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Hans Werner Henze

Hans Werner Henze (1960)

Hans Werner Henze (* 1. Juli 1926 in Gütersloh) ist ein deutscher Komponist. Der im italienischen Marino (Provinz Rom) lebende Henze gehört zu den bedeutendsten deutschen Komponisten der Gegenwart.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Henze wurde als erstes von sechs Kindern des Lehrers Franz Henze (1898–1945) und seiner Frau Margarete Adele (geb. Geldmacher, 1907–1976) geboren und zeigte schon früh Interesse an Kunst und Musik. Als Jugendlicher geriet er aufgrund seiner politischen Einstellung in Konflikt mit dem Vater, der NSDAP-Mitglied war und ihn auf eine Musikschule der Waffen-SS schicken wollte[1]. Als die homosexuelle Neigung seines Sohnes erkennbar wurde, soll er gesagt haben, dass „so etwas wie er ins KZ gehöre“.[2] 1942 begann Henze ein Studium an der Staatsmusikschule Braunschweig in den Fächern Klavier und Schlagzeug. Anfang 1944 wurde er zum „Reichsarbeitsdienst“, wenige Monate später als Funker zur Wehrmacht einberufen. Die Erfahrungen dieser Zeit führten bei ihm zu einem Gefühl der Mitschuld, aber auch zur lebenslangen leidenschaftlichen Ablehnung von Krieg und Faschismus.

Eine im Februar 2009 aufgefundene Karteikarte in der NSDAP-Mitgliederkartei im Bundesarchiv verzeichnet Henze unter der Nummer 9884828 als Parteimitglied der NSDAP. Demzufolge wurde die Aufnahme in die NSDAP am 18. Januar 1944 beantragt und erfolgte am 20. April 1944. Ein unterschriebener Aufnahmeantrag des damals 17-jährigen Henze ist nicht vorhanden. Henze bestritt, jemals einen entsprechenden Aufnahmeantrag gestellt zu haben.[3][4]

Nach kurzer britischer Kriegsgefangenschaft wurde Henze 1945 Korrepetitor am Stadttheater Bielefeld. Ab 1946 setzte er sein Studium bei Wolfgang Fortner in Heidelberg fort. Fortner lehnte es ab, Henze die Zwölftontechnik nahezubringen: Er nannte sie „erledigt“[5], woraufhin sich der Student die Schönberg’sche Kompositionstechnik selber beibrachte, ehe er sie 1949 bei René Leibowitz in Darmstadt und Paris studierte. In seinen ersten Kompositionen setzte sich Henze denn auch aktiv mit der Zwölftontechnik auseinander, verknüpfte sie aber mit neoklassizistischem Stil, so in der 1. Sinfonie und dem 1. Violinkonzert (1947).

1948 wurde Henze musikalischer Mitarbeiter von Heinz Hilpert am Theater Konstanz, und seine erste Oper Das Wundertheater (nach Miguel de Cervantes Saavedra) entstand. 1950 wechselte er als KĂĽnstlerischer Leiter und Dirigent des Balletts ans Hessische Staatstheater Wiesbaden. Nach zwei Rundfunkopern sowie mehreren Sinfonien und Solokonzerten etablierte er sich mit der 1952 in Hannover uraufgefĂĽhrten abendfĂĽllenden Oper Boulevard Solitude, einer modernen Version des Manon Lescaut-Stoffes, endgĂĽltig als einer der fĂĽhrenden Komponisten seiner Generation.

Enttäuscht vom politisch restaurativen Klima in Deutschland einerseits und von Teilen der Kritik andererseits, die unter dem Einfluss der Darmstädter Ferienkurse eine konsequent Serielle Musik forderten – was Henze als Einengung der Kreativität empfand – ĂĽbersiedelte er 1953 nach Italien, zunächst nach Forio auf Ischia, wo er regen Kontakt und Austausch mit der dort ansässigen Intellektuellenkolonie pflegte (u. a. Wystan Hugh Auden, Golo Mann und William Walton). Ab 1956 lebte er in Neapel, später in Rom und Castel Gandolfo, bis er schlieĂźlich in Marino in den Albaner Bergen seinen heutigen Wohnsitz fand.

Hans Werner Henze, 1960

Eine enge Freundschaft verband ihn mit der Dichterin Ingeborg Bachmann, mit der er zeitweise zusammen lebte. Bachmann schrieb für ihn die Libretti zu seinen Opern Der Prinz von Homburg (1958; nach Heinrich von Kleist) und Der junge Lord (1964; nach Wilhelm Hauff), Henze die Musik zu ihrem Hörspiel Die Zikaden (1954). Gemeinsam schufen sie die Nachtstücke und Arien (1957) sowie die Lieder von einer Insel (1964).

Henze trat der Kommunistischen Partei Italiens (KPI) bei; sein politisches Engagement sorgte in Deutschland für Schlagzeilen, so etwa 1968, als die Uraufführung des Oratoriums Das Floß der Medusa (mit Text von Ernst Schnabel) daran scheiterte, dass Westberliner Mitwirkende nicht unter einem Porträt von Che Guevara und einer roten Fahne auftreten wollten, oder 1969/70, als er demonstrativ in Havanna einen Lehrauftrag übernahm und die Uraufführung seiner 6. Sinfonie dirigierte. In dieser Zeit entstand auch das Rezital El Cimarrón, in dem er gemeinsam mit dem Librettisten Hans Magnus Enzensberger den Lebensbericht eines entlaufenen Sklaven interpretiert. Mit der Oper We Come to the River (Wir erreichen den Fluss) nach Edward Bond erreichte Henzes gesellschaftskritische Kunst 1976 einen weiteren Höhepunkt[6].

Als erstes Festival zur Verbreitung Neuer Musik gründete Henze 1976 den Cantiere Internazionale d'Arte in Montepulciano, wo 1980 seine Kinderoper Pollicino uraufgeführt wurde. Von 1980 bis 1991 leitete er eine Kompositionsklasse an der Musikhochschule Köln. Er gründete 1981 die Mürztaler Musikwerkstätten, 1984 das Deutschlandsberger Jugendmusikfest und schließlich 1988 die Münchener Biennale, ein „Internationales Festival für neues Musiktheater“, dessen künstlerische Leitung er 1996 an Peter Ruzicka übergab. Seine eigenen Opern orientierten sich unterdessen wieder mehr an traditionellen Formen, so Die englische Katze (1983, Libretto von Edward Bond) und Das verratene Meer (1990, Libretto von Hans-Ulrich Treichel nach dem Roman Gogo no Eiko von Yukio Mishima).

Humanes und politisches Bekenntnis prägen auch seine späten Werke. Das so genannte Requiem (1992), bestehend aus neun geistlichen Konzerten für Klavier, Trompete und Kammerorchester, schrieb Henze zum Andenken an den früh verstorbenen Musiker Michael Vyner; die 9. Sinfonie für gemischten Chor und Orchester (1995–1997) mit Versen von Hans-Ulrich Treichel nach dem Roman Das siebte Kreuz von Anna Seghers ist eine Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte. Auf Einladung von Walter Fink war er 2000 der zehnte Komponist im jährlichen Komponistenporträt des Rheingau Musik Festival. Unter anderem wurde sein Requiem aufgeführt.

Auch in jüngster Zeit wurden neue Bühnenwerke von Henze aufgeführt: bei den Salzburger Festspielen 2003 L'Upupa und der Triumph der Sohnesliebe und 2006 die dritte, definitive Fassung von Gogo no Eiko (Das verratene Meer, unter Gerd Albrecht, der den Komponisten zur Weiterarbeit an dem Werk motiviert hatte). Am 6. September 2007 fand die Premiere der Konzertoper Phaedra (Libretto: Christian Lehnert) an der Berliner Staatsoper Unter den Linden statt; es spielte das Ensemble Modern unter Leitung von Michael Boder. Während der Arbeit hatte der Komponist 2005 einen ernsten Schwächeanfall erlitten; kurz nach der Fertigstellung des Werkes verstarb im April 2007 sein Lebensgefährte und Adoptivsohn[7] Fausto Moroni (*1944), den er 1964 in einem Antiquitätenladen kennengelernt hatte[8].

Bis in die 1990er Jahre hat Henze regelmäßig dirigiert, zumeist eigene Werke, und – seltener – auch inszeniert. Dabei hat er u. a. mit seinem jĂĽngsten Bruder, dem BĂĽhnenbildner JĂĽrgen Henze (*1942) zusammengearbeitet, der auch Ausstatter fĂĽr Filme von Rainer Werner Fassbinder (Berlin Alexanderplatz) und Andrzej Wajda (Eine Liebe in Deutschland) war.

Werk

Henze hat sich stets gegen die Festlegung auf einen bestimmten Stil oder eine bestimmte Technik gewehrt. Entgegen den Prämissen der so genannten Darmstädter Schule verzichtete er auf streng serielle Organisation seiner Werke und komponierte angstfrei eklektizistisch. 1967 sagte er: Bald werden die Clusters, die seriellen Rezitative und die Happenings sich endgültig erschöpft haben, und der junge Komponist wird sich vergebens in solchem Ödland nach Nahrung für seine hungrige Seele umsehen.[9] Ein wichtiges Vorbild für Henze war Igor Strawinsky, der sich nach seiner experimentellen Phase dem Neoklassizismus zuwandte.

Den Schwerpunkt von Henzes Werk bilden die BĂĽhnenkompositionen, die durch das enorme dramaturgische GespĂĽr des Komponisten und die bĂĽhnentaugliche Vermischung verschiedenster Musikstile und -richtungen zu fĂĽr gegenwärtige Musikwerke ungewöhnlich groĂźen Publikumserfolgen wurden. Zeitlebens offen fĂĽr musikalisch-literarische Tradition und Gegenwart, erschloss er sich klassische Vorlagen im Dialog mit zeitgenössischen Autoren: Grete Weil bearbeitete fĂĽr ihn den Manon Lescaut-Stoff, den schon die Librettisten von Massenet und Puccini aufgegriffen hatten; gemeinsam mit Ingeborg Bachmann entdeckte er neues Potential in Texten von Heinrich von Kleist (Der Prinz von Homburg) und Wilhelm Hauff. Weitere Arbeitspartner waren fĂĽr ihn die Schriftsteller Wystan Hugh Auden, Edward Bond und Hans-Ulrich Treichel. Sein Interesse an „angewandter Kunst“ und Massenmedien fĂĽhrte ihn auch zur Filmmusik; hier arbeitete er u. a. mit den Regisseuren Alain Resnais und Volker Schlöndorff zusammen.

Henze ist ein explizit politischer KĂĽnstler, der auch die anscheinend abstrakten technischen Aspekte des Komponierens nie als Selbstzweck betrachtet hat, sondern als Möglichkeit, z. B. durch Kontrastbildung Stellung zu beziehen: So ist der reaktionären Gesellschaftsschicht in der Oper Boulevard Solitude konservative Tonalität zugeordnet, während die AuĂźenseiter Manon und Des Grieux durch Zwölftontechnik als fortschrittlich charakterisiert werden; in We Come to the River sind der Welt der Gewalt elektronisch verstärkte Streicher und tiefes Blech in extremer Lautstärke zugeordnet. Vergleichbare Konflikte zeichnen sich in der 9. Sinfonie ab; sie ist „den Helden und Märtyrern des deutschen Antifaschismus gewidmet“.

Henze wendet sich gegen das Elitäre des klassischen Kulturbetriebs, wirft aber die Last der bildungsbürgerlichen Tradition nicht als obsolet über Bord, sondern bietet Möglichkeiten einer aufgeklärten, oft auch spielerisch-ironischen Auseinandersetzung mit historischen Modellen aus Musik, Literatur und Malerei. Einige wenige Beispiele: In Die englische Katze orientiert sich Henze an Ludwig van Beethovens Diabelli-Variationen; in Das Floß der Medusa „vertont“ er das gleichnamige Gemälde von Théodore Géricault; in Tristan für Klavier, Tonbänder und Orchester werden eine anonyme Florentiner Ballade des 14. Jahrhunderts und Motive von Richard Wagner verarbeitet; die Ode an den Westwind adaptiert das Gedicht von Percy Bysshe Shelley; die Sologitarrenwerke Royal Winter Music sind musikalische Porträts von Dramenfiguren William Shakespeares.

