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Hannover

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Hannover (BegriffsklĂ€rung) aufgefĂŒhrt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Hannover
Hannover
Deutschlandkarte, Position der Stadt Hannover hervorgehoben
52.3744444444449.738611111111155Koordinaten: 52° 22â€Č N, 9° 44â€Č O{{#coordinates:52,374444444444|9,7386111111111|primary
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Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Region Hannover
Höhe: 55 m ĂŒ. NHN
FlĂ€che: 204,14 kmÂČ
Einwohner: {{#invoke:FormatNum|format|514137 |format=dewiki}} (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 2519 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahlen: 30159–30659
Vorwahl: 0511
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GemeindeschlĂŒssel: 03 2 41 001
Stadtgliederung: 13 Stadtbezirke, 51 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Trammplatz 2
30159 Hannover
WebprÀsenz: www.hannover.de
OberbĂŒrgermeister: Stefan Schostok (SPD)
Lage der Stadt Hannover in der Region Hannover
Region HannoverNiedersachsenWedemarkBurgwedelNeustadt am RübenbergeBurgdorfUetzeLehrteIsernhagenLangenhagenGarbsenWunstorfSeelzeBarsinghausenSehndeHannoverGehrdenLaatzenWennigsenRonnenbergHemmingenPattensenSpringeLandkreis Hameln-PyrmontLandkreis SchaumburgLandkreis Nienburg/WeserLandkreis HeidekreisLandkreis CelleLandkreis PeineLandkreis GifhornLandkreis HildesheimKarte
Über dieses Bild

Hannover [haˈnoːfɐ] ist die Hauptstadt des Landes Niedersachsen. Unter dem Namen Hanovere 1150 erstmals urkundlich erwĂ€hnt, war die Stadt Hauptstadt Kurhannovers, ab 1814 Hauptstadt des Königreichs Hannover und zwischen 1866 und 1946 nach dessen Annexion durch Preußen als Folge des Deutschen Krieges Hauptstadt der Provinz Hannover. 1875 wurde sie mit ĂŒber 100.000 Einwohnern zur Großstadt. Heute gehört Hannover mit {{#invoke:FormatNum|format|514137|format=dewiki}} Einwohnern (Stand {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}) zu den 15 grĂ¶ĂŸten StĂ€dten Deutschlands.

Die kreisfreie Stadt gehört zur Region Hannover (entspricht einem Landkreis), fungierend als Kommunalverband besonderer Art, und ist Teil der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg.

Die an der Leine gelegene Stadt ist durch die seit 1947 stattfindende Hannover Messe sowie die CeBIT-Messe international bekannt. Hier kreuzen sich wichtige Schienen- und Straßenverkehrsverbindungen der Nord-SĂŒd-Richtung mit solchen der Ost-West-Richtung. Über den Mittellandkanal ist Hannover zudem an das Binnenschifffahrtsnetz angebunden.

Hannover ist Standort von sechs Hochschulen: Gottfried Wilhelm Leibniz UniversitĂ€t, Medizinische und TierĂ€rztliche Hochschule, Hochschule fĂŒr Musik, Theater und Medien, Hochschule Hannover und die Fachhochschule fĂŒr die Wirtschaft.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Lage

Hannover und Umgebung

Hannover liegt im Tal der Leine am Übergang des NiedersĂ€chsischen Berglands zum Norddeutschen Tiefland. Im SĂŒdwesten der Stadt grenzen die AuslĂ€ufer des Weserberglandes mit fruchtbaren Lössböden, im Norden die sandigen und moorigen Geestlandschaften der Burgdorf-Peiner und der Hannoverschen Moor-Geest an das Stadtgebiet.

Hannover und Umgebung im MĂ€rz 2013, fotografiert von der ISS

Die naturrĂ€umliche und verkehrsgeographische Lage bot Hannover gĂŒnstige Voraussetzungen fĂŒr die Entwicklung vom mittelalterlichen Dorf zur Großstadt. Im Mittelalter passierte ein bedeutender Nord-SĂŒd-Handelsweg durch das Leinetal die Ortsstelle an einer Flussfurt. Im 19. Jahrhundert folgte die Eisenbahn diesem Verlauf und durch den Bau des Mittellandkanals als Ost-West-Verbindung im 20. Jahrhundert lag Hannover am Kreuzungspunkt dieser wichtigen Verkehrswege. Gleiches gilt fĂŒr den Straßenverkehr durch den Schnittpunkt der Bundesautobahnen A 2 und A 7 nahe Hannover.

Siehe auch: Verkehr

Benachbarte GroßstĂ€dte sind Hildesheim, Braunschweig, Wolfsburg, Bielefeld, Göttingen, Kassel und Bremen. Nord- und OstseekĂŒste liegen in etwa gleich weit von Hannover entfernt.

Bremerhaven (150 km) Hamburg (135 km) LĂŒbeck (190 km)
Bremen (100 km) Celle (37 km)
Bielefeld (90 km) Compass card (de).svg Braunschweig (55 km) Wolfsburg (75 km)
Hameln (50 km) Göttingen (105 km) Hildesheim (30 km) Goslar (70 km)
* Entfernungsangaben beziehen sich auf die Entfernung (Luftlinie) bis zum Ortszentrum.

Nachbargemeinden

Folgende StÀdte und Gemeinden der Region Hannover grenzen an die Stadt Hannover: Langenhagen, Isernhagen, Lehrte, Sehnde, Laatzen, Hemmingen, Ronnenberg, Gehrden, Seelze und Garbsen. Dabei ist die Umgebung geprÀgt durch stÀdtisch geprÀgte Bebauung entlang der Verkehrsachsen sowie durch lÀndlich geprÀgte Bauweise in anderen Teilen.

Stadtgliederung

Stadtteile und Stadtbezirke von Hannover
Grenzpfahl an der Stadtgrenze mit Wappendarstellung

Hannover besteht aus 51 Stadtteilen. Jeweils zwei bis sieben dieser Stadtteile sind zu einem Stadtbezirk zusammengefasst, so dass folgende 13 Stadtbezirke bestehen: Mitte, Vahrenwald-List, Bothfeld-Vahrenheide, Buchholz-Kleefeld, Misburg-Anderten, Kirchrode-Bemerode-WĂŒlferode, SĂŒdstadt-Bult, Döhren-WĂŒlfel, Ricklingen, Linden-Limmer, Ahlem-Badenstedt-Davenstedt, Herrenhausen-Stöcken und Nord.

Über elf Prozent des etwa 200 Quadratkilometer großen Stadtgebietes sind öffentliche GrĂŒnflĂ€chen, weshalb Hannover auch als Großstadt im GrĂŒnen bezeichnet wird. Der zentrumsnahe Stadtwald Eilenriede hat allein eine GrĂ¶ĂŸe von 650 Hektar.

SĂŒdlich des Stadtzentrums befindet sich der Maschsee, ein circa 78 Hektar großer kĂŒnstlich angelegter See ohne natĂŒrlichen Zu- und Ablauf.

Von SĂŒden her kommend fließt die Leine durch Hannover nordwestlich in Richtung Aller. In Höhe des Maschsees wird ĂŒber den Schnellen Graben Leinewasser zur Ihme geleitet. Das dortige Wehr dient neben der Regulierung des Wasserstandes der Stromerzeugung. Die Ihme ist ein kleiner Bach, der aus dem Calenberger Land kommt. Durch die Zuleitung von Leinewasser wird sie zum Fluss, der sich nach wenigen Kilometern wieder mit der Leine vereinigt. Ab hier ist die Leine schiffbar. In Limmer mĂŒndet die Fösse in die Leine.

Hannover liegt durchschnittlich {{#invoke:FormatNum|format|55 |format=dewiki}} m ĂŒ. NN. Die höchsten natĂŒrlichen Erhebungen im Stadtgebiet sind der am SĂŒdostrand gelegene Kronsberg, dessen höchster Punkt mit 118,2 Metern ein AussichtshĂŒgel ist, und der 89,0 Meter hohe Lindener Berg. Die höchste kĂŒnstliche Erhebung ist der Nordberg mit 122 Metern[2] am Nordostrand auf dem GelĂ€nde der MĂŒlldeponie Lahe. Der tiefste Punkt befindet sich im Landschaftsschutzgebiet Klosterforst Marienwerder und liegt {{#invoke:FormatNum|format|44 |format=dewiki}} m ĂŒ. NN.

Klima

Im langjĂ€hrigen Mittel erreichte die Lufttemperatur in Hannover 8,7 Â°C und es fielen 661 Millimeter Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 22 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung fĂŒr Tage, an denen die Maximaltemperatur 25 Â°C ĂŒbersteigt) gerechnet werden.

Hannover
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
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36
 
5
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52
 
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44
 
13
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71
 
21
11
 
 
59
 
23
13
 
 
60
 
23
12
 
 
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19
10
 
 
49
 
13
6
 
 
50
 
8
2
 
 
62
 
5
0
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: DWD; wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschlĂ€ge fĂŒr Hannover
Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 3,8 4,7 8,7 13,0 18,2 20,6 22,8 22,9 18,6 13,4 7,7 4,9 Ø 13,3
Min. Temperatur (°C) −1,3 −1,4 1,1 3,2 7,3 10,5 12,6 12,2 9,5 5,9 2,4 0,2 Ø 5,2
Niederschlag (mm) 52,5 36,1 51,8 43,6 52,7 71,2 58,7 60,0 54,0 48,8 49,6 62,2 ÎŁ 641,2
Sonnenstunden (h/d) 1,3 2,2 3,4 4,8 6,7 6,7 6,4 6,4 4,5 3,4 1,7 1,1 Ø 4,1
Regentage (d) 10,5 8,6 10,9 9,2 8,8 11,0 9,9 9,5 9,5 9,3 10,5 11,8 ÎŁ 119,5
Luftfeuchtigkeit (%) 87 84 80 75 72 73 75 75 81 84 86 88 Ø 80
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
3,8
−1,3
4,7
−1,4
8,7
1,1
13,0
3,2
18,2
7,3
20,6
10,5
22,8
12,6
22,9
12,2
18,6
9,5
13,4
5,9
7,7
2,4
4,9
0,2
Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
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52,5 <div title="Januar" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 36,1 <div title="Februar" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 51,8 <div title="MĂ€rz" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 43,6 <div title="April" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 52,7 <div title="Mai" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 71,2 <div title="Juni" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 58,7 <div title="Juli" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 60,0 <div title="August" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 54,0 <div title="September" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 48,8 <div title="Oktober" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 49,6 <div title="November" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div> 62,2 <div title="Dezember" style="background: #8AB0FF; border-color: #739CF1; border-style: solid; border-width: 0px 1px 0px 1px; width: 19px; height:Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „{“px"></div>
  Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Natur- und Landschaftsschutzgebiete

Teilweise im Stadtgebiet liegen die Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebiete AltwarmbĂŒchener Moor, Mergelgrube bei Hannover, Leineaue zwischen Ruthe und Hannover, Bockmerholz-Gaim sowie Aller (mit Barnbruch), untere Leine, untere Oker. Teilweise darin enthalten sind, ganz oder teilweise im Stadtgebiet liegend, die Naturschutzgebiete Bockmerholz, Mergelhalde und Gaim sowie die Landschaftsschutzgebiete Wietzeaue, Obere Wietze, Laher Wiesen, Kugelfangtrift-SegelfluggelĂ€nde, AltwarmbĂŒchener See, AltwarmbĂŒchener Moor-Ahltener Wald, Mardalwiese, Breite Wiese-Nasse Wiese, Alte Bult, Kronsberg, Obere Leine, Hirtenbach/Wettberger Holz, Benther Berg Vorland/Fössetal, Mittlere Leine und Mecklenheide/Vinnhorst.[3]

Geschichte

→ Hauptartikel: Geschichte der Stadt Hannover

GrĂŒndung und erste BlĂŒte

Ältestes Fachwerkhaus Hannovers von 1566 in der Burgstraße 12

Hannover entstand aus einer mittelalterlichen Siedlung an einer hochwassergeschĂŒtzten Stelle am Leineufer. Dieser Standort gab der spĂ€teren Stadt Hannover vermutlich ihren Namen (Honovere = „Hohes Ufer“), was aber umstritten ist. Nach Auswertungen des Originals einer um 150 n. Chr. vom Geografen Claudius PtolemĂ€us gezeichneten Karte von „Germania Magna“ durch das Institut fĂŒr GeodĂ€sie der Technischen UniversitĂ€t Berlin gab es an der Stelle des heutigen Hannover bereits eine Siedlung namens Tulifurdum. Sprachgeschichtlich kann dies als Zusammensetzung der lateinischen Wörtern tuli („ich habe getragen“) und furdum („Furt“), welches auf den LeineĂŒbergang hinweist, gedeutet werden.[4] Helmut Plath, langjĂ€hriger Chef des Historischen Museums, schrieb ĂŒber den namenlosen Ort in seiner Stadtgeschichte: „WĂ€hrend des 1. bis 3. Jahrhunderts nach Christus, in der römischen Kaiserzeit, bestand auf dem Boden der spĂ€teren Alt- und Neustadt eine Besiedlung von nicht geringer Ausdehnung.“ Reste von TongefĂ€ĂŸen aus dieser Zeit wurden unter anderem im Untergrund der Aegidienkirche gefunden. Die Bewohner hatten dem Stamm der Cherusker angehört.[4] In einem alten Leinearm wurde ein Denar des römischen Kaisers Severus Alexander (222–232) geborgen, fĂŒr Plath, der nach dem Krieg nach Spuren der Vergangenheit gegraben hatte, der Beweis, dass die Siedlung „von dem mit den Römern in Zusammenhang stehenden Handel erreicht wurde“.[4]

Siehe auch: Namensgebung

In der NĂ€he gab es durch die nur 500 m breite Leineniederung und einen Werder eine Möglichkeit, die Leine an einer seichten Furt zu ĂŒberqueren. Dort kreuzten sich zwei Fernstraßen. Auch heute heißt die Straße, die an dieser Stelle parallel zur Leine verlĂ€uft, Am Hohen Ufer. Hinweise auf eine Marktsiedlung an dieser Stelle gibt es bereits aus der Zeit um das Jahr 950. Der Vicus Hanovere (vicus = „Marktflecken“) wurde erstmals um 1150 im Hildesheimer Miracula Sancti Bernwardi erwĂ€hnt. Im 12. Jahrhundert ließ Heinrich der Löwe Hannover ausbauen und belehnte die Grafen von Roden damit, welche von der Burg Lauenrode, einer Wasserburg in der Leineniederung bei Limmer, aus herrschten. 1241 erhielt Hannover das Stadtprivileg; seit dieser Zeit ist auch ein Rat nachweisbar. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts standen zwei BĂŒrgermeister an der Spitze der Stadt. Daneben gab es einen aus zwölf Mitgliedern bestehenden, sogenannten sitzenden Rat mit dem regierenden BĂŒrgermeister. Im LĂŒneburger Erbfolgekrieg bekam die Stadt 1371 das Große Privileg[5] verliehen, was ihr weitgehende Rechte einrĂ€umte, wie Zoll- und MĂŒhlenrechte und die Befestigung der Stadt. Rest der Stadtmauer Hannover

Zum Schutz der Stadt löste ab 1350 eine 8 m hohe Stadtmauer mit 34 MauertĂŒrmen die zuvor bestehende Befestigung aus palisadenbestandenen WĂ€llen und GrĂ€ben ab. Zur Stadtbefestigung Hannover gehörte ab 1392 auch eine Landwehr, die das stĂ€dtische Vorfeld sicherte. Von der frĂŒheren Hannoverschen Landwehr mit WĂ€llen, Hecken, WarthĂ€usern und -tĂŒrmen gibt es noch Einrichtungen wie den Turm auf dem Lindener Berg, den Döhrener Turm, den Pferdeturm, den Lister Turm und weitere. Die Stadt erlebte zu dieser Zeit eine erste wirtschaftliche BlĂŒte und trat der Hanse bei, die Einwohnerzahl stieg auf 4000.

In der Zeit der Reformation wuchs in der Bevölkerung die Neigung, die evangelische Lehre anzunehmen. Am 26. Juni 1533 schwor eine Versammlung auf dem Marktplatz, zu Luthers Wort zusammenzustehen. Obwohl sich die fĂŒhrenden Kreise der Stadt der Reformation nicht anschlossen, wurde sie durch die Opposition der BĂŒrger, die keine politischen Ämter innehatten, durchgesetzt. Der Rat der Stadt musste schließlich ins katholische Hildesheim flĂŒchten. 1580 unterzeichneten „BĂŒrgermeister und Ratname der Stadt Hannover“ die lutherische Konkordienformel von 1577.[6]

In Hannover wurden von 1514 bis 1657 mindestens 30 Personen in Hexenprozessen angeklagt, davon wurden 27 auf dem Scheiterhaufen hingerichtet oder starben im GefÀngnis. Letztes Opfer der Hexenverfolgung war Alheit Snur 1648.

Festungs- und Residenzstadt

Hannover von Osten gesehen als Merian-Stich um 1654, schwer befestigt mit Wassergraben, Wall und Stadtmauer mit MauertĂŒrmen

WĂ€hrend des DreißigjĂ€hrigen Krieges machte Herzog Georg von Calenberg 1636 die festungsartig ausgebaute Stadt zu seiner Residenz. Als Residenzstadt erlebte Hannover in den folgenden 80 Jahren eine erneute BlĂŒtezeit. Die Bauten dieser Epoche der Geschichte Hannovers setzten nachhaltige Akzente im Stadtbild.

1676 wurde Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716) von Herzog Johann Friedrich zum Hofrat und Leiter seiner Bibliothek berufen. Der in Leipzig geborene Philosoph und Mathematiker, der unter anderem das Dualsystem erfand, lebte bis zu seinem Tod in Hannover. 2005 wurde die Landesbibliothek und 2006 die UniversitĂ€t nach ihm benannt.

Ab 1699 gehörten dem Rat zwei BĂŒrgermeister, ein Syndikus, ein SekretĂ€r, zwei KĂ€mmerer und sechs Senatoren an. Von 1725 bis 1761 war Christian Ulrich Grupen stets einer der BĂŒrgermeister der Stadt.

Hannover war ab 1692 das 9. KurfĂŒrstentum des Heiligen Römischen Reiches (offizieller Name: Chur-Braunschweig-LĂŒneburg, inoffiziell auch Chur-Hannover, Kurhannover oder Hannover), nachdem Herzog Ernst August als Voraussetzung 1682 die Primogenitur eingefĂŒhrt hatte.

