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| Natur- und Landschaftsschutzgebiet Hepbacher-Leimbacher Ried | ||
|---|---|---|
| Blick auf das Hepbacher-Leimbacher Ried | ||
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| Lage: | Baden-Württemberg, Deutschland | |
| Nächste Stadt: | Friedrichshafen, Markdorf und Oberteuringen | |
| Fläche: | 0,465 (NSG) km² 0,6694 (LSG) km² | |
Das Hepbacher-Leimbacher Ried ist ein mit Verordnung vom 7. Dezember 1983 des Regierungspräsidiums Tübingen ausgewiesenes Naturschutzgebiet (NSG-Nummer 4.114) mit anschließendem Landschaftsschutzgebiet (LSG-Nummer 4.35.033) auf dem Gebiet der Städte Friedrichshafen und Markdorf sowie der Gemeinde Oberteuringen im baden-württembergischen Bodenseekreis in Deutschland. Das Ried ist Quellgebiet der Brunnisach.
Inhaltsverzeichnis |
Das rund 46 Hektar große Naturschutzgebiet Hepbacher-Leimbacher Ried mit dem anschließenden 67 Hektar großen Landschaftsschutzgebiet (zwei Teilgebiete) liegt östlich von Riedheim, südlich der Markdorfer Ortsteile Hepbach und Leimbach, nordwestlich von Oberteuringen, nördlich von Raderach und nordöstlich von Kluftern auf einer Höhe von 444 m ü. NN.
Innerhalb der Flurkarten wird das Gebiet mit den Gewannen Großes Ried (Raderach), Hepbacher Ried (Riedheim), Hinterried (Kluftern), Leimbacher Ried (Riedheim), Oberried (Riedheim), Ried (Friedrichshafen, Kluftern) und Unteres Ried (Oberteuringen) bezeichnet.
Das eigentliche Schutzgebiet stellt keine zusammenhängende Fläche dar. Nördlich der Kreisstraße 7742 befindet sich auf Markdorfer Gemarkung der eigentliche und Namen gebende Kernbereich. Das Untere Ried mit seinen bis zu fast zehn Metern mächtigen Torflagen liegt getrennt davon. Südlich der K 7742 liegen auf Friedrichshafener Gebiet noch zwei Bereiche: einer bei den zwei Raderacher Weihern und zwischen den Drumlins Mittelberg und Hugenloh noch ein kleines ehemaliges Torfstich-Areal.
Das Naturschutzgebiet dient der Erhaltung von Resten des ehemals großen Niedermoorkomplexes Hepbacher und Leimbacher Ried sowie Unterried und Großes Ried mit seinen Schilfbereichen, den Streuwiesenresten und Hochstaudenrieden sowie den verlandenden Weihern als naturnaher Brut, Rast und Nahrungsraum für viele seltene, zum Teil vom Aussterben bedrohte Tierarten, darüber hinaus als Standort einer vielfältigen und artenreichen, typischen Niedermoorflora. Das Landschaftsschutzgebiet dient der Vermeidung nachteiliger Einflüsse auf das Naturschutzgebiet durch störende oder den Naturhaushalt beeinträchtigende Veränderungen der Umgebung.[1]. Um ein Verbuschen und die damit einhergehende Wiederbewaldung zu verhindern, wird das Gelände mit einer kleinen Herde aus Heckrindern beweidet.
Aus der schützenswerten Flora sind folgende Pflanzenarten (Auswahl) zu nennen:
Im Hepbacher-Leimbacher Ried sind bisher vierzig Libellen-[2], 36 Tagfalter-, 228 Nachtfalter-, 71 Brutvogel- sowie 58 Nahrungs- und Rastvogelarten[3] nachgewiesen. Aus der schützenswerten bzw. beobachteten Fauna sind folgende Tierarten (Auswahl) zu nennen:
Im Sommer 2001 wurde bei den Hutwiesen eine Beobachtungshütte gebaut. Informationstafeln erläutern zum Beispiel das Weißstorch-Projekt, den Naturschutz mit internationalen Freunden, die Maßnahmen des Interreg IIIA-Projekts und beschreiben die hier angesiedelten Heckrinder.
Innerhalb des Rieds sind als Teile des Bodenseepfads zwei Wanderwege ausgeschildert: der „Naturlehrpfad Hepbacher-Leimbacher Ried“ mit einer Länge von vier Kilometern und der „Rundweg Hepbacher-Leimbacher Ried“ (zehn Kilometer) sind einheitlich ausgeschildert und vermitteln dem Beuscher an rund fünfzehn Stationen Informationen zur Geologie, Geschichte, Tier- und Pflanzenwelt sowie der Nutzung des Rieds. So besteht zum Beispiel an der Station „Mülldeponie Weiherberg“ die Möglichkeit mittels einer über das Abfallwirtschaftsamt buchbaren Führung Einblick in die moderne Abfallbeseitigung zu erlangen.
Am Ried entlang verläuft parellel zum Oberschwäbischen Jakobsweg die dritte Etappe des Jubiläumswegs Bodenseekreis, ein 111 Kilometer langer Wanderweg, der 1998 zum 25-jährigen Bestehen des Bodenseekreises ausgeschildert wurde. Er führt über sechs Etappen durch das Hinterland des Bodensees von Kressbronn über Neukirch, Meckenbeuren, Markdorf, Heiligenberg und Owingen nach Überlingen.
Aachtobel | Altweiherwiese | Argen | Auweiher | Berger Weiher | Birkenweiher | Buchbach | Ebersberger Weiher | Eriskircher Ried | Gemsenweiher | Hepbacher-Leimbacher Ried | Hirrensee | Hödinger Tobel | Hüttensee | Hüttenwiesen | Igelsee | Jägerweiher | Katharinenfelsen | Knellesberger Moos | Köstenerberg | Kreuