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Helmuth Groscurth (* 16. Dezember 1898 in Lüdenscheid; † 7. April 1943 in sowjetischer Gefangenschaft) war ein Offizier der Wehrmacht und aktiver Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.
Helmuth Groscurth nahm als Kriegsfreiwilliger seit 1916 am Ersten Weltkrieg teil und wurde nach dem Krieg in die Reichswehr übernommen. 1935 bis 1938 war er in der Abwehrabteilung / Amt Ausland-Abwehr im Oberkommando der Wehrmacht, 1939 und 1940 als Chef der Abteilung Heerwesen im Oberkommando des Heeres im Range eines Oberstleutnant i. G. tätig. 1940 nahm er als Kommandeur eines Infanterie-Bataillons am Frankreich-Feldzug teil. 1940 und 1941 war er Erster Generalstabsoffizier der 295. Infanterie-Division, in dieser Zeit legte er bei Generalfeldmarschall Walter von Reichenau unter Umgehung des Dienstweges vergeblich Protest gegen die Erschießung der Kinder von Bjelaja-Cerkov durch die Einsatzgruppe C ein. Groscurth wurde daraufhin gemaßregelt.[1] 1943 geriet Groscurth als Oberst i. G. und Chef des Generalstabs des XI. Armeekorps der 6. Armee in der Schlacht von Stalingrad in sowjetische Gefangenschaft, wo er verstarb.
Nach dem Krieg wurden mit seinem Tagebuch Einzelheiten der Septemberverschwörung bekannt. Mit Hasso von Etzdorf und Erich Kordt verfasste Groscurth im Oktober 1939 die geheime Denkschrift Das drohende Unheil, eine Aufforderung an die militärische Führung zum Hochverrat.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Groscurth, Helmuth |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Offizier der Wehrmacht und aktiver Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus |
| GEBURTSDATUM | 16. Dezember 1898 |
| GEBURTSORT | Lüdenscheid |
| STERBEDATUM | 7. April 1943 |
| STERBEORT | Sowjetunion |