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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Main-Taunus-Kreis | |
| Höhe: | 100 m ü. NN | |
| Fläche: | 15,82 km² | |
| Einwohner: |
25.680 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 1623 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 65795 | |
| Vorwahlen: | 06190, 06145 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MTK | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 36 005 | |
| Stadtgliederung: | 3 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Rathausstraße 10 65795 Hattersheim am Main | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Antje Köster (SPD) | |
| Lage der Stadt Hattersheim am Main im Main-Taunus-Kreis | ||
Hattersheim am Main ist eine Stadt im Main-Taunus-Kreis in Hessen (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
Hattersheim grenzt im Nordosten an die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main, im Südosten an die Stadt Kelsterbach, im Südwesten an die Stadt Raunheim (beide Kreis Groß-Gerau) sowie im Westen an die Städte Flörsheim am Main und Hofheim am Taunus sowie die Gemeinde Kriftel.
Hattersheim besteht aus den drei Stadtteilen Hattersheim, Eddersheim und Okriftel.
Hattersheim ist verkehrstechnisch im Nord-Westen an die A 66 (Hattersheim) und im Nord-Osten an die Flughafentangente B 40 (Hattersheim Ost) angebunden, außerdem über eine S-Bahn-Station an der Linie S1 (Rödermark-Ober-Roden–Frankfurt–Wiesbaden). Hattersheim hat eine evangelische Kirche,[2] eine katholische Kirche (St. Martinus) sowie eine Neuapostolische Kirche und zwei Moscheevereine, die Fatih-Moschee der IGMG (Vogelweidestraße) und den Marokkanischen Verein (Schützenstraße).
Im Jahr 2007 zählte der Stadtteil 4.986 Einwohner. Der Stadtteil liegt wie Okriftel am Main und ist Standort eines Wasserwerks und einer Schleuse. Der Ingenieur und Erfinder Anton Flettner stammte aus Eddersheim.
Eddersheim hat eine S-Bahn-Station an der Linie S1 (Rödermark-Ober-Roden–Frankfurt–Wiesbaden) sowie eine evangelische und eine katholische Kirche und eine kleine Kapelle. Darüber hinaus entstanden in den letzten Jahren mehrere Reiterhöfe und Tennishallen, die im ganzen Rhein-Main-Gebiet für einen erhöhten Bekanntheitsgrad des Ortes sorgten.
Im Jahr 2007 zählte der Stadtteil 7.561 Einwohner. Eine örtliche Fähre setzt Fußgänger und Radfahrer in Richtung Kelsterbach über den Main. Die Fähre ist in den Sommermonaten jeweils samstags, sonntags und feiertags in Betrieb.
Okriftel besitzt einen Kunstrasenfußballplatz, eine evangelische Kirche sowie eine katholische Kirche und einen Moscheeverein der Ahmadiyya Muslim Jamaat (Sindlinger Straße). Eine direkte S-Bahn- oder Autobahnanbindung besteht nicht.
Der Stadtkern von Okriftel wird von einer Industriebrache beherrscht, die heute Künstler und zahlreiche Kleinbetriebe beherbergt. Die Cellulosefabrik Phrix wurde 1884 gegründet und am 4. September 1970 geschlossen. Die Gründung bedeutete für den landwirtschaftlich geprägten Ort mit seinen damals etwa 650 Einwohnern den Einstieg in das Industriezeitalter. Bei der Schließung gingen über 1000 Arbeitsplätze verloren.[3][4] Die Phrix AG war 1948 als Hersteller von Cellulose und Kunststofffasern neugegründet und Anfang 1967 von der Ludwigshafener BASF gekauft worden.[5]
Ortsprägend ist auch das Hochhaus in der Sindlinger Straße am Ortsausgang.[6] Baubeginn war im März 1970, Anfang 1975 ging der Bauträger Alpha Bau Frankfurt in Konkurs. Helaba Landesbank Hessen-Thüringen kaufte einen Großteil der Wohnungen zu 70 % des Schätzpreises. Erst 1980 waren alle Wohnungen verkauft.[7]
Das Gebiet um Hattersheim war schon früh besiedelt. So wurde im Gebiet um Hattersheim zwar keine Siedlung entdeckt, aber Ausgrabungen keltischen Ursprungs gesichert. Im Baugebiet Südwest wurde ein Gräberfeld entdeckt, welches ungefähr von 500 vor Christus bis 200 vor Christus genutzt worden ist.[8]
Die Endsilbe -heim in Hattersheim und Eddersheim deutet auf fränkische Siedlungen hin, die im 6. oder 7. Jahrhundert gegründet worden sein könnten.[9] Ähnlich alt war der benachbarte Ort Heddingheim auf der Gemarkung des heutigen Kriftel. Heddingheim wurde im 16. Jahrhundert zur Wüstung.
