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Hans-Georg Stümke (* 16. September 1941 in Königsberg; † 29. September 2002 in Berlin) war Wetterbeobachter, Schriftsteller, Lehrer, Historiker und Publizist.
Als Sohn eines Wehrmachtsoffiziers in Celle, Niedersachsen aufgewachsen, arbeitete er zunächst als ziviler Wetterbeobachter bei der Bundeswehr, um anschließend auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nachzuholen. Sein Coming-Out als Homosexueller lag Anfang der sechziger Jahre und vor der Studentenrevolte. Er studierte Geschichte in Berlin.
Seine politischen Aktivitäten entfaltete er zunächst im Kommunistischen Bund, später innerhalb der Grünen, aber vor allem als Wegbereiter der nach 1968 entstehenden westdeutschen, später gesamtdeutschen Schwulenbewegung, die er in unterschiedliche Bündnisse manövrierte, aber ohne sie abhängig werden zu lassen, ganz im Sinne der Machtdefinition von Hannah Arendt. Von ihm kamen die ersten Nachrichten über die Stonewall-Unruhen in New York, die in Deutschland zum Initial für die so genannten Christopher Street Day-Demonstrationen wurden, deren anfängliche Teilnehmerzahlen sich von einigen Dutzend zu Millionen entwickelten. Er trat früh in den LSVD ein, unterstützte den Verband beratend und schriftstellerisch, auch bei seiner Ausweitung des Schwulenverbandes in der DDR zum gesamtdeutschen Lesben- und Schwulenverband. Die taz bezeichnete ihn als einen „der wichtigsten Köpfe der bundesrepublikanischen Homobewegung“.[1]
Stümke veröffentlichte mehrere Bücher, teilweise unter Pseudonym. Einladungen zu Vorträgen kam er häufig und gerne nach, in denen er politisch nachhaltig wirkte.
Mit 61 Jahren starb er in Berlin an Krebs. Sein Urnengrab liegt auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stümke, Hans-Georg |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Wetterbeobachter, Schriftsteller, Lehrer, Historiker und Publizist |
| GEBURTSDATUM | 16. September 1941 |
| GEBURTSORT | Königsberg |
| STERBEDATUM | 29. September 2002 |
| STERBEORT | Berlin |