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Heinrich II. von Brandenburg, der Jüngere, genannt auch Heinrich das Kind (* um 1308; †Juli 1320 in Bärwalde), aus dem Geschlecht der Askanier war als Kind für kurze Zeit (1319–1320) Markgraf von Brandenburg.
Inhaltsverzeichnis |
Heinrichs Eltern waren Markgraf Heinrich I. von Brandenburg und Agnes von Bayern, Tochter von Herzog Ludwig II.. Heinrich hatte drei ältere Schwestern[1].
Heinrich folgte elfjährig seinem kinderlos verstorbenen Vetter Waldemar von Brandenburg als Markgraf von Brandenburg. Der pommersche Herzog Wartislaw IV. führte als Vormund die Regierungsgeschäfte in Brandenburg und nutzte diese zur Durchsetzung der pommerschen Interessen. Daraufhin griff Heinrichs askanischer Verwandter Herzog Rudolf I. von Sachsen-Wittenberg ein und versuchte die Vormundschaft an sich zu ziehen. König Ludwig IV., ein Halbbruder Von Heinrichs Mutter, erklärte Heinrich für mündig, versagte ihm aber die Belehnung mit der Mark Brandenburg.
Sein früher Tod im Jahre 1320 verhinderte eigenständige Aktionen des jungen Markgrafen und bedeutete darüber hinaus das Ende der märkischen Linie der Askanier: Ludwig IV.zog Brandenburg als erledigtes Reichslehen ein und belehnte 1323, unter Umgehung der sächsischen Askanier, seinen Sohn Ludwig den Brandenburger mit der Mark.
Standbild Heinrichs von August Kraus in der ehemaligen Berliner Siegesallee mit den beiden Büsten Wartislaw IV. und Ritter Wedigo von Plotho, enthüllt am 22. März 1900 als Denkmalgruppe 9. Für den knabenhaft gestalteten Markgrafen diente dem Bildhauer Kraus der französische Cellist Paul Bazelaire als Modell, der zur Zeit der Arbeiten gerade in Berlin zu Gast war.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Waldemar der Große | Markgraf von Brandenburg 1319–1320 |
Ludwig I. |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Heinrich II. |
| ALTERNATIVNAMEN | Heinrich das Kind; Heinrich der Jüngere |
| KURZBESCHREIBUNG | Markgraf der Mark Brandenburg |
| GEBURTSDATUM | um 1308 |
| STERBEDATUM | Juli 1320 |
| STERBEORT | Bärwalde |