Auszeichnungen

Kompositionen

Orchestermusik

Sinfonien

  • 1. Sinfonie (1947) fĂĽr groĂźes Orchester. UA (2. Satz) 1947 Darmstadt (Dirigent: Hermann Scherchen); (komplett) 26. August 1948 Bad Pyrmont (Dirigent: Wolfgang Fortner)
1. Allegretto con grazia – 2. Notturno – 3. Allegro con moto
  • Neufassung fĂĽr Kammerorchester (1963; revidiert 1991). UA 9. April 1964 / 2. Oktober 1991 Berlin (Berliner Philharmoniker, Dirigent: Hans Werner Henze)
  • Fassung fĂĽr 15 Spieler: Kammerkonzert 05 (2005). UA 6. Juli 2006 MĂĽnchen (Opernfestspiele)
1. Anrufung Apolls – 2. Dithyrambe – 3. Beschwörungstanz
  • Ballett-Fassung Anrufung Apolls, UA 28. Oktober 1951, Wiesbaden, KostĂĽme: Jean-Pierre Ponelle
  • 4. Sinfonie (in einem Satz; 1955) fĂĽr groĂźes Orchester („Waldsinfonie“: nach der Waldszene aus dem Finale des 2. Akts von König Hirsch). UA 9. Oktober 1963 Berlin (Berliner Philharmoniker, Dirigent: Hans Werner Henze)
  • 5. Sinfonie (1962) fĂĽr groĂźes Orchester. UA 16. Mai 1963 New York (Lincoln Center, Avery Fisher Hall; New Yorker Philharmoniker, Dirigent: Leonard Bernstein)
1. Movimentato – 2. Adagio – 3. Moto perpetuo
  • Sinfonia N. 6 (1969; Neufassung 1994) fĂĽr zwei Orchester. UA 26. November 1969 Havanna, Kuba (Orquesta SinfĂłnica Nacional, Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Allegro con moto – 2. Lento – 3. Allegro vivace
  • Symphonie Nr. 7 (1983/84) fĂĽr groĂźes Orchester. UA 1. Dezember 1984 Berlin (Berliner Philharmoniker, Dirigent: Gianluigi Gelmetti [*1945])
1. Tanz – 2. Ruhig bewegt – 3. Unablässig in Bewegung – 4. Ruhig, verhalten
1. Allegro – 2. Allegramente con comodo tenerezza e ballabilità – 3. Adagio
  • Sinfonia N. 9 (1995-1997): siehe unter Vokalwerke
  • Sinfonia N. 10 (1997-2000) fĂĽr groĂźes Orchester. UA (1. Satz; unter dem Titel A Tempest. Rounds for Orchestra) 30. März 2000 Birmingham (City of Birmingham Symphony Orchestra, Dirigent: Simon Rattle). UA (komplett) 17. August 2002 Luzern (City of Birmingham Symphony Orchestra, Dirigent: Simon Rattle)
1. Ein Sturm – 2. Ein Hymnus – 3. Ein Tanz – 4. Ein Traum

Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke

  • Concerto (1943; verschollen)
  • Oboenkonzert (1945; verschollen)
  • Kammerkonzert (1946) fĂĽr Klavier, Flöte und Streicher. UA 27. September 1946 Darmstadt (Kurt Redel [Flöte], Carl Seemann [Klavier]; Orchester des Landestheaters Darmstadt, Dirigent: Fritz Straub)
1. Lebhafte Halbe – 2. Rezitativ und Arie – 3. Sehr lebhaft
  • Concertino (1947) fĂĽr Klavier und Blasorchester mit Schlagzeug. UA 5. Oktober 1947 Baden-Baden (Carl Seemann [Klavier]; SĂĽdwestfunk-Orchester, Dirigent: Werner Egk)
  • 1. Konzert fĂĽr Violine und Orchester (1947). UA 12. Dezember 1948 Baden-Baden (Heinz Stanske [Violine]; SĂĽdwestfunk-Orchester, Dirigent: Ernest Bour)
1. Allegro molto – 2. Vivacissimo – 3. Andante con moto – 4. Allegro molto vivace
  • 1. Konzert fĂĽr Klavier und Orchester (1950). UA 14. September 1952 DĂĽsseldorf (Noel Mewton-Wood [Klavier]; Städtisches Orchester, Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Entrée – 2. Pas de deux – 3. Coda
  • Sinfonische Variationen (1950) fĂĽr Kammerorchester
  • Sinfonische Zwischenspiele (1951) aus dem lyrischen Drama Boulevard Solitude. UA 7. Juni 1952 Aachen (Niederrheinisches Musikfest)
  • Tancredi (1952). Suite aus dem Ballett. UA 15. Januar 1953 Hamburg (Orchester des NWDR, Dirigent: Jean Martinon)
  • Ode an den Westwind (1953) fĂĽr Violoncello und Orchester (nach dem Gedicht von Percy Bysshe Shelley). UA 30. April 1954 Bielefeld (Ludwig Hoelscher [Violoncello]; Städtisches Orchester Bielefeld, Dirigent: Bernhard Conz)
1. Calmo – 2. Vivo – 3. Tranquillo – 4. Al tempo di una marcia solenne, ma non lento – 5. Grave
1. Elogio – 2. Ecloga – 3. Elegia – 4. Ditirambo
  • Concerto per il Marigny fĂĽr Klavier, Klarinette, Bassklarinette, Horn, Trompete, Posaune, Viola und Violoncello (1956; aufgegangen im Requiem [1990-1992]). UA 1956(?) Paris (Théâtre Marigny; Yvonne Loriod [Klavier]; Ensemble du Domaine Musical, Dirigent: Rudolf Albert)
  • Sinfonische EtĂĽden (1956) fĂĽr groĂźes Orchester. UA 14. Februar 1956 Hamburg (Orchester des NWDR, Dirigent: Jean Martinon)
  • Neufassung (1964): Drei sinfonische EtĂĽden. UA 1964 London (Maida Vale Studios; BBC Symphony Orchestra, Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Echos – 2. Stimmen – 3. Rufe
  • Maratona (1956). Ballettsuite fĂĽr zwei Jazzbands und Orchester. UA 8. Februar 1957 Köln (Westdeutscher Rundfunk; Sinfonieorchester des WDR, Dirigent: Hans Rosbaud)
  • Scorribanda Sinfonica (sopra la tomba di una Maratona) (Sinfonischer Raubzug, 2000/01; mit Motiven aus Maratona) fĂĽr Orchester. UA 29. Juni 2001 Hamburg (NDR Sinfonieorchester, Dirigent: Peter Ruzicka)
  • Scorribanda Pianistica (2003) fĂĽr Klavier: siehe unter Kammermusik
  • Parerga zum Ballett Undine (1956/57):
  • Jeux de Tritons (1956/57; erweitert 1967). Divertissement fĂĽr Klavier und Orchester. UA 28. März 1960 ZĂĽrich (Alexander Kaul [Klavier]; Radio-Orchester ZĂĽrich, Dirigent: Jean-Marie Auberson). UA (erweiterte Fassung): 1. April 1967 Berlin (Christoph Eschenbach [Klavier]; Berliner Philharmoniker, Dirigent: Hans Zender)
  • Hochzeitsmusik (1957) fĂĽr symphonisches Bläserensemble
  • Trois Pas de Tritons (1958) fĂĽr Orchester. UA 10. Januar 1959 Rom (Orchestra Sinfonica di Roma della RAI, Dirigent: Sergiu Celibidache)
1. Allegro assai – 2. § = 60 – 3. § = 138
1. Pas de deux – 2. Pas de Tritons – 3. Pas de Matelots – 4. Pas d'action – 5. Pas de deux
  • Sonata per archi (fĂĽr Streichorchester; 1957/58). UA 21. März 1958 ZĂĽrich (Collegium Musicum ZĂĽrich, Dirigent: Paul Sacher)
1. Allegro – 2. 32 Variationen
  • Drei Dithyramben fĂĽr Kammerorchester (1958; in memoriam Willy Strecker [1884-1958]). UA 27. November 1958 Köln (Sinfonieorchester des WDR, Dirigent: Hans Rosbaud)
1. Sonata – 2. Invenzione – 3. Introduzione
  • Antifone (1959/60) fĂĽr 11 Solostreicher, Bläser und Schlagzeug. UA 20. Januar 1962 Berlin (Berliner Philharmoniker, Dirigent: Herbert von Karajan)
  • Los Caprichos (1963). Fantasia fĂĽr Orchester (nach Francisco de Goya). UA 6. April 1967 Duisburg (Sinfonieorchester des WDR, Dirigent: Christoph von Dohnányi)
1. Nadie se conosce (Keiner kennt sich selbst) – 2. Tal para qual (Gleich und gleich gesellt sich gern) – 3. El sueño de la razón produce monstruos (Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer) – 4. Quién más rendido? (Wer ist mehr ergeben?) – 5. El sí pronuncian y la mano alargan al primero quel llega (Sie sagt ja und reicht ihre Hand dem ersten, der kommt) – 6. De qué mal morirá? (An welcher Krankheit wird er sterben?) – 7. Aquellos pulvos... (Jener Staub...) – 8. No hubo remedio (Es gab keinen Ausweg) – 9. Linda maestra! (Schöne Herrin!)
  • Zwischenspiele (1964) aus der Oper Der junge Lord fĂĽr Orchester. UA 12. Oktober 1965 Berlin (Berliner Philharmoniker, Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Allegro – 2. Con spirito – 3. Largo – 4. Vivace
  • Parerga zur Oper Die Bassariden (1964/65):
  • Mänadentanz (1965) fĂĽr groĂźes Orchester. UA 23. April 1971 Bielefeld (Philharmonisches Orchester der Stadt Bielefeld, Dirigent: Bernhard Conz)
  • Adagio, Fuge und Mänadentanz (2004) fĂĽr groĂźes Orchester. UA 4. September 2005 Hamburg (NDR Sinfonieorchester, Dirigent: Leitung: Christoph von Dohnányi)
  • In memoriam: Die WeiĂźe Rose (1965). Doppelfuge fĂĽr 12 Instrumente. UA 16. März 1965 Bologna (Teatro Comunale; Rassegna della Resistenza Europea; Mitglieder des Orchestra Comunale di Bologna, Dirigent: Bruno Maderna)
  • Doppio Concerto (1966) fĂĽr Oboe, Harfe und Streicher. UA 2. Dezember 1966 ZĂĽrich (Heinz Holliger [Oboe], Ursula Holliger [Harfe]; Collegium Musicum ZĂĽrich, Dirigent: Paul Sacher)
  • Concerto per contrabbasso ed orchestra (1966). UA 2. November 1967 Chicago (Gary Karr [Kontrabass]; Chicago Symphony Orchestra, Dirigent: Jean Martinon)
1. Moderato cantabile – 2. Vivace – 3. Ciaccona
1. Adagio – 2. Tempo eines Trauermarsches – 3. Espressivo – 4. Allegro – 5. Air – 6. Vivace – 7. Epilog
  • Neubearbeitung (1984/85): Kleine Elegien fĂĽr alte Instrumente. UA: 13. Dezember 1986 Köln (Westdeutscher Rundfunk; Taverner Players, Dirigent: Andrew Parrott)
  • 2. Konzert fĂĽr Klavier und Orchester (in einem Satz; 1967). UA 29. September 1968 Bielefeld (Christoph Eschenbach [Klavier]; Philharmonisches Orchester Bielefeld, Dirigent: Bernhard Conz)
  • Compases para preguntas ensimismadas (ZeitmaĂźe fĂĽr nach innen gerichtete Fragen; 1969/70). Musik fĂĽr Viola und 22 Spieler. UA 11. Februar 1971 Basel (Hirofumi Fukai; Basler Kammerorchester, Dirigent: Paul Sacher)
  • Fragmente aus einer Show (1971; aus Der langwierige Weg in die Wohnung der Natascha Ungeheuer). Sätze fĂĽr Blechquintett. UA Oktober 1971 (Philip Jones Brass Ensemble American Tour)
  • 2. Violinkonzert (1971) siehe unter Vokalwerke
  • Heliogabalus Imperator (1971/72; revidiert 1986). Allegoria per musica (fĂĽr groĂźes Orchester). UA 16. November 1972 Chicago (Chicago Symphony Orchestra, Dirigent: Georg Solti). UA (revidierte Fassung) 28. Juni 1989 Rom (Villa Massimo; Orchestra Sinfonica di Roma della RAI, Dirigent: Eberhard Kloke)
  • Tristan (1973; revidiert 1991). PrĂ©ludes fĂĽr Klavier, Tonbänder und Orchester. UA 20. Oktober 1974 London (Homero Francesch [*1947] [Klavier]; London Symphony Orchestra, Dirigent: Colin Davis)
1. Prolog – 2. Lamento – 3. Präludium und Variationen – 4. Tristans Wahnsinn – 5. Adagio, Burla I, Burla II, Ricercare I, Burla III, Ricercare II – 6. Epilog
  • Präludien zu Tristan (2003): siehe unter Kammermusik
  • Katharina Blum (1975). Konzertsuite fĂĽr kleines Orchester (nach der Musik zum Film Die verlorene Ehre der Katharina Blum). UA 6. Mai 1976 Brighton Festival (Brighton Festival Players, Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Der vergiftete Strom – 2. Die Liebenden – 3. Klage – 4. Erinnerungen – 5. Große Fuge (Stoßzeit) – 6. Angst – 7. Der vergiftete Strom
  • Ragtimes & Habaneras (1975). Sinfonia fĂĽr Blechbläser. UA 13. September 1975 London (Royal Albert Hall)
  • Aria de la folia española. Fassung fĂĽr Kammerorchester (1977). UA 17. September 1977 St. Paul (Minnesota) (St. Paul Chamber Orchestra, Dirigent: Dennis Russell Davies [*1944])
  • Fassung fĂĽr Orchester (1977). UA 23. April 1979 Bournemouth (Bournemouth Symphony Orchestra, Dirigent: Hans Werner Henze)
  • Bearbeitung von Roderick Watkins (*1964) fĂĽr 4 Saxophone, Klavier vierhändig und Schlagzeug (1999)
  • Il Vitalino raddoppiato (1977; nach Motiven von Tomaso Antonio Vitali). Ciacona per violino concertante ed orchestra da camera (Chaconne fĂĽr Violine und Kammerorchester). UA 2. August 1978 Salzburg (Festspiele; Gidon Kremer [Violine]; ORF-Symphonieorchester, Dirigent: Leif Segerstam)
  • Der verdoppelte Vitalin (1978/2003) fĂĽr Klavier und Violine: siehe unter Kammermusik
  • Musik fĂĽr Violoncello und Ensemble/Orchester (1977–1992):
  • KonzertstĂĽck (1977) fĂĽr Violoncello und kleines Ensemble (1977; revidiert 1985)
  • Sieben Liebeslieder (1984/85) fĂĽr Violoncello und Orchester. UA 12. Dezember 1986 Köln (Westdeutscher Rundfunk; Heinrich Schiff [Violoncello]; Sinfonieorchester des WDR, Dirigent: David Shallon [1950–2000])
  • Revidierte Fassung (1992): 6 Englische Liebeslieder (Canzoni d’Amore Inglese; ohne die ursprĂĽngliche Nr. 5, die in Introduktion, Thema und Variationen [1992] aufgegangen ist):
1. Ruhig verhalten – 2. § = 72 – 3. Bewegt, heftig, stürmisch – 4. Ernst, getragen – 5. Tango – 6. Sonett
  • Introduktion, Thema und Variationen (1992) fĂĽr Violoncello, Harfe und Streichorchester (entstanden aus dem KonzertstĂĽck [1977] fĂĽr Violoncello und kleines Ensemble und der ursprĂĽnglichen Nr. 5 der Liebeslieder fĂĽr Violoncello und Orchester). UA 25. August 1994 Salzburg (Festspiele; Christoph Richter [Violoncello]; Camerata Academica Salzburg, Dirigent: Sándor VĂ©gh)
  • Apollo trionfante (1979). Musik fĂĽr Bläser, Tasteninstrumente, Schlagzeug und Kontrabass. UA 1. September 1980 Gelsenkirchen (Städtisches Orchester, Dirigent: Uwe Mund)
  • Arien des Orpheus (1979) fĂĽr Gitarre, Harfe, Cembalo und Streicher. UA 16. November 1980 Gelsenkirchen (Städtisches Orchester, Dirigent: Uwe Mund)
1. Orpheus' erste Arie – 2. Klagelied. Orpheus' zweite Arie – 3. Danza generale – 4. Orpheus' dritte Arie
  • Fassung fĂĽr groĂźe Streicherbesetzung (1981). UA 25. November 1981 Chicago (Chicago Symphony Orchestra, Dirigent: Hans Werner Henze)
  • Dramatische Szenen aus Orpheus (1979) fĂĽr groĂźes Orchester:
1. Klage – 2. Gesang – 3. Rückkehr des Orpheus mit Eurydike; Eurydikes Tod – 4. Orpheus' Wahn – 5. Apotheose
  • Spielmusiken aus dem Märchen fĂĽr Musik Pollicino (1979/80) fĂĽr Laienorchester in verschiedener Besetzung
  • Le Miracle de la Rose. Imaginäres Theater II (1981) fĂĽr Klarinette und 13 Spieler. UA 26. Mai 1982 London (Anthony Pay [Klarinette]; London Sinfonietta, Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Entrée – 2. Plainte – 3. Rigaudon – 4. Proménade – 5. Loure – 6. Chansons provencales
  • Canzona (1982) fĂĽr 7 Instrumente. UA 6. Juni 1982 Stuttgart (Staatstheater; Dirigent: Dennis Russel Davies)
  • Sonata per otto ottoni (fĂĽr 8 Blechbläser; 1983). UA 17. September 1983 Berlin (Festwochen; Blechbläserensemble der Berliner Philharmoniker)
1. Largo – 2. Allegramente – 3. Rondino I – 4. Grave – 5. Rondino II
  • Sonate fĂĽr sechs Spieler (1983; nach der Filmmusik zu L’amour Ă  mort von Alain Resnais). UA 26. September 1984 London (The Fires of London, Dirigent: John Carewe)
  • 2 Deutschlandsberger Mohrentänze (1984/85) fĂĽr 4 Blockflöten, Gitarre, Schlagzeug, Streichquartett und Streichorchester. UA 14. Oktober 1984 / 19. Oktober 1985 Deutschlandsberg, Steiermark (Orchester der Städtischen Musikschule, Dirigent: Hans Werner Henze
  • Fandango (1985; revidiert 1992) sopra un basso del Padre Soler. UA 5. Februar 1986 Paris (Orchestre de Paris, Dirigent: Daniel Barenboim). UA (revidierte Fassung): 30. November 1995 Prag (Tschechische Philharmonie, Dirigent: Gerd Albrecht)
  • Ode an eine Ă„olsharfe (1985/86). Musik fĂĽr konzertierende Gitarre und 15 Soloinstrumente (nach Gedichten von Eduard Mörike). UA 27. August 1986 Luzern (David Tanenbaum [Gitarre]; Ensemble Modern, Dirigent: Bernhard Klee [*1936])
1. An eine Äolsharfe – 2. Frage und Antwort – 3. An Philomene – 4. An Hermann
  • Cinque piccoli concerti e ritornelli (1987) fĂĽr Orchester. UA 24. Januar 1988 London (London Sinfonietta, Dirigent: Simon Rattle)
1. Per due Corni – 2. Per la Tromba – 3. Per il Trombone – 4. Per l'Heckelphon, il Clarinetto contrabbasso ed il Contrabbasso – 5. Per il Violino
  • Tanz- und Salonmusik aus dem Mimodram Der Idiot (1952/1989). UA 5. Juni 1989 Bristol (Bath Festival; Ensemble Modern, Dirigent: Ingo Metzmacher)
  • La selva incantata (Der verwunschene Wald; 1953/1991; Parergon zur Oper König Hirsch). Aria und Rondo fĂĽr Orchester. UA 6. April 1991 Frankfurt am Main (Neueröffnung der Oper Frankfurt; Frankfurter Museumsorchester, Dirigent: Hans Drewanz)
  • Requiem (1990-1992). 9 geistliche Konzerte fĂĽr Klavier solo, konzertierende Trompete und groĂźes Kammerorchester. UA (5, 8 & 9 [als 3 geistliche Konzerte]) 26. November 1992 Tokio (Suntory Hall; HĂĄkan Hardenberger [Trompete], NHK-Sinfonieorchester, Dirigent: Oliver Knussen). UA (komplett) 24. Februar 1993 Köln (Philharmonie; Ueli Wiget [*1957] [Klavier], HĂĄkan Hardenberger [Trompete]; Ensemble Modern, Dirigent: Ingo Metzmacher)
1. Introitus – 2. Dies irae – 3. Ave verum corpus – 4. Lux aeterna – 5. Rex tremendae – 6. Agnus dei – 7. Tuba mirum – 8. Lacrimosa – 9. Sanctus
(1.-4. fĂĽr Klavier und Orchester; 5. fĂĽr Trompete und Orchester; 6. fĂĽr Klavier und Streicher; 7. fĂĽr Klavier und Orchester; 8.-9. fĂĽr Trompete und Orchester)
  • 3 geistliche Konzerte (1994-1996) fĂĽr Trompete und Orgel / Trompete und Klavier: siehe unter Kammermusik
  • Appassionatamente (1993/94). Fantasie ĂĽber Das verratene Meer fĂĽr groĂźes Orchester. UA 25. März 1995 Wien (Musikverein, GroĂźer Saal; Wiener Philharmoniker, Dirigent: Christoph von Dohnányi)
1. Andante, molto sostenuto – 2. Allegretto, leggero – 3. Adagio
  • Voie lactĂ©e Ă´ soeur lumineuse (1994). Abendmusik fĂĽr einen alten Freund. Toccata fĂĽr 19 Instrumentalisten. UA 7. Mai 1996 Basel (Ensemble der IGNM Basel, Dirigent: JĂĽrg Henneberger)
  • Notturno. Eine Serenade (1995; fĂĽr Klaus Rainer Schöll) fĂĽr Blasinstrumente, Kontrabass und Klavier. UA 22. September 2001 Koblenz (Musiktage; Bläsersolisten der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Matthias Beltinger [Kontrabass], Peter Caelen [Klavier])
  • 3. Violinkonzert (1996; revidiert 2002). Drei Porträts aus dem Roman Doktor Faustus von Thomas Mann. UA 12. September 1997 Berlin (Konzerthaus, GroĂźer Saal; Michael Erxleben [Violine]; Berliner Sinfonie-Orchester, Dirigent: Michael Schønwandt [*1953])
1. Esmeralda – 2. Echo – 3. Rudi S.
  • Neue Volkslieder und Hirtengesänge (1996; frei nach dem MusiktheaterstĂĽck Ă–dipus der Tyrann [1983]) fĂĽr Fagott, Gitarre und Streichtrio. UA 15. Dezember 1997 Berlin (Berliner Philharmonie, Kammermusiksaal; Scharoun-Ensemble)
1. Pastorale – 2. Morgenlied – 3. Ballade – 4. Tanz – 5. Rezitativ – 6. Abendlied – 7. Ausklang
  • Minotauros Blues (1996). Konzertmusik fĂĽr sechs Perkussionisten. UA 16. Januar 1998 Köln (Philharmonie; Mitglieder des WDR Sinfonieorchesters Köln, Dirigent: Markus Stenz)
  • Pulcinellas Erzählungen (1996) aus dem Ballett Le disperazioni del Signor Pulcinella fĂĽr Kammerorchester
  • Parerga zum Ballett Le fils de l’air (Der Sohn der Luft; 1995/96):
  • Leçons de danse (1995/96) fĂĽr 2 Klaviere (oder Klavier und Harfe) und Schlagzeug. UA 25. Mai 1997 Schwetzingen (Festspiele)
Tango – Tempo di Minuetto – Foxtrott – Finale
  • Erlkönig (1996). Orchesterfantasie ĂĽber Goethes Gedicht und Schuberts Opus 1. UA 31. Januar 1997 Paris (Orchestre Philharmonique de Radio France, Dirigent: Marek Janowski)
  • Zigeunerweisen und Sarabanden (1996-1998) fĂĽr Orchester. UA 16. Januar 1998 Köln (Philharmonie; WDR Sinfonieorchester Köln, Dirigent: Markus Stenz)
1. Ballade – 2. Grande Sarabande Bohèmienne – 3. Abschied
  • Sieben Boleros (1998) fĂĽr groĂźes Orchester. UA 2. Februar 2000 Las Palmas (Festival de Musica de Canarias; Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, Dirigent: Gerd Albrecht)
1. La irascible – 2. La alabanza – 3. La expectación – 4. El pavo real – 5. La soberbia – 6. Dolor – 7. El gran paso de la Reina Arábica
  • FraternitĂ© (1999). Air pour l'orchestre. UA 11. November 1999 New York (Avery Fisher Hall; New Yorker Philharmoniker, Dirigent: Kurt Masur)
  • Parerga zur Oper L’Upupa und der Triumph der Sohnesliebe (2000–2003):
  • L’heure bleue. SĂ©rĂ©nade (Die blaue Stunde; 2001) fĂĽr Kammerorchester (16 Spieler). UA 13. September 2001 Frankfurt am Main (Alte Oper; Ensemble Modern, Dirigent: Oliver Knussen)
  • FĂĽnf Botschaften fĂĽr die Königin von Saba (2004) fĂĽr groĂźes Orchester. UA: 3. Februar 2005 Paris (Orchestre national de France, Dirigent: Kurt Masur)
  • Triplo concerto barocco (2003) fĂĽr Kammerorchester (frei nach der Novelle Concierto Barocco von Alejo Carpentier, dem Film Montezuma von JosĂ© Montes-Baquer und der Oper Motezuma von Antonio Vivaldi). UA 9. August 2004 Berlin (Konzerthaus; Joven Orquesta SinfĂłnica del Principado de Asturias, Dirigent: Arturo Tamayo)
1. [auskomponiertes Stimmen der Instrumente] – 2. Allegro vivace – 3. Tarantella