Von 1710 bis 1712 war der Komponist Georg Friedrich HĂ€ndel Kapellmeister am Hof des KurfĂŒrsten Georg Ludwig von Hannover. WĂ€hrend dieser Zeit schrieb HĂ€ndel unter anderem eine Reihe von Vokalduetten und dirigierte Schlosskonzerte im Leineschloss.

Hannover 1745 als sternförmige Festungsstadt mit Schanzen, Bastionen und WassergrÀben. Westlich der Leine liegt die einbezogene Calenberger Neustadt.

Nachdem KurfĂŒrst Georg Ludwig als Georg I. 1714 den britischen Thron bestiegen hatte, verlegte er seine Residenz von Hannover nach London. In Hannover festigte sich dadurch in der inneren Verwaltung ein Kreis von Adeligen- und Beamtenfamilien. Die Residenzstadt, die in den Jahren zuvor stark vom Hof abhĂ€ngig war, verödete dabei immer mehr. Auch Schloss und Garten Herrenhausen wurden bald nicht mehr genutzt. Diesem Umstand ist es letztlich zu verdanken, dass der Garten nicht mehr zeitgenössisch umgebaut wurde und der ursprĂŒngliche Barockzustand erhalten blieb.

Dies Ă€nderte sich 1837, als mit dem Tod Wilhelms IV. die 123 Jahre wĂ€hrende Personalunion der Königreiche Großbritannien und Hannover zu Ende ging und in Hannover König Ernst August I. den Thron bestieg. Am 22. Oktober 1843 wurde die Eisenbahnstrecke von Hannover bis Lehrte eröffnet, am 19. Mai 1844 war die Bahnstrecke Hannover–Braunschweig durchgĂ€ngig befahrbar. Gegen den Anschluss seiner Residenzstadt an das entstehende Eisenbahnnetz hatte sich der konservative König zunĂ€chst gewehrt. Wegen seiner Skepsis planten die Königlich Hannöverschen Staatseisenbahnen die ersten abzweigenden Strecken nicht in Hannover, sondern in Lehrte.

Im Jahr 1747 wurde die Aegidienneustadt eingemeindet, es folgten 1824 die Calenberger Neustadt und 1847 die Ernst-August-Stadt. Mit der Eingemeindung der Vorstadt Hannovers im Jahr 1859 mit den Ortschaften Königsworth, Schloßwende, Nordfeld, Vorort, Fernrode, BĂŒtersworth, Kirchwende, Bult, Heidorn, Tiefenriede, Emmerberg und Kleefeld wuchs die StadtflĂ€che von 157 auf 2354 Hektar und die Einwohnerzahl stieg von 38.000 auf 68.000.

Hannover war innerhalb des Königreichs Hannover eine autonome Stadt. 1823 wurde sie Sitz der Landdrostei Hannover, aus der spĂ€ter der Regierungsbezirk Hannover hervorging. 1824 wurde sie Sitz des Amtes Hannover, das durch Vereinigung des Gerichtsschulzenamtes Hannover und des Amtes Coldingen gegrĂŒndet wurde. Ab 1825 gab es in Hannover ein Magistratskollegium, das bis 1935 Bestand hatte. WĂ€hrend dieser Zeit trug das Stadtoberhaupt Hannovers den Titel Stadtdirektor. Ebenfalls 1825 war Hannover die erste Stadt Europas, in der die Straßen mit Gaslaternen beleuchtet wurden. DafĂŒr wurde, auch dies erstmalig in Europa, ein Gasliefervertrag abgeschlossen. Zur Lieferung des Leuchtgases verpflichtete sich die Imperial-Continental-Gas-Association.

Preußische Provinzhauptstadt

Hannover und Linden 1873
Georgstraße mit Straßenbahn um 1895

Als Folge des Deutschen Krieges von 1866 wurde das Königreich Hannover von Preußen annektiert und wurde preußische Provinz: Aus der Residenzstadt Hannover wurde eine preußische Provinzhauptstadt.

FĂŒr die hannoversche Industrie bedeutete der Anschluss an Preußen eine Verbesserung der Rahmenbedingungen. Die Aufhebung des Zunftzwanges und die EinfĂŒhrung der Gewerbefreiheit förderten das Wirtschaftswachstum und fĂŒhrten zum Aufschwung der GrĂŒnderzeit. In der Zeit zwischen 1871 und 1912 wuchs die Bevölkerung von 87.600 auf 313.400. Die Grenze zur Großstadt mit 100.000 Einwohnern wurde 1873 ĂŒberschritten.

1872 wurde die erste Pferdebahn eingeweiht, die ab 1893 zur elektrischen Straßenbahn weiterentwickelt wurde. 1881 erfand Ferdinand Sichel den ersten gebrauchsfertigen Tapetenkleister und 1887 Emil Berliner die Schallplatte und das Grammophon.

Der Aufschwung in Hannover fiel in die Ära des Stadtdirektors Heinrich Tramm. Er wurde 1891 in dieses Amt gewĂ€hlt und versah es 27 Jahre. In dieser Zeit war er die dominierende Person in Politik und Verwaltung der Stadt.

1883 wurde Hannover eine kreisfreie Stadt und Sitz des aus dem Amt Hannover entstandenen Landkreises Hannover sowie des aus der Landdrostei Hannover hervorgegangenen Regierungsbezirks Hannover.

Die Stadt wurde 1869 mit der Vorstadt Ohe-Glocksee vergrĂ¶ĂŸert, es folgten 1882 der Königsworther Platz und der Welfengarten, 1891 die Gemeinden Herrenhausen, Hainholz, Vahrenwald und List und 1907 die Gemeinden Stöcken, der Gutsbezirk Mecklenheide, Bothfeld, Klein-Buchholz, Groß-Buchholz, Kirchrode, Döhren und WĂŒlfel.

1902 wurde in Hannover der erste mobile Feuerlöschzug der Welt ĂŒbergeben. Im selben Jahr installierte Hermann Bahlsen die erste Leuchtreklame Deutschlands. Der Flugpionier Karl Jatho baute das erste Motorflugzeug Deutschlands, mit dem er am 18. August 1903 auf der Vahrenwalder Heide einen Flug durchgefĂŒhrt haben soll.

Weimarer Republik und Nationalsozialismus

1920 wurde die Stadt Linden mit den Stadtteilen Alt- und Neu-Linden, Limmer, Davenstedt, Badenstedt, Bornum und Ricklingen nach Hannover eingemeindet. Die Einwohnerzahl wuchs dadurch um etwa 80.000 auf 400.000. 1928 folgten der Schloss- und Gartenbezirk Herrenhausen, die Gutsbezirke Leinhausen und Marienwerder, 1937 Teile von Bemerode und Laatzen.

Seit 1918 heißt das Oberhaupt der Stadt OberbĂŒrgermeister und nicht mehr Stadtdirektor. Erster OberbĂŒrgermeister war der Sozialdemokrat Robert Leinert. 1925 folgte Arthur Menge von der konservativen DHP, der bis 1937 im Amt blieb. In Menges Amtszeit fiel 1936 der mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen ermöglichte Bau des Maschsees und die Anlage des Hermann-Löns-Parks.

In kultureller Hinsicht war Hannover in den 1920er Jahren insbesondere wegen Kurt Schwitters ein „Vorort der Moderne“. Sein Dadaismus, seine Zeitschrift MERZ und die von ihm gegrĂŒndete Gruppe die abstrakten hannover hatten Weltruf.

1921 wurde von der Hannoverschen Waggonfabrik (HAWA) der HAWA Vampyr gebaut. Das erste voll-thermische Segelflugzeug der Welt wurde vom Flugtechnischen Institut der Technischen Hochschule entwickelt. Der spöttisch „Kommissbrot“ genannte Kleinwagen 2/10 PS wurde ab 1924 von der Hanomag produziert und war das erste am Fließband hergestellte Auto in Europa. 1930 wurde im Ausbesserungswerk Hannover-Leinhausen der Schienenzeppelin gebaut.

1938 zerstört: Die 1870 eröffnete Neue Synagoge in der Calenberger Neustadt

Ab 1937 gehörte der OberbĂŒrgermeister (1942–1945 „Staatskommissar“) der NSDAP an. Wie ĂŒberall in Deutschland sahen sich auch in Hannover viele Menschen aufgrund ihres jĂŒdischen Glaubens und weiterer ethnischer und anderer GrĂŒnde Verfolgungen ausgesetzt. 484 hannoversche Juden polnischer Herkunft wurden im Rahmen der „Polenaktion“ Ende Oktober 1938 nach Polen ausgewiesen, darunter die Familie GrĂŒnspan. Deren zweitĂ€ltester Sohn Herschel GrĂŒnspan befand sich in Paris. Als er von der Vertreibung seiner Familie erfuhr, fuhr er zur deutschen Botschaft und tötete dort den Legationsrat Ernst Eduard vom Rath. Die Nationalsozialisten nahmen diese Tat als Vorwand fĂŒr die von ihnen inszenierten deutschlandweiten Novemberpogrome. Dabei wurde in Hannover am 9. November 1938 die Neue Synagoge in der Calenberger Neustadt niedergebrannt. Im September 1941 kam es durch die vom NSDAP-Gauleiter SĂŒd-Hannover-Braunschweig initiierte „Aktion Lauterbacher“ zu einer Ghettoisierung der verbliebenen jĂŒdischen Familien.

Noch vor der Wannseekonferenz wurden am 15. Dezember 1941 die ersten Juden aus Hannover nach Riga deportiert. In der Folgezeit wurden mindestens 2400 Menschen deportiert, von denen die wenigsten ĂŒberlebten. Organisiert hatte die Deportationen und die Arisierung von Kunst- und KulturgĂŒtern der Stadtbaurat Karl Elkart.[7] Von den etwa 4800 Juden, die 1938 in Hannover lebten, gab es keine hundert mehr, als am 10. April 1945 amerikanische Truppen in Hannover einrĂŒckten. Heute erinnern an die Judenverfolgung in Hannover ein Mahnmal am Opernplatz und mittlerweile 270 Stolpersteine[8] (Stand September 2013), die im Gehweg vor den letzten frei gewĂ€hlten WohnhĂ€usern von NS-Opfern verlegt sind. In Ahlem wurde 1987 auf dem GelĂ€nde der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule Mahn- und GedenkstĂ€tte eingerichtet.

Neben einem Zwangslager fĂŒr Sinti und Roma und sogenannten Erziehungslagern gab es in Hannover mehrere Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme mit mehreren Tausend Insassen, die unter menschenunwĂŒrdigen VerhĂ€ltnissen lebten.[9] WĂ€hrend des Krieges arbeiteten etwa 60.000 Zwangsarbeiter in Hannover, die ĂŒberwiegend aus der UdSSR, Polen, Frankreich, den Niederlanden und Belgien verschleppt und in rund 500 Lagern interniert waren. Sie wurden vorwiegend in der RĂŒstungsindustrie eingesetzt. Vier Tage vor der Befreiung Hannovers wurden rund 150 von ihnen auf dem Stadtfriedhof Seelhorst erschossen. Sie wurden kurz nach Kriegsende zusammen mit weiteren 230 Leichen in einem Trauerzug zum Nordufer des Maschsees ĂŒberfĂŒhrt und dort in einer GedenkstĂ€tte beigesetzt.

Im Zweiten Weltkrieg hatten zahlreiche Divisionen und Wehrverwaltungen ihren Sitz in Hannover. Dazu zĂ€hlten neun MilitĂ€rgerichte, von denen auch Soldaten zum Tode verurteilt wurden, die den Gehorsam verweigert hatten. Nach umfangreichen Recherchen konnten die Daten von 51 Soldaten ermittelt werden, die wegen „Fahnenflucht“ (Desertion), „Wehrkraftzersetzung“ und „Kriegsverrat“ in Hannover hingerichtet wurden oder aus Hannover stammten und an anderen Orten aus diesen GrĂŒnden hingerichtet wurden.[10] Die Soldaten wurden im WehrmachtsuntersuchungsgefĂ€ngnis am Waterlooplatz inhaftiert, vom benachbarten MilitĂ€rgericht verurteilt, nach Todesurteilen auf dem KasernengelĂ€nde, der heutigen Emmich-Cambrai-Kaserne, hingerichtet und auf dem Stadtfriedhof Fössefeld begraben. Ein Deserteursdenkmal auf dem Trammplatz gegenĂŒber dem Rathaus erinnert daran.[11]

Im Zweiten Weltkrieg war Hannover als bedeutender Verkehrsknotenpunkt und Standort kriegswichtiger Betriebe ab 1940 immer wieder Ziel alliierter Bombenangriffe. Bei den insgesamt 88 Luftangriffen wurden neben den Industriebetrieben auch große Teile des Wohnungsbestandes vernichtet und fast 6800 Menschen getötet. Der Zerstörungsgrad der Innenstadt lag bei 90 Prozent.[12] 47,5 % der Wohnungen waren unbewohnbar.[13] Nach dem Krieg wurden die Aegidienkirche und die Nikolaikapelle nicht wieder aufgebaut; die Ruinen blieben als Mahnmal fĂŒr die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft stehen.

Wiederaufbau und Entwicklung bis zur Gegenwart

1946 fĂŒhrte die MilitĂ€rregierung der Britischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Der vom Volk gewĂ€hlte Rat wĂ€hlte aus seiner Mitte den ehrenamtlich tĂ€tigen OberbĂŒrgermeister als Vorsitzenden und ReprĂ€sentanten der Stadt. LangjĂ€hriger OberbĂŒrgermeister war von 1972 bis 2006 Herbert Schmalstieg. Als hauptamtlichen Leiter der Stadtverwaltung gab es von 1946 bis 1996 einen ebenfalls vom Rat gewĂ€hlten Oberstadtdirektor.

Den Zweiten Weltkrieg ĂŒberstanden, den Wiederaufbau danach nicht: Die 1898 fertiggestellte Flusswasserkunst von Hubert Stier wurde 1963 abgerissen.

Unter der Leitung des Stadtbaurats Rudolf Hillebrecht erfolgte nach dem Krieg der Wiederaufbau der Stadt. Dabei wurde das Straßennetz völlig neu geordnet und den damals postulierten Anforderungen einer autogerechten Stadt angepasst. Die Innenstadt wurde mit mehrspurigen Straßen (Lavesallee, Leibnizufer, Hamburger Allee, Berliner Allee) umfahren und deren VerknĂŒpfung durch Kreisverkehre hergestellt. Der frĂŒher durch das Zentrum fließende Fernverkehr der ehemaligen Reichsstraßen Nr. 3 und Nr. 6 wurde ĂŒber Schnellstraßen an der Peripherie um die Stadt herumgefĂŒhrt. FĂŒr den Messeschnellweg wurde eine Schneise mitten durch den Stadtwald Eilenriede geschlagen. Der historische Stadtgrundriss blieb nur oberflĂ€chig bestehen, da das verbleibende, grobmaschige Netz der Straßen nur in etwa die Hauptlinien der historischen Straßen nachzeichnet.[14] Kennzeichnend fĂŒr den Wiederaufbau Hannovers ist die Entstehung von StadtrĂ€umen, die von der historischen Struktur abweichen. Durch diese damals als fortschrittlich geltende Stadtplanung erlangte die Stadt ĂŒberregionale Bekanntheit.[15] In spĂ€terer Zeit waren die stĂ€dtebaulichen Werte der Wiederaufbauzeit ĂŒberholt: In der Strömung des Postmodernismus besaßen jene Straßen und PlĂ€tze Modellcharakter fĂŒr Stadtquartiere, wie sie das 19. Jahrhundert geprĂ€gt hatte, und nicht jener moderne StĂ€dtebau, dessen autogerechte Planung eine Übernahme nordamerikanischer Erfahrungen war.[16] Der kriegs- und wiederaufbaubedingte Verlust an historischen GebĂ€uden lĂ€sst zuweilen den Wunsch nach einer Rekonstruktion prĂ€gender GebĂ€ude aufkommen: 1983 wurde das Leibnizhaus an einem anderen Ort neu errichtet; die Rekonstruktion des Schlosses Herrenhausen im Großen Garten begann 2011.

In Hannover grĂŒndete Rudolf Augstein 1947 das Magazin Der Spiegel und im Jahr darauf Henri Nannen die Zeitschrift Stern. 1951 fand im Stadtpark Hannover die erste Bundesgartenschau statt. Das im August 1967 bundesweit eingefĂŒhrte PAL-Farbfernsehsystem wurde unter der FederfĂŒhrung von Walter Bruch bei der Telefunken GmbH in Hannover entwickelt und dort Anfang 1963 vorgestellt.

Am 23. Juni 1965 beschloss der Rat der Stadt, eine U-Bahn zu bauen. Nach dem Baubeginn am 16. November 1965 am Waterlooplatz folgten jahrzehntelange Bauarbeiten am Tunnelnetz, die im Wesentlichen 1993 mit der Eröffnung der C-Nord-Strecke in der Nordstadt beendet waren. Dabei wurden im Innenstadtbereich Tunnel gebaut und diese an die bestehenden Straßenbahnstrecken angeschlossen, wodurch die Stadtbahn Hannover entstand. Nach dem Ende der Bauarbeiten wurden in der City um den Kröpcke und in der Lister Meile FußgĂ€ngerzonen eingerichtet, wodurch diese Gebiete eine erhebliche Aufwertung erfuhren.

Nachdem bereits 1967 und 1968 Teile von Wettbergen eingemeindet worden waren, folgte am 1. MĂ€rz 1974 die große niedersĂ€chsische Kommunalreform: Die Stadt Misburg sowie die Gemeinden Ahlem, Anderten, Bemerode, Vinnhorst, Wettbergen, WĂŒlferode wurden ebenso eingemeindet wie Teile von Isernhagen NiedernhĂ€gener Bauerschaft (heute Isernhagen-SĂŒd), Laatzen und Langenhagen. Am 1. Januar 1981 wurden Gebietsteile mit damals mehr als 100 Einwohnern an die Nachbarstadt Laatzen abgetreten.[17]

Im Jahr 2000 fand in Hannover mit der Expo 2000 das erste Mal eine Weltausstellung in Deutschland statt. 155 Nationen beteiligten sich an der Ausstellung mit dem Motto „Mensch, Natur, Technik“. Mit 18 Millionen Besuchern wurden die anfĂ€nglichen Erwartungen an die Besucherzahlen nicht erfĂŒllt.

Bis zur Abschaffung der vier Bezirksregierungen Niedersachsens am 31. Dezember 2004 war die Stadt Sitz der Bezirksregierung Hannover.

