|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
| |
| |
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Emsland | |
| Höhe: | 9 m ü. NN | |
| Fläche: | 208,62 km² | |
| Einwohner: |
22.999 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 110 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 49733 | |
| Vorwahl: | 05932 | |
| Kfz-Kennzeichen: | EL | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 54 018 | |
| Stadtgliederung: | 12 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Neuer Markt 1 49733 Haren (Ems) | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Markus Honnigfort (CDU) | |
| Lage der Stadt Haren (Ems) im Landkreis Emsland | ||
Haren ist eine Stadt an der Ems im Westen Niedersachsens, innerhalb des Landkreises Emsland, mit rund 23.000 Einwohnern auf 208,8 km².
Inhaltsverzeichnis |
Haren (Ems) liegt im zentralen Teil des Emslandes zwischen Meppen und Papenburg an der Ems. Die Gemeinde grenzt durch die Ortschaften Rütenbrock, Schwartenberg, Lindloh und Fehndorf direkt an die Niederlande. Haren liegt wie das restliche Emsland nur wenige Meter über dem Meeresspiegel.
Haren grenzt im Norden an die Samtgemeinde Lathen, im Osten an die Samtgemeinde Sögel, im Süden an die Stadt Meppen und die Gemeinde Twist sowie im Westen an die niederländische Gemeinde Vlagtwedde.
Haren wurde erstmals vor fast 1200 Jahren in einem Corveyer Register urkundlich erwähnt. 1304 wurde die Existenz einer Burg erwähnt, die von ihrem Besitzer dem Bischof von Münster als „offenes Haus“ überlassen werden musste. Bereits um 1000 wurde in Haren ein Corveyer Haupthof erwähnt, der vielleicht mit dieser Burg identisch ist. Ende des 12. Jahrhunderts ging die Besitzung in tecklenburgischen Besitz über.[2] Die Gräfin Jutta von Vechta-Ravensberg verkaufte 1252 ihre Besitzungen an den Bischof von Münster, so dass Haren Teil des Niederstifts Münster wurde.
Am Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde Haren fast vollständig zerstört, konnte sich aber bald erholen und wurde zum Zentrum der Püntenschifffahrt auf der Ems. 1803 wurde der Ort auf Grund der Beschlüsse des Reichsdeputationshauptschlusses dem Herzog von Arenberg als Ersatz für den Verlust seiner linksrheinischen Gebiete zugeteilt. Haren gehörte nun zum Herzogtum Arenberg-Meppen. 1810 wurde Haren Teil des französischen Kaiserreichs.
Im Wiener Kongress wurde das Herzogtum Arenberg-Meppen, zu welchem Haren gehört, dem Königreich Hannover zugeteilt, das 1866 zur preußischen Provinz wurde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bildete Haren von 1945 bis 1948 unter dem Namen Maczków als DP-Lager vorübergehend das politische und kulturelle Zentrum eines polnischen Besatzungsgebiets im Emsland. Die Bevölkerung setzte sich aus etwa 30.000 ehemaligen Zwangsarbeitern der Emslandlager und 18.000 polnischen Soldaten zusammen. Die eingesessene Bevölkerung Harens musste innerhalb von 24 Stunden den Ort verlassen und fand Unterkunft in den Nachbarorten. Anfangs nannte man die Stadt Lwów, jedoch bereits nach einem Monat änderte man auf Druck sowjetischer Alliierter, die die ostpolnische Stadt Lwów (Lemberg) besetzten, den Namen in Maczków nach dem polnischen General Stanisław Maczek der mit seiner Panzerbrigade die umliegenden Gefangenenlager befreite.[3] Am 10. September 1948 verließen die letzten Polen Haren, hauptsächlich nach Polen oder in die Commonwealth-Staaten.
Nach der Zerschlagung des Landes Preußen gehörte Haren ab 1946 zum neu geschaffenen Bundesland Niedersachsen.
1956 schlossen sich die Gemeinden Haren und Altharen zur Gemeinde Haren zusammen. Am 3. Dezember 1965 wurde das Stadtrecht verliehen. Im Rahmen der Gemeindereform in Niedersachsen schlossen sich in einem Zwischenschritt die Gemeinde Landegge und die Stadt Haren (Ems) für kurze Zeit zu einer Samtgemeinde zusammen. Am 1. März 1974 trat im Altkreis die Gemeindereform in Kraft, durch die 12 Gemeinden im Nordwesten des Altkreises Meppen (Altenberge, Emen, Emmeln, Erika, Fehndorf, Haren, Lindloh, Raken, Rütenbrock, Schwartenberg, Tinnen und Wesuwe) aufgelöst und zur Einheitsgemeinde Stadt Haren (Ems) zusammengeschlossen wurden. Im Rahmen der niedersächsischen Kreisreform am 1. August 1977 wurden die ehemaligen Landkreise Lingen, Meppen und Aschendorf-Hümmling zum Landkreis Emsland vereinigt.