Bearbeitungen

  • Telemanniana (in einem Satz; 1967; nach dem Pariser Quartett e-moll [1736] fĂĽr Flöte, Violine, Violoncello und Basso continuo von Georg Philipp Telemann) fĂĽr groĂźes Orchester. UA 4. April 1967 Berlin (Berliner Philharmoniker; Dirigent: Gerd Albrecht)
  • I sentimenti di Carl Philipp Emanuel Bach (1982). Trascrizione per flauto, arpa e archi dalla Clavier-Fantasie [1787] con accompagnamente di un violino. UA 14. April 1982 Rom (Teatro Olimpico; Mario Ancilotti [Flöte], Claudia Antonelli [Harfe]; Accademia Filarmonica Romana, Gruppo strumentale Musica d'Oggi, Dirigent: Angelo Faja)
  • Die Abenteuer des Don Chisciotte (1990). Suite aus der gleichnamigen Oper nach Giovanni Paisiello und Giovanni Battista Lorenzi. Fassung fĂĽr symphonisches Blasorchester: Norbert Studnitzky. UA 14. Oktober 1990 Deutschlandsberg (Musikverein Stadtkapelle, Dirigent: Franz Maurer)
1. Morgenritt (Sinfonia) – 2. Der tragische Held – 3. Kampf mit den Schafhirten – 4. Sancho Pansas Gastmahl – 5. Dulcinea – 6. Ritornell – 7. Kampf mit den Windmühlenflügeln
1. Pietà – 2. Trauermarsch – 3. Reveille

Kammermusik

  • Kleines Quartett (1945) fĂĽr Oboe, Violine, Viola und Violoncello
  • Sechs Sonaten (1945; verschollen)
  • Trio (Divertimento?) (1945; verschollen) fĂĽr Oboe, Viola und Violoncello
  • Drei KlavierstĂĽcke (1946; verschollen)
  • Sonate (1946) fĂĽr Violine und Klavier
1. Prélude – 2. Nocturne – 3. Intermezzo – 4. Finale
  • 1. Streichquartett (1947). UA 1947 Heidelberg (Freund-Quartett)
1. Allegro molto – 2. Andantino – 3. Lento, ma non troppo – 4. Presto
  • Sonatine (1947) fĂĽr Flöte und Klavier. UA 1947 Darmstadt-Kranichstein (Kurt Redel [Flöte], Carl Seemann [Klavier])
1. Moderato – 2. Allegro molto vivace – 3. Andantino – 4. Presto
  • Klaviersonate (1947; fĂĽr Wladimir Horbowski; verschollen)
  • Sonatine (1947) fĂĽr Klavier
  • Sechs KlavierstĂĽcke (1947)
  • Variationen (1948) fĂĽr Klavier. UA 17. Juni 1949 Frankfurt am Main (Hessischer Rundfunk; Alexander Kaul)
  • Kammersonate (1948; revidiert 1963) fĂĽr Klaviertrio. UA 16. März 1950 Köln (Wolfram Gehring [Klavier], Rolf MĂĽller [Violine], Heinrich PlĂĽmacher [Violoncello])
1. Allegro assai – 2. Dolce, con tenerezza – 3. Lento
  • Bearbeitung fĂĽr Kontrabass von Lucas Drew
  • Bearbeitung fĂĽr Viola (2003) von Garth Knox
1. Adagio rubato – 2. Un poco allegretto – 3. Pastorale – 4. Andante con moto, rubato – 5. Vivace – 6. Tango – 7. Allegro marziale – 8. Allegretto – 9. Menuett
  • FĂĽnf KlavierstĂĽcke G-Dur (1950; verschollen)
  • Klaviersonate (1951; fĂĽr Brigitte Bermann-Fischer [1905–1991])
  • 2. Streichquartett (1952). UA 16. Dezember 1952 Baden-Baden (SĂĽdwestfunk; Parrenin-Quartett)
1. MM = 70 – 2. MM = 69 – 3. MM = 152
  • Bläserquintett (1952; fĂĽr Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott). UA 15. Februar 1953 Radio Bremen (Bläservereinigung der Bremer Philharmoniker)
1. Introduktion – 2. Thema – 3. Variation – 4. Sehr ruhig – 5. Rasch, heiter – 6. Galopp
  • Drei Tentos fĂĽr Gitarre aus Kammermusik 1958. Bearbeitung: Julian Bream
1. Tranquillamente – 2. Allegro rubato – 3. Leggero e scorrevole
  • Sonata per il pianoforte (1959). UA 26. September 1959 Berlin (Klaus Billing)
1. Molto movimentato – 2. Cantabile, con tenerezza – 3. Vivace
  • Six Absences pour le Clavecin (fĂĽr Cembalo; 1961). UA 7. November 1963 Mainz (Funkhaus am Deutschhausplatz; Kurt-Heinz Stolze)
1. Molto mesto e lento – 2. Andante cantabile – 3. Pesante, molto mosso – 4. Andantino – 5. Lento – 6. Allegramente – Agrèment de la Sixième Absence
  • Lucy Escott Variations (1963) fĂĽr Cembalo (ĂĽber die Arie Come a me sereno aus La sonnambula [1831] von Vincenzo Bellini). UA 21. März 1965 Berlin (Klaus Billing)
  • Fassung fĂĽr Klavier von Klaus Billing. UA 21. März 1965 Berlin (Klaus Billing)
  • Quattro Fantasie (1963; Oktettsätze aus der Kammermusik 1958 und Adagio 1963) fĂĽr Klarinette, Fagott, Horn, 2 Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass
1. Prefazione – 2. Sonata – 3. Cadenza – 4. Adagio (Epilogo)
  • Divertimenti (1964). Zwischenspiele aus der Oper Der junge Lord fĂĽr 2 Klaviere. UA 30. November 1964 New York (Joseph Rollino und Paul Sheftel)
1. Allegro – 2. Con spirito – 3. Largo – 4. Vivace
  • Der junge Törless (1966). Fantasia fĂĽr Streichsextett (3 Violinen, 2 Violen und Violoncello; nach der Musik zum gleichnamigen Film von Volker Schlöndorff). UA 22. Juni 1968 Minterne, Dorchester (Langbein-Ensemble)
1. Adagio – 2. Allegro marcato – 3. Air – 4. Vivace – 5. Epilogo
  • Erweiterte Fassung fĂĽr Streichorchester: siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • Memorias de El CimarrĂłn (1970) fĂĽr Gitarre, freie Bearbeitung von Leo Brouwer
  • Sonatina (1974) fĂĽr Trompete
1. Toccata – 2. Canzona – 3. Segnali
  • Fassung fĂĽr Posaune von Martin Harvey
  • Carillon, RĂ©citatif, Masque (1974). Trio fĂĽr Mandoline, Gitarre und Harfe. UA 2. Februar 1977 London (Hugo d’Alton [Mandoline], Roland Harker [Gitarre]), Una O’Donovan [Harfe])
  • 3. Streichquartett (in einem Satz; 1975/76). UA 12. September 1976 Berlin (Festwochen; Concord Quartet)
  • Royal Winter Music (I/II) fĂĽr Gitarre:
  • Erste Sonate ĂĽber Gestalten von Shakespeare (1975). UA 20. September 1976 Berlin (Festwochen; Julian Bream)
Gloucester – Romeo and Juliet – Ariel – Ophelia – Touchstone, Audrey and William – Oberon
Sir Andrew Aguecheek – Bottom’s Dream – Mad Lady Macbeth
  • 4. Streichquartett (1976). UA 25. Mai 1977 Schwetzingen (Festspiele; Concord Quartet)
Molto agitato – Adagio. William Byrd Pavana – Allegretto moderato – Rondo improvvisato
  • Amicizia! (1976). Quintett fĂĽr Klarinette, Posaune, Violoncello, Schlagzeug und Klavier. UA 6. August 1976 Montepulciano (1° Cantiere Internazionale d'Arte; Instrumentalensemble Hinz und Kunst)
  • 5. Streichquartett (1976). UA 25. Mai 1977 Schwetzingen (Festspiele; Concord Quartet)
1. MM = 72 – 2. Atemlos, wild – 3. MM = Herzschlag – 4. Still, entlegen – 5. Echos, Erinnerungen, ganz von fern – 6. Morgenlied
  • Revidierte Fassung (1981). UA 24. September 1983 Linz (Brucknerfest; Heinrich Schiff)
  • Sonata (1976/77; revidiert 1992) fĂĽr Violine. UA 10. August 1977 Montepulciano (2° Cantiere Internazionale d’Arte; Jenny Abel)
1. Tirsi – 2. Mopso – 3. Aristeo
  • L'autunno (1977). Musik fĂĽr 5 Blasinstrumentalisten. UA 28. Februar 1979 London (Wigmore Hall; Koenig Ensemble, Dirigent: Jan Latham-Koenig [*1953])
1. Moderato – 2. Allegretto – 3. Allegramente – 4. Vivace – 5. Quis respexit humilitatem ancillae suae
  • S. Biagio 9 Agosto ore 12.07 (1977). Ricordo per un contrabbasso solo
  • Ländler (1977) fĂĽr Violine
  • Five Scenes from the Snow Country (1978) fĂĽr Marimbaphon. UA 12. Oktober 1982 Stuttgart (SĂĽddeutscher Rundfunk; Peter Sadlo)
1. Misteriously, tempo of a funeral march – 2. Very fast – 3. Very slowly, extremly quiet, whispering – 4. Allegretto (with grace, no rush) – 5. Andante cantabile
  • Euridice (1978, revidiert 1981 und 1992). Framenti per il clavicembalo dal balletto L'Orfeo. UA 2. Oktober 1986 New York (Merkin Concert Hall; Judith Norell [Cembalo])
Con calma e grazia – Sarabanda – Gran lamento – Colori splendenti
  • Sonata per Viola e Pianoforte (in einem Satz; 1979). UA 20. April 1980 Witten (Wittener Tage fĂĽr neue Kammermusik; Garth Knox [Viola], Jan Latham-Koenig [Klavier])
  • Toccata senza Fuga (1979) aus Orpheus fĂĽr Orgel. UA 21. Mai 1979 Stuttgart (Anton Zapf)
  • Étude philharmonique (1979) fĂĽr Violine
  • Epitaph fĂĽr Violoncello (1979; auf den Tod von Paul Dessau)
  • Parerga zum Märchen fĂĽr Musik Pollicino (1979):
  • Sonatina (1979) fĂĽr Violine und Klavier. UA 2. Dezember 1980 London (Queen Elizabeth Hall; Jenny Abel [Violine], Roberto Szidon [Klavier]
1. Allegretto – 2. Moderato assai – 3. Passacaglia
  • Sechs StĂĽcke fĂĽr junge Pianisten (1980). UA 13. Oktober 1982 Stuttgart (András Hamary [*1950])
1. Ballade – 2. Allegro con grazia – 3. Der Menschenfresser. Allegro barbaro – 4. Menschenfressers Traum. Moderato cantabile – 5. Allegro mostruoso – 6. Margaretenwalzer
  • Drei Märchenbilder (1980) fĂĽr Gitarre. UA 2. August 1980 Montepulciano (Reinbert Evers)
  • Bearbeitung fĂĽr 2 Gitarren (1997) von JĂĽrgen Ruck
  • Cherubino (1980/81). 3 Miniaturen fĂĽr Klavier. UA 23. August 1981 Berlin (Deutsche Oper; Homero Francesch)
  • Variation (1981) fĂĽr Blechquintett
  • Une petite phrase (1984) aus dem Film Un amour de Swann, Bearbeitung fĂĽr Klavier
  • Selbst- und Zwiegespräche (1984/85). Trio fĂĽr Viola, Gitarre und kleine Orgel (oder anderes Tasteninstrument; jeder Part ist auch als Solo spielbar, auch Duo-Kombinationen [Viola/Gitarre, Viola/Orgel, Gitarre/Orgel] sind möglich). UA 29. September 1985 BrĂĽhl (Festkonzert zum 700-jährigen Bestehen des Bistums BrĂĽhl; Olivier Kauffmann [Viola], Carry Greisch [Gitarre], Pierre Nimax [Orgel])
  • Serenade fĂĽr Violine (1986). UA 1. Juni 1986 Bad Godesberg (Adelina Oprean)
  • Eine kleine Hausmusik (1986) fĂĽr Gitarre und Hammerklavier
  • Allegra e Boris (1987). Hochzeitsmusik fĂĽr Violine und Viola
  • La mano sinistra. Piece for Leon (1987; fĂĽr Leon Fleisher; ĂĽber Motive aus Das verratene Meer) fĂĽr Klavier (linke Hand)
  • Piece for Peter (1988; fĂĽr Peter Serkin) fĂĽr Klavier
  • ClavierstĂĽck (1989)
  • FĂĽr Manfred (1989) fĂĽr Violine solo (zur Trauerfeier von Manfred Gräter [1928-1989])
  • FĂĽnf NachtstĂĽcke (1990) fĂĽr Violine und Klavier. UA 16. Mai 1990 London (Royal Academy of Music; Peter Sheppard [Violine], Aaron Shorr [Klavier])
1. Elegie – 2. Capriccio – 3. Erstes Hirtenlied – 4. Zweites Hirtenlied – 5. Ode
  • Quintetto (1990/91) fĂĽr Klavier und Streichquartett. UA 25. März 1993 Berkeley (Peter Serkin [Klavier], Guarneri String Quartet)
1. Con ferocia – 2. Adagio – 3. Litania
  • Das Haus Ibach (1991) fĂĽr Klavier
  • Pulcinella disperato. Fantasia (1991/92) fĂĽr Klavier. Szenen aus der Ballettkomödie Le disperazioni di Pulcinella. UA 8. Mai 1994 MĂĽnchen (4. MĂĽnchener Biennale; Moritz Eggert
  • Adagio (1992) fĂĽr Streichsextett (fĂĽr Peter Hanser-Strecker)
  • Parerga zur Oper Die englische Katze (1980-1983; revidiert 1990):
  • Minette (1992). FĂĽnf Melodien fĂĽr Zither
1. Con comodo e con grazia – 2. Aria – 3. Andante cantabile – 4. Allegretto melancolico – 5. Chanson d’Adieu, Moderato assai, Lamento
  • Minette (1998). Canti e rimpianti amorosi fĂĽr 2 Gitarren
1. Canzona felina e campagnola – 2. Aria lunare – 3. Il cuore spezzato – 4. Pianto delle due sorelle – 5. Minuetto di Minette – 6. Chanson d'Adieu – 7. La morte amorosa dell'eroina
  • Nocturnal Serenade (Serenata notturna), Bearbeitung fĂĽr 2 Klaviere von Martin Zehn (1993)
  • Adagio adagio (1993). Serenade fĂĽr Klaviertrio. UA 18. März 1993 Langen (Schloss Wolfsgarten; Yehudi Menuhin [Violine], Leonid Gorokhov [Violoncello], Simon Mulligan [Klavier])
  • An Brenton (1993). Lied fĂĽr Viola (fĂĽr Brenton Langbein)
  • FĂĽr Reinhold (1994) fĂĽr Klavier
  • Toccata mistica (1994) fĂĽr Klavier. UA 13. November 1994 Köln (Philharmonie; Homero Francesch)
  • 3 geistliche Konzerte (1994/96) fĂĽr Trompete und Orgel / Trompete und Klavier. Einrichtungen: Moritz Eggert
1. Rex tremendae – 2. Lacrimosa – 3. Sanctus
  • Serenata notturna (1996) fĂĽr 2 Klaviere
  • Trauer-Ode (1997; fĂĽr Margaret Geddes [1913–1997]). Ein Sextett fĂĽr Violoncelli. UA 19. Oktober 1997 Kronberg im Taunus (Stadthalle; Teilnehmer eines Meisterkurses, Leitung: Mstislaw Rostropowitsch)
  • Trio in drei Sätzen (1998) fĂĽr Violine, Viola und Violoncello. UA 12. Mai 1999 Schwetzingen (Festspiele; Deutsches Streichtrio)
1. Allegrettino – 2. Adagio – 3. Ländler
  • Ein kleines Potpourri (2000) aus Boulevard Solitude fĂĽr Flöte, Vibraphon, Harfe und Klavier. UA 22. Oktober 2000 Hannover (Expo 2000, Deutscher Pavillon; Ensemble TrioLog: Burkhard Jäckle [Flöte], Stefan Blum [Vibraphon], Silvia Christine Fuchs [Harfe], Jan Philip Schulze [Klavier])
1. Berceuse, Gavotte und Galopp – 2. Manon Lescaut schreibt einen Brief – 3. Perpetuum mobile
  • Olly on the Shore (2001; fĂĽr Oliver Knussen) fĂĽr Klavier
  • Präludien zu Tristan (2003) fĂĽr Klavier. UA 6. August 2003 Salzburg (Mozarteum; Siegfried Mauser)
  • Der verdoppelte Vitalin (1978/2003). Variationen fĂĽr Klavier und Violine (ĂĽber Motive von Tomaso Antonio Vitali). UA 16. August 2003 Salzburg (Mozarteum; Benjamin Schmid [Violine], Ariane Haering [Klavier])
  • Englische Balladen und Sonette (2003) fĂĽr Klavier und Violoncello. UA 16. August 2003 Salzburg (Mozarteum; Lucas Fels [Violoncello], Siegfried Mauser [Klavier])
1. Ruhig, verhalten – 2. Viertel = 72 – 3. Bewegt, heftig, stürmisch – 4. Ernst, getragen – 5. Tango – 6. Sonett
  • Scorribanda Pianistica (2003), Fassung fĂĽr Klavier von Martin Zehn

