiozÀn in Asien
Collimys Daxner-Höck, 1972 im spÀten MiozÀn in Europa
Pannonicola Kretzoi, 1965 im spÀten MiozÀn in Europa
Hattomys Freudenthal, 1985 vermutlich im spÀten MiozÀn in Europa
Nannocricetus Schaub, 1934 im spÀten MiozÀn in Asien, vermutlich im spÀten PliozÀn in Asien, vermutlich im mittleren PleistozÀn in Asien
Karstocricetus Kordos, 1987 im spÀten MiozÀn in Osteuropa
Kowalskia Fahlbusch, 1969 im spĂ€ten MiozĂ€n in Asien, im spĂ€ten MiozĂ€n bis spĂ€ten PliozĂ€n in Europa, im frĂŒhen PliozĂ€n im Mittelmeerraum
Hypsocricetus Daxner-Höck, 1992 im spÀten MiozÀn in Makedonien
Sinocricetus Schaub, 1930 im spÀten MiozÀn in der Inneren Mongolei
Paracricetulus Young, 1927 im frĂŒhen PliozĂ€n in Asien
Chuanocricetus Zheng, 1993 im spÀten PliozÀn in China
Amblycricetus Zheng, 1993 im spÀten PliozÀn in China
Rhinocricetus Kretzoi, 1956 im frĂŒhen bis mittleren PleistozĂ€n in Europa

Nomenklatur

Carl von LinnĂ© beschrieb den Feldhamster 1758 als Mus cricetus, Peter Simon Pallas 1773 den Grauen Zwerghamster als Mus migratorius, den Daurischen Zwerghamster als Mus barabensis und den Dsungarischen Zwerghamster als Mus sungorus. 1779 fĂŒhrt Nathanael Gottfried Leske die Gattung Cricetus ein, 1867 Henri Milne Edwards fĂŒr die Zwerghamster die Gattung Cricetulus und 1898 Alfred Nehring fĂŒr die Mittelhamster die Gattung Mesocricetus. Im 20. Jahrhundert wurde die Gattung Cricetulus in weitere Gattungen aufgeteilt.[29]

WeiterfĂŒhrende Informationen

Literatur

  •  Friedrich Gabriel Sulzer: Versuch einer Naturgeschichte des Hamsters. Johann Christian Dieterich, Göttingen und Gotha 1774, S. 212 (Eines der ersten BĂŒcher zum Thema Hamster, Ansicht in der Google Buchsuche).</span>