Infolge der Gemeindereform gehören seit 1. März 1974 die folgenden einst selbstständigen Gemeinden zur Stadt Haren:
Für das 12. Jahrhundert ist ein Ministerialengeschlecht namens „von Haren“ dokumentiert, das die Burg Haren bewohnte.[4] Die Burg soll 1304 dem Bischof von Münster verkauft worden sein.[5] Nachkommen des vormals in Haren ansässigen Geschlechts „von Haren“ (mit drei Spindeln im Familienwappen) saßen von 1591–1793 auf Burg Hopen in Lohne (Oldenburg).
Der Stadtrat hat 34 gewählte Mitglieder, sowie den direkt gewählten Bürgermeister, ihm gehören seit der Kommunalwahl am 11. September 2011 vier Parteien bzw. Wählergemeinschaften an.
Bürgermeister ist Markus Honnigfort (CDU). Er wurde bei der Kommunalwahl vom 11. September 2011 mit einem Ergebnis von 76,64 % im Amt bestätigt.
Bekannt ist Haren (Ems) als Schifferstadt und größte touristische Destination im Emsland. Heute haben mehr als 20 Reedereien in Haren (Ems) ihren Geschäftssitz und bereedern zusammen eine Flotte von über 250 See- und Küstenschiffen. Zudem sind in Haren (Ems) rund 50 Binnenschiffe beheimatet, die sich in der Regel im Besitz einzelner Partikuliere befinden. Damit gehört die Stadt Haren (Ems) zu den drei größten Schifffahrtsstandorten in Deutschland. In Haren (Ems) gibt es vier Häfen: Eurohafen Emsland, Alter Hafen, Neuer Hafen sowie den Yachthafen „Emspark“, der an ein neues Wohngebiet angeschlossen ist.
Einer der wichtigsten Arbeitgeber ist die Emsland Frischgeflügel GmbH.
Haren kann über die Bundesautobahn 31 und die Bundesstraße 70 erreicht werden. Der Ortsteil Emmeln liegt an der 1855 eröffneten Eisenbahnlinie Münster – Emden (Emslandstrecke), dort halten im Bahnhof Haren stündlich die RE-Züge Richtung Rheine und Leer. Haren liegt an der Ems, die zwischen der Nordsee und Meppen schiffbar ist. Ab Meppen wird sie über den Dortmund-Ems-Kanal mit dem Ruhrgebiet verbunden.
Zwischen den Städten Haren und Meppen ist 2007 der Eurohafen Emsland als Stichhafen entstanden.
In Haren gibt es acht Kindergärten, acht Grundschulen, zwei Hauptschulen, zwei Realschulen, eine Förderschule und ein Gymnasium. Des Weiteren befindet sich eine Volkshochschule in der Innenstadt. In den Harener Kirchengemeinden gibt es mehrere Bibliotheken. Die Stadtbibliothek, welche mehr als 12.000 Bücher und Medien verfügt, befindet sich am Martinusplatz direkt neben dem Dom.
In verschiedenen Sportvereinen gibt es vielfältige Sportangebote.
Andervenne | Bawinkel | Beesten | Bockhorst | Börger | Breddenberg | Dersum | Dohren | Dörpen | Emsbüren | Esterwegen | Freren | Fresenburg | Geeste | Gersten | Groß Berßen | Handrup | Haren (Ems) | Haselünne | Heede | Herzlake | Hilkenbrook | Hüven | Klein Berßen | Kluse | Lähden | Lahn | Langen | Lathen | Lehe | Lengerich | Lingen (Ems) | Lorup | Lünne | Meppen | Messingen | Neubörger | Neulehe | Niederlangen | Oberlangen | Papenburg | Rastdorf | Renkenberge | Rhede (Ems) | Salzbergen | Schapen | Sögel | Spahnharrenstätte | Spelle | Stavern | Surwold | Sustrum | Thuine | Twist | Vrees | Walchum | Werlte | Werpeloh | Wettrup | Wippingen