Vokalwerke

  • Sechs Lieder (1945) fĂĽr hohe Singstimme, Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott. Texte: ?
  • FĂĽnf Madrigale (1947) fĂĽr kleinen gemischten Chor (SATB) und 11 Soloinstrumente. Texte: François Villon (aus Le Testament [Das groĂźe Testament [1461/62]), deutsch von Paul Zech. UA 25. April 1950 Frankfurt am Main (Frankfurter Singakademie; Instrumentalisten des Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchesters, Dirigent: Ljubomir Romansky)
1. Im Wald, da ruht – 2. Und ist kein Feld – 3. Als Kaiser Alexander – 4. Wer sterben muß – 5. Dein Bild im Angesicht
  • Der Vorwurf (1948). Konzertarie fĂĽr Bariton, Trompete, Posaune und Streichorchester. Text: Franz Werfel
  • Chor gefangener Trojer (1948; revidiert 1964). Sinfonischer Satz fĂĽr gemischten Chor und groĂźes Orchester. Text: Johann Wolfgang von Goethe (aus Faust II, 3. Akt). UA 6. Februar 1949 Bielefeld (Chor des Musikvereins Bielefeld, Orchester der Stadt Bielefeld, Dirigent: Hans Hoffmann)
  • Whispers from Heavenly Death (1948; revidiert 1999). Kantate fĂĽr hohe Singstimme (Sopran oder Tenor) und Klavier oder 8 Instrumentalisten. Text: Walt Whitman, deutsch von Georg Goyert. UA (Klavierfassung) 14. Juni 1950 Stuttgart (Tage der Zeitgenössischen Musik; Sybille Ursula Fuchs [Sopran]; Frank Zubal [Klavier]). UA (Ensemblefassung) 1950 Frankfurt am Main (Hessischer Rundfunk; Orchestermitglieder des Hessischen Rundfunks, Dirigent: Winfried Zillig)
1. Wagst du es jetzt, o Seele – 2. Keine Karte dort, kein Führer – 3. Ich kenne es nicht, o Seele – 4. Erst wenn die Bande sich lösen – 5. Dann brechen wir auf
  • Wiegenlied der Mutter Gottes (1948) fĂĽr eine Knabenstimme oder einstimmigen Knabenchor und 9 Soloinstrumente. Text: Lope de Vega, deutsch von Artur Altschul). UA 27. Juni 1954 Duisburg (Niederrheinisches Musikfest; Agnes Giebel [Sopran]; Dirigent: Georg Ludwig Jochum)
  • Apollo et Hyazinthus (1948/49). Improvisationen fĂĽr Cembalo, Altstimme und 8 Soloinstrumente. Text: Georg Trakl, Im Park
  • FĂĽnf Neapolitanische Lieder (Cinque canzoni napoletane; Canzoni „e copp“ ’o tammurro [Lieder zur Trommel]; 1956) fĂĽr Bariton und Kammerorchester. Texte: anonym (17. Jahrhundert). UA 26. Mai 1956 Frankfurt am Main (Hessischer Rundfunk; Dietrich Fischer-Dieskau, Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks, Dirigent: Otto Matzerath)
  • Chanson Pflastersteine (1950) fĂĽr Sopran und Klavier. Text: ?
  • Szenen und Arien (1956) aus der Oper König Hirsch fĂĽr Sopran, Tenor, gemischten Chor, Knabenchor (ad lib.) und groĂźes Orchester. Text: Heinz von Cramer
  • Vokalsinfonie (1995; in 5 Sätzen) aus der Oper König Hirsch fĂĽr Sänger-Ensemble und groĂźes Orchester. Text: Heinz von Cramer
1. Nachtstück I – 2. Aria I: Wohin wir uns wenden im Gewitter der Rosen – 3. Nachtstück II – 4. Aria II: Mit schlaftrunkenen Vögeln – 5. Nachtstück III
  • Kammermusik 1958 fĂĽr Tenor, Gitarre und 8 Solo-Instrumente. Text: Friedrich Hölderlin, Hymne In lieblicher Bläue. UA 26. November 1958 Hamburg (Norddeutscher Rundfunk; Peter Pears [Tenor], Julian Bream [Gitarre]; Orchestermitglieder des Norddeutschen Rundfunks, Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Prefazione – 2. In lieblicher Bläue – 3. Tento I: Du schönes Bächlein – 4. Innen aus Verschiedenem entsteht – 5. Tento II: Es findet das Aug’ oft – 6. Gibt es auf Erden ein Maß – 7. Sonata – 8. Möcht ich ein Komet sein? – 9. Cadenza – 10. Wenn einer in den Spiegel siehet – 11. Tento III: Sohn Laios’ – 12. Wie Bäche reißet das Ende von etwas mich dahin – 13. Adagio (Epilogo)
  • Drei Fragmente nach Hölderlin (1958) fĂĽr Tenor und Gitarre:
1. In lieblicher Bläue – 2. Möcht ich ein Komet sein? – 3. Wenn einer in den Spiegel siehet
  • Drei Tentos fĂĽr Gitarre, Quattro Fantasie (1963): siehe unter Kammermusik
  • Drei Arien (1960; revidiert 1993) aus der Oper Elegie fĂĽr junge Liebende fĂĽr Bariton und kleines Orchester. Texte: Wystan Hugh Auden und Chester Kallman. Deutsche Fassung: Ludwig Landgraf, Werner Schachteli und Hans Werner Henze
1. Von allen Dichtern unserer Zeit – 2. O Titania – 3. Bah, dieses Pack
1. Corpi Celesti (Die Himmelskörper) – 2. I Quattro Elementi (Die vier Elemente) – 3. La Continua Mutazione (Der fortlaufende Umbruch) – 4. Il Piacere E'Nel Movimento (Die Freude liegt in der Bewegung) – 5. Il Sorgere del Sole (Der Sonnenaufgang) – 6. Il Sommo Bene (Das höchste Gut)
  • Being Beauteous (1963). Kantate fĂĽr Koloratursopran, Harfe und vier Violoncelli. Text: Arthur Rimbaud (aus Les Illuminations [1872/73]). UA 12. April 1964 Berlin (Ingeborg Hallstein [Sopran]; Eberhard Finke, Wolfgang Boettcher, Peter Steiner, Heinrich Majowski [Violoncelli], Fritz Helmis [Harfe], Dirigent: Hans Werner Henze)
  • Ariosi (1963) fĂĽr Sopran, Violine und Orchester. Texte: Torquato Tasso. UA 23. August 1964 Edinburgh (Edinburgh Festival; Irmgard Seefried [Sopran], Wolfgang Schneiderhan [Violine]; London Symphony Orchestra, Dirigent: Colin Davis)
1. Qual rugiada – 2. Compianto – 3. Maraviglioso fior del vostro mare – 4. Estro – 5. Deh, vieni, morte soave
  • Fassung fĂĽr Sopran und Klavier 4händig
  • Bearbeitungen von Nr. 2:
  • fĂĽr Streichsextett (1966, zum Film Un amour de Swann): siehe unter Filmmusik und Kammermusik
  • fĂĽr Streichorchester (1966): siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • fĂĽr Klavier (1984): siehe unter Kammermusik
  • Cantata della fiaba estrema (1963) fĂĽr Sopran, Kammerchor (SATB) und 13 Instrumente. Text: Elsa Morante. UA 26. Februar 1965 ZĂĽrich (Ingeborg Hallstein [Sopran]; Collegium Musicum ZĂĽrich, Singkreis ZĂĽrich, Dirigent: Paul Sacher)
  • Ein Landarzt (1964). Monodram fĂĽr Bariton und kleines Orchester. Text: Franz Kafka. UA 13. Oktober 1965 Berlin (Dietrich Fischer-Dieskau; Berliner Philharmoniker, Dirigent: Hans Werner Henze)
  • Lieder von einer Insel (1964). Chorphantasien fĂĽr Kammerchor, Posaune, 2 Violoncelli, Kontrabass, Portativ, Schlagwerk und Pauken. Texte: Ingeborg Bachmann. UA 23. Januar 1967 Selb (100. Rosenthal-Feier-Abend; RIAS-Kammerchor, Mitglieder der Berliner Philharmoniker, Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Schattenfrüchte fallen von den Wänden – 2. Wenn du auferstehst – 3. Einmal muß das Fest ja kommen – 4. Wenn einer fortgeht – 5. Es ist Feuer unter der Erde
1. Pastorale („Quid, quae te pura solum sub nocte canentem“) – 2. Adagio („Alpinas a!“) – 3. Silenus („...simul incipit ipse“)
1. Die Welt – 2. Der Cimarrón – 3. Die Sklaverei – 4. Die Flucht – 5. Der Wald – 6. Die Geister – 7. Die falsche Freiheit – 8. Die Frauen – 9. Die Maschinen – 10. Die Pfarrer – 11. Der Aufstand – 12. Die Schlacht von Mal Tiempo – 13. Der schlechte Sieg – 14. Die Freundlichkeit – 15. Das Messer
  • Memorias de „El CimarrĂłn“ (1970) fĂĽr Gitarre, Bearbeitung von Leo Brouwer: siehe unter Kammermusik
  • 2. Violinkonzert (in einem Satz; 1971; revidiert 1991) fĂĽr Sologeiger, Tonband, Bassbariton und 33 Instrumentalisten. Text: Hans Magnus Enzensberger, Hommage Ă  Gödel. UA 2. November 1972 Basel (Brenton Langbein [Violine], Kurt Widmer [Bassbariton]; Basler Kammerorchester, Dirigent: Paul Sacher)
  • Prison Song (1971; leicht verändert in Voices ĂĽbernommen) fĂĽr einen Schlagzeuger und Zuspielband. Text: Ho Chi Minh
  • Voices – Stimmen (1973). Eine Sammlung von Liedern fĂĽr Mezzosopran, Tenor und Instrumentalgruppen (15 Spieler). UA 4. Januar 1974 London (Queen Elizabeth Hall; Rose Taylor [Mezzosopran], Paul Sperry [Tenor]; London Sinfonietta, Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Los poetas cubanos ya no suenan. Text: Heberto Padilla (1932-2000) – 2. Prison Song. Text: Ho Chi Minh – 3. Keiner oder alle. Text: Bertolt Brecht – 4. The Electric Cop. Text: Victor Hernandez Cruz (*1949) – 5. The Distant Drum. Text: Calvin C. Hernton (1933-2001) – 6. 42 Schulkinder. Text: Erich Fried – 7. Caino. Text: Gino De Santis – 8. Il Pasi. Text: Mario Tobino (1910–1991) – 9. Heimkehr. Text: Heinrich Heine – 10. Grecia 1970. Text: Giuseppe Ungaretti – 11. Legende von der Entstehung des Buches Taoteking auf dem Weg des Laotse in die Emigration. Text: Bertolt Brecht – 12. Gedanken eines Revuemädchens während des Entkleidungsaktes. Text: Bertolt Brecht – 13. Das wirkliche Messer. Text: Hans Magnus Enzensberger – 14. Recht und billig. Text: Erich Fried – 15. Patria. Text: Miguel Barnet – 16. Screams (Interlude). Text: Walton Smith – 17. The Worker. Text: Richard W. Thomas – 18. Para aconsejar a una dama. Text: Heberto Padilla – 19. Roses and Revolutions. Text: Dudley Randall (1914-2000) – 20. Vermutung über Hessen. Text: F. C. Delius – 21. Schluss. Text: Michaelis Katsaros – 22. Das Blumenfest. Text: Hans Magnus Enzensberger
  • Chilelied („Dieser chilenische Sommer war süß“; 1974) fĂĽr Stimme und Gitarre. Text: Rudi Bergmann (*1950). UA 31. Mai 1974 Essen (Grugahalle; Gedenkkonzert fĂĽr VĂ­ctor Jara, zugleich Solidaritätsveranstaltung fĂĽr den Widerstand in Chile; Dieter SĂĽverkrĂĽp [Stimme und Gitarre])
  • Hommage Ă  Kurt Weill (1975). 2 Lieder fĂĽr Singstimme, Trompete und Klavier. Texte: Ralf Thenior
1. Heb doch die Stimme an – 2. Kindermund
1. Con una cuchara – 2. Tenía la noche – 3. Es por el silencio sapientismo – 4. A la izquierda
  • Von Krebs zu Krebs (1981) fĂĽr Sopran, Flöte und Klavier. Text: ?
  • Orpheus behind the wire (Orpheus hinter dem Stacheldraht; 1981-1983) fĂĽr 4- bis 12stimmigen gemischten Chor. Texte: Edward Bond, deutsche Fassung: Hans Werner Henze
1. Wie war die Hölle? (SSSAAATTTBBB) – 2. Der Sinn liegt hier (SSAA) – 3. Du der du die Zeit der Mörder überlebtest (SATBB) – 4. Nun ist alles anders (TTTBBB) – 5. Orpheus (SSAATTBB)
  • Three Auden Songs (1983) fĂĽr Tenor und Klavier. Texte: Wystan Hugh Auden. UA 15. Juni 1983 Aldeburgh (Aldeburgh Festival; Neil Mackie [Tenor], Jan Latham-Koenig [Klavier])
1. In memoriam L. K. A. (1950-1952) („At peace under this mandarin, sleep“) – 2. Rimbaud („The nights, the railway-arches, the bad sky“) – 3. Lay your sleeping head, my love
  • Drei Lieder ĂĽber den Schnee (1989) fĂĽr Sopran, Bariton und 8 Instrumente. Texte: Hans-Ulrich Treichel. UA 8. September 1989 Frankfurt am Main (Alte Oper; Maria Husmann [Sopran], Kurt Widmer [Bariton]; Scharoun Ensemble, Dirigent: Gernot Schulz)
1. Schnee, den ich loben will 2. Es ist ein Schnee gefallen 3. Als die Erde verlassen war
  • Paraphrasen ĂĽber Dostojewski. In Worte gefaĂźt fĂĽr Prinz Myshkin von Ingeborg Bachmann fĂĽr Sprechstimme und 11 Instrumente (1990). Libretto: Ingeborg Bachmann (1953). UA 12. Januar 1991 London (Barbican Hall; Jonathan Moore [Sprecher], London Sinfonietta, Dirigent: Ingo Metzmacher)
1. Intrada – 2. Danse – 3. Petits jeux – 4. Pas de quatre – 5. Grand pas – 6. Air 1 – 7. Scène – 8. Interlude – 9. Pas de deux – 10. Air 2 – 11. Scène – 12. Ballade. Ritornell – 13. Ballet blanc – 14. Scène – 15. Interlude – 16. Variations – 17. Pantomime – 18. Finale. Bolero – 19. Apotheose
  • Zwei Konzertarien fĂĽr Tenor und kleines Orchester (1991; in memoriam Friedrich K. Wanek [1929-1991]). Texte: Heinz von Cramer. UA 28. Juli 1991 Montepulciano (16° Cantiere Internazionale d'Arte; Roberto SaccĂ ; Jugendorchester des vereinten Berlin, Dirigent: Markus Stenz)
1. Kein Blick, kein Schatten – 2. Was für eine schöne Stimme
  • An Sascha (1991) fĂĽr Sopran und Alt. Text: ?
  • Lieder und Tänze (1992/93) aus der Operette La Cubana fĂĽr Mezzosopran und Kammerensemble. Texte: Hans Magnus Enzensberger. UA 12. September 1993 ZĂĽrich (Kleiner Tonhallesaal; Maria Husmann [Sopran], Collegium Novum ZĂĽrich)
1. Ouvertüre – 2. Tivoli-Couplet – 3. Canzona I – 4. Tango – 5. Polonaise – 6. Ragtime – 7. Canzona II – 8. Illusion
  • Heilige Nacht (1993). Ein Weihnachtslied fĂĽr mittlere Singstimme und Blockflöte (oder Flöte, oder Oboe, oder Violine). Text: Hans-Ulrich Treichel
  • Hirtenlieder aus der Oper Venus und Adonis (1993-1995) fĂĽr 6 Stimmen (S.Mez.A.T.Bar.B) solistisch oder chorisch. Texte: Hans-Ulrich Treichel
1. Der Morgen steigt auf – 2. Ungestüm ist Adonis – 3. Der Wind, er spricht zum Laub – 4. Die Flüsse stehen still
1. Die Flucht – 2. Bei den Toten – 3. Bericht der Verfolger – 4. Die Platane – 5. Der Sturz – 6. Die Nacht im Dom – 7. Die Rettung
  • Sechs Gesänge aus dem Arabischen (1997/98) fĂĽr Tenor und Klavier. Texte: Hans Werner Henze. UA 23. November Köln (Philharmonie; Ian Bostridge [Tenor], Julius Drake [Klavier])
1. Selim und der Wind – 2. Die Gottesanbeterin – 3. Ein Sonnenaufgang – 4. Cäsarion – 5. Fatumas Klage – 6. Das Paradies
  • Aristaeus (1997-2003). Dramma in musica per voce recitante (baritono) e orchestra (fĂĽr Sprechstimme [oder Bariton] und Orchester). Text: Hans Werner Henze. UA 1. Februar 2004 Berlin (Konzerthaus; Martin Wuttke [Sprecher]; Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Dirigent: Marek Janowski)
  • Elogium musicum amatissimi amici nunc remoti (2008) fĂĽr gemischten Chor (SATB) und Orchester. Texte: Franco Serpa (1931). UA 2. Oktober 2008 Leipzig (Gewandhaus; Gewandhausorchester, MDR Rundfunkchor, Dirigent: Riccardo Chailly)[10]

