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Inhaltsverzeichnis |
Stumpff trat – wie sein Bruder Horst Stumpff – am 2. September 1907 als Fahnenjunker in das preußische 2. Brandenburgisches Grenadierregiment Nr. 12 „Prinz Karl von Preußen“ ein. Am 19. November 1908 wurde er zum Leutnant befördert. Während des Ersten Weltkriegs diente er vorwiegend in Generalstabsverwendungen; bei Kriegsende war er Hauptmann. Auch in der Weimarer Republik leistete Stumpff (mit kurzen Unterbrechungen) Dienst als Generalstabsoffizier, zuletzt als Abteilungschef im Reichswehrministerium.
Am 1. September 1933 wechselte er als Oberstleutnant zu der im Aufbau begriffenen Luftwaffe, wo er zunächst Chef des Personalamts wurde. Vom 1. Juni 1937 bis zum 31. Januar 1939 war er Chef des Generalstabes der Luftwaffe. Als solcher war er wesentlich am Aufbau der Luftstreitkräfte beteiligt und wurde 1938 zum General der Flieger befördert.
Während des Krieges führte Stumpff verschiedene Luftflotten, wurde am 19. Juli 1940 zum Generaloberst befördert und erhielt im September 1941 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Bis Ende 1943 war er Befehlshaber der Luftflotte 5 in der Luftschlacht um England, die von Norwegen ausgehend den Norden Englands und Schottland angriff und später den alliierten Nachschub nach Murmansk zu unterbrechen suchte. Im Januar 1944 wurde Stumpff Luftwaffenbefehlshaber Mitte (später in Luftflotte Reich umbenannt) und war als solcher für die Verteidigung Deutschlands gegen die alliierten Bombenangriffe zuständig.
Am Morgen des 9. Mai 1945 gehörte Stumpff – in Vertretung des verwundeten Oberbefehlshabers der Luftwaffe Ritter von Greim – zu den Mitunterzeichnern der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht in Berlin-Karlshorst. Im Oktober 1947 wurde er aus der britischen Kriegsgefangenschaft entlassen, nachdem er in einem Kriegsverbrecherprozeß freigesprochen worden war.
1950 trat er in Kontakt zur „Bruderschaft“, einer vom Hamburger Exgauleiter Karl Kaufmann gegründeten rechtsradikalen Untergrundorganisation.[1]
Ludwig Beck | Franz Halder | Kurt Zeitzler | Heinz Guderian (m. d. W. d. G. b.) | Hans Krebs (m. d. W. d. G. b.) | Alfred Jodl (m. d. W. d. G. b.)
Walther Wever | Albert Kesselring | Hans-Jürgen Stumpff | Hans Jeschonnek | Günther Korten | Werner Kreipe (m. d. W. d. G. b.) | Karl Koller
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stumpff, Hans-Jürgen |
| KURZBESCHREIBUNG | Generaloberst der Luftwaffe im Dritten Reich |
| GEBURTSDATUM | 15. Juni 1889 |
| GEBURTSORT | Kolberg |
| STERBEDATUM | 9. März 1968 |
| STERBEORT | Frankfurt am Main |