Bevölkerungsentwicklung

Bis zum Ende der frĂŒhen Neuzeit wuchs die Bevölkerungszahl Hannovers nur langsam. WĂ€hrend des SpĂ€tmittelalters lebten 1435 in der Stadt etwa 5.000 Menschen, bis 1766 hatte sich die Zahl auf 11.874 mehr als verdoppelt. Mit dem Beginn der Industriellen Revolution Ende des 18. Jahrhunderts beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. 1811 lebten 16.816 Menschen in der Stadt. Die Eingemeindung umliegender Orte (Vorstadt Hannover) mit rund 20.000 Menschen im Jahr 1859 fĂŒhrte zu einem Anwachsen auf 60.120 Menschen im Jahr 1861.

Im Jahre 1875 ĂŒberschritt die Einwohnerzahl die Grenze von 100.000, wodurch Hannover zur Großstadt wurde. 1901 waren es 250.000 Einwohner. Durch Eingemeindungen in den Jahren 1907 und 1909 stieg die Bevölkerung 1910 auf ĂŒber 300.000. Am 1. Januar 1920 wurde die Stadt Linden mit 73.379 Einwohnern (1919) eingemeindet. Die Einwohnerzahl stieg bis Ende 1920 auf ĂŒber 400.000.

Im Zweiten Weltkrieg verlor die Stadt mehr als die HĂ€lfte ihrer Bewohner. Durch Evakuierung, Flucht, Deportationen und Luftangriffe sank die Bevölkerung von 471.000 im Mai 1939 auf 217.000 im April 1945. 1952 lebten wieder so viele Menschen in der Stadt wie vor dem Krieg, 1954 waren es eine halbe Million. 1962 erreichte die Einwohnerzahl mit 574.754 ihren historischen Höchststand. Am 1. MĂ€rz 1974 brachte die Eingliederung der Stadt Misburg mit 21.721 Einwohnern (1972) und weiterer umliegender Orte einen Bevölkerungszuwachs von 64.711 Personen. SpĂ€testens seit 1960 ist Hannover in jedem Jahr eine der 15 grĂ¶ĂŸten deutschen StĂ€dte. Im Jahre 2010 stand Hannover mit 522.686 Einwohnern auf der Liste der GroßstĂ€dte in Deutschland an 13. Stelle.

Politik

Kommunalverfassung

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Kommunalwahl 2011[18]
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Gewinne und Verluste
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im Vergleich zu 2006
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Sitzverteilung im Rat
        
Von 64 Sitzen entfallen auf:

Gemeinsames Logo von Stadt und Region Hannover

Der Rat ist die kommunale Vertretung der Stadt Hannover. Über die Vergabe der 64 Sitze entscheiden die BĂŒrger alle fĂŒnf Jahre in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl. Seit der Kommunalwahl 2011 besteht eine Ratskoalition aus SPD und BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen.

Am 1. November 2001 wurde aus den StÀdten und Gemeinden des Landkreises Hannover und der Stadt Hannover die Region Hannover gebildet. Hannover ist seither eine regionsangehörige Gemeinde mit der Rechtsstellung einer kreisfreien Stadt.

1996 wurde in Niedersachsen die bisherige Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es in Hannover einen direkt gewĂ€hlten hauptamtlichen OberbĂŒrgermeister. Am 6. Oktober 2013 setzte sich Stefan Schostok (SPD) in einer Stichwahl gegen Matthias Waldraff (CDU) mit 66,3 Prozent der Stimmen durch. Am 11. Oktober 2013 ĂŒbernahm Schostok die GeschĂ€fte als OB von Hannover.[19] Die offizielle Vereidigung als OberbĂŒrgermeister im Rat der Stadt fand am 24. Oktober statt.[20] Eine Amtszeit betrĂ€gt acht Jahre.[21] Er ist Leiter der Stadtverwaltung und ReprĂ€sentant der Stadt, jedoch nicht Ratsvorsitzender. Dieser wird vom Rat aus seiner Mitte gewĂ€hlt. Neben dem OberbĂŒrgermeister gibt es drei ehrenamtliche Vertreter fĂŒr reprĂ€sentative Aufgaben. Sie werden vom Rat gewĂ€hlt und tragen den Titel BĂŒrgermeisterin oder BĂŒrgermeister. Stellvertreter des OberbĂŒrgermeisters ist der 1. BĂŒrgermeister, seit 1996 hat Bernd Strauch (SPD) das Amt inne. Bernd Strauch ist zugleich Vorsitzender des Rates. Die weiteren BĂŒrgermeister sind Regine Kramarek (BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen) und Klaus Dieter Scholz (CDU).[22]

In der Liste der Hauptverwaltungsbeamten von Hannover sind die Stadtdirektoren, BĂŒrgermeister und OberbĂŒrgermeister Hannovers aufgefĂŒhrt.

Verwaltung

Die Stadtverwaltung gliedert sich in den GeschĂ€ftsbereich des OberbĂŒrgermeisters als Leiter der Verwaltung mit seinem BĂŒro, dem RechnungsprĂŒfungsamt sowie dem Fachbereich BĂ€der und Sport und sechs Dezernate, die sich in 15 Fachbereiche gliedern. Die Fachbereiche sind in Bereiche und Sachgebiete unterteilt. Dem Dezernat II ist die Zusatzversorgungskasse der Stadt, dem Dezernat V die StĂ€dtischen Eigenbetriebe zugeordnet. Vertreter des OberbĂŒrgermeisters in der Verwaltung ist der erste Stadtrat, seit August 2013 hat die Dezernentin fĂŒr Wirtschaft und Umwelt Sabine Tegtmeyer-Dette das Amt inne. Die Dezernenten werden vom Rat der Stadt fĂŒr acht Jahre gewĂ€hlt. Der OberbĂŒrgermeister wird nach der Besoldungsordnung B 9 (plus Zulage nach B 10),[23] der erste Stadtrat nach B 7 und die weiteren StadtrĂ€te bzw. Dezernenten nach B 6 besoldet. In der Verwaltung arbeiten etwa 10.000 BeschĂ€ftigte.[24][25][26]

Gliederung:

  • Leiter der Verwaltung: OberbĂŒrgermeister
  • Dezernat I: Personal- und Organisationsdezernat
  • Dezernat II: Finanz, Rechts-und Ordnungsdezernat
  • Dezernat III: Jugend- und Sozialdezernat
  • Dezernat IV: Kultur- und Schuldezernat
  • Dezernat V: Wirtschafts-und Umweltdezernat
  • Dezernat VI: Baudezernat

Wappen

Das Wappen der Stadt Hannover zeigt eine silberne Mauer mit zwei ZinnentĂŒrmen auf rotem Grund; in dem offenen Tor befindet sich unter schwarzem Fallgatter ein goldenes Schildchen mit einer grĂŒnen Marienblume oder Kleeblatt (ungeklĂ€rt); zwischen den TĂŒrmen steht ein goldener Löwe.

Das Wappen ist bereits ab 1266 als Siegel nachweisbar, mit Marienblume/Kleeblatt (vorher MĂŒnzzeichen) ab 1534, wobei der Löwe das Symbol der Welfen beziehungsweise der Herrschaft des Herzogtums Braunschweigs ist, zu dessen Herrschaftsgebiet die Stadt gehörte. Seit 1929 hat das Stadtwappen seine heutige Form. Die alten Stadtfarben Rot, Gelb und GrĂŒn wurden 1897 durch Rot-Weiß ersetzt.

StÀdtepartnerschaften

Hannover unterhÀlt mit folgenden StÀdten eine StÀdtepartnerschaft:[27]

Eine weitere StĂ€dtepartnerschaft bestand zwischen 1971 und 1976 mit Utrecht (Niederlande). Mit Iwanowo (Russland) besteht ein Freundschaftsvertrag. Die vor ihrer Eingemeindung begonnenen StĂ€dtepartnerschaften von Ahlem, Anderten und Misburg werden auf Stadtbezirksebene fortgefĂŒhrt. Im Maschpark sind Wege nach den PartnerstĂ€dten benannt, was ihm die Bezeichnung „Park der PartnerstĂ€dte“ eingebracht hat.

Wirtschaft und Infrastruktur

Industrie

Ehemalige Keksfabrik Bahlsen (heute deren Verwaltung)
Konzernzentrale der TUI AG

In Hannover haben verschiedene Industriebetriebe ihren Sitz, unter anderem der Automobilzulieferer Continental AG, die Volkswagen Nutzfahrzeuge, der Fahrzeugsystemhersteller WABCO, der Baumaschinenhersteller Komatsu Hanomag, das Varta-Batteriewerk (heute Johnson Controls) und der Schleifmittelhersteller VSM Vereinigte Schmirgel- und Maschinen-Fabriken. Die Lebensmittelindustrie ist mit Bahlsen, Harry-Brot und den Brauereien Gilde Brauerei und HerrenhĂ€user Brauerei vertreten. Die Ende des 19. Jahrhunderts entstandene Zementindustrie bei Hannover ist Schwerpunkt der niedersĂ€chsischen Zementproduktion. Ihr Zentrum liegt im Stadtteil Misburg-SĂŒd und benachbarten Orten.

FrĂŒher waren in Hannover weitere bekannte Unternehmen ansĂ€ssig wie der Montankonzern Preussag (2002 in TUI umbenannt), der Fahrzeughersteller Hanomag, der Schokoladenhersteller Sprengel (1979 von Stollwerck ĂŒbernommen, 2001 geschlossen), die Schreibwarenhersteller Pelikan AG und Geha-Werke, die Erdölraffinerie Deurag-Nerag (1986 geschlossen) und die Schallplattenfabrik Deutsche Grammophon Gesellschaft (spĂ€ter Polygram), seit 1990 geschlossen. Die letzte Zentrale des Mineralölunternehmens und Tankstellenbetreibers Gasolin befand sich bis 1971 in Hannover.

Dienstleistungen

Zu den hannoverschen Dienstleistungsunternehmen gehören eine Reihe von Banken, Finanzdienstleistern und Versicherungen wie Norddeutsche Landesbank (NORD/LB), Sparkasse Hannover, Hannoversche Volksbank, ING-DiBa, Bankhaus Hallbaum, Swiss Life Select, VHV, KaufmĂ€nnische Krankenkasse – KKH, LBS, Hannover RĂŒck, Hannoversche, HDI Versicherungen und Talanx. Hinzu kommt der Touristikkonzern TUI mit seinen Töchtern TUI Deutschland, 1-2-Fly und Robinson. Die Fluggesellschaft TUIfly ist am Flughafen Hannover-Langenhagen ansĂ€ssig. Die Stadtwerke Hannover versorgen Hannover und Umgebung mit Strom, Gas, Wasser und FernwĂ€rme. Weitere Energiedienstleistungsunternehmen sind BEB, Gasunie Deutschland, E.ON Energie AG und ExxonMobil. Die New Economy ist beispielsweise durch den InternetreifenhĂ€ndler Delticom vertreten. Die Börse Hannover entstand 1785.

hannoverimpuls ist die gemeinsame Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft der Stadt und der Region Hannover. 2003 gegrĂŒndet unterstĂŒtzt sie die GrĂŒndung, Ansiedlung und das Wachstum von Unternehmen am Wirtschaftsstandort Hannover.

Hannover ist ein Zentrum des Einzelhandels, dessen Einzugsbereich bis in die Region Ostwestfalen-Lippe reicht. Die innerstĂ€dtische FußgĂ€ngerzone umfasst mehrere StraßenzĂŒge rund um die Georgstraße. Zu den Einkaufspassagen der Innenstadt gehören u. a. die 2008 neben dem Hauptbahnhof eröffnete Ernst-August-Galerie der Hamburger ECE Projektmanagement, die Niki-de-Saint-Phalle-Promenade, die Kröpcke-Passage und die Galerie Luise.

Tourismus

In Hannover gibt es neben ĂŒber 100 Hotels aller Kategorien u. a. eine Jugendherberge und mehrere Hostels. Im Jahr 2013 verzeichnete die Stadt rund 2,1 Millionen Übernachtungen, die Region insgesamt kam auf rund 3,7 Millionen Übernachtungen. Damit haben sich die Übernachtungszahlen innerhalb von rund zehn Jahren nahezu verdoppelt.

Öffentliche Einrichtungen

Hannover ist Sitz der NiedersĂ€chsischen Landesregierung und des NiedersĂ€chsischen Landtages. Außerdem befinden sich hier der Sitz des THW LĂ€nderverbandes Bremen und Niedersachsen der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk sowie das Landeskriminalamt Niedersachsen. In Hannover haben zwei Bundesbehörden ihren Hauptsitz, die Bundesanstalt fĂŒr Geowissenschaften und Rohstoffe und das Bundessortenamt. Die Polizeidirektion Hannover ist fĂŒr die Stadt und die Region Hannover zustĂ€ndig. Die Deutsche Bundesbank ist in Hannover mit ihrer „Hauptverwaltung in Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt“ vertreten. Die Sozialversicherung fĂŒr Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hat eine GeschĂ€ftsstelle in Hannover.

Messen und Kongresse

Die Spitze des Hermesturms auf dem MessegelÀnde

Hannover ist eine bedeutende Messestadt mit dem grĂ¶ĂŸten MessegelĂ€nde der Welt. RegelmĂ€ĂŸig werden hier ĂŒber dreißig nationale und internationale Messen veranstaltet, darunter im FrĂŒhjahr die Computermesse CeBIT und die Hannover Messe. Betreiber des MessegelĂ€ndes ist die Deutsche Messe AG. Die Messen werden insgesamt von rund zwei Millionen Menschen besucht. Weitere Messen sind unter anderem die Domotex, ABF (Messe), EuroBLECH, Pferd & Jagd, Agritechnica, Ligna +, CeMAT, Infa, EMO, EuroTier, Biotechnica, IdeenExpo und die IAA Nutzfahrzeuge.

Im Hannover Congress Centrum (HCC) werden jĂ€hrlich ĂŒber 500 Kongresse und kleinere Messen veranstaltet.

Medien

NDR-Landesfunkhaus Hannover, links der große Sendesaal

Der Sitz des Landesfunkhauses Niedersachsen des Norddeutschen Rundfunks befindet sich in Hannover am Maschsee. Der NDR produziert hier unter anderem das Regionalmagazin Hallo Niedersachsen, die Reisemagazine Nordtour und Nordsee-Report und seit 2011 auch die 21:45 Uhr-Ausgabe von NDR aktuell. Die Talk-Show Tietjen und Hirschhausen wird in einem Studio auf dem MessegelĂ€nde aufgezeichnet. Die Phoenix-Talk-Show Tacheles wird in der Marktkirche aufgezeichnet. Die Tatort-Kommissarin des NDR Charlotte Lindholm (Maria FurtwĂ€ngler) ist laut Drehbuch beim Landeskriminalamt Niedersachsen tĂ€tig. Gleichfalls am Maschsee liegt das Landesfunkhaus des ZDF. Die TVN GROUP betreibt vier Fernsehstudios, in denen unter anderem fĂŒr den NDR die Spielshow BINGO! und fĂŒr Sat.1 das Regionalmagazin 17:30 live produziert werden. RTL Nord und Sat.1 Norddeutschland betreiben im Anzeiger-Hochhaus Regionalstudios. Die TV+ Fernsehproduktion produziert Fernsehsendungen fĂŒr den NDR, die AZ Media fĂŒr RTL und n-tv. Filmförderung wird von der Nordmedia Niedersachsen/Bremen betrieben. Die ARD.ZDF medienakademie betreibt in Hannover eines der beiden deutschen Trainingszentren. Hier ansĂ€ssig ist auch der Fernseh-Shoppingsender Channel 21 (ehemals RTL Shop). Außerdem gibt es das nichtkommerzielle BĂŒrgerfernsehen h-eins. Die X-City-Medien produzieren das Fahrgastfernsehen in mehreren deutschen StĂ€dten.

Große hannoversche Radiosender sind NDR 1 Niedersachsen, Hit-Radio Antenne und Radio ffn. Bei letzterem starteten unter anderem Oliver Kalkofe, Oliver Welke und Dietmar Wischmeyer mit dem FrĂŒhstyxradio ihre Karrieren. Daneben gibt es die nichtkommerziellen Lokalradios Radio Leinehertz 106.5 und Radio Flora, wobei das Letztere seit April 2009 nur noch als Internetradio sendet. Mit Radio Hannover gibt es zudem einen privaten Lokalsender.

Die in Hannover erscheinenden Tageszeitungen Hannoversche Allgemeine Zeitung und Neue Presse werden von der Verlagsgesellschaft Madsack herausgegeben. Daneben gibt es die Lokal-Ausgabe der Bild-Zeitung. Die Deutsche Presse Agentur (dpa) sowie die Nachrichtenagentur ddp (Deutscher Depeschendienst, am 11. April 2013 eingestellt) betreiben ein LandesdienstbĂŒro in Hannover. Der Heise-Verlag, der Vincentz-Verlag und die SchlĂŒtersche Verlagsgesellschaft vertreiben Fachzeitschriften und TelefonbĂŒcher. Ebenso ist das T3N Magazin des Yeebase-Verlags in Hannover beheimatet.

Hochschulen

HauptgebÀude der UniversitÀt Hannover im Welfenschloss
Haupteinfahrt zur MHH

Die Gottfried Wilhelm Leibniz UniversitĂ€t Hannover in der Nordstadt (Hannover) geht zurĂŒck auf die 1831 eröffnete Höhere Gewerbeschule, aus der sich die Königlich-Technische Hochschule entwickelte, die 1899 zur Technischen Hochschule erhoben wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Hochschule fĂŒr Gartenbau und Landeskultur und 1968 die PĂ€dagogische Hochschule Hannover eingegliedert.

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) wurde 1965 gegrĂŒndet. Die Organisationsstruktur der MHH weicht von der einer klassischen UniversitĂ€t ab und orientiert sich an der Department-Struktur amerikanischer UniversitĂ€ten. Die einzelnen Abteilungen der MHH wurden Zentren zugeordnet, die wiederum in vier Sektionen (Vorklinische FĂ€cher, Große Klinische FĂ€cher, Kleine Klinische FĂ€cher, Klinisch-Theoretische FĂ€cher) zusammengefasst sind. Die MHH arbeitet mit dem von Professor Madjid Samii gegrĂŒndeten neurowissenschaftlichen Forschungsinstitut International Neuroscience Institute zusammen.

Die TierĂ€rztliche Hochschule Hannover wurde 1778 als Königliche Roß-Arzney-Schule eröffnet und 1887 zur Hochschule erhoben. Sie ist die Ă€lteste Hochschule in Hannover.

Die Hochschule fĂŒr Musik, Theater und Medien Hannover geht zurĂŒck auf die Landesmusikschule und die private Hannoversche Schauspielschule, welche beide 1978 zusammen den Status einer KĂŒnstlerisch-Wissenschaftlichen Hochschule erhielten. Zur Hochschule gehört auch das Institut fĂŒr Journalistik und Kommunikationsforschung sowie das EuropĂ€ische Zentrum fĂŒr JĂŒdische Musik in der Villa Seligmann. BerĂŒhmte Absolventinnen sind Ulrike Folkerts und Katja Riemann.

Die Hochschule Hannover (bis 2010 Fachhochschule Hannover) entstand aus verschiedenen Institutionen, unter anderem der Werkkunstschule, der Ingenieurakademie und der Staatlichen Baugewerkschule Nienburg. 1978 kam der Fachbereich Informations- und Kommunikationswesen hinzu. Die Hochschule gliedert sich in fĂŒnf FakultĂ€ten: FakultĂ€t I (Elektro- und Informationstechnik), FakultĂ€t II (Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik), FakultĂ€t III (Medien, Information und Design), FakultĂ€t IV (Wirtschaft und Informatik) und FakultĂ€t V (Diakonie, Gesundheit und Soziales). Letztere ist aus der Evangelischen Fachhochschule hervorgegangen, welche 2007 in die damalige Fachhochschule eingegliedert wurde.

Wirtschaftsnahe Bildungseinrichtungen sind die Fachhochschule fĂŒr die Wirtschaft, die GISMA Business School sowie die Leibniz-Akademie an der Expo Plaza.

Bibliotheken und Archive

Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – NiedersĂ€chsische Landesbibliothek

Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek ist die niedersĂ€chsische Landesbibliothek und zugleich eine wissenschaftliche Bibliothek mit großem Ausstellungs- und Kulturprogramm.[29] Sie ist die ehemalige Königliche Bibliothek mit einem bedeutenden Altbestand mit alten Drucken und Handschriften, die bis in das Jahr 800 n. Chr. reichen.[30] Hier befindet sich der Nachlass von Leibniz. Seine Briefe, die seit 2007 zum Weltdokumentenerbe der UNESCO (UNESCO-Programm Memory of the World) gehören, werden hier ebenso wie der Goldene Brief[31] und Teile der Monseer Fragmente[32] aufbewahrt.

Die Stadtbibliothek Hannover wurde 1440 erstmals urkundlich erwĂ€hnt. Neben der Zentralbibliothek an der Hildesheimer Straße gehören zu ihr 18 StadtteilbĂŒchereien â€“ u. a. die im Freizeitheim Linden an der Limmerstraße â€“ sowie die FahrbĂŒcherei.

Die Technische Informationsbibliothek/UniversitĂ€tsbibliothek Hannover ist eine große technisch-naturwissenschaftliche Bibliothek. Fachbibliotheken befinden sich an der Medizinischen Hochschule, der TierĂ€rztlichen Hochschule sowie beim Landeskirchenamt Hannover.

Hannover ist Sitz mehrerer Archive, darunter das NiedersĂ€chsische Landesarchiv, das Stadtarchiv Hannover, das Landeskirchliche Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover, das UniversitĂ€tsarchiv Hannover, das Leibniz-Archiv in der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Bibliothek, die Bibliothek und das Archiv der Bundesanstalt fĂŒr Geowissenschaften und Rohstoffe und das Pressearchiv der Verlagsgruppe Madsack.

Weitere Forschungs- und Bildungseinrichtungen

Das Geozentrum Hannover besteht aus der Bundesanstalt fĂŒr Geowissenschaften und Rohstoffe, dem Landesamt fĂŒr Bergbau, Energie und Geologie und dem Leibniz-Institut fĂŒr Angewandte Geophysik. Das Max-Planck-Institut fĂŒr Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut), Teilinstitut Hannover, befindet sich auf dem Campus der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-UniversitĂ€t Hannover. Die Stadt Hannover ist außerdem „Korporativ Förderndes Mitglied“ der Max-Planck-Gesellschaft.[33]

Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen wird geleitet vom frĂŒheren niedersĂ€chsischen Justizminister Christian Pfeiffer. Das Fraunhofer-Institut fĂŒr Toxikologie und Experimentelle Medizin befindet sich in der NĂ€he der Medizinischen Hochschule. Forschung, Entwicklung und Beratung im Bereich der Lasertechnik fĂŒhrt das Laser Zentrum Hannover durch.

Das Landesbildungszentrum fĂŒr Blinde Hannover ist eine soziale Einrichtung des Landes fĂŒr Sehbehinderte und Blinde. Institutionen fĂŒr die Allgemeinbildung sind die Volkshochschule Hannover und der Bildungsverein Soziales Lernen und Kommunikation.

Im September 2012 eröffnete das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim das EuropĂ€ische Forschungszentrum fĂŒr Tierimpfstoffe, Boehringer Ingelheim Veterinary Research Center.[34]

Gesundheitswesen

Außer der Medizinischen Hochschule (MHH) gibt es in Hannover weitere KrankenhĂ€user in unterschiedlicher TrĂ€gerschaft. Zum Verbund Klinikum Region Hannover gehören das Klinikum Nordstadt, das Klinikum Oststadt-Heidehaus und das Klinikum Siloah. Die Hautklinik Linden wurde zum 1. April 2011 in die MHH integriert. Zu kirchlichen TrĂ€gern gehören das Friederikenstift mit der Unfallklinik, das Henriettenstift sowie das Vinzenzkrankenhaus. Des Weiteren gibt es noch einige Privatkliniken, beispielsweise das International Neuroscience Institute, das zu Asklepios gehört.

Verkehr

Hannover liegt am Übergang von der norddeutschen Tiefebene zum niedersĂ€chsischen Bergland, unweit der Stadt tritt das Leinetal aus der Mittelgebirgsschwelle heraus. Daher kreuzen sich hier bedeutende Verkehrsachsen der Nord-SĂŒd-Richtung mit denen der Ost-West-Richtung. Der alte Handelsweg Hellweg vor dem Santforde verlief sĂŒdlich der Stadt. Statistische Studien zeigen, dass Hannover eine außergewöhnlich gute Erreichbarkeit aufweist.[35] Des Weiteren war Hannover die erste Stadt in Niedersachsen, die zum 1. Januar 2008 Umweltzonen einfĂŒhrte, um den Feinstaub- und Stickstoffdioxid-Gehalt in der Luft zu vermindern. Seit diesem Zeitpunkt konnte der seit 2005 bestehende Grenzwert fĂŒr die Jahresmittelwerte, der bei 40 ”g/mÂł liegt, immer eingehalten werden.

Verkehrsmittelverteilung

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) hatte 2011 bei den Einwohnern der Stadt Hannover einen Anteil von 19 % an der Verkehrsmittelwahl (Daten von 2011; motorisierter Individualverkehr (MIV) 38 %, FußgĂ€nger 25 %, Radfahrer 19 %).[36] Im Vergleich mit anderen deutschen GroßstĂ€dten, fĂŒr die aktuelle Daten vorlagen, hatte Hannover damit zusammen mit Bremen den höchsten Radverkehrsanteil, den niedrigsten MIV-Wert nach MĂŒnchen und den höchsten Anteil des ÖPNV an der Verkehrsmittelwahl nach Berlin und MĂŒnchen mit jeweils 21 %. GegenĂŒber 2001 waren eine deutliche Steigerung bei Rad- und öffentlichem Verkehr zu verzeichnen, eine starke Verringerung beim MIV (2001: 44 %) und eine geringere beim Fußverkehr (2001: 28%).

Straße

Am Autobahnkreuz Hannover-Ost treffen sich die Bundesautobahn A 2 (Europastraße E 30) und die A 7 (E 45). DarĂŒber hinaus verlaufen ĂŒber hannoversches Stadtgebiet die A 37 und die A 352 sowie die Bundesstraßen B 3, B 6, B 65, B 217, B 441, B 443 und B 522. Um das Zentrum fĂŒhrt ein U-förmiges Netz von als Kraftfahrstraßen angelegten Schnellwegen: Westschnellweg, SĂŒdschnellweg und der östlich gelegene Messeschnellweg. Die in den 1950er Jahren geplante Nordtangente („Niedersachsenring“) wurde nicht verwirklicht.

Eisenbahn

Der Hauptbahnhof ist ein Fernverkehrsknoten der ersten Kategorie. Er zĂ€hlt mit 250.000 Reisenden und Besuchern pro Tag zu den fĂŒnf am meisten frequentierten Bahnhöfen in Deutschland. Der Hauptbahnhof verknĂŒpft u. a. die Bahnstrecken Hamburg–Kassel, Dortmund–Berlin, und Bremen-Magdeburg. Daneben gibt es noch zehn S-Bahn-Stationen. Zum Eisenbahnknotenpunkt Hannover gehören ferner vier GĂŒterbahnhöfe und zwei Betriebsbahnhöfe sowie der im benachbarten Seelze gelegene Rangierbahnhof Seelze.

Öffentlicher Personennahverkehr

→ Hauptartikel: Nahverkehr in Hannover

Hannover verfĂŒgt ĂŒber ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz. Acht Regionalbahnlinien von DB Regio, Metronom Eisenbahngesellschaft und Erixx sowie sieben S-Bahn-Linien erschließen die Region. Zusammen mit 12 Stadtbahnlinien und ĂŒber 150 Buslinien der ĂŒstra und der RegioBus gewĂ€hrleisten sie den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) der Stadt und des Umlands. FĂŒr alle Busse und Bahnen des Nahverkehrs gilt der Gemeinschaftstarif des Verkehrsverbunds Großraum-Verkehr Hannover (GVH). Vom nördlich des Hauptbahnhofs gelegenen Zentralen Omnibusbusbahnhof (ZOB) steuern Linienbusse Ziele sowohl in der Region Hannover als auch in ganz Deutschland und Europa an.

Binnenschifffahrt

Der Mittellandkanal verbindet Hannover fĂŒr die Binnenschifffahrt ĂŒber weitere KanĂ€le mit dem Ruhrgebiet, Hamburg und Berlin. Die Schleuse Anderten, bei ihrer Eröffnung 1928 die grĂ¶ĂŸte Binnenschleuse Europas, ĂŒberwindet in ihren zwei Schleusenkammern eine Fallhöhe von 14,70 Metern. Nordhafen und Brinker Hafen liegen direkt am Mittellandkanal. Der in Seelze abzweigende Stichkanal Hannover-Linden endet nach elf Kilometern im Lindener Hafen. Der Misburger Hafen liegt am Stichkanal Misburg, welcher vom Mittellandkanal abzweigt. Zusammen haben die stĂ€dtischen HĂ€fen ĂŒber vier Millionen Tonnen Frachtumschlag im Jahr. In Hannover gibt es drei JachthĂ€fen, den Yachthafen Hannover am Mittellandkanal, den Jachthafen Hannover-Limmer am Leine-Verbindungskanal und den Jachthafen Hannover-Misburg am Stichkanal Misburg. Ferner gibt es entlang des Mittellandkanals und der Ihme drei Anlegestellen fĂŒr die touristische Fahrgastschifffahrt. Fahrgastschifffahrt wird auch auf dem Maschsee betrieben, wo es entlang des Ufers sechs Anlegestellen gibt.

Luftverkehr

Fahrradtaxis am Hauptbahnhof

Über den Flughafen Hannover-Langenhagen bestehen Flugverbindungen zu Deutschlands internationalem Drehkreuz Frankfurt am Main sowie zu ĂŒber 70 weiteren nationalen und internationalen Zielen im Linien- und Tourismusverkehr, darunter einige Langstreckenziele. Rund 40 Fluggesellschaften fliegen den Flughafen an, der ĂŒber 5 Millionen FluggĂ€ste im Jahr abfertigt.

Fahrrad

Der Anteil des Fahrradverkehrs am Modal Split betrĂ€gt im innerstĂ€dtischen Bereich 19 %.[37] Die Stadt möchte diesen Anteil kĂŒnftig erhöhen. Wohnviertel sind hĂ€ufig mit Tempo-30-Zonen ausgestattet. An einigen Stellen wurden Fahrradstraßen eingerichtet. Im Innenstadtbereich verkehren Fahrradtaxis.

SehenswĂŒrdigkeiten

Bauwerke

Im Zentrum der Altstadt befindet sich die im 14. Jahrhundert erbaute Marktkirche mit dem Marktplatz nebst Marktbrunnen. Zusammen mit dem Alten Rathaus ist sie Zeugnis der norddeutschen Backsteingotik. Die Kreuzkirche im Kreuzkirchenviertel besitzt ein wertvolles AltargemĂ€lde von Lucas Cranach d. Ä. In der NĂ€he steht in der Burgstraße 12 das Ă€lteste erhaltene Fachwerkhaus Hannovers von 1564/1566. Der in den Jahren 1649–1664 errichtete Ballhof war lange Zeit der grĂ¶ĂŸte Veranstaltungssaal der Stadt und ist heute eine der SpielstĂ€tten des NiedersĂ€chsischen Staatstheaters. Am Holzmarkt mit dem Oskar-Winter-Brunnen steht neben dem kurz vor 1900 errichteten Nolte-Haus das im Jahre 1499 an anderer Stelle im Stil der Renaissance erbaute, im Krieg zerstörte und 1983 rekonstruierte Leibnizhaus. Nicht weit entfernt befindet sich das Marstalltor von Louis Remy de la Fosse.

Von den mittelalterlichen StadtverteidigungstĂŒrmen ist lediglich der Beginenturm am Historischen Museum vollstĂ€ndig erhalten, außerdem in Rudimenten der Borgentrickturm im Foyer der Volkshochschule Hannover. Von den TĂŒrmen der Hannoverschen Landwehr stehen noch der Döhrener Turm, der Pferdeturm und der Turm auf dem Lindener Berg. Der Mitte des 19. Jahrhunderts abgerissene Lister Turm war 1895 durch eine romantisierende Nachbildung ersetzt worden.

In der Calenberger Neustadt befinden sich die barocke NeustĂ€dter Kirche und die Basilika St. Clemens, der erste Neubau einer katholischen Kirche in Hannover nach der Reformation. Die Glocken der benachbarten Evangelisch-Reformierten Kirche wurden von Königin Victoria von Großbritannien gestiftet. In der NĂ€he liegen das NiedersĂ€chsische Hauptstaatsarchiv und das NiedersĂ€chsische Umweltministerium. Davor auf dem Mittelstreifen des Leibnizufers befindet sich der Duve-Brunnen.

Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts prĂ€gte der Architekt und Stadtplaner Georg Ludwig Friedrich Laves Hannover im Stil des Klassizismus. Bedeutende Bauwerke von ihm sind das Opernhaus, die WaterloosĂ€ule, das FĂŒrstenhaus in Herrenhausen, das Wangenheimpalais und das Laveshaus gegenĂŒber dem Neuen Rathaus. Das Leineschloss (heute Sitz des NiedersĂ€chsischen Landtages) baute er um und erweiterte es unter anderem mit dem Portikus in der Leinstraße.

Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde der hannoversche Rundbogenstil geschaffen, u. a. durch den GrĂŒnder und wichtigsten Vertreter der Hannoverschen Architekturschule Conrad Wilhelm Hase. Beispiel fĂŒr diese Richtung ist das 1855 fertiggestellte KĂŒnstlerhaus in der Sophienstraße.

Neogotische Kirchen sind die Gartenkirche St. Marien mit dem Gartenfriedhof in der Marienstraße, die Christuskirche am Klagesmarkt, die Lutherkirche in der Nordstadt und die Erlöserkirche in Linden-SĂŒd. Die Ă€lteste Kirche Hannovers im Kloster Marienwerder entstand dreischiffig um 1200 im Stil der Romanik.

Das im Stil des Eklektizismus erbaute und 1913 eröffnete Neue Rathaus liegt zwischen Altstadt und Maschpark. Die in der Kuppel in einer Höhe von fast 100 Metern befindliche Aussichtsplattform kann (außer im Winter) in dem einzigartigen Kuppelaufzug mit einem bogenförmigen Fahrverlauf von Besuchern erreicht werden. In der Empfangshalle des Rathauses befinden sich vier Stadtmodelle, die die Stadt in den Jahren 1689, 1939, 1945 und der Gegenwart zeigen.

Zur gleichen Zeit (1911 bis 1914) wurde die von den Architekten Paul Bonatz und Friedrich Eugen Scholer in neoklassizistischem Baustil entworfene Stadthalle mit dem Kuppelsaal errichtet.

Im GebĂ€ude des 1905 erbauten und 1982 stillgelegten Goseriede-Bades befinden sich heute die Kestnergesellschaft und der Hauptsitz des Hörfunksenders Radio ffn. Der im Zweiten Weltkrieg zerstörte Mitteltrakt wurde durch einen Neubau ersetzt. GegenĂŒber an der Goseriede liegt der Tiedthof, ein Beispiel fĂŒr die Revitalisierung alter Bausubstanz.

Der Backsteinexpressionismus im Hannover der 1920er und 1930er Jahre wird vor allem reprĂ€sentiert durch das Anzeiger-Hochhaus von Fritz Höger am Steintor, das GebĂ€ude der Stadtbibliothek Hannover in der Hildesheimer Straße und das Capitol-Hochhaus am Schwarzen BĂ€ren in Linden. Zahlreiche im gleichen Baustil erbaute WohnhĂ€user befinden sich auch in der SĂŒdstadt, der List, Kleefeld und Ricklingen.

Großen Einfluss auf die Architektur der Nachkriegszeit hatte Dieter Oesterlen mit Bauten wie dem Historischen Museum und dem Funkhaus des NDR am Maschsee. Er entwarf den Neubau der Kirche St. Martin in Linden-Mitte, von der nur der Kirchturm den Zweiten Weltkrieg ĂŒberstanden hatte.

In den 1970er Jahren prÀgte der Brutalismus mit Bauwerken wie dem Kröpcke-Center, dem Bredero-Hochhaus und dem Ihme-Zentrum die Stadt.

Beispiele fĂŒr die Architektur der Gegenwart sind das 83,52 Meter hohe glĂ€serne VerwaltungsgebĂ€ude der Nord/LB am Aegidientorplatz und das glĂ€serne Torhaus am Aegi, der dekonstruktivistische Gehry-Tower des Architekten Frank Gehry und das Medienzentrum von Alessandro Mendini.

36 SehenswĂŒrdigkeiten der Innenstadt sind durch den Roten Faden miteinander verbunden. Diese 4,2 Kilometer lange, auf das Pflaster gemalte rote Linie fĂŒhrt an der Tourist-Information am Ernst-August-Platz beginnend in einem Rundgang durch die Innenstadt.

Am Stadtrand am Kronsberg liegt das Gewerbegebiet Expo Park Hannover. In ihm sind von der Expo 2000 einige Ausstellungspavillons sowie die weitlÀufige Expo-Plaza erhalten geblieben.

In Groß-Buchholz steht mit dem Telemax der höchste Funkturm und zugleich das höchste Bauwerk Niedersachsens. Der alte Fernsehturm am Hauptbahnhof wird heute als VW-Tower bezeichnet und dient Werbezwecken.

In Hannover befinden sich drei historische WindmĂŒhlen. Im Hermann-Löns-Park steht eine BockwindmĂŒhle von 1701, die Buchholzer WindmĂŒhle wurde 1868 errichtet und die Anderter WindmĂŒhle stammt von 1854.


DenkmĂ€ler, MahnmĂ€ler und Straßenkunst

Nanas am Leineufer
Farbig beleuchtete SitzbĂ€nke an der Georgstraße

Der Leibniztempel im Georgengarten ist ein Pavillonbau, der von 1787 bis 1790 zu Ehren des in Hannover tĂ€tigen Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz â€“ ursprĂŒnglich am Waterlooplatz â€“ errichtet wurde. Es gilt als das erste öffentliche Denkmal in Deutschland fĂŒr einen Nichtadeligen.

Die ebenfalls klassizistische WaterloosÀule ist eine 46,31 Meter hohe SiegessÀule auf dem Waterlooplatz im Stadtteil Calenberger Neustadt. Sie wurde nach einem Entwurf von Georg Ludwig Laves in den Jahren 1825 bis 1832 errichtet.

Der schlichte Reese-Brunnen besteht aus eine Majolika-Pflanzenskulptur – von Martha und Hans Poelzig im Jahre 1925 geschaffen – und befindet sich an der Fritz-Behrens-Allee nahe der Hochschule fĂŒr Musik, Theater und Medien am Rand der Eilenriede. Es handelt sich um ein seltenes Beispiel eines Brunnens im Stil des Art DĂ©co. Ein weiterer Brunnen von Hans Poelzig befindet sich im Großen Garten in Dresden.

In den 1970er-Jahren startete die Stadt auf Initiative des damaligen Oberstadtdirektors Martin Neuffer ein ambitioniertes Straßenkunstprogramm als Kunst im öffentlichen Raum. Bekanntestes und damals Ă€ußerst umstrittenes Objekt sind die 1974 aufgestellten Nanas von Niki de Saint Phalle am Leibnizufer. Im Lauf der Zeit wurde zwischen dem Leineufer und dem Königsworther Platz mit sieben weiteren Objekten auf 1,2 Kilometer LĂ€nge die Skulpturenmeile geschaffen.

In den 1990er Jahren entstanden mit dem Projekt BUSSTOPS neun von internationalen Designern entworfene Bus- und Stadtbahnhaltestellen. Diese befinden sich beispielsweise am Steintor (Designer Alessandro Mendini), am Königsworther Platz (Ettore Sottsass), am Maschsee/Sprengel-Museum (Heike MĂŒhlhaus) und am Braunschweiger Platz (Frank O. Gehry).

Nahe dem NiedersÀchsischen Landtag befindet sich die Skulpturengruppe der Göttinger Sieben, die an den Protest von sieben Göttinger Professoren gegen die Aufhebung der hannoverschen Landesverfassung durch König Ernst August I. im Jahre 1837 erinnert, zu dessen Ehren im Jahr 1861 das Ernst-August-Denkmal vor dem Hauptbahnhof errichtet wurde. Ein beliebter Treffpunkt ist die Kröpcke-Uhr im Stadtzentrum.

Das JĂŒdische Mahnmal in der Calenberger Neustadt erinnert an die 350 Juden, die in den Jahren 1941/42 nach Riga und Theresienburg deportiert wurden. In der Roten Reihe befindet sich die GedenkstĂ€tte zur Erinnerung an die in der Reichspogromnacht zerstörten Synagoge. In der Georgstraße befindet sich das Mahnmal fĂŒr die ermordeten Juden Hannovers.

Das grĂ¶ĂŸte Mahnmal der Stadt ist die Ruine der Aegidienkirche. Sie dient als Mahnmal fĂŒr die Opfer aus Kriegen und Gewalt. Im Inneren befindet sich die Friedensglocke, eine Schenkung der Partnerstadt Hiroshima, und auf dem Kirchturm befindet sich ein Glockenspiel.

GrĂŒnflĂ€chen und Naherholung

Zoo, Tiergarten

→ Hauptartikel: Zoo Hannover

Der Zoo Hannover hat sich seit seiner Mitte der 1990er Jahre begonnenen grundlegenden Umgestaltung zu einem modernen Erlebnis-Zoo gewandelt. Mehrere landschaftlich unterschiedlich gestaltete Themenbereiche mit den Namen Sambesi, Dschungelpalast, Kibongo, Meyers Hof, Outback, Mullewapp und Yukon Bay sollen den Besuchern die Tiere der Welt in möglichst authentischer und zugleich artgerechter Umgebung nĂ€herbringen. Des Weiteren gibt es den kleinen Themenbereich Strandbad, das Tropenhaus, eine Greifvogelvoliere, drei Sommerrodelbahnen, den Abenteuerspielplatz Brodelburg und tĂ€glich rund 30 Shows und ShowfĂŒtterungen. Über 3400 Tieren aus 237 Tierarten leben auf einer FlĂ€che von etwa 22 Hektar und werden von jĂ€hrlich 1,6 Millionen Besuchern betrachtet.

Der Tiergarten im Stadtteil Kirchrode, ehemals ein fĂŒrstliches Jagdrevier, beherbergt 150–200 heimische Tiere und zahlreiche Pflanzenarten.

HerrenhÀuser GÀrten

→ Hauptartikel: HerrenhĂ€user GĂ€rten
Großes Parterre mit Brunnen im Großen Garten

Eine der bekanntesten hannoverschen SehenswĂŒrdigkeiten sind die HerrenhĂ€user GĂ€rten. Der Große Garten ist ein bedeutender europĂ€ischer Barockgarten. Neben zahlreichen SondergĂ€rten sind das Große Parterre, das Orangenparterre, der Irrgarten und der Nouveau Jardin die bekanntesten Teile des Großen Gartens. Die dortige große FontĂ€ne erreicht eine Scheitelhöhe von bis zu 80 Metern. Im Großen Garten befinden sich ferner die Grotte, deren InnenrĂ€ume von Niki de Saint-Phalle gestaltet wurden, die zwei Eckpavillons von Louis Remy de la Fosse, das historische Gartentheater sowie das GaleriegebĂ€ude mit dem Goldenen Tor, die Orangerie und das Arne Jacobsen-Foyer. Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Schloss Herrenhausen wurde ab 2011 rekonstruiert und am 18. Januar 2013 wiedereröffnet. Der Berggarten ist einer der Ă€ltesten botanischen GĂ€rten in Deutschland mit rund 12.000 Pflanzenarten. Es gibt das Tropenschauhaus, die Kakteen-SchauhĂ€user, das Orchideen-Schauhaus mit einer der grĂ¶ĂŸten Orchideensammlungen Europas und das Kanarenhaus. Neben zahlreichen ThemangĂ€rten gibt es noch Deutschlands Ă€ltesten PrĂ€riegarten, den Schmuckhof und den Staudengrund, eine der Ă€ltesten Anlagen ihrer Art in Europa. Im Jahre 2007 eröffnete das Sea Life Centre mit ĂŒber 3.500 tropischen SĂŒĂŸ- und Salzwasserfischen. Dort befindet sich unter anderem ein ca. 8 Meter langer Glastunnel durch das Tiefseebecken und eine Nachbildung des tropischen Regenwaldes. Ferner befinden sich im Berggarten das Welfenmausoleum und der Bibliothekspavillon. Der Georgengarten ist in der Art eines englischen Landschaftsparks angelegt. In ihm liegen die knapp zwei Kilometer lange HerrenhĂ€user Allee, der Leibniztempel und das Georgenpalais. Im Welfengarten befindet sich das Welfenschloss – heute das HauptgebĂ€ude der UniversitĂ€t – und davor als Skulptur das Niedersachsenross, das niedersĂ€chsische Wappentier.

StadtwÀlder und Stadtparks

Die Eilenriede ist ein 650 Hektar großer Stadtwald und wird als die „GrĂŒne Lunge“ der Stadt bezeichnet. In ihr befindet sich die Umweltbildungseinrichtung Waldstation Eilenriede (mit Aussichtsturm), zwei Trimmpfade, ein Baumlehrpfad, acht Liegewiesen, 14 DenkmĂ€ler, zehn SpielplĂ€tze und der Spielpark WAKITU mit einem Hochseilgarten. Das Wegenetz der Eilenriede besteht aus 80 km Wanderwegen, 38 km Radwegen und 11 km Reitwegen.

Weitere StadtwĂ€lder sind die Seelhorst im SĂŒden der Eilenriede, die Große Heide in Bothfeld, der Misburger Wald, die Gaim und das Bockmerholz in WĂŒlferode, das Wettberger Holz, das Bornumer Holz in Badenstedt, der Klosterforst in Marienwerder, die Mecklenheide im Stadtteil Nordhafen, das Gemeindeholz in Stöcken und die Spannriede in Ledeburg.

Zu den historischen stĂ€dtischen Parks zĂ€hlen der neben der Stadthalle gelegene Stadtpark mit dem Rosarium und dem Japanischen Teegarten, der Hermann-Löns-Park in Kleefeld, der Maschpark am Neuen Rathaus und der HinĂŒbersche Garten beim Kloster Marienwerder. Zu den Stadtteilparks zĂ€hlen die Alte Bult mit dem Hiroshima-Hain, der Vahrenwalder Park mit Staudenanlagen, WiesenflĂ€che und Brunnen, welcher 1986 als Stadtteilpark auf dem GelĂ€nde der frĂŒheren Königlichen Reithalle entstand, der Botanische Schulgarten im Stadtteil Burg und der Von-Alten-Garten in Linden-Mitte mit Relikten (TorhĂ€user, Gartenterrasse) des 1945 zerstörten Schlosses der Familie von Alten. Zu den neuen GĂ€rten zĂ€hlen der Willy-Spahn-Park in Ahlem und die Expo-GĂ€rten, die im Rahmen der Weltausstellung Expo 2000 angelegt wurden. Sie bestehen aus den GĂ€rten im Wandel, die von dem Landschaftsarchitekten Kamel Louafi entworfen wurden, dem Expo-Park-SĂŒd und dem Parc Agricole. Die GĂ€rten verbinden sich mit dem Landschaftsraum des zur Weltausstellung neu geschaffenen Stadtviertels Kronsberg. Kamel Louafi gestaltete von 2008 bis 2010 einen Teil des Opernplatzes um.

Weitere stadtnahe Erholungsgebiete sind die Uferpromenaden und -grĂŒnanlagen entlang der Leine, Ihme und des Mittellandkanals. Durch den Neubau der Benno-Ohnesorg-BrĂŒcke und durch Hochwasserschutzmaßnahmen an der Ihme wird das Ihmeufer der Calenberger Neustadt neu gestaltet.

Seen und SchwimmbÀder

Der kĂŒnstlich angelegte 78 Hektar große Maschsee liegt sĂŒdlich des Stadtzentrums in Sichtweite des Neuen Rathauses. Der See wurde nach zweijĂ€hriger Bauzeit im Mai 1936 eröffnet und ist das grĂ¶ĂŸte GewĂ€sser der Stadt. Er hat keinen natĂŒrlichen Zu- und Ablauf und wird aus den nahe gelegenen Ricklinger Kiesteichen ĂŒber ein Pumpwerk mit Wasser versorgt. Zwei Segelschulen und mehrere Vereine ermöglichen das Rudern und Segeln auf dem See. Die ĂŒstra betreibt in den Sommermonaten mit vier Schiffen Fahrgastschifffahrt auf einem Rundkurs. Baden im See ist am SĂŒdufer im Strandbad möglich. Weitere Seen mit Freibademöglichkeiten sind der AltwarmbĂŒchener See und der Sonnensee in Misburg sowie die Ricklinger Kiesteiche.

Im Stadtgebiet gibt es fĂŒnf HallenbĂ€der: Stadionbad, Vahrenwalder Bad, Nord-Ost-Bad, Stöckener Bad und Anderter Bad. Hinzu kommen das Fössebad in Limmer und das Misburger Bad als Hallen-FreibĂ€der.

Von Mai bis September sind sechs FreibÀder geöffnet: Lister Bad, Hainhölzer Naturbad, Ricklinger Bad, RSV-Bad Leinhausen, Volksbad Limmer und Kleefelder Bad (Annabad) im Hermann-Löns-Park.

Friedhöfe

Scilla-BlĂŒten auf dem Lindener Berg-Friedhof

Zu Hannovers großen Friedhöfen zĂ€hlen der Stadtfriedhof Engesohde als Ă€ltester Friedhof mit vielen Mausoleen und plastisch gestalteten GrabdenkmĂ€lern, der Stadtfriedhof Ricklingen, der Stadtfriedhof Seelhorst (mit 63 Hektar als grĂ¶ĂŸter), der Stadtfriedhof Stöcken und der 1968 angelegte und damit jĂŒngste Stadtfriedhof Lahe. Der Gartenfriedhof, der St.-Nikolai-Friedhof (hier befindet sich mit der Ruine der Nikolaikapelle eines der Ă€ltesten GebĂ€ude der Stadt), der NeustĂ€dter Friedhof, der Alte JĂŒdische Friedhof an der Oberstraße und der JĂŒdische Friedhof an der Strangriede sind stillgelegt und dienen als Park. Dies gilt ebenfalls fĂŒr den Lindener Bergfriedhof, der im FrĂŒhjahr eine botanische Besonderheit bietet. Hier blĂŒht flĂ€chendeckend die leuchtend-blaue Scilla-BlĂŒte als das blaue Wunder von Linden.

GrĂŒner Ring

Auf dem GrĂŒnen Ring, einem seit 1995 eingerichteten Rundwander- und Fahrradweg, kann man entlang der Stadtgrenze die Stadt Hannover umrunden. Der GrĂŒne Ring besteht aus einem Basisring von 80 Kilometer LĂ€nge sowie drei Umlandschleifen und zwei Innenschleifen. Die Basisschleife fĂŒhrt, im Norden Hannovers angefangen, durch die Stadtteile (sowie eigenstĂ€ndigen Gemeinden oder StĂ€dte) Langenhagen, Isernhagen-SĂŒd, Lahe, Misburg, Anderten, Bemerode, Laatzen, Hemmingen, Arnum, Devese, Wettbergen, Empelde, Velber, Ahlem, Letter, Marienwerder, Garbsen, Vinnhorst und Godshorn.

Panoramablick von der Aussichtsplattform im Neuen Rathaus

Kultur

Museen und Galerien

Historisches Museum mit beleuchtetem Leibniz-Zitat

In Hannover befinden sich ĂŒber zwanzig Museen.

Das NiedersĂ€chsische Landesmuseum hat fĂŒnf Abteilungen. Die Landesgalerie prĂ€sentiert die europĂ€ische Kunst vom 11. bis zum 20. Jahrhundert einschließlich einer Sammlung des deutschen und französischen Impressionismus. Die Naturkunde-Abteilung zeigt Zoologie, Botanik, Geologie und ein Vivarium mit 2000 Fischen, Insekten, Amphibien, Spinnen und Echsen. Die ArchĂ€ologie-Abteilung stellt die Ur- und FrĂŒhgeschichte Niedersachsens dar. Die Völkerkunde-Abteilung zeigt Kulturen aus aller Welt. Hier ist u. a. ein japanisches Teehaus aufgebaut. Das NiedersĂ€chsische MĂŒnzkabinett zeigt das ehemalige MĂŒnzkabinett der Könige von Großbritannien und KurfĂŒrsten von Hannover.

Das Historische Museum erzĂ€hlt die Geschichte Hannovers von der mittelalterlichen Siedlung honovere ĂŒber die Residenzstadt bis zum heutigen Messestandort. Einen Schwerpunkt bildet die Zeit zwischen 1714 und 1837, als das KurfĂŒrstentum Hannover in Personalunion mit dem britischen Königshaus verbunden war. Eine Museumsdependance befindet sich im rekonstruierten Schloss Herrenhausen. Das Museum zeigt Personen des Welfenhauses sowie der Gartenarchitektur. Außerdem der Zusammenhang zwischen dem sozialen Leben und der geistigen Einstellungen des Barock und der herrenhĂ€user Gartengestaltung dargestellt. Der dritte Museumsteil zeigt die Entwicklung der HerrenhĂ€user GĂ€rten von der AufklĂ€rung bis zur Gegenwart.

Das Museum August Kestner neben dem Neuen Rathaus ist seit 1889 eines der stĂ€dtischen Museen. Es zeigt 6000 Jahre angewandte Kunst in vier Sammlungsbereichen: Antike Kulturen, Ägyptische Kulturen, die grĂ¶ĂŸte MĂŒnzsammlung Norddeutschlands mit rund 1000 StĂŒcken und angewandte Kunst.

Das Sprengel Museum prÀsentiert die Kunst des 20. Jahrhunderts. Schwerpunkt sind die klassische Moderne mit der Sammlung von Kurt Schwitters, Werken des Deutschen Expressionismus und des Französischen Kubismus, dem Kabinett der Abstrakten, der Grafik und der Abteilung Fotografie und Medien. Das Museum zeigt ferner besondere Beispiele der Abstrakten, der Konzept-Kunst und der Minimal Art, des Informel und des Nouveau Réalisme mit der Schenkung von Niki de Saint-Phalle.

Das Wilhelm Busch – Deutsches Museum fĂŒr Karikatur und Zeichenkunst in Herrenhausen zeigt als Dauerausstellungen die Sammlung zu Wilhelm Busch und die Sammlung zur Karikatur und kritischen Grafik. DarĂŒber hinaus gibt es stĂ€ndig wechselnde Ausstellungen (Cartoons, Comics und Karikaturen) zeitgenössischer KĂŒnstler aus dem In- und Ausland.

