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Heimo Schwilk (* 23. Oktober 1952 in Stuttgart) ist ein deutscher Journalist und Autor.
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Heimo Schwilk entstammt einer bildungsbürgerlichen Familie aus Esslingen am Neckar, wo er von 1964 bis 1968 das humanistische Georgii-Gymnasium besuchte. Von 1968 bis 1972 war er Schüler der evangelisch-theologischen Klosterschulen in Maulbronn und Blaubeuren und legte 1972 das Abitur ab. Nach dem Wehrdienst als Fallschirmjägeroffizier studierte er 1976 bis 1981 in Tübingen Germanistik, Geschichte und Philosophie und schloss mit dem Staatsexamen ab. Danach wirkte er als freier Journalist (Esslinger Zeitung, Stuttgarter Zeitung, Rheinischer Merkur, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Presse u. a.) und trat im Frühjahr 1986 in die Feuilleton-Redaktion der Bonner Wochenzeitung „Rheinischer Merkur/Christ und Welt“ ein. Seit 1991 arbeitet er als leitender Redakteur für die „Welt am Sonntag“ in Berlin. 1991 wurde ihm für seine Reportagen über den Golfkrieg der Theodor-Wolff-Preis „für herausragenden Journalismus“ verliehen. Als Journalist hatte Schwilk im Februar 1991 nicht nur für den „Rheinischen Merkur“, sondern auch für das „Heute Journal“ des ZDF aus Saudi-Arabien berichtet. Im gleichen Jahr veröffentlichte er den Erlebnisbericht „Was man uns verschwieg. Der Golfkrieg in der Zensur“ (Ullstein), der sich mit der amerikanischen Informationspolitik auseinandersetzt.
Schwilk ist bekannt geworden als Autor und Herausgeber einer Reihe von Büchern über den Schriftsteller Ernst Jünger, mit dem er persönlich befreundet war. Zuletzt erschien bei Piper die viel gelobte Biografie „Ernst Jünger. Ein Jahrhundertleben“ (2007). In den neunziger Jahren trat Schwilk auch als politischer Publizist in Erscheinung; der Sammelband „Die selbstbewusste Nation“ (hrsg. zusammen mit Ulrich Schacht), in dem auch der umstrittene Essay „Anschwellender Bocksgesang“ von Botho Strauß enthalten ist, löste im Herbst 1994 eine öffentliche Kontroverse aus; 1997 folgte der ebenfalls heftig diskutierte Essayband „Für eine Berliner Republik“. 1995 gehörte Schwilk mit Ulrich Schacht und Rainer Zitelmann zu den Initiatoren des Aufrufs „8. Mai 1945 – Gegen das Vergessen“, mit dem an die Unterdrückung im sowjetisch besetzten Osteuropa nach der „Befreiung“ durch die Alliierten erinnert werden sollte. Zu den Autoren der Sammelbände, die Schwilk herausgab, gehörten neben Botho Strauß auch Manfred Brunner, Peter Gauweiler, Klaus Modick, Alfred Mechtersheimer, Martin Mosebach, Heiner Müller, Ernst Nolte, Hanns-Josef Ortheil, Lutz Rathenow, Klaus Rainer Röhl, Rüdiger Safranski, Hans-Peter Schwarz, Brigitte Seebacher-Brandt, Peter Sloterdijk, Robert Spaemann, Eberhard Straub, Hans-Jürgen Syberberg und Michael Wolffsohn.
2006 promovierte Schwilk bei Professor Hans Dieter Zimmermann im Fach Germanistik am Institut für Deutsche Philologie, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der TU Berlin. Heute ist Heimo Schwilk leitender Redakteur der Welt am Sonntag und lebt in Berlin.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schwilk, Heimo |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Journalist und Autor |
| GEBURTSDATUM | 23. Oktober 1952 |
| GEBURTSORT | Stuttgart |