Bearbeitungen

1. Der Engel – 2. Stehe still – 3. Im Treibhaus – 4. Schmerzen – 5. Träume
  • Don Chisciotte della Mancia (1976/78). Suite dal concerto (Konzertsuite) aus der gleichnamigen Oper nach Giovanni Paisiello und Giovanni Battista Lorenzi fĂĽr 2 Soprane, Tenor (buffo), Bariton, Blasorchester und Kammerorchester
1. Sinfonia – 2. Battaglia con pastori – 3. Duetto – 4. Sinfonia, Aria di Sancio, Triste canzone, Menuetto – 5. Duetto, Quartetto – 6. Sinfonia
Teil I: 1. Gruß seiner Treuen an Friedrich August den Geliebten bei seiner Rückkunft aus England den 9. August 1844 – 2. Der Knabe und der Tannenbaum
Teil II: Sieben Kompositionen zu Goethes „Faust“. 1. Lied der Soldaten – 2. Gretchen am Spinnrade – 3. Brandners Lied – 4. Lied des Mephistopheles – 6. Melodram – 7. Bauer unter der Linde
Teil III: Acht französische Lieder. 1. Berceuse. Text: anonym – 2. Extase. Text: Victor Hugo (aus Les Orientales) – 3. Attente. Text: Victor Hugo (aus Les Orientales) – 4. La tombe dit a la rose. Text: Victor Hugo (aus Les voix intérieures) – 5. Mignonne Text: Pierre de Ronsard – 6. Tout n'est qu'images fugitives [Soupir]. Text: Jean Reboul – 7. Les deux grenadiers (Die beiden Grenadiere). Text: Heinrich Heine, französisch von François-Adolphe Loeve-Veimar – 8. Adieux de Marie Stuart. Text: Pierre-Jean de Béranger

