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Nelle Harper Lee (* 28. April 1926 in Monroeville, Alabama) ist eine US-amerikanische Schriftstellerin und Pulitzer-Preisträgerin. Ihr erfolgreichstes Buch Wer die Nachtigall stört (Originaltitel: To Kill a Mockingbird) verkaufte sich über 30 Millionen Mal[1].
Inhaltsverzeichnis |
Harper Lee ist das jüngste von vier Kindern von Amasa Coleman Lee, einem Rechtsanwalt und Staats-Senator von Alabama, der von dem Südstaaten-General Robert Edward Lee abstammt, und Frances Cunningham Finch Lee. Sie besuchte das Huntingdon College (1944–1945), studierte Jura an der University of Alabama (1945–1949) und verbrachte ein Jahr in Oxford (England). Vor ihrer Karriere als Schriftstellerin arbeitete sie in den 50er Jahren einige Zeit am Schalter der Fluggesellschaften Eastern Air Lines und BOAC in New York. Diesen Job gab sie auf, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. 1957 reichte sie ein Manuskript mit Kurzgeschichten über das Leben in den Südstaaten der USA bei dem Verlag J. B. Lippincott ein. Dort ermutigte man sie, diese Episoden zu einem Roman zu verarbeiten, woran sie die nächsten zweieinhalb Jahre zusammen mit Hilfe ihres Herausgebers Tay Hohoff arbeitete.
Ihr erster und bislang einziger Roman mit dem Titel To Kill a Mockingbird (Wer die Nachtigall stört) erschien 1960 und erhielt im darauf folgenden Jahr den Pulitzer-Preis. Bereits 1962 wurde er mit Gregory Peck in der Rolle des Atticus Finch verfilmt, wofür Peck einen Oscar erhielt (insgesamt bekam der Film drei). Von Ende der 50er bis in die 60er Jahre assistierte Harper Lee ihrem Kindheitsfreund und -nachbarn Truman Capote bei den Recherchen für dessen Roman Kaltblütig (Originaltitel: In Cold Blood), der ihr gewidmet ist. Truman Capote war wahrscheinlich Vorbild für den Nachbarjungen Dill im Roman. Truman Capote hat gelegentlich angedeutet, dass Teile des Romans To Kill a Mockingbird aus seiner Feder stammen. Pearl Kazin Bell, ein Verlagseditor bei Harper’s, hält diese Behauptung für plausibel, weil Harper Lee danach keine Romane mehr veröffentlicht hat – was nach ihrer eigenen Aussage jedoch daran liegt, dass jedes Nachfolgewerk im Schatten des ersten Erfolges stehen würde.
1961 veröffentlichte Harper Lee zwei Artikel in Zeitschriften: Love – In Other Words in der Vogue und Christmas To Me in McCall’s. Ein weiterer Essay, When Children Discover America, wurde 1965 in McCall’s veröffentlicht. Sie wurde von Präsident Johnson in das National Council of Arts aufgenommen (Juni 1966). 1983 besuchte sie das Alabama History and Heritage Festival in Eufaula, Alabama. Dort präsentierte sie den Essay Romance and High Adventure.
Harper Lee lebt sehr zurückgezogen in New York und Monroeville. Einer ihrer seltenen öffentlichen Auftritte war anlässlich der Entgegennahme des Los Angeles Public Library Literary Award (Literaturpreis der öffentlichen Bibliotheken von Los Angeles) im Mai 2005.
2007 wurde ihr die Presidential Medal of Freedom überreicht, die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lee, Harper |
| ALTERNATIVNAMEN | Lee, Nelle Harper (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Schriftstellerin und Pulitzerpreisträgerin (1961) |
| GEBURTSDATUM | 28. April 1926 |
| GEBURTSORT | Monroeville, Alabama, USA |