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. ↑ Grimms Deutsches Wörterbuch
  2. ↑ Nicola Zingarelli: Vocabolario della lingua italiana, Zanichelli, 2008, ISBN 978-88-08-14994-7.
  3. ↑  Jochen Niethammer: WĂŒhler. In: Bernhard Grzimek (Hrsg.): Grzimeks EnzyklopĂ€die SĂ€ugetiere. Band 5. Kindler-Verlag, MĂŒnchen [1988], S. 206–265 (ElfbĂ€ndige Lizenzausgabe der Originalausgabe von 1988; S. 206).</span>
  4. ↑  Jochen Niethammer: Familie Cricetidae Rochebrune, 1881 â€“ Hamster. In: Jochen Niethammer, Franz Krapp (Hrsg.): Handbuch der SĂ€ugetiere Europas. Band 2/I: Nagetiere II. Akademische Verlagsgesellschaft, Wiesbaden 1982a, ISBN 3-89104-026-1, S. 1–6 (S. 3).</span>
  5. ↑ a b c d e  Michael Mettler: Alles ĂŒber Zwerg- und Goldhamster. Falken-Verlag, Niedernhausen (Taunus) 1995, ISBN 3-8068-1012-5 (96 Seiten; S. 11–12).</span>
  6. ↑  Rudolf Piechocki: Familie WĂŒhler. In: IrenĂ€us Eibl-Eibesfeldt, Martin Eisentraut, Hans-Albrecht Freye, Bernhard Grzimek, Heini Hediger, Dietrich Heinemann, Helmut Hemmer, Adriaan Kortlandt, Hans Krieg, Erna Mohr, Rudolf Piechocki, Urs Rahm, Everard J. Slijper, Erich Thenius (Hrsg.): Grzimeks Tierleben. EnzyklopĂ€die des Tierreichs. Elfter Band: SĂ€ugetiere 2. Kindler-Verlag, ZĂŒrich 1969, S. 301–344 (S. 305–306).</span>
  7. ↑ a b c  Julie Feaver, Zhang Zhi-Bin: Hamster. In: David W. Macdonald (Hrsg.): Die große EnzyklopĂ€die der SĂ€ugetiere. Könemann (Tandem-Verlag), Königswinter 2004 [2001], ISBN 3-8331-1006-6, S. 650–651 (deutsche Übersetzung der Originalausgabe von 2001).</span>
  8. ↑  W. B. Quay, P. Quentin Tomich: A Specialized Midventral Sebaceous Glandular Area in Rattus exulans. In: Journal of Mammalogy. 44, 1963, ISSN 0022-2372, S. 537–542 (Abstract, Volltext lizenzpflichtig).</span> Zitiert in: Niethammer 1982a (S. 3).
  9. ↑ a b c d e f g h  Ronald M. Nowak: Walker’s Mammals of the World. 6. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore/London 1999, ISBN 0-8018-5789-9 (1936 Seiten; S. 1419–1425).</span>
  10. ↑  Patricia D. Ross: Phodopus campbelli. In: Mammalian Species. Nr. 503, 1995, ISSN 0076-3519, S. 1–7 (Volltext).</span> Die Angaben beziehen sich auf fĂŒnf Campbell-Zwerghamster.
  11. ↑  Charles P. Lyman, Regina C. O’Brien: Laboratory Study of the Turkish Hamster Mesocricetus brandti. In: Breviora. Nr. 442, 1977, ISSN 0006-9698, S. 1–27.</span> Zitiert in: Nowak 1999 (S. 1423). Die Angaben beziehen sich auf den Syrischen und den TĂŒrkischen Goldhamster.
  12. ↑ a b  Glover Morrill Allen: The Mammals of China and Mongolia. Part 2. In: Walter Granger (Hrsg.): Natural History of Central Asia. 11, American Museum of Natural History, New York 1940, S. 621–1350 (Central Asiatic Expeditions).</span> Zitiert in: Nowak 1999 (S. 1423). Die Angaben beziehen sich auf ein erwachsenes Weibchen.
  13. ↑ a b c d Allen 1940. Zitiert in: Nowak 1999 (S. 1421–1423).
  14. ↑  Ulrich Weinhold, Anja Kayser: Der Feldhamster. Cricetus cricetus. In: Die Neue Brehm-BĂŒcherei. 1. Auflage. 625, Westarp-Wissenschaften, Hohenwarsleben 2006, ISBN 3-89432-873-8 (127 Seiten; S. 19).</span>
  15. ↑  Cyril Charles, Jean-Jacques Jaeger, Jacques Michaux, Laurent Viriot: Dental Microwear in Relation to Changes in the Direction of Mastication During the Evolution of Myodonta (Rodentia, Mammalia). In: Naturwissenschaften. 94, Nr. 1, 2007, ISSN 0028-1042, S. 71–75 (Abstract und Volltext).</span>
  16. ↑ Flint 1966 (S. 84–85)
  17. ↑ a b c  Nuri Yiğit: Age-dependent Cranial Variations in Mesocricetus brandti (Mammalia: Rodentia) Distributed in Turkey. In: Turkish Journal of Zoology. 27, Nr. 1, 2003, ISSN 1300-0179, S. 65–71 (S. 66-68, Abstract und Volltext).</span>
  18. ↑ Orland 1946 (Tab. 1).