BĂĽhnenwerke

Opern, MusiktheaterstĂĽcke

  • Neufassung fĂĽr Sänger (1964; als Teil 1 eines Triptychons: Das Wundertheater – Ein Landarzt – Das Ende einer Welt). UA 30. November 1965 Frankfurt am Main (Oper; Regie: Hans Neugebauer; BĂĽhnenbild und KostĂĽme: Jacques Camurati; Dirigent: Wolfgang Rennert)
  • Reduzierte Fassung (1964) von Henning Brauel (fĂĽr Schauspieler und 5 Musiker). UA 30. September 1965 Berlin (Schillertheater, WerkstattbĂĽhne)
  • Monodram fĂĽr Bariton und kleines Orchester (1964): siehe unter Vokalwerke
  • BĂĽhnenfassung (1964): Oper in einem Akt. UA 30. November 1965 Frankfurt (Oper; Regie, BĂĽhnenbild und KostĂĽme: Hans Neugebauer; Dirigent: Wolfgang Rennert)
  • Ein kleines Potpourri (2000) aus Boulevard Solitude fĂĽr Flöte, Vibraphon, Harfe und Klavier: siehe unter Kammermusik
  • Das Ende einer Welt (1953; revidiert 1993). Rundfunkoper. 2 Akte mit Prolog und Epilog. Libretto: Wolfgang Hildesheimer. Ursendung 4. Dezember 1953 Hamburg (Nordwestdeutscher Rundfunk; Regie: Curt Reiss; Orchester des Nordwestdeutschen Rundfunks, Dirigent: Harry Hermann Spitz). UA (revidierte Fassung) 27. September 1996 Köln (Studio fĂĽr Elektronische Musik des WDR; WDR Sinfonieorchester, Dirigent: Markus Stenz)
  • BĂĽhnenfassung (1964): Opera buffa in einem Akt. UA 30. November 1965 Frankfurt (Oper; Dirigent: Wolfgang Rennert; Regie: Hans Neugebauer; BĂĽhnenbild und KostĂĽme: Jacques Camurati)
  • Reduzierte Fassung (1962): Il Re Cervo oder Die Irrfahrten der Wahrheit. Oper in 3 Akten. UA 10. März 1963 Kassel (Staatstheater; Regie: Hans Hartleb; BĂĽhnenbild und KostĂĽme: Ekkehard GrĂĽbler; Dirigent: Hans Werner Henze)
  • 4. Sinfonie (1955; nach der Waldszene aus dem Finale des 2. Akts von König Hirsch): siehe unter Sinfonien
  • Szenen und Arien (1956), Vokalsinfonie (1995): siehe unter Vokalwerke
  • Drei Arien (1960; revidiert 1993): siehe unter Vokalwerke
  • Zwischenspiele (1964) aus der Oper Der junge Lord fĂĽr Orchester: siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • Divertimenti (1964) aus Der junge Lord fĂĽr 2 Klaviere: siehe unter Kammermusik
  • Neufassung (1992): Musikdrama in einem Akt (ohne Intermezzo)
  • The Judgement of Calliope (Das Urteil der Kalliope) (1964/1991). Ein Satyrspiel (= aus den Bassariden herausgelöstes Intermezzo). UA 29. Oktober 1997 GieĂźen (Stadttheater; Regie: Guy Montavon; Ausstattung: Mark Väisänen; Dirigent: Michael Hofstetter)
  • Reduzierte Fassung fĂĽr Singstimmen, Mandoline und Cembalo von Henning Brauel (1974)
  • Mänadentanz (1965), Adagio, Fuge und Mänadentanz (2004): siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • Moralities (Morality plays; Moralitäten) (1967). Drei szenische Kantaten (Spiele) fĂĽr Solisten, Sprecher, gemischten Chor (SATB) und kleines Orchester. Libretto: Wystan Hugh Auden (nach Fabeln des Aesop). Deutsche Fassung: Maria Bosse-Sporleder. UA 18. Mai 1968 Cincinnati (May Festival; Chor und Solisten des College Conservatory of Music, Combined High School Chorus and Children’s Choir, Cincinnati Symphony Orchestra, Dirigent: Max Rudolf)
  • Kleine Fassung (1970). UA 1. April 1970 SaarbrĂĽcken (Kongresshalle; Wilhelm Pitsch [Sprecher], Charlotte Lehmann-Huber [Sopran], Ingrid Stolz [Alt], Georgios Chatsilias [Tenor], Siegmund Nimsgern [Bass]; Chor der staatlichen Hochschule fĂĽr Musik, SaarbrĂĽcken; Hans und Kurt Schmitt [Klaviere], Franz Zöller [Cembalo]; Dirigent: Herbert Simolzi)
1. In the first age the frogs dwelt at peace (In Urzeiten lebten friedlich die Frösche am Teich) – 2. When first had no second, before time was (Ehe Zeit war, zu Anfang des Beginns) – 3. A ship put to sea (Ein Schiff stach in See)
Teil 1: Die Einschiffung zum Untergang – Teil 2: Die neunte Nacht und der Morgen
  • Der langwierige Weg in die Wohnung der Natascha Ungeheuer (1970/71). Show mit 17. Libretto: Gaston Salvatore. UA 17. Mai 1971 Rom (Teatro Olimpico / RAI; William Pearson [Bariton], Stomu Yamashta [Schlagzeug]; Giuseppe Agostini [Hammondorgel]; The Fires of London; Philip Jones Brass Ensemble; Gunther Hampel Free Jazz Group; Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Planimetrie – 2. Belästigungsversuche – 3. Die verschleierten Boten – 4. Der lustlose Aufpasser – 5. Einleitung in die schwierige Bourgeoisie – 6. Rückkehrversuche in die Bourgeoisie – 7. (ohne Titel) – 8. Deutsches Lied – 9. Vermessungsurkunde – 10. Sprachübung (Galgenlied) – 11. Metaphentes
  • Fragmente aus einer Show (1971): siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • La Cubana oder Ein Leben fĂĽr die Kunst (1972/73; revidiert 1996). Fernsehoper (Vaudeville) in 5 Bildern. Libretto: Hans Magnus Enzensberger (nach Motiven aus dem Roman CanciĂłn de Rachel von Miguel Barnet). Ursendung 4. März 1974 New York (Channel 13; WNET Opera Theatre New York; Regie: Kirk Browning; Ausstattung: Rouben Ter-Arutunian; Dirigent: Hans Werner Henze). UA 28. Mai 1975 MĂĽnchen (Staatstheater am Gärtnerplatz; Regie: Imo Moszkowicz; BĂĽhnenbild und KostĂĽme: JĂĽrgen Henze; Dirigent: Peter Falk; Chöre: Wilfried Koch)
  • Neufassung: La piccola Cubana (1990/91/96), fĂĽr Kammertheater und stark verkleinerte Besetzung
  • Lieder und Tänze (1992/93) aus der Operette La Cubana fĂĽr Mezzosopran und Kammerensemble: siehe unter Vokalwerke
  • Streik bei Mannesmann (1973). Szenische Kantate. Libretto: Erika Runge. Musik: Dietrich Boeckle, Hans Werner Henze (KĂĽnstlerische Leitung), Niels Frederic Hoffmann, Thomas Jahn, Luca Lombardi und Wilfried Steinbrenner. UA 1973 Berlin
  • We Come to the River (Wir erreichen den FluĂź) (1974–1976). Actions for Music (Handlungen fĂĽr Musik). Libretto: Edward Bond. UA 12. Juni 1976 London (Royal Opera House Covent Garden; Regie: Hans Werner Henze; BĂĽhnenbild und KostĂĽme: JĂĽrgen Henze; Dirigent: David Atherton)
  • Mad People’s Madrigal aus We Come to the River fĂĽr 12stimmigen gemischten Chor: siehe unter Vokalwerke
  • Der heiĂźe Ofen (1975). Komische Oper. 5 Akte und 3 Zwischenakte. Texte: Friedrich Hitzer, Klaus Konjetzky, Wolfgang Florey, Niels Frederic Hoffmann, Thomas Jahn und Dieter SĂĽverkrĂĽp (nach dem BĂĽhnenstĂĽck Michel und Rosi von Friedrich Hitzer und Klaus Konjetzky. Musik: Richard Blackfort, Henning Brauel, Peter Maxwell Davies, Michael Denhoff, Hans Werner Henze, Niels Frederic Hoffmann, Thomas Jahn, Geoffrey King und Francis Pinto. UA 18. März 1989 Kassel
  • Pollicino (1979/80). Favola per musica (Märchen fĂĽr Musik). Libretto: Giuseppe Di Leva (nach Märchen von Carlo Collodi, den BrĂĽdern Grimm und Charles Perrault). UA 2. August 1980 Montepulciano (5. Cantiere Internazionale d'Arte; Kinder und Erwachsene aus Montepulciano und Umgebung; BĂĽhnenbild: Peter Nagel; KostĂĽme: Marion Gerretz; Concentus Politianus, Dirigent: Jan Latham-Koenig)
  • Spielmusiken aus Pollicino (1979/80) fĂĽr Laienorchester: siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • Sonatina (1979) aus Pollicino fĂĽr Violine und Klavier, Sechs StĂĽcke fĂĽr junge Pianisten (1980) aus Pollicino, Drei Märchenbilder aus Pollicino fĂĽr Gitarre (1980) / fĂĽr 2 Gitarren (1997): siehe unter Kammermusik
  • The English Cat (Die englische Katze) (1980-1983; revidiert 1990). A Story for Singers and Instrumentalists (Eine Geschichte fĂĽr Sänger und Instrumentalisten). 2 Akte (7 Bilder). Libretto: Edward Bond (nach Peines de cĹ“ur d'une chatte anglaise von HonorĂ© de Balzac). Deutsche Fassung: Ken Bartlett. UA 2. Juni 1983 Schwetzinger Festspiele (Regie: Hans Werner Henze; BĂĽhnenbild und KostĂĽme: Jakob Niedermeier; Ensemble der WĂĽrttembergischen Staatsoper Stuttgart, Dirigent: Dennis Russel Davies)
  • Minette (1992) fĂĽr Zither, Minette (1998) fĂĽr 2 Gitarren: siehe unter Kammermusik
  • Nocturnal Serenade aus Die Englische Katze, Bearbeitung fĂĽr Sopran und Klavier von Martin Zehn (1996): siehe unter Vokalwerke
  • Ă–dipus der Tyrann oder Der Vater vertreibt seinen Sohn und schickt die Tochter in die KĂĽche (1983). Ein Spiel fĂĽr 4 Schauspieler, Tenor und 4 Instrumentalisten. Libretto: Hubert HollmĂĽller. Gemeinschaftsarbeit mit Hans-JĂĽrgen von Bose, S. Holt und David Lang (*1957). UA 30. Oktober 1983 Kindberg
  •  :Neue Volkslieder und Hirtengesänge (1996) fĂĽr Fagott, Gitarre und Streichtrio: siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • Neufassung: Gogo No Eiko (2003; revidiert 2005). UA 15. Oktober 2003 Tokio (Suntory Hall; Mari Midorikawa, Tsuyoshi Mihara, Jun Takahashi, Yoshikazu Mera; Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, Dirigent: Gerd Albrecht). UA (revidierte Fassung) 26. August 2006 Salzburg (Festspiele; Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI, Dirigent: Gerd Albrecht)
  • La mano sinistra. Piece for Leon (1987; fĂĽr Leon Fleisher; ĂĽber Motive aus Das verratene Meer) fĂĽr Klavier (linke Hand): siehe unter Kammermusik

Ballette

1. Allegro con brio – 2. Allegretto con grazia – 3. Vivace – 4. Allegramente – 5. Valse lente – 6. Finale. Allegro maestoso
  • Pulcinella disperato. Fantasia (1992) fĂĽr Klavier: siehe unter Kammermusik
  • Pulcinellas Erzählungen (1996) fĂĽr Kammerorchester: siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • Rosa Silber. Handlungsloses Ballett (1950). UA (konzertant) 8. Mai 1951 Berlin (Titania Palast; RIAS-Sonderkonzert, Dirigent: Ferenc Fricsay). UA (szenisch) 15. Oktober 1958 Köln (Städtische BĂĽhnen; Choreographie: Lisa Kretschmar; BĂĽhnenbild: Walter Gondolf; KostĂĽme: Ottowerner Meyer; Dirigent: Siegfried Köhler
  • Neubearbeitung (1990): Das Vokaltuch der Kammersängerin Rosa Silber. Exercise mit Strawinsky ĂĽber ein Bild von Paul Klee. UA 14. Januar 1991 London (Barbican Hall; Parnassus Ensemble, Dirigent: Hans Werner Henze)
1. Introduction – 2. Pas d'action – 3. Deux variations – 4. Intermède – 5. Pas de deux – 6. Conclusion
  • Le Tombeau d’OrphĂ©e (1950). Ballett
  • Labyrinth (1951). Choreographische Fantasie. UA (konzertant) 29. Mai 1952 (Solisten des Hessischen Rundfunks, Dirigent: Hans Werner Henze)
  • Neufassung (1996): Labyrinth. Ballett in einem Akt (=Tanzstunden. Eine Trilogie [1996], Teil 3). Libretto: Mark Baldwin. UA 25. Mai 1997 Schwetzingen (Festspiele; Choreographie: Mark Baldwin; Ballett der Staatsoper Unter den Linden; Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, Dirigent: Sebastian Weigle)
  • Pas d'action (1952). Ballett
  • Neufassung (1964): Tancredi. Ballett in 2 Bildern. Libretto: Peter CsobĂ di. UA 18. Mai 1966 Wien (Staatsoper; Choreographie: Rudolf Nurejew; BĂĽhnenbild und KostĂĽme: Barry Kay; Dirigent: Ernst Märzendorfer)
  • Suite Tancredi (1952): siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • Neufassung (1953). Libretto: Ingeborg Bachmann (Monologe Myschkins, 1953; nach dem Roman Der Idiot von Fjodor Michailowitsch Dostojewski). UA 8. Januar 1960 Berlin (Deutsche Oper; Choreographie: Tatjana Gsovsky). UA (revidierte Fassung) 29. März 1996 Basel (Regie: Andreas Rochholl; Ausstattung: Andreas Tschui; Dirigent: Joachim Krause)
  • Revidierte Neufassung (1990): Paraphrasen ĂĽber Dostojewski. In Worte gefaĂźt fĂĽr Prinz Myshkin von Ingeborg Bachmann fĂĽr Sprechstimme und 11 Instrumente: siehe unter Vokalwerke
  • Tanz- und Salonmusik (1952/1989) aus dem Mimodram Der Idiot: siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • Maratona (Maratona di danza; 1956). Tanzdrama in einem Bild. Libretto: Luchino Visconti. UA 24. September 1957 Berlin (Städtische Oper; Regie: Luchino Visconti; Choreographie: Dick Sanders; BĂĽhnenbild: Renzo Vespignani [1924–2001]; Dirigent: Richard Kraus)
  • Ballettsuite Maratona (1956) fĂĽr zwei Jazzbands und Orchester: siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • Jeux de Tritons (1956/57; erweitert 1967) fĂĽr Klavier und Orchester, Hochzeitsmusik (1957) fĂĽr symphonisches Bläserensemble, Trois Pas de Tritons (1958) fĂĽr Orchester, Undine. Erste und Zweite Suite (1958) fĂĽr Orchester: siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • L'usignolo dell'imperatore (Des Kaisers Nachtigall; 1959; revidiert 1970). Ballett-Pantomime. Libretto: Giulio Di Majo (nach dem Märchen von Hans Christian Andersen). UA (szenisch) 16. September 1959 Venedig (Biennale di Venezia, Teatro La Fenice; Regie: Franco Enriquez; BĂĽhnenbild: Attilio Colonnello; Fiorella Coba [Tänzerin]; Schauspieler des Piccolo Teatro Mailand; Dirigent: Ettore Gracis). UA (konzertant) 26. September 1959 Berlin (Aurèle Nicolet [Flöte]; Solisten der Berliner Philharmoniker, Dirigent: Hans Werner Henze)
  • Reduzierte Fassung (1970) von Henning Brauel (fĂĽr Flöte, Celesta, Klavier und Schlagzeug)
  • Neufassung (1986; fĂĽr kleinere Orchesterbesetzung). UA 20. Juni 1986 Wien (Staatsoper; Regie und Choreographie: Ruth Berghaus; BĂĽhnenbild: Hans Dieter Schaal; KostĂĽme: Marie-Luise Strandt; Dirigent: Ulf Schirmer)
  • Konzertfassung (1978) fĂĽr Sprecher und Orchester: siehe unter Vokalwerke
  • Apollo trionfante (1979), Arien des Orpheus (1979), Dramatische Szenen aus Orpheus (1979): siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • Toccata senza Fuga (1979) aus Orpheus fĂĽr Orgel, Euridice (1986) fĂĽr Cembalo: siehe unter Kammermusik
  • Le fils de l’air (Der Sohn der Luft) oder: L’enfant changĂ© en jeune homme (1995/96). Ballett (=Tanzstunden. Eine Trilogie [1996], Teil 2). Libretto: Jean Cocteau (1962). UA 25. Mai 1997 Schwetzingen (Festspiele; Choreographie: Alain Marty; Ballett der Staatsoper Unter den Linden; Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, Dirigent: Sebastian Weigle)
Prélude – La Dame – Le Garçon – Les forains – Le cerceau – Grande Sarabande Bohémienne – Pas d’action – La dame nerveuse – Reprise de la danse – Scène et danse des doubles – Variation – L’enfant disparu – Vague resemblance – Le jeune acrobate – Böhmische Quinten. Leçons de danse – Pas d’action – Meditation – Scène – Epilogue
  • Leçons de danse (1995/96) fĂĽr 2 Klaviere (oder Klavier und Harfe) und Schlagzeug, Erlkönig (1996) fĂĽr Orchester, Zigeunerweisen und Sarabanden (1996/98) aus Le fils de l’air fĂĽr Orchester: siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke

Bearbeitungen

  • Szenen und Arien aus Il ritorno di Ulisse in patria: siehe unter Vokalmusik – Bearbeitungen
  • Der Mann, der vom Tode auferstand. Libretto: Erich Bormann (1929/30), Musik: Skizzen von Karl Amadeus Hartmann, ergänzt und instrumentiert von Hans Werner Henze (1988). UA 29. Mai 1988 MĂĽnchen (1. MĂĽnchener Biennale; Regie: Ian Strasfogel; Dirigent: Georg Schmöhe)
  • FĂĽrwahr...?!. Libretto: Erich Bormann (1929/30), Musik: Skizzen von Karl Amadeus Hartmann, ergänzt und instrumentiert von Hans Werner Henze (1988). UA 29. Mai 1988 MĂĽnchen (1. MĂĽnchener Biennale; Regie: Ian Strasfogel; Dirigent: Georg Schmöhe)
  • Il Re Teodoro in Venezia. Dramatische Heldenkomödie in 2 Akten von Giovanni Battista Casti (1724–1803) (Libretto) und Giovanni Paisiello (Musik; Wien 1784). Neue Orchestrierung und neue Rezitative von Hans Werner Henze; Mitarbeit: David Graham (1991/92). BĂĽhnenbearbeitung: Lorenzo Mariani. UA 16. Juli 1992 Montepulciano (Cantiere Internazionale d'Arte; Regie: Lorenzo Mariani; BĂĽhnenbild und KostĂĽme: Pasquale Grossi; Dirigent: Giuseppe Mega)

Musik für Schauspiel, Hörspiel und Film

Schauspielmusik

Hörspielmusik

Filmmusik

  • Konzertsuite Katharina Blum (1975): siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • zu Abelard (Bundesrepublik Deutschland 1975/76; Regie und Drehbuch: Franz Seitz junior; Musik: Hans Werner Henze und Rolf Wilhelm)
  • zu Greed (USA 1924) von Erich von Stroheim (1976; Klavierimprovisation; verschollen)
  • zu Taugenichts (Bundesrepublik Deutschland 1977/78; Regie: Bernhard Sinkel; Drehbuch: Alf Brustellin und Bernhard Sinkel)
  • zu Concierto barroco (Montezuma, Bundesrepublik Deutschland 1982; Regie: JosĂ© Montes-Baquer)
Triplo concerto barocco (2003) fĂĽr Kammerorchester: siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke
  • zu NĂ­nguem duas vezes (Nach Lissabon, Portugal/Bundesrepublik Deutschland/Frankreich 1984; Regie: Jorge Silva Melo [*1948]; Drehbuch: Jorge Silva Melo, LuĂ­za Neto Jorge [*1939], Miguel Lobo Antunes und JoĂŁo Canijo [*1957]), fĂĽr Viola, Gitarre und Orgel
  • zu L'amour Ă  mort (Liebe bis in den Tod, Frankreich 1984; Regie: Alain Resnais, Drehbuch: Jean Gruault)
  • Konzertfassung Sonate fĂĽr sechs Spieler (1984): siehe unter Konzerte und andere Ensemble- und Orchesterwerke

Filme, in denen Musik von Henze zitiert wird:

Projektbetreuung

In Kursen hat Hans Werner Henze Jugendliche, Laien und Studenten dazu angeregt, gemeinsam neue StĂĽcke zu erfinden und auf die BĂĽhne zu bringen. Ergebnisse dieser regionalen und kommunalen Kulturarbeit waren u.a.:

  • eine Rock-Oper mit Arbeitslosen, UA Anfang der 1980er Jahre in MĂĽrzzuschlag (bei den MĂĽrztaler Musikwerkstätten)[11]
  • Robert, der Teufel (1985). Kommunaloper in 2 Akten. Libretto: Elfriede Jelinek (nach einem weststeirischen Märchen) Musik: Hansjörg Arndt, Helmut Kleindienst, Max Koch, Daniel KĂĽgerl, Olga Neuwirth, Victor RieĂź und Arno Steinwider. UA 27. Oktober 1985 Deutschlandsberg (Koralmhalle; 2. Jugendmusikfest Deutschlandsberg / steirischer herbst; Regie: Brigitta Trommler; Dirigent: Gerd KĂĽhr)
  • Die Regentrude (1986/87). Kommunaloper (nach der Erzählung von Theodor Storm). Libretto und Musik von Studenten der Hochschule fĂĽr Musik Köln: Thomas Donecker, Richard DĂĽnser, Detlev Glanert, Stefan Hakenberg, Dirk Lötfering und Oliver Trötschel). UA 5. September 1987 Alsfeld/Hessen (Stadthalle; Koproduzent: Alte Oper Frankfurt am Main; Regie: Michael Kerstan; Ausstattung: Hermann Haindl; Vereinigte Liebhaberensembles; Dirigent: Markus Stenz)

Literatur

Von Henze

  • Undine - Tagebuch eines Balletts. MĂĽnchen 1959.
  • Essays. Mainz: Schott 1964.
  • Musik und Politik. Schriften und Gespräche 1955–1984. Hg. v. Jens Brockmeier. MĂĽnchen: Deutscher Taschenbuch Verlag 1984 (1. Auflage 1976).
  • Neue Aspekte der Musikalischen Ă„sthetik, Bd. I-V (Hg.). Frankfurt am Main: Fischer, 1978-1999.
  • Reiselieder mit böhmischen Quinten. Autobiographische Mitteilungen 1926–1995. Frankfurt am Main: Fischer, 1996.
  • Wie 'Die Englische Katze' entstand. Frankfurt am Main: Fischer 1997.
  • Komponieren in der Schule. Notizen aus einer Werkstatt. Mainz: Schott 1998.
  • Reiselieder mit böhmischen Quinten. Frankfurt am Main: Fischer 2001.
  • L’Upupa. NachtstĂĽcke aus dem Morgenland. Autobiographische Mitteilungen. Berlin 2003.
  • Hans Werner Henze – Ingeborg Bachmann: Briefe einer Freundschaft. MĂĽnchen: Piper 2004.
  • Phaedra. Ein Tagebuch. In Zusammenarbeit mit Christian Lehnert. Berlin: Wagenbach 2007.

Ăśber Henze

  • Christian Bielefeldt: Hans Werner Henze und Ingeborg Bachmann. Beobachtungen zur Intermedialität von Musik und Dichtung, Bielefeld: Transcript 2003.
  • John Bokina: Opera and Politics: From Monteverdi to Henze, New Heaven: Yale University Press 1997.
  • Sabine Giesbrecht und Stefan Hanheide (Hg.): Hans Werner Henze - Politisch-humanitäres Engagement als kĂĽnstlerische Perspektive, OsnabrĂĽck: Universitätsverlag Rasch 1998, 154 S.
  • Deborah Hochgesang: Die Opern Hans Werner Henzes im Spiegel der deutschsprachigen zeitgenössischen Musikkritik bis 1966, Trier: Wissenschaftlicher Verlag Trier 1995.
  • Horst Huber: Pauke und Schlagzeug in den Werken von Hans Werner Henze. Timpani and Percussion in the Works of Hans Werner Henze, Norderstedt: Books on Demand 2006.
  • Hans-Klaus Jungheinrich (Hg.): Im Laufe der Zeit. Kontinuität und Veränderung bei Hans Werner Henze, Mainz: Schott 2002.
  • Michael Kerstan und Clemens Wolken: HWH – Komponist der Gegenwart. Der Wirklichkeit Kraft, Berlin 2006.
  • Klaus Oehl: Die Oper „König Hirsch“ (1953–55) von Hans Werner Henze.
  • Palmer-FĂĽchsel, Virginia: "Henze, Hans Werner". The New Grove Dictionary of Music and Musicians, 2nd ed. Ed. by Stanley Sadie and John Tyrrell. London: Macmillan Publishers.
  • Peter Petersen: Hans Werner Henze. Ein politischer Musiker, Hamburg: Argument Verlag 1988.
  • Klaus Schultz: "Hans Werner Henze. Zu einer Ausstellung." Kulturforum Bonn 1976
  • Peter Petersen (Hg.): Hans Werner Henze. Die Vorträge des internationalen Henze-Symposions am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Hamburg. 28. bis 30. Juni 2001. Hamburger Jahrbuch fĂĽr Musikwissenschaft, 20, Frankfurt am Main 2003, 282 S.
  • Ulrich Tadday (Hg.): Hans Werner Henze – Musik und Sprache, MĂĽnchen: Edition Text & Kritik 2006.
  • Julia Spinola: Begierden kennen nicht Raum und Zeit. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. September 2007, S. 33.
  • Hans Werner Henze (Hg.), Mythos und Musik. Neue Aspekte der musikalischen Ă„sthetik Bd. V, Frankfurt am Main: Fischer 1999.
  • Jens Rosteck: Hans Werner Henze: Rosen und Revolutionen, Berlin: Propyläen 2009.

AuffĂĽhrungen (Schwerpunkt)

  • Im Ruhrgebiet gibt es in der Saison 2010/2011 einen Henze-Schwerpunkt an verschiedenen AuffĂĽhrungsorten, auch auĂźerhalb (z.B. in Kleve), darunter selten gespielte StĂĽcke. RUHR.2010 - Kulturhauptstadt Europas - "Das Henze-Projekt. Neue Musik fĂĽr eine Metropole".

Quellen

  1. ↑ Christof Siemes und Claus Spahn: Ich war in den letzten Monaten der Kapitulation nahe, Die Zeit, Nr. 31/2003
  2. ↑ Peter Petersen: Du sollst ja nicht weinen, sagt eine Musik - Hans Werner Henze zum 80. Geburtstag, Berliner Zeitung, 1. Juli 2006, Seite 20.
  3. ↑ Malte Herwig: Das doofe Dur der Angepassten, Weltwoche, 11. Februar 2009
  4. ↑ Franziska Augstein: H. W. Henze und die NSDAP, Süddeutsche Zeitung, 12. Februar 2009
  5. ↑ Harenberg Komponistenlexikon. Mannheim 2004. S. 417
  6. ↑ Begeisterung und Pfui für Henze-Oper. Arbeiter-Zeitung, 14. Juli 1976, S. 10[1]
  7. ↑ Christine Lemke-Matwey: Tiere, Tod und heilige Landschaften, Der Tagesspiegel, 30. August 2006
  8. ↑ Clemens Wolken: „Nenn mich Maestro“, Crescendo - Das Klassikmagazin, Juni 2006, S. 20 ff.
  9. ↑ Harenberg Komponistenlexikon. Mannheim 2004. S. 418
  10. ↑ Interview mit Henze auf BR4 zur Uraufführung des Elegium. 1. Oktober 2008, abgerufen am 6. Oktober 2008 (Audio). (Link nicht mehr abrufbar)
  11. ↑ Elisabeth Richter: In der Seele wohnen die Klänge und die Phantasie (Link nicht mehr abrufbar), neue musikzeitung, Dezember 1997 / Januar 1998, S. 32

Weblinks

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