Das Theatermuseum Hannover zeigt eine stĂ€ndige Ausstellung zur Geschichte des hannoverschen Theaters vom 17. Jahrhundert bis heute. Mehrere Wechselausstellungen im Jahr runden das Angebot ab. Der Besucher bekommt einen Einblick in die Arbeit der TheaterwerkstĂ€tten sowie in Oper, Schauspiel, Ballett und Konzert. Das Exposeeum ist das Museum der Weltausstellung Expo 2000 und befindet sich auf dem frĂŒheren AusstellungsgelĂ€nde. Das Blindenmuseum Hannover ist eine RaritĂ€t in Deutschland, ein zweites gibt es nur noch in Berlin. Das Feuerwehr-Museum zeigt die Geschichte der hannoverschen Feuerwehr und des Brandschutzwesens. Das VeterinĂ€rmedizinhistorische Museum befindet sich in der TierĂ€rztlichen Hochschule Hannover. Textiles aus aller Welt gibt es im Museum fĂŒr textile Kunst zu sehen. Im Museum fĂŒr Energiegeschichte(n) in der Humboldtstraße wird die 150-jĂ€hrige Energieanwendungsgeschichte thematisiert. Das Buchdruck-Museum ist eingerichtet wie eine Lindener Hinterhofdruckerei der 1950er Jahre und das Heimatmuseum Ahlem befasst sich mit der Stadtteilgeschichte von Ahlem. Die GedenkstĂ€tte Ahlem in der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule Ahlem dokumentiert seit 1987 im Wesentlichen die Geschichte der Juden in Hannover und im ehemaligen Landkreis. Weitere Museen sind das MĂŒnzkabinett der TUI AG, das Hammermuseum, das Friedhofsmuseum und das KĂŒchenmuseum WOK – World of Kitchen. Die Eilerswerke – Mobile Welten zeigen Industriegeschichte rund um das Thema MobilitĂ€t. Gezeigt werden unter anderem Autos, Flugzeuge, Lokomotiven und ZweirĂ€der.

In Hannover befinden sich ferner ĂŒber 20 Kunstgalerien. Darunter sind unter anderem die Hannover Gallery mit einer Dauerausstellung des KĂŒnstlers Bruno Bruni, die Kunsthalle Faust, die BBK-Galerie, das Foro Artistico in der Eisfabrik und die NORD/LB Art Gallery.

Die Kestnergesellschaft zeigt Ausstellungen der klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst. Schwerpunkte sind Film, Video, zeitgenössische Musik und Architektur, zudem werden raumgreifende Installationen und umfassende PrÀsentationen zeitgenössischer Malerei, Skulpturen und Videokunst ausgestellt.

Die StĂ€dtische Galerie KUBUS ist ein Forum zeitgenössischer Kunst. Es werden Einzel- oder Gruppenausstellungen insbesondere hannoverscher KĂŒnstler prĂ€sentiert.

Der Kunstverein Hannover wurde 1832 als einer der ersten Kunstvereine in Deutschland gegrĂŒndet und hat sein Domizil im KĂŒnstlerhaus Hannover. Pro Jahr werden sechs bis acht international orientierte monografische und thematische Ausstellungen gezeigt.

Die Stiftung Ahlers Pro Arte / Kestner Pro Arte in dem frĂŒheren GebĂ€ude der Kestnergesellschaft widmet sich der modernen Kunst.

Jedes Jahr finden im Juni die Lange Nacht der Museen und im September der Zinnober Kunstvolkslauf statt.

Theater, Tanz und Kleinkunst

In Hannover befinden sich ĂŒber dreißig Theater, sowie eine große Anzahl freier Theatergruppen ohne festem Spielort.

Die Schauspielsparte des NiedersĂ€chsischen Staatstheaters (genannt schauspielhannover) bespielt das Schauspielhaus Hannover, den Ballhof eins, den Ballhof zwei, die „Cumberlandsche Galerie“ und die „Cumberlandsche BĂŒhne“.

Das Gartentheater im Großen Garten ist unter anderem Spielort des Sommermusicals von Heinz-Rudolf Kunze und Heiner LĂŒrig: Ein Sommernachtstraum.

Das Neue Theater gegenĂŒber vom Opernhaus ist Hannovers Boulevardtheater. Das Theater am Aegi hat kein eigenes Ensemble. Es ist die hannoversche SpielstĂ€tte des Theaters fĂŒr Niedersachsen sowie AuffĂŒhrungsort von TourneekĂŒnstlern.

Neben den klassischen Theatern gibt es eine vielfĂ€ltige freie Theaterszene. Hierzu gehören unter anderem die Theaterwerkstatt im Pavillon, das Theater an der Glocksee, Commedia Futura in der Eisfabrik, die HinterbĂŒhne, das Theater Fenster zur Stadt in der Nordstadt und das Mittwochtheater auf dem Lindener Berg. Ein Freilichttheater ist das moa theater (mobiles Open-Air-Theater). Angebote fĂŒr Kinder und Jugendliche bieten unter anderem das Figurentheaterhaus und das Kindertheaterhaus.

Tanz- und BallettauffĂŒhrungen werden durch die Ballettsparte des niedersĂ€chsischen Staatstheaters im Opernhaus gezeigt. Im freien Bereich gibt es die Compagnie Fredeweß im Ahrbergviertel. Mit dem Tanzfestival Tanztheater International und dem internationalen Wettbewerb fĂŒr Choreografen gibt es jĂ€hrlich zwei Veranstaltungen im Bereich Tanz. Ein Tanzfestival fĂŒr Jedermann ist die Tangonacht auf dem Ballhofplatz.

Kleinkunst wird im GOP VarietĂ© Theater Hannover gezeigt. In der Orangerie Herrenhausen findet jedes Jahr das Wintervariete statt. Desimo’s Spezial Club im Lindener Apollokino bietet Comedians eine BĂŒhne. Das Kleine Fest im Großen Garten ist ein internationales Kleinkunstfestival mit ĂŒber 100 KĂŒnstlern auf rund 30 BĂŒhnen und findet jĂ€hrlich im Juli statt.

Politisches Kabarett wird auf Hannovers KabarettbĂŒhne im Theater am KĂŒchengarten gezeigt.

Mit der Langen Nacht der Theater und dem Festival Theaterformen gibt es zwei Veranstaltungen, die mehrere AuffĂŒhrungsorte und Ensembles verbinden.

Kino und andere Freizeitangebote

Cinemaxx (Nikolaistraße)

In Hannover gibt es sieben Kinos, darunter ein Cinemaxx-Multiplex-Kino mit zehn SĂ€len am Raschplatz. Die Hochhaus-Lichtspiele befinden sich im zehnten Stock des Anzeiger-Hochhauses und sind mit 33,88 Meter ĂŒber Straßenniveau das höchste Kino Deutschlands. Das Kino am Raschplatz, das 1908 eröffnete Apollo-Kino in Linden und das PuKi - Puschenkino in Waldheim sind Programmkinos, das Kommunale Kino im KĂŒnstlerhaus und das Kino im Sprengel sind nichtkommerzielle Kinos. In der Nikolaistraße hatte Hans-Joachim Flebbe 1991 das erste Cinemaxx-Kino in Deutschland eröffnet, welches im Juli 2013 geschlossen wurde.

Seit 1991 findet das internationale Nachwuchs-Filmfestival up-and-coming in Hannover statt, auf dem seit 2005 alle zwei Jahre der „Deutsche Nachwuchsfilmpreis“ vergeben wird. Weitere Filmfestivals in Hannover sind das internationale Kinderfilmfestival Seepferdchen (seit 2000) und das schwul-lesbische Filmfestival Perlen (seit 1997). Beim Seh-Fest auf der ParkbĂŒhne Hannover werden im Sommer Filme als Open-Air-Kino gezeigt.

Die Stadt unterhĂ€lt in mehreren Stadtteilen Freizeitheime. Vereine und andere Gruppen können hier fĂŒr Veranstaltungen RĂ€ume anmieten. Es gibt sie in Döhren, Ricklingen, Stöcken, Vahrenwald, am Lister Turm und in Linden-Limmer. Das Freizeitheim Linden ist das erste Freizeitheim Deutschlands. Des Weiteren gibt es das 1951 gegrĂŒndete Haus der Jugend in der SĂŒdstadt.

FĂŒr Weltrauminteressierte gibt es die Volkssternwarte Hannover auf dem Lindener Berg und das Planetarium in der Bismarckschule in der NĂ€he des Maschsees.

Musik

Klassik

Opernhaus Hannover, errichtet nach PlÀnen von Georg Ludwig Friedrich Laves

Das niedersĂ€chsische Staatstheater nutzt das Opernhaus fĂŒr seine Sparten Oper und Ballett. Im Opernhaus spielt das NiedersĂ€chsische Staatsorchester. Das 1950 gegrĂŒndete Rundfunkorchester des NDR spielt im Großen Sendesaal des NDR als NDR Radiophilharmonie Hannover klassische Musik und als NDR Pops Orchestra moderne Arrangements. Weitere Vertreter der klassischen Musik sind das Junge Sinfonieorchester Hannover, die Hannoversche Hofkapelle und das Kammerorchester Musica Alta Ripa. Des Weiteren hat Hannover eine vielfĂ€ltige Chorszene, unter anderem mit den international renommierten Chören Knabenchor Hannover, MĂ€dchenchor Hannover und Norddeutscher Figuralchor. Der Kuppelsaal im HCC ist mit ĂŒber 3600 SitzplĂ€tzen der grĂ¶ĂŸte Konzertsaal Deutschlands. FĂŒr Gastorchester stehen mit dem Beethovensaal und dem GaleriegebĂ€ude in den HerrenhĂ€user GĂ€rten zwei weitere KonzertsĂ€le zur VerfĂŒgung. RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen sind unter anderem der Internationale Joseph Joachim Violinwettbewerb und die Internationale A-Cappella-Woche. Weitere Veranstaltungen sind Klassik in der Altstadt mit ĂŒber 25 Konzerten, die Chortage Hannover mit rund 30 Chören und der Hannoversche Opernball.

1688 wurde Agostino Steffani Opernkapellmeister. Seine Oper Enrico Leone wurde 1689 in Hannover uraufgefĂŒhrt. Von 1710 bis 1712 war der Komponist Georg Friedrich HĂ€ndel Kapellmeister am Hofe von KurfĂŒrst Georg Ludwig von Hannover. WĂ€hrend dieser Zeit schrieb HĂ€ndel unter anderem eine Reihe von Vokalduetten und dirigierte Schlosskonzerte im Leineschloss. 1789 fand die deutsche ErstauffĂŒhrung von Mozarts Oper Le Nozze de Figaro in Hannover statt. Ab 1831 war Heinrich August Marschner Hofkapellmeister am Leineschloss. Von 1852 bis 1866 war Joseph Joachim Königlicher Konzertmeister in Hannover. Zu der Zeit wirkte auch Johannes Brahms in Hannover. Gemeinsam entwickelten sie die Orchestrierung zu Brahms’ Klavierkonzert op. 15 in d-Moll, welches 1859 in Hannover uraufgefĂŒhrt wurde.

Jazz

Der Jazz Club Hannover befindet sich im Keller.

Durch den 1966 gegrĂŒndeten Jazz Club Hannover auf dem Lindener Berg und das Engagement seines langjĂ€hrigen Vorsitzenden Michael Gehrke ist Hannover eine deutsche Jazz-Hochburg geworden. 1978 erhielten der Jazz Club und Michael Gehrke die EhrenbĂŒrgerschaft von New Orleans. Das Jazzfestival Swinging Hannover findet jĂ€hrlich an Himmelfahrt statt. Rund 30.000 Besucher kommen dafĂŒr in den Kuppelsaal des HCC und auf den Trammplatz. Eine weitere Jazzveranstaltung ist die Jazzwoche Hannover. Sie findet in verschiedenen Clubs statt.

Die seit 1987 bestehende Hannover Big Band um den Bandleader Lothar Krist und Walt Kracht and his Orchestra sind in Hannover zu Hause. Die Band After Hours wurde durch die Zusammenarbeit mit Roger Cicero bekannt. Von 1975 bis zu seinem Tod 1992 lebte der Musiker Champion Jack Dupree in Hannover. Der Bluesmusiker Louisiana Red lebte hier von 1981 bis zu seinem Tod 2012 und gab hier 2011 sein letztes Konzert. Der Vibrafonist Lionel Hampton komponierte in Hannover den Eisbein-Boogie, dessen ersten Takt er im Goldenen Buch der Stadt verewigte. Der Trompeter Billy Mo wirkte seit den 1970er Jahren in Hannover und gab in hier 2001 sein letztes Konzert. Chet Baker gab in Hannover 1988 sein letztes Konzert. Einige Jazzbands haben Hannover StĂŒcke gewidmet, zum Beispiel der Hannover Boogie von den Trevor Richards British New Orleans Allstars und das StĂŒck Swinging Hannover von den Bohemian Killer Dillers.

Rock, Pop

Scorpions

Capitol-Hochhaus

Die 1965 gegrĂŒndete Hard-Rock-/Heavy-Metal-Band Scorpions erlangte mit Songs wie „Wind of Change“ weltweite Bekanntheit. In den 1980er Jahren entwickelte sich eine Szene, die international bekannte Gruppen wie Fury in the Slaughterhouse und Terry Hoax sowie Bands der Neuen Deutschen Welle wie die Combo Colossale, Hans-A-Plast und Steinwolke sowie Solisten wie Heinz Rudolf Kunze hervorbrachte. Mitte der 1990er Jahre entstand die Technoband Scooter. Der SĂ€nger Wyn Hoop vertrat Deutschland beim Eurovision Song Contest 1960 und erreichte den vierten Platz. Die SĂ€ngerin Lena Meyer-Landrut vertrat Deutschland beim Eurovision Song Contest 2010 und beim Eurovision Song Contest 2011. 2010 gewann sie ihn mit 246 Punkten, 2011 erreichte sie den zehnten Platz. 2001 und 2013 fand in Hannover der Deutsche Vorentscheid zum Eurovision Song Contest statt.

Mousse T. hat sich als Vertreter House- und Discjockey-Szene einen Namen gemacht. Im Bereich der Lounge-Musik haben die Mo’ Horizons ihre Stadt mit dem Titel Bosshannover gewĂŒrdigt. Weitere Musikgruppen waren oder sind AbstĂŒrzende Brieftauben, Spice, The Jinxs, Sargant Fury, Marquess sowie die Krautrock-Gruppen Jane und Eloy. Der Countrymusiker Gunter Gabriel arbeitete und studierte in Hannover. WĂ€hrend dieser Zeit schrieb er seinen ersten Hit. Maybebop wurde 1992 in Hannover gegrĂŒndet.

Das grĂ¶ĂŸte Pop-Festival in Hannover ist das NDR 2 Plazafestival, welches zusammen mit der N-Joy Starshow zum Jahrestag der Expo 2000 stattfindet. Das FĂ€hrmannsfest ist ein jĂ€hrlich Anfang August stattfindendes Open-Air-Festival in Linden mit fast 20 Bands. Seit 2008 findet auch in Hannover die FĂȘte de la Musique statt.

Eine engagierte Indie-Szene befindet sich im Kulturzentrum FAUST, der Glocksee, im Bei-ChĂ©z-Heinz, dem UJZ Kornstraße, dem Musikzentrum und der Sturmglocke in der Nordstadt. Das BootBooHook Festival war bis 2012 mit bis zu 50 Bands eines der grĂ¶ĂŸten Indiepop-, Songwriter-, Punk- und Skafestivals.

Aus einer Wochenendveranstaltung im Pavillon im Jahr 1995 ist das Masala Welt-Beat-Festival mittlerweile zu einer zweiwöchigen Weltmusik-Veranstaltungsreihe mit AuffĂŒhrungsorten in der ganzen Region Hannover geworden. Mit jĂ€hrlich ĂŒber 10.000 Besuchern ist es eines der grĂ¶ĂŸten Weltmusikfestivals in Europa.

Konzerte finden auf Hannovers großen und kleinen BĂŒhnen statt: ParkbĂŒhne Hannover, Swiss Life Hall, Capitol, Pavillon, FAUST, MusikbĂŒhne Bad und Musikzentrum Hannover. Die TUI Arena und die HDI-Arena werden fĂŒr Großkonzerte genutzt.

Volks- und Marschmusik

Zum Bereich der Volksmusik zĂ€hlen Volkslieder wie Die Lustigen Hannoveraner, In Hannover an der Leine oder Wir sind noch echte Niedersachsen und InstrumentalstĂŒcke wie Hannoversche GardejĂ€ger, Hannover-Messe, Im Leinetal oder der Hannoversche Königsgruß. MĂ€rsche mit Hannover-Bezug sind der Niedersachsen-Marsch, der Marsch des Hannoverschen Cambridge Dragoner Regiments oder der Marsch der Hannoverschen Garde du Corps. 34 Jahre lang gab es das internationale Marschmusik-Festival Musikparade der Nationen. Im Jahre 2009 fand die Musikparade zum letzten Mal als eigenstĂ€ndige Veranstaltung statt.

Sprache und Literatur

Einer verbreiteten Auffassung zufolge wird eine der schriftdeutschen Standardsprache nahe kommende Umgangssprache („das beste Hochdeutsch“) in Hannover und Umgebung gesprochen. Niederdeutsche Mundarten werden hier kaum noch gesprochen, seine Varianten prĂ€gen aber die Dialekte Hannovers und Niedersachsens. Die Sprachsituation Ă€nderte sich seit der ersten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts, nachdem die Oberschicht der GroßstĂ€dte Ostfalens wie Hannover und Braunschweig die Schriftsprache zu einer Umgangssprache ausbaute und das NiedersĂ€chsische aufgab. Die Grammatik wurde dabei ostfĂ€lisch beeinflusst, wĂ€hrend die Aussprache auf einer Mischung des ObersĂ€chsischen und dem OstfĂ€lischen der Region entsprach.[38]

Als sogenannter hannöverscher Dialekt wird ein Unterschichten-Jargon und typischer Arbeiter-Soziolekt des Stadtteils Linden vom Comedy-Duo Siggi und Raner parodiert.

Zur Erinnerung an hannoversche Literaten verlieh die Stadt bis 2005 den Gerrit-Engelke-Preis, welcher 2008 durch den Hölty-Preis ersetzt wurde.

Der Literarische Salon der Leibniz UniversitÀt bietet wöchentliche Lesungen unterschiedlicher Autoren im Conti-Hochhaus der Uni und an anderen Orten.

Im KĂŒnstlerhaus findet jĂ€hrlich die BuchLust statt, eine Messe von unabhĂ€ngigen Verlagen aus Niedersachsen und einem wechselnden Gastbundesland.

