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Hatay | |
|---|---|
| Nummer der Provinz: | 31 |
| Landkreise | |
| Basisdaten | |
| Koordinaten: | 36° N, 36° O36.430277777836.1741666667Koordinaten: 36° N, 36° O |
| Provinzhauptstadt: | Antakya |
| Region: | Mittelmeerregion |
| Fläche: | 5.678 km² |
| Einwohnerzahl: | 1.386.224 (2007) |
| Bevölkerungsdichte: | 244,13 Einwohner/km² |
| Politisches | |
| Gouverneur: | Mehmet Celalettin Lekesiz[1] |
| Sitze im Parlament: | 10 |
| Strukturelles | |
| Telefonvorwahl: | 0326 |
| Kennzeichen: | 31 |
| Website | |
| www.hatay.gov.tr (Türkisch) | |
Hatay ist eine türkische Provinz. Ihre Hauptstadt ist Antakya, das frühere Antiochia. In den heutigen Grenzen zählt sie mit 5.678 km² zu den kleinsten Provinzen des Landes, ist aber mit etwa 1.413.287[2] Einwohnern flächenmäßig relativ dicht besiedelt (244 Einwohner pro km²).
Das Gebiet von Hatay, bis Ende der 1930er Jahre im Westen Sandschak Alexandrette genannt, bildet heute den geographisch südlichsten Teil der Türkei und liegt im nordwestlichen Grenzgebiet zu Syrien. Die wichtigsten Städte sind İskenderun und Antakya.
Inhaltsverzeichnis |
46 % der Fläche sind Berge, 33 % Täler und 20 % Plateaus. Die wichtigsten Gebirgsketten sind die Nur-Berge in Nord-Süd-Richtung. Sie sind auch unter den Namen Gavur- oder Amanos-Berge bekannt. Der höchste Gipfel ist der Mığırtepe mit 2240 m. Andere hohe Berge sind der Ziyaret Dağ und der Keldağ mit 1739 m (Arabisch: Jebel Akra', Lateinisch: Casius).
Der wichtigste Fluss ist der Asi (ehemaliger Orontes). Er kommt aus dem Libanon und fließt über Syrien im südlichen Hatay in der Nähe des Ortes Samandağ ins Mittelmeer.
Wichtige Seen sind Gölbaşı und Yenişehir Gölü. Der Amik See ist in den 1970ern ausgetrocknet und wird heute als Landwirtschaftsfläche benutzt.
Das Amik Tal ist das bedeutendste Tal in Hatay. Andere Täler sind Dörtyol, Arsuz, Payas, İskenderun und Erzin.
Die Landkreise der Provinz Hatay sind:
Die Provinz Hatay gehörte bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Osmanischen Reich und wurde 1918 nach der Niederlage des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg von den Franzosen besetzt. Nach dem Vertrag von Sanremo 1920 wurde sie durch Frankreich innerhalb des Mandats Syriens verwaltet. Sie blieb jedoch vom französischen Syrien getrennt und erhielt am 4. März 1923 die Autonomie.
Ursprünglich wollte Frankreich keinen geeinten syrischen Staat, sondern beabsichtigte eine Aufteilung in vier Staaten mit eigener Regierung, wobei religiöse und konfessionelle Gesichtspunkte eine Rolle spielen sollten. In Alexandrette sollten armenische Flüchtlinge aus ganz Kilikien zusammen mit der damaligen arabischen Bevölkerungsmehrheit sowie anderen Minderheiten eine Heimstätte erhalten.
Mit dem Ablaufen des französischen Mandates über Syrien verstärkte die Türkei ab 1936 ihre Forderungen nach einem Anschluss des Gebietes.
Frankreich kam den türkischen Forderungen nach einer Loslösung vom syrischen Mandat entgegen, um die Türkei von einem Kriegseintritt auf Seiten Hitler-Deutschlands abzuhalten.
Am 2. September 1938 wurde in İskenderun der unabhängige, aber kurzlebige Staat Hatay ausgerufen. Die Vereinigung mit der Türkischen Republik wurde vom Parlament der Republik Hatay am 29. Juni 1939 entschieden. Frankreich, die damalige Mandatsmacht von Syrien und Libanon, hatte bereits am 23. Juni 1939 den Anschluss in einem Vertrag mit der Türkei vereinbart. Seither bildet Hatay eine Provinz der Türkischen Republik. Hatay ist bis heute ein Streitpunkt zwischen Syrien und der Türkei geblieben.
Der Name Hatay steht im Zusammenhang mit einer Veröffentlichung des Publizisten İsmail Müştak Mayakon. Dieser hatte Mitte der 1930er Jahre anhand der Existenz eines Dorfes Hetye und der sogenannten Hata-Türken, die er mit den Hethitern gleichsetzte, eine 4.000-jährige Existenz der Türken in der Region Antakya und İskenderun postuliert. Das Provinzparlament beschloss daraufhin, den künftigen „Staat“ Hatay zu nennen.[3]
Hatay ist eine der kosmopolitischsten Provinzen des Landes. Die Bevölkerung setzt sich im Süden mehrheitlich aus arabischen Alawiten (Nusairier) und Christen (Orthodoxe und Katholiken) zusammen. Außerdem lebt im südlichen Dorf Vakıflı eine armenische sowie eine jüdische Gemeinde. Im Norden leben neben türkischen Sunniten yezidische Kurden, die vermehrt aus Anatolien in den Süden übersiedelten.
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