|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
Inhaltsverzeichnis |
Als Sohn eines Amateur-Musikers wurde Huber zehnjährig in das der Stiftskirche Solothurn angeschlossene Partisteninstitut aufgenommen und zum Sängerknaben ausgebildet. Schon früh zeigte er sein Talent am Klavier. 1870 begann er sein Studium bei Carl Reinecke am Konservatorium Leipzig. Nach einer ersten Anstellung im Elsass zog er 1877 nach Basel, wo er als Klavierlehrer an der Allgemeinen Musikschule wirkte, die er ab 1896 leitete. Zusammen mit dem in Zürich wirkenden Friedrich Hegar regte Huber die Gründung des Schweizerischen Tonkünstlervereins (STV) im Jahre 1900 an. Ebenso war er für die Gründung des Basler Konservatoriums (1905) zuständig. Mit dem Ehrendoktortitel der Universität Basel (1892) ausgezeichnet, leitete er von 1899 bis 1902 den Basler Gesangverein und amtierte bis 1918 als Direktor des Konservatoriums in Basel.
Hans Huber war Patriot, davon zeugen die beiden Festspiele, die er für die Kleinbasler Gedenkfeier 1892 und 1901 zur Erinnerung an den Eintritt Basels zur Eidgenossenschaft schrieb, ebenso bezeichnete er seinen sinfonischen Erstling als „Tell-Sinfonie“.
Obschon ihm das sinfonische Schaffen die Anerkennung durch die Fachwelt einbrachte und ihm die Festspielmusiken zu grosser Popularität verhalf, ist seinen klavierbegleiteten Kammermusikwerken grössere Bedeutung beizumessen. Die in den Sinfonien vorherrschenden patriotischen Elemente, die den nationalen Charakter unterstreichen, fehlen in den weitaus persönlicheren kammermusikalischen Arbeiten, indem sie den starken Einflüssen von Robert Schumann und Johannes Brahms Platz machen. Zusammen mit Hermann Suter gehörte Huber zur Jahrhundertwende zu den bedeutendsten Komponisten der Deutschschweiz.
Als Hans Hubers Hauptwerke gelten: Opern Der Simplicius (A. Mendelssohn-Bartholdy) und Die schöne Belinda (G. Bundi); Oratorium „Weissagung und Erfüllung“, Missa festiva; acht Sinfonien (Nr. 1 „Tell“-Sinfonie op. 63, Nr. 2 „Böcklin“-Sinfonie op.115, Nr. 3 „Heroische“ op.118, Nr. 7 „Schweizerische“; 4 Klavierkonzerte; 2 Violinkonzerte; Klavierquintett op.111; 4 Klaviertrios; 9 Violinsonaten; 4 Violoncello-Sonaten; zahlreiche Werke für Klavier zu zwei und zu vier Händen, ferner Lieder und Chorwerke mit und ohne Begleitung.
Wohnhaft war er in Minusio in der Villa Ginia. Er verstarb 1921 in Locarno. Zu seinen Ehren wurde der Kammermusiksaal des Basler Stadtcasinos in Hans Huber-Saal umbenannt; zudem wurde 1930 im Stadtteil Basel-Gundeldingen eine Strasse nach ihm benannt.
Sinfonien
Weitere Orchesterwerke
Opern
Bühnenmusiken
Sonstige Orchesterwerke
Oratorien
Messen
Kantaten
Sonstige Chorwerke
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Huber, Hans |
| ALTERNATIVNAMEN | Huber, Johann Alexander |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Komponist |
| GEBURTSDATUM | 28. Juni 1852 |
| GEBURTSORT | Eppenberg-Wöschnau |
| STERBEDATUM | 25. Dezember 1921 |
| STERBEORT | Locarno |