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| Handelshochschule Leipzig | |
|---|---|
| Gründung | 1898; Wiedergründung 1992 |
| Trägerschaft | privat; Handelshochschule Leipzig GmbH |
| Ort | Leipzig |
| Bundesland | Sachsen |
| Staat | Deutschland |
| Leitung | Rektor Andreas Pinkwart Kanzler Axel Baisch |
| Studenten | rund 300[1] |
| Mitarbeiter | rund 100, davon rund 60 wissenschaftliche Mitarbeiter |
| Website | www.hhl.de |
Die Handelshochschule Leipzig. Leipzig Graduate School of Management, kurz HHL, ist eine private, staatlich anerkannte und universitäre Business School in Leipzig. Sie wurde 1898 gegründet und gilt als erste deutsche private Hochschule für Betriebswirtschaftslehre. Heute besitzt sie Promotions- und Habilitationsrecht.
Inhaltsverzeichnis |
Die HHL wurde im April 1898 als Handelshochschule auf Initiative der Leipziger Handelskammer gegründet. Nach mehreren Umzügen hatte sie seit 1910 ihren Sitz in der Ritterstraße. 1946 wurde sie als Fakultät in die Universität Leipzig eingegliedert, erhielt 1969 jedoch als Nachfolgerin der geschlossenen Hochschule für Binnenhandel eine Teilautonomie zurück. 1992 wurde die Hochschule im Rahmen der Novelle des Sächsischen Hochschulgesetzes geschlossen, im selben Jahr kam es zur Neugründung durch die Industrie- und Handelskammer zu Leipzig.[2] Im Jahre 1996 wurden die ersten Studenten eingeschrieben. Die HHL gehört der IHK Leipzig, der Stiftung der Kramerinnung und der Gesellschaft von Freunden der HHL.[3]
Die HHL ist nach Studienprogrammen und Lehrstühlen organisiert.[4] Die Leitung setzt sich zusammen aus dem Akademischen Rektor, der zugleich Dekan ist, und dem Kanzler.[5]
Im April 2004 erhielt die HHL als erste private Hochschule in Deutschland die Akkreditierung von der Association to Advance Collegiate Schools of Business (AACSB), welche im April 2009 bestätigt wurde.[6] Alle Programme, in denen die HHL einen akademischen Abschluss verleiht, sind durch die Organisation ACQUIN staatlich akkreditiert. In Rankings schneidet die Hochschule gut ab.[7]
Mit über 120 Start-ups, die aus der HHL hervorgegangen sind, zählt die private Universität zu einer der erfolgreichsten Gründerschmieden in Deutschland. Auszeichnungen für HHL Startups sind z. B. KfW Gründerchampion, Wirtschaftswoche Gründer des Jahres, RedHerring Top 100 EMEA Winner und Weconomy winner.
In allen Studienprogrammen wird ausschließlich auf Englisch unterrichtet. Austauschstudenten, welche ein bis drei Semester an der HHL absolvieren, um im Anschluss ihr Studium an der Heimatuniversität fortzusetzen, sind in allen Studienprogrammen vertreten, hauptsächlich jedoch im M.Sc.- und im MBA-Programm.[2]
Mit dem konsekutiven Masterstudiengang haben Bachelor-Absolventen (Universität, Fachhochschule oder Berufsakademie) die Möglichkeit, in einem 21-monatigen, englischsprachigen Studienprogramm den Master of Science in Management (M.Sc.) zu erwerben. Die Studierenden absolvieren ein Pflichtpraktikum und verbringen einen Term an einer ausländischen Partneruniversität ihrer Wahl. Das berufsbegleitende M.Sc.-in-Management-Programm begann im Januar 2011 erstmalig und vermittelt innerhalb von 24 Monaten vertiefte Managementkenntnisse. Der Unterricht findet etwa alle drei Wochen am Wochenende in Leipzig statt.
Das Vollzeit-MBA-Studium der HHL richtet sich an Absolventen aller Studiengänge, die bereits über erste Berufserfahrungen verfügen. Der Unterricht erfolgt in kleinen Gruppen; das Studium ist international ausgerichtet und stark praxisorientiert. Das Programm startet jeweils im September und dauert 18 Monate. Für Berufstätige mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung bietet die HHL ein Teilzeit-MBA-Studium an, welches die Teilnehmer berufsbegleitend absolvieren. Die Kurse finden an 17 Wochenenden verteilt auf einen Zeitraum von 24 Monaten in Leipzig statt. Das Teilzeit-MBA-Programm startet im März und dauert 24 Monate.
Das voraussichtlich im Oktober 2012 erstmalig startende MBA-Programm[8] richtet sich an Absolventen aller Studiengänge, welche bereits über Berufs- und Führungserfahrung verfügen. Innerhalb von 18 Monaten wird das Programm in zehn Blockwochen in Leipzig (vier Wochen), Barcelona (vier Wochen), und an zwei weiteren Hochschulen (je eine Woche) in Brasilien, China oder Indien unterrichtet.
Das auf drei Jahre ausgelegte Promotionsstudium der HHL richtet sich an Kandidaten mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Hochschulabschluss. Das Studium findet in Form von Vorlesungen und Seminaren sowie Forschungskolloquien und Konferenzen statt, die innerhalb eines Jahres absolviert werden können. Der Promotionsstudent erlangt nach erfolgreicher Beendigung des Studiums und der Annahme seiner Dissertation den Titel Dr. rer. oec. Alle Veranstaltungen des Promotionsstudiums werden so angeboten, dass sie parallel zu einer beruflichen Tätigkeit absolviert werden können.
Die HHL hat über 100 Partnerhochschulen[9], unter anderem:
Universitäten: Handelshochschule Leipzig | Universität Leipzig*
Kunst- und Musikhochschulen: Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig* | Hochschule für Musik und Theater Leipzig*
Fachhochschulen: AKAD-Fachhochschulen | HTWK Leipzig* | Hochschule für Telekommunikation Leipzig
(* Trägerschaft durch den Freistaat Sachsen)
(Technische) Universitäten: TU Chemnitz* | Dresden International University | TU Dresden* | TU Bergakademie Freiberg* | Handelshochschule Leipzig | Universität Leipzig* | Internationales Hochschulinstitut Zittau*
Kunst- und Musikhochschulen: Hochschule für Bildende Künste Dresden* | Hochschule für Musik Dresden* | Hochschule für Kirchenmusik Dresden | Palucca Schule Dresden* | Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig* | Hochschule für Musik und Theater Leipzig*
Fachhochschulen: AKAD-Fachhochschule Leipzig | EBC Hochschule Dresden | Fachhochschule Dresden | HTW Dresden* | HTWK Leipzig* | Hochschule für Telekommunikation Leipzig | Hochschule Mittweida* | Hochschule Zittau/Görlitz* | Westsächsische Hochschule Zwickau* | Hochschule der Sächsischen Polizei* | Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung* | Evangelische Hochschule Moritzburg | Hochschule für Soziale Arbeit
(* Trägerschaft durch den Freistaat Sachsen)