Kulinarisches

Leibniz-Keks von Bahlsen

Hannover hat eine lange Brauereitradition. 1526 erfand hier Cord Broyhan ein helles obergĂ€riges Bier, das zu einem Exportschlager der Stadt wurde. Zusammen mit anderen Brauern grĂŒndete er 1546 die Brauergilde, aus der sich die heutige Gilde Brauerei (ein Unternehmen der AB-InBev NV) in der SĂŒdstadt entwickelte. Daneben gibt es nur noch die 1868 gegrĂŒndete HerrenhĂ€user Brauerei, die nach einem langwierigen Insolvenzverfahren von der Wittinger Privatbrauerei gekauft wurde. Andere Brauereien wie die Kaiser-Brauerei, die Lindener Aktien-Brauerei oder die WĂŒlfeler Brauerei wurden inzwischen geschlossen. DafĂŒr gibt es mittlerweile zwei Gasthaus-Brauereien: Das Brauhaus Ernst August in der Altstadt und Meiers Lebenslust am Aegidientorplatz.

Aus der Sitte, das Broyhan-Bier zusammen mit Branntwein zu trinken, entstand die LĂŒttje Lage. Diese typisch hannoversche SpezialitĂ€t aus Bier und Korn wird in einer speziellen Trinkweise aus zwei GlĂ€sern getrunken. Eine weitere alkoholische SpezialitĂ€t ist der RĂŒbenbrand Hannöversches Leinewasser. Im Stadtteil List befindet sich die Obstbrennerei Lister Destille.

Mit Tee-Seeger (gegrĂŒndet 1743) ist in Hannover das Ă€lteste TeegeschĂ€ft Deutschlands ansĂ€ssig. Seit 1919 gibt es eine Filiale des 1883 in Danzig gegrĂŒndeten Machwitz Kaffees, deren Kaffeerösterei seit 1950 seinen Sitz am Marstall hat. 1956 wurde die Privatrösterei von Erhard Ulbrich und 2012 die Hannoversche Kaffee-Manufaktur gegrĂŒndet.

Zu den deftigen Gerichten der hannoverschen KĂŒche gehören der Calenberger Pfannenschlag und das Hannoversche Zungenragout. Die Cumberlandsauce ist eine pikante Tafelsoße. Eine SpezialitĂ€t zu den Weihnachtsfesttagen ist der Maschsee-Karpfen. Zu einer traditionellen hannoverschen Schlachteplatte gehören WurstspezialitĂ€ten aus der Region. Eine Hannoversche BrotspezialitĂ€t ist das Gersterbrot.

Zu den sĂŒĂŸen SpezialitĂ€ten gehören der Leibniz-Keks und die Hannover Waffeln von Bahlsen, die Hitjepuppen und die Welfenspeise.

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen

Internationaler Feuerwerkswettbewerb in den HerrenhÀuser GÀrten

In Hannover finden ĂŒber das Jahr verteilt unzĂ€hlige Großveranstaltungen statt. Die zehn grĂ¶ĂŸten Feste sind im Folgenden kurz beschrieben:

Am Maschsee findet zum Sommerende das Maschseefest statt. Das Fest bietet rund 100 Live-Konzerte auf vier BĂŒhnen, ĂŒber 120 KleinkĂŒnstler und Walkacts, zahlreiche Comedians und DJs, Fun-Boot-Rennen, Entenrennen, Red-Bull-Boat-Battle, Fackelschwimmen und rund 50 gastronomische GeschĂ€fte. Mit ĂŒber zwei Millionen Besuchern ist es Hannovers grĂ¶ĂŸtes jĂ€hrliches Fest.

In der gesamten Vorweihnachtszeit finden dauerhaft drei grĂ¶ĂŸere WeihnachtsmĂ€rkte statt. Der traditionsreiche Weihnachtsmarkt Hannover mit rund 190 StĂ€nden, dem ein mittelalterlicher Weihnachtsmarkt, ein Wunschbrunnenwald und das Finnische Weihnachtsdorf angeschlossen sind, befindet sich in der Altstadt. Er wird jĂ€hrlich von ĂŒber 1,5 Millionen Menschen besucht und ist damit die zweitgrĂ¶ĂŸte Veranstaltung in Hannover. Weitere WeihnachtsmĂ€rkte gibt es auf dem Ernst-August-Platz vor dem Hauptbahnhof und auf der Lister Meile. Der Vegane Weihnachtsmarkt auf dem Steintorplatz ist der Ă€lteste seiner Art in Deutschland.

Das SchĂŒtzenfest Hannover im Juli rangiert mit etwa 1,5 Millionen Besuchern auf Platz drei. Es findet auf dem zehn Hektar großen SchĂŒtzenplatz am sĂŒdlichen Rand der Innenstadt statt. Es ist mit rund 250 Schaustellern, fĂŒnf großen Festzelten und einem großen Rahmenprogramm das grĂ¶ĂŸte SchĂŒtzenfest der Welt. Seine UrsprĂŒnge gehen bis auf das Jahr 1529 zurĂŒck. Der große SchĂŒtzenausmarsch ist mit einer LĂ€nge von zwölf Kilometern sowie mit rund 10.000 Teilnehmern (darunter SchĂŒtzen, Karnevalisten, ĂŒber 100 Musikkapellen aus dem In- und Ausland und ĂŒber 60 Festwagen und Kutschen) der grĂ¶ĂŸte SchĂŒtzenausmarsch der Welt, rund 150.000 Zuschauer stehen am Straßenrand.

Ebenfalls auf dem SchĂŒtzenplatz finden das FrĂŒhlingsfest Hannover (April) mit 160 Schaustellern und zwei Festzelten und das Oktoberfest Hannover (September/Oktober) mit 140 Schaustellern und drei Festzelten statt. Das FrĂŒhlingsfest ist mit rund 1 Million Besuchern das grĂ¶ĂŸte FrĂŒhlingsfest Niedersachsens und das Oktoberfest ist mit rund 900.000 Besuchern das zweitgrĂ¶ĂŸte Oktoberfest in Deutschland.

Mit rund 300.000 Besuchern rangiert das Lister Meile Fest auf Platz sechs in Hannover. Das Fest bietet rund 100 Schau- und Aussteller und 4 BĂŒhnen. Das Entdeckertagsfest mit acht BĂŒhnen und zahlreichen Ausstellern wird jedes Jahr von bis zu 200.000 Menschen besucht. Auf Platz acht folgt das Klimafest Hannover. Auf dem Fest locken 150 Akteuren aus Organisationen, VerbĂ€nden und Unternehmen, KĂŒnstler, Musiker, Sportler und Artisten jĂ€hrlich rund 120.000 Menschen an. 25 Brauereien aus ganz Europa, die lĂ€ngste Theke Norddeutschlands (50 Meter) und Live-Musik locken auf dem Hannoverschen Bierfest jĂ€hrlich ĂŒber 100.000 Menschen in die Altstadt. Der Karneval Hannover gehört mit zu den Faschingshochburgen in Norddeutschland. Am Samstag vor Rosenmontag zieht ein Karnevalsumzug durch die Innenstadt. An dem ĂŒber zwei Kilometer langen Zug sind rund 2.000 Karnevalisten mit Festwagen und Musikkapellen beteiligt, wozu sich am Straßenrand zwischen 10.000 und 80.000 Zuschauer einfinden.

Neben den Top 10 gibt es noch weitere bedeutende Veranstaltungen in Hannover. Dazu gehören im Großen Garten der Internationale Feuerwerkswettbewerb und die Kunstfestspiele Herrenhausen mit viel Musik und Kunst. Auf den MesseparkplĂ€tzen Ost findet jedes Jahr am 1. Mai das Mai-KĂ€fer-Treffen statt, es ist das grĂ¶ĂŸte VW-KĂ€fer-Treffen in Europa mit rund 3000 KĂ€fern und anderen VW-Modellen.

Der Flohmarkt Hannover am Hohen Ufer der Leine ist der Ă€lteste Flohmarkt in Deutschland und der im Juli stattfindende Markt fĂŒr Kunst und Handwerk ist ĂŒberregional bekannt.

Sport

Mit dem Sportpark Hannover im Stadtteil Calenberger Neustadt besitzt Hannover die grĂ¶ĂŸte zusammen liegende SportflĂ€che einer Großstadt in Deutschland. In dem ca. 45 Hektar großen Gebiet befinden sich das Erika Fisch-Stadion, das Sportleistungszentrum (SLZ), das Stadionbad und die ParkbĂŒhne. Hannover hat sich lange Zeit als Sportstadt definiert, da hier ein breites Spektrum an Sportarten auf einem hohen Niveau angeboten wurde/wir.[39]

Vereine

Der erfolgreichste Fußball-Verein Hannovers ist der in der Bundesliga spielende Hannoversche Sportverein von 1896 e. V., kurz „Hannover 96“ oder die Roten, der sein Domizil in der HDI-Arena hat. Die in der Regionalliga Nord spielenden Amateure sind im Eilenriedestadion zu Hause. Weitere Vereine sind die ehemaligen Zweitligisten SV Arminia Hannover und OSV Hannover. Der Verein SV Arminia Hannover, genannt die Blauen, spielt in der Landesliga Niedersachsen und ist im Rudolf-Kalweit-Stadion beheimatet. Von 1990 bis 1997 war der TSV Fortuna Sachsenross Hannover Mitglied der Fußball-Bundesliga der Damen.

Die Hannover Scorpions spielten von 1996 bis 2013 in der Deutschen Eishockey-Liga. 2013 verkauften sie ihre DEL-Lizenz an die Schwenninger Wild Wings.[40] Spielort des Eishockey-Vereins war ab 2001 die TUI Arena. Der Eishockey-Zweitligist Hannover Indians hat im Eisstadion am Pferdeturm in Kleefeld sein Domizil.

Der Deutsche Sportverein Hannover gegr. 1878, kurz Hannover 78, wurde 1878 als erster deutscher Rasensportverein gegrĂŒndet; Rugby war GrĂŒndungssportart. Der DRC Hannover spielt in der Rugby-Bundesliga. In der 2. Bundesliga spielen Hannover 78 und SV Odin Hannover. Der erfolgreichste Rugby-Verein Deutschlands ist der TSV Victoria Linden mit 20 gewonnenen deutschen Meistertiteln. Insgesamt wurden seit 1909 von hannoverschen Vereinen 62 der bislang 83 ausgetragenen deutschen Meisterschaften nach Hannover geholt. In der Zeit von 1909 bis 2005 trat außer 1913 bei jedem ausgetragenen Endspiel um die Meisterschaft ein hannoverscher Verein an.

Im Handball war der TSV Hannover-Anderten 2007 bis 2010 in der 2. Handball-Bundesliga und seit Sommer 2011 in der 3. Handball-Bundesliga Nord. Seit 2009 spielt der TSV Hannover-Burgdorf in der Handball-Bundesliga. Weitere ehemalige Bundesliga-Vereine sind bei den Herren HSG Hannover und Polizei-Sportverein Hannover; bei den Damen SC Germania List und die SG Misburg.

Hannover 78 spielt in der Hallenhockey-Bundesliga (Herren) und in der 2. Feldhockey-Bundesliga (Herren). Der DHC Hannover spielt ebenfalls in der Hallenhockey-Bundesliga (Herren) sowie in der 2. Feldhockey-Bundesliga (Herren) und der 2. Hallenhockey-Bundesliga (Damen).

Am 25. Januar 1862 wurde in Hannover der erste deutsche Fechtverein gegrĂŒndet, der noch heute existiert. Neben dem Fechtklub Hannover von 1862 gibt es noch drei weitere Vereine, die den Fechtsport anbieten.

WASPO 98 Hannover spielt in der ersten Wasserball-Bundesliga. An der Leine liegt der 1. Wasserski-Club Hannover. Weitere Wassersportvereine sind der Paddel-Klub Hannover in Döhren, der Hannoverscher Kanu Club am Maschsee, der Kanu-Sport-Club Hannover, der Paddelclub Stöcken und der Paddelclub Niedersachsen.

Der Turn-Klubb zu Hannover ist in mehreren Disziplinen vertreten: Die Faustballmannschaft spielt in der ersten Bundesliga. Der Bereich Fechten hat diverse nationale und internationale Titel errungen. Der Verein ist dreifacher Deutscher Meister im Kunstturnen. Die Tischtennis-Damenmannschaft wurde 1960 deutscher Mannschaftsmeister und 1961 deutscher Pokalsieger.

Die UBC Tigers spielen seit der Saison 2009/2010 in der zweithöchsten Basketball-Liga, der Pro A.

Der 1947 gegrĂŒndete Tischtennisverein TTC Helga Hannover schaffte nach vier Vizemeisterschaften in der Saison 1991/92 den Aufstieg in die 1. Bundesliga, wo er die nĂ€chsten drei Jahre und nochmals 1997/98 spielte. 2008 gelang der Damen-Tischtennissparte von Hannover 96 der Aufstieg in der 1. Bundesliga.

Die Damen- und Herrenmannschaften im Lacrosse des DHC Hannover spielen in der Bundesliga Nord. Die Damen nahmen 2008 das erste Mal an den Deutschen Lacrosse Meisterschaften teil und belegten den dritten Platz.

Der Verein fĂŒr LeibesĂŒbungen von 1848 e. V. (VfL) Hannover ist der Ă€lteste Sportverein von Hannover und hat eine Abteilung Rollstuhltanz, dessen Tanzpaare auf nationalem und internationalem Parkett erfolgreich sind.[41]

Im Schach spielen zwei hannoversche Vereine in der Oberliga Nord Staffel West: Hannover 96 und HSK Lister Turm.

Hannover beheimatet mit dem All Sports Team Hannover eine Topmannschaft im Drachenbootsport. Das Team konnte seit seiner GrĂŒndung im Jahre 2000 bisher ĂŒber 100 Medaillen auf nationalen und internationalen Meisterschaften erringen, darunter allein im Jahre 2012 zehn deutsche Meistertitel, und stellte ĂŒber mehrere Jahre den Kern der deutschen Premier-Mixed Nationalmannschaft. Das Team ist dem Hannoverschen Kanuclub HKC von 1921 e. V. angeschlossen und trainiert auf dem Maschsee. Das All Sports Team wurde zur „Mannschaft des Jahres 2013“ in Niedersachsen gewĂ€hlt, vor den Bundesliga-Handballern aus Burgdorf und dem Frauenfußball-Championleaguesieger VfL Wolfsburg.[42]

Der 1. DSC Hannover war Deutschlands erster Snookerverein. Seit dem Abstieg aus der 1. Bundesliga Snooker im Jahr 2012 spielt der Verein in der 2. Bundesliga Snooker.

Veranstaltungen

Startsituation 2008 bei der Nacht von Hannover

Der Hannover-Marathon ist mit ĂŒber 15.000 internationalen Teilnehmern in verschiedenen Disziplinen eine der grĂ¶ĂŸten Straßenlaufveranstaltungen in Deutschland.

Auf dem Maschsee finden jÀhrlich mehrere Sportereignisse statt, unter anderem das internationalen Drachenboot-Festival. Von 1952 bis 1989 fanden auf dem See auch Motorbootrennen statt, darunter Welt- und Europameisterschaften.

Weitere Sportveranstaltungen sind das NiedersÀchsische Beach-Volleyball-Turnier auf dem Steintorplatz und das Wrestling Festival. Die Wahl zum Behindertensportler des Jahres findet jedes Jahr im Februar im GOP Variete Theater statt.

Hannover hat eine lange Pferdesporttradition, bekannt ist die Pferderasse Hannoveraner. Im Reitsport gibt es unter anderem das internationale Hallen-Reitturnier German Classics.

Hannover war Mit-Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 1974, der Fußball-Weltmeisterschaft 2006, der Fußball-Europameisterschaft 1988 und der Eishockey-Weltmeisterschaft 2001. Von 2000 bis 2007 fand hier das internationale Eishockeyturnier Deutschland-Cup statt. Im Radsport gab es den Grand Prix von Hannover auf der Radrennbahn sowie von 1975 bis 2011 in der Altstadt die Nacht von Hannover. Im November 2010 war Hannover Gastgeber fĂŒr die siebten Weltmeisterschaften im Rollstuhltanz mit 150 Teilnehmern.[43]

Religion

Die Stadt Hannover gehörte nach der Christianisierung zum Gebiet des Bistums Minden und zum Archidiakonat Pattensen.

In der Altstadt Hannovers wurde 1533/34 und in der Neustadt 1544 die Reformation nach lutherischem Bekenntnis eingefĂŒhrt. Danach war Hannover ĂŒber viele Jahrhunderte eine ĂŒberwiegend lutherische Stadt. Katholiken und reformierte Gemeindeglieder konnten bis 1800 in der Altstadt Hannovers kein BĂŒrgerrecht erwerben, weswegen sie ihre Kirchen in der Neustadt errichteten.

Im Stadtteil MĂŒhlenberg existiert ein ökumenisches Kirchenzentrum, das die Stadtteilgemeinden der evangelisch-lutherischen und der römisch-katholischen Stadtteilgemeinden unter einem Dach vereint.

Die Kirchen der Stadt organisieren regelmĂ€ĂŸig die Nacht der Kirchen mit Kirchenkonzerten und Lesungen.

Evangelisch-lutherische Kirche

Die Bevölkerung Hannovers ist zu 36,6 % evangelisch-lutherisch und gehört der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers an. Hannover ist Sitz des Landeskirchenamtes der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Hannover Sitz des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie des Kirchenamtes der Vereinigten Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD). Hannover ist Sitz zahlreicher Organisationen in der hannoverschen Landeskirche und der EKD. Alle landeskirchlichen evangelischen Kirchengemeinden Hannovers gehören zum Stadtkirchenverband Hannover innerhalb des gleichnamigen Sprengels der Evangelisch-lutherischen Landeskirche. In den Jahren 1949, 1967, 1983 und 2005 fand in Hannover der Evangelische Kirchentag statt.

Im Stadtteil Marienwerder befindet sich das Kloster Marienwerder.

Evangelisch-reformierte Kirche

1697 entstand eine französisch-reformierte und 1702 eine deutsch-reformierte Gemeinde, die sich 1819 vereinigten. Diese Gemeinde gehört heute zur Evangelisch-reformierten Kirche – Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland. Der Reformierte Bund ist eine Föderation (Vereinigung) reformierter Kirchen, Gemeinden, VerbĂ€nde und Einzelpersonen. Er gilt als Dachverband fĂŒr etwa zwei Millionen reformierte Gemeindeglieder in der Bundesrepublik Deutschland und hat seinen Sitz in Hannover. Seit dem 1. Januar 2014 hat die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) ihren Hauptsitz in Hannover.[44][45][46]

Römisch-Katholische Kirche

Römisch-Katholische Basilika St. Clemens

Die 1665 entstandene römisch-katholische Gemeinde gehörte anfangs zum Apostolischen Vikariat des Nordens, ab 1824 zum Bistum Hildesheim und mit diesem seit 1995 zur neu gegrĂŒndeten Kirchenprovinz Hamburg.

Von der Urgemeinde, die die gesamte Region Hannover umfasste, wurden im Zuge von Bevölkerungswachstum, Industrialisierung und Vertriebenenstrom immer neue Gemeinden gelöst. Zuletzt gab es in der Region 43 katholische Pfarreien. Deren Zahl wird durch Zusammenlegungen in nĂ€chster Zeit um mehr als die HĂ€lfte zurĂŒckgehen.

Die kirchliche Region Hannover wurde am 1. Mai 2007 zum Regionaldekanat Hannover zusammengefasst. Sie deckt sich etwa mit dem Gebiet der politischen Region Hannover und zĂ€hlt etwa 157.000 Katholiken. Katholische Hauptkirche Hannovers und Sitz des Regionaldechanten ist die Propsteikirche Basilika St. Clemens. 14,3 % der Einwohner werden zur römisch-katholischen Konfession gerechnet.

Andere Kirchen und christliche Gemeinschaften

Die SelbstĂ€ndige Evangelisch-Lutherische Kirche hat ihren Bischofssitz und die Kirchenleitung in Hannover und ist in der SĂŒdstadt mit zwei Kirchengemeinden vertreten. Weitere Freikirchen sind die Apostolische Gemeinschaft, die Koinonia Calvary Chapel Hannover, das Christliche Zentrum Hannover, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden (Baptisten- und BrĂŒdergemeinden), die Freie evangelische Gemeinde, die Evangelisch-methodistische Kirche, die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), Mennoniten (TĂ€ufer), die Neuapostolische Kirche, die Christengemeinschaft, die Zeugen Jehovas und die Christliche Wissenschaft.

Im September 2011 wurde die altkatholische Angélique-Arnauld-Kirche in Kirchrode geweiht. Neben der russisch-orthodoxen Kirche und einer serbisch-orthodoxen Kirchengemeinde ist eine griechisch-orthodoxe Kirchengemeinde vertreten.

Andere Religionen

FĂŒr die in Hannover lebenden circa 23.600 Muslime gibt es mehrere Moscheen und weitere GebetshĂ€user. Der Stadtfriedhof Stöcken hat ein fĂŒr Muslime eingerichtetes GrĂ€berfeld. Als erster Moscheeneubau in Hannover besteht im Siedlungsgebiet Schwarze Heide des Stadtteils Stöcken seit 2008 die Sami-Moschee der Ahmadiyya Muslim Jamaat.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Shoah entstand durch Zuzug langsam neues jĂŒdisches Leben in der Stadt. Heute gibt es vier jĂŒdische Gemeinden mit rund 6000 Mitgliedern sowie drei jĂŒdische Friedhöfe. 1963 entstand die neue Synagoge in der Haeckelstraße. Die Liberale JĂŒdische Gemeinde besitzt seit 2009 eine Synagoge in der ehemaligen Gustav-Adolf-Kirche in Leinhausen.

Die vietnamesischen Buddhisten in Deutschland haben 1993 mit der ViĂȘn GiĂĄc Pagode in der Karlsruher Straße in Mittelfeld das grĂ¶ĂŸte Bauwerk dieser Art in Europa geschaffen. Außerdem gibt es Zentren der tibetischen Richtungen, des Theravada und des Zen-Buddhismus. Hinduistische GlĂ€ubige weihten 2009 einen Tempel in einem Industriegebiet im Stadtteil Badenstedt ein. Die GlĂ€ubigen sind ĂŒberwiegend Tamilen aus Sri Lanka.

Persönlichkeiten

EhrenbĂŒrger

Personen, die sich um Hannover verdient machen, werden mit der EhrenbĂŒrgerwĂŒrde ausgezeichnet. UrsprĂŒnglich gewĂ€hrte man ihnen unentgeltliche BĂŒrgerrechte. EhrenbĂŒrger sind unter anderem Georg Friedrich Grotefend (Entzifferer der Keilschrift), der nationalliberale Politiker Rudolf von Bennigsen und ReichsprĂ€sident Paul von Hindenburg, der von 1911 bis 1914 und von 1919 bis 1925 seinen Wohnsitz in Hannover hatte.

Herbert Schmalstieg: LangjĂ€hriger OberbĂŒrgermeister, EhrenbĂŒrger und gebĂŒrtiger Hannoveraner

Seit dem Zweiten Weltkrieg erhielten insgesamt zehn Persönlichkeiten die EhrenbĂŒrgerwĂŒrde, darunter der ehemalige Bundeskanzler und MinisterprĂ€sident Gerhard Schröder und die KĂŒnstlerin Niki de Saint Phalle. Als bislang letzter EhrenbĂŒrger ist seit dem 2. Februar 2007 der langjĂ€hrige OberbĂŒrgermeister Herbert Schmalstieg ausgezeichnet.

GebĂŒrtige Hannoveraner

Der Brauereimeister Cord Broyhan war der Erfinder eines neuen hellen Bieres. Die Geschwister Friedrich Wilhelm Herschel und Caroline Herschel waren Forscher und Astronomen. Dem Mathematiker Ferdinand von Lindemann gelang 1882 der Beweis, dass die Quadratur des Kreises unmöglich ist. Der Bruder des Erfinders der Schallplatte und des Grammophons Emil Berliner, Joseph Berliner, grĂŒndete in Hannover die erste Grammophon-Fabrik der Welt. Theodor Lessing und seine hier geborene Frau Ada Lessing grĂŒndeten in Linden die Volkshochschule. Der KĂŒnstler Kurt Schwitters entwickelte in Hannover seine Form des Dadaismus. Der Serienmörder Fritz Haarmann beging in Hannover 27 Morde. An den Dichter Gerrit Engelke erinnerte der bis 2007 von der Stadt Hannover vergebene Gerrit-Engelke-Preis. Rudolf Augstein grĂŒndete 1947 in Hannover die Zeitschrift Der Spiegel.

Weitere gebĂŒrtige Hannoveraner sind der Dramatiker Frank Wedekind, die Luftfahrtpioniere Elly Beinhorn und Karl Jatho, die erste deutsche Diplom-Ingenieurin Ilse ter Meer, die Tanz-Avantgardistin Mary Wigman, sowie die Schauspieler August Wilhelm Iffland (nach ihm ist der Iffland-Ring benannt) und Theo Lingen.

Zu den bekannten gebĂŒrtigen Hannoveranern der Gegenwart zĂ€hlen Ernst August Prinz von Hannover, der Cartoonist Uli Stein, die Regisseurin Doris Dörrie, die Autoren Friedhelm KĂ€ndler und Alexa Hennig von Lange, die Schauspieler Otto Sander, Kai Wiesinger und Maria Schrader, der Maler Heimar Fischer-Gaaden, die Fußballspieler Fabian Ernst und Per Mertesacker, der Radrennfahrer Grischa Niermann, die SĂ€nger Klaus Meine und Mark Morrison, der Comedian Oliver Pocher, der KonzeptkĂŒnstler Manfred Kohrs und die SĂ€ngerin Lena Meyer-Landrut.

Weitere Hannoveraner

Mit Gottfried Wilhelm Leibniz lebte einer der bekanntesten Philosophen und Universalgelehrten seiner Zeit in Hannover. Der Architekt Georg Ludwig Friedrich Laves prĂ€gte Hannover im Stil des Klassizismus. Der GrĂŒnder der Hannoverschen Architekturschule Conrad Wilhelm Hase zog im 19. Jahrhundert Architekten wie Paul Rowald und Edwin Oppler nach Hannover. Die Nachkriegsarchitektur der Stadt prĂ€gte Dieter Oesterlen. Weitere zugezogene Hannoveraner waren unter anderem der Zentrumspolitiker und Minister Ludwig Windthorst, der Zeichner, Maler und Dichter Wilhelm Busch, der Maler und Graphiker Ernst Marow, der Maler, Zeichner, Graphiker und Bildhauer Kurt Sohns, der Kulturpolitiker Adolf Grimme (Grimme-Preis) und der Erfinder des PAL-Systems Walter Bruch.

Zurzeit in Hannover wohnhaft sind der frĂŒhere Bundeskanzler Gerhard Schröder, der frĂŒhere BundesprĂ€sident Christian Wulff, die ehemalige Bundesministerin Edelgard Bulmahn, der Soziologe und Politikwissenschaftler Oskar Negt, der ungarische Musiker und Leiter des EuropĂ€ischen Zentrums fĂŒr jĂŒdische Musik Andor IzsĂĄk, der Kabarettist Matthias Brodowy sowie der Musikproduzent Mousse T.

Siehe auch

Literatur

  • Helmut Plath, Klaus Mlynek (Hrsg.): Geschichte der Stadt Hannover. Band 1, SchlĂŒter, Hannover 1992, ISBN 3-87706-351-9.
  • Dieter Brosius, Klaus Mlynek (Hrsg.): Geschichte der Stadt Hannover. Band 2, SchlĂŒter, Hannover 1994, ISBN 3-87706-364-0.
  • Michael Schwibbe, Hans Starosta, Andreas Stephainski: Zeitreise – 850 Jahre Leben in Hannover. Verlagsgruppe Madsack, Hannover 2005, ISBN 3-7860-0522-2.
  • Henning Sietz: Hannover. Die Stadt an der Leine. Ein illustriertes Reisehandbuch. 3. vollstĂ€ndig ĂŒberarbeitete und aktualisierte Auflage. Edition Temmen, Bremen 2004, ISBN 3-86108-440-6.
  • Imre Grimm, Dirk Meußling: Das neue Hannover. SchlĂŒter, Hannover 2002, ISBN 3-87706-671-2.
  • Karl Johaentges, Udo Iwannek: Hannover ist die schönste Stadt der Welt. KaJo-Verlag, Hannover 2005, ISBN 3-925544-29-1.
  • Oliver Falkenberg, Linda Sundmaeker: Hannover – Ein PortrĂ€t. Edition Temmen, Bremen 2008, ISBN 978-3-86108-469-3.

Weblinks

 Portal: Hannover – Überblick ĂŒber vorhandene Artikel, Möglichkeiten zur Mitarbeit
 Commons: Hanover â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Hannover â€“ ReisefĂŒhrer
 Wikinews: Hannover â€“ in den Nachrichten
 Wikisource: Hannover â€“ Quellen und Volltexte
 Wikiquote: Hannover â€“ Zitate

Einzelnachweise

  1. ↑ Landesbetrieb fĂŒr Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. ↑ Conrad von Meding: Hannovers MĂŒllberg wird abgeschĂ€lt. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 4. Juni 2010.
  3. ↑ Karte Naturschutzgebiete des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz (BfN)
  4. ↑ a b c Michael Krische: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Hannover viel Ă€lter als gedacht}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Neue Presse}} {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
  5. ↑ Der BibISBN-Eintrag [[Vorlage:BibISBN/{{#invoke:Zitation|CleanISBN|isbn=9783899936629}}]] ist nicht vorhanden. Bitte prĂŒfe die ISBN und lege ggf. einen [{{fullurl:Vorlage:bibISBN/{{#invoke:Zitation|CleanISBN|isbn=9783899936629}}|action=edit&section=new&preload=Vorlage%3ABibISBN%2FVorlage}}&nosummary=1 neuen Eintrag] an.
  6. ↑ Vgl. BSLK, S. 766; vgl. S. 17.
  7. ↑ Joachim Perels: Ein MachttrĂ€ger der NS-Diktatur als Namensgeber in der Nachkriegsdemokratie – Probleme einer Umbenennung der Elkartallee in Hannover. In: Kritische Justiz. Jahrgang 41, 2008, S. 95, S. 97.
  8. ↑ Liste der verlegten Stolpersteine (Abgerufen am 18. November 2013)
  9. ↑ Rainer Fröbe u. a.: Konzentrationslager in Hannover – KZ-Arbeit und RĂŒstungsindustrie in der SpĂ€tphase des Zweiten Weltkriegs (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission fĂŒr Niedersachsen und Bremen. Band 35) (= Quellen und Untersuchungen zur allgemeinen Geschichte Niedersachsens in der Neuzeit. Band 8). 2 BĂ€nde, Verlag August Lax, Hildesheim 1985, ISBN 3-7848-2422-6.
  10. ↑ Ralf Buchterkirchen: „
 und wenn sie mich an die Wand stellen“ – Desertion, Wehrkraftzersetzung und „Kriegsverrat“ von Soldaten in und aus Hannover 1933–1945 (= Edition Region + Geschichte). Arbeitskreis Regionalgeschichte, Neustadt 2011, ISBN 978-3-930726-16-5.
  11. ↑ DFG-VK: Deserteure der Wehrmacht 1939 - 1945 in und aus Hannover.
  12. ↑ Ausstellung des Volksbund Niedersachsen: „Niedersachsen im Krieg“ – Der Bombenkrieg (PDF; 533 kB)
  13. ↑ landtag-niedersachsen.de: Geschichte Niedersachsens. S. 29. (PDF; 557 kB)
  14. ↑ Hartwig Beseler, Niels Gutschow: Kriegsschicksale deutscher Architektur – Verluste, SchĂ€den, Wiederaufbau. Band 1, Panorama, Wiesbaden 2000, ISBN 3-926642-22-X.
  15. ↑ Das Wunder von Hannover, Der Spiegel 23/1959 vom 3. Juni 1959, S. 56 f.
  16. ↑ Paulhans Peters: Lernen von Hannover. In: Friedrich Lindau: Hannover Wiederaufbau und Zerstörung – die Stadt im Umgang mit ihrer bauhistorischen IdentitĂ€t. 2. ĂŒberarbeitete Auflage. SchlĂŒter, Hannover 2001, ISBN 3-87706-659-3, S. 9–12.
  17. ↑  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis fĂŒr die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und SchlĂŒsselnummernĂ€nderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 189 und 218.
  18. ↑ {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=Rot-GrĂŒn weiter am Ruder, aber Piraten entern Rathaus}} In: {{#invoke:Zitation|TitelFormat|titel=bild.de}} BILD, {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, abgerufen am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}.
  19. ↑ OB und Blitzer: Das ist heute wichtig, Artikel auf haz.de vom 11. Oktober 2013
  20. ↑ Schostok wird neuer OberbĂŒrgermeister, auf hannover.de vom 19. Oktober 2013
  21. ↑ NiedersĂ€chsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) (PDF; 480 kB)
  22. ↑ Geteiltes Rathaus – Hans Mönninghoff und Bernd Strauch im Interview, Artikel auf haz.de vom 4. Januar 2013
  23. ↑ http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/buergermeister175.html
  24. ↑ Aufbau der Stadtverwaltung auf hannover.de
  25. ↑ Hannover will Lebensarbeitszeitkonten fĂŒr Mitarbeiter einrichten, Artikel auf haz.de vom 12. November 2012
  26. ↑ Organigramm der Verwaltung von Hannover
  27. ↑ StĂ€dtepartnerschaften der Landeshauptstadt Hannover. In: Hannover.de.
  28. ↑ Zur StĂ€dtepartnerschaft zwischen Hannover und Hiroshima siehe hier.
  29. ↑ s. Georg Ruppelt und Thomas Fuchs: Kostbarkeiten, Informationen, Begegnungen. Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek - NiedersĂ€chsische Landesbibliothek stellt sich vor. Hannover 2007.
  30. ↑ s. Werner Ohnsorge: Zweihundert Jahre Geschichte der Königlichen Bibliothek zu Hannover (1665-1866). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1962.
  31. ↑ s. Georg Ruppelt (Hrsg.): Der Goldene Brief des birmanischen Königs Alaungphaya an König Georg II. Hannover 2011.
  32. ↑ s. Fuchs, Thomas: Ex Bibliotheca Hannoverana - Kostbarkeiten aus zwölf Jahrhunderten, Teil 1: Handschriften, S. 8–9.
  33. ↑ siehe Liste der Korporativ Fördernden Mitglieder der Max-Planck-Gesellschaft
  34. ↑ Pressemitteilung zur Eröffnung des BIVRC
  35. ↑ Zwei Studien kommen aufeinander aufbauend zu diesem Ergebnis. Die Erreichbarkeit wird mit der aufsummierten Reisedauer mit Bahn und Pkw aus allen anderen betrachteten 44 GroßstĂ€dten operationalisiert. Dabei ist die Erreichbarkeit Hannovers mit dem Pkw deutlich ĂŒberdurchschnittlich, bei der Anreise mit dem Zug weist Hannover sogar den besten Wert auf: Erreichbarkeit von GroßstĂ€dten als Maß der ZentralitĂ€t In: Statistische Monatshefte Niedersachsen. Dezember 1998 und Erreichbarkeit von GroßstĂ€dten. In: Verband deutscher StĂ€dtestatistiker (Hrsg.): Stadtforschung und Statistik. Nr. 1, 2009, ISSN 0934-5868.
  36. ↑ Robert Follmer, infas: MobilitĂ€t in der Region Hannover 2011. Zentrale Ergebnisse, Folie 8 (PDF; 614 kB)
  37. ↑ Ein Licht am Ende des Tunnels in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung abgerufen am 25. Januar 2013.
  38. ↑  Werner König: dtv-Atlas Deutsche Sprache. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH, MĂŒnchen 2005, S. 76–77.
  39. ↑ Arnd KrĂŒger: & Hans Langenfeld (Hrsg.): Sport in Hannover - von der StadtgrĂŒndung bis heute. Göttingen: Die Werkstatt 1991.
  40. ↑ Hannover Scorpions verkaufen ihre DEL-Lizenz, Artikel auf haz.de vom 23. Mai 2013
  41. ↑ VfL Hannover Abteilung Rollstuhltanz, abgerufen am 5. Dezember 2011
  42. ↑ Abstimmung Sportlerwahl 2013 in Niedersachsen
  43. ↑ 150 Teilnehmer bei Rollstuhltanz-WM in Hannover in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung abgerufen am 25. November 2011.
  44. ↑ World Communion of Reformed Churches to leave Geneva for Hanover. Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen. Abgerufen am 7. November 2012.
  45. ↑ Genf verliert Hauptsitz der reformierten Kirchen. Schweizer Fernsehen. Artikel vom 5. November 2012. Abgerufen am 5. November 2012.
  46. ↑ http://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2014_01_06_3_reformierter_bund.html
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