Hattersheim wurde 1972 mit den Gemeinden Okriftel und Eddersheim zu einer neuen Stadt zusammengeschlossen. Seitdem gilt die offizielle Bezeichnung Hattersheim am Main. Hattersheim ist Teil der Industrieroute Rhein-Main.
| Jahr | Hattersheim | Eddersheim | Okriftel | Insgesamt |
|---|---|---|---|---|
| 1900 | 1.930 | 1.237 | 1.215 | 4.382 |
| 1925 | 2.698 | 1.505 | 1.689 | 5.892 |
| 1950 | 4.218 | 2.190 | 2.808 | 9.216 |
| 1960 | 7.043 | 1.900 | 3.793 | 13.736 |
| 1970 | 10.176 | 4.634 | 4.790 | 19.600 |
| 1975 | 12.670 | 4.837 | 5.755 | 23.262 |
| 1980 | 12.799 | 4.864 | 6.089 | 23.752 |
| 1985 | 12.001 | 4.655 | 7.550 | 24.206 |
| 1990 | 12.246 | 4.816 | 7.407 | 24.469 |
| 1995 | 13.008 | 4.757 | 7.614 | 25.379 |
| 2000 | 13.472 | 4.822 | 7.467 | 25.761 |
| 2005 | 13.950 | 4.946 | 7.602 | 26.498 |
| 2010 | 14.152 | 4.783 | 7.175 | 26.110 |
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
</div> | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 38,8 | 14 | 44,7 | 16 | 40,9 | 15 | |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 34,8 | 13 | 35,3 | 13 | 33,5 | 12 | |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 16,0 | 6 | 8,5 | 3 | 9,4 | 3 | |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 6,2 | 2 | 7,0 | 3 | 7,3 | 3 | |
| FWG | Freie Wähler-Gemeinschaft 1989 Hattersheim | 4,1 | 2 | 3,0 | 1 | 4,3 | 2 | |
| HWG | Hattersheimer Wähler Gemeinschaft | - | - | 1,5 | 1 | 4,6 | 2 | |
| Gesamt | 37 | 37 | 37 | |||||
| Wahlbeteiligung in % | 44,2 | 46,6 | 52,3 | |||||
Antje Köster (SPD) wurde am 9. Mai 2010 in einer Stichwahl mit 56,7 % der Stimmen zur Bürgermeisterin gewählt und trat am 1. Oktober 2010 das Amt an. Die Wahlbeteiligung betrug 42,6 %. Frau Köster löste Hans Franssen (SPD) ab, der aus Altersgründen nicht mehr antrat.[13]
Hattersheim am Main unterhält insgesamt drei Städtepartnerschaften: seit 1987 mit dem französischen Sarcelles, seit 1989 mit Santa Catarina im afrikanischen Inselstaat Kap Verde und seit 1992 mit dem ungarischen Mosonmagyaróvár.
Hattersheim war früher ein bedeutender Standort der Rosenzucht, die von einzelnen Gärtnereien immer noch betrieben wird. Zwischen der Kernstadt und dem Stadtteil Okriftel liegt das öffentlich zugängliche Rosarium, es ist Teil des Regionalparks Rhein-Main.
Der Sitz der Sarotti AG, einer Tochtergesellschaft des Nestle-Konzerns, befand sich bis 1994 in Hattersheim. Neben Sarotti und der Cellulosefabrik Phrix war die Rhein-Main-Wellpappe GmbH seit 1957 der größte Arbeitgeber in der Voltastraße. Seit 1966 eine Zweigniederlassung der Holfelder Werke GmbH und Co. KG. wurde sie 1997 geschlossen.[14] Damit ging für Hattersheim das Industriezeitalter zu Ende. Verblieben ist vorwiegend Kleingewerbe. Die 1961 gegründete Deutsche Präzisions-Ventil GmbH ist heute mit 275 Beschäftigten eine der größten Betriebe in Hattersheim.
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