  19. ↑ a b c d  Frank J. Orland: A Study of the Syrian Hamster, Its Molars, and Their Lesions. In: Journal of Dental Research. 25, Nr. 6, 1946, ISSN 0022-0345, S. 445–453 (S. 446–447, Abstract und Volltext).</span>
  20. ↑ a b  Gerard C. Gorniak: Feeding in Golden Hamsters, Mesocricetus auratus. In: Journal of Morphology. 154, Nr. 3, 1977, ISSN 0362-2525, S. 427–458 (S. 433–434, Abstract und Volltext).</span>
  21. ↑ Niethammer 1982a (Abb. 2, S. 3).
  22. ↑ a b Niethammer 1982a (Abb. 4, Abb. 1, Tab. 1). Nomenklatur nach:  Emmet Thurman Hooper: A Systematic Review of the Harvest Mice (Genus Reithrodontomys) of Latin America. In: Miscellaneous Publications, Museum of Zoology, University of Michigan. Nr. 77, University of Michigan Press, Ann Arbor 1952, ISSN 0076-8405 (255 Seiten).</span>
  23. ↑  Wladimir Jewgenjewitsch Flint: Die Zwerghamster der palĂ€arktischen Fauna. In: Die Neue Brehm-BĂŒcherei. 2. Auflage. 366, Westarp-Wissenschaften, Hohenwarsleben 2006 [1966], ISBN 3-89432-766-9 (99 Seiten; Nachdruck der 1. Auflage von 1966; S. 4–5).</span>
  24. ↑  Sharon A. Jansa, Marcelo Weksler: Phylogeny of Muroid Rodents: Relationships Within and Among Major Lineages as Determined by IRBP Gene Sequences. In: Molecular Phylogenetics and Evolution. 31, Nr. 1, 2004, ISSN 1055-7903, S. 256–276 (S. 272, Abb. 3, Abstract und Volltext).</span>
  25. ↑ Niethammer 1982a (S. 1).
  26. ↑  Jochen Niethammer: Cricetus cricetus (Linnaeus, 1758) â€“ Hamster (Feldhamster). In: Jochen Niethammer, Franz Krapp (Hrsg.): Handbuch der SĂ€ugetiere Europas. Band 2/I: Nagetiere II. Akademische Verlagsgesellschaft, Wiesbaden 1982b, ISBN 3-89104-026-1, S. 7–28 (Tab. 5, Abb. 9).</span>
  27. ↑ a b  Chris Logsdail, Peter Logsdail, Kate Hovers: Hamsterlopaedia. A Complete Guide to Hamster Care. Ringpress Books, Dorking 2005 [2002], ISBN 1-86054-246-8 (S. 69).</span>
  28. ↑  James M. Ryan: Comparative Morphology and Evolution of Cheek Pouches in Rodents. In: Journal of Morphology. 190, Nr. 1, 1986, ISSN 0362-2525, S. 27–42 (Abstract, Volltext lizenzpflichtig).</span>
  29. ↑ a b c d e f  Guy G. Musser, Michael D. Carleton: Superfamily Muroidea. In: Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A Taxonomic and Geographic Reference. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore 2005, ISBN 0-8018-8221-4, S. 894–1531 (S. 1039–1046).</span>
  30. ↑ a b  Malcolm C. McKenna, Susan K. Bell: Classification of Mammals Above the Species Level. Columbia University Press, New York 1997, ISBN 0-231-11012-X (631 Seiten; S. 149–151).</span>
  31. ↑  Karsten Neumann, Johan Michaux, Wladimir S. Lebedew, Nuri Yigit, ErcĂŒment Çolak, Natalja W. Iwanowa, Andrei B. Poltoraus, Alexei Surow, Georgi Markow, Steffen Maak, Sabine Neumann, Rolf Gattermann: Molecular Phylogeny of the Cricetinae Subfamily Based on the Mitochondrial Cytochrome b and 12S rRNA Genes and the Nuclear vWF Gene. In: Molecular Phylogenetics and Evolution. 39, Nr. 1, 2006, S. 135–148 (Abstract, Volltext lizenzpflichtig).</span>
  32. ↑  Wladimir S. Lebedew, Natalja W. Iwanowa, N. K. Pawlowa, Andrei B. Poltoraus: Molecular Phylogeny of the Palearctic Hamsters. In: Alexander O. Awerjanow, Natalja Iossifowna Abramson (Hrsg.): Systematics, Phylogeny and Paleontology of Small Mammals. Pensoft, Sankt Petersburg 2003 (Russischer Originaltitel des Sammelwerks: ĐĄĐžŃŃ‚Đ”ĐŒĐ°Ń‚ĐžĐșа, Ń„ĐžĐ»ĐŸĐłĐ”ĐœĐžŃ Đž ĐżĐ°Đ»Đ”ĐŸĐœŃ‚ĐŸĐ»ĐŸĐłĐžŃ ĐŒĐ”Đ»Đșох ĐŒĐ»Đ”ĐșĐŸĐżĐžŃ‚Đ°ŃŽŃ‰ĐžŃ…).</span> Zitiert in:  Hamster. In: Wikipedia, The Free Encyclopedia.</span>

Weblinks

 Commons: Cricetinae â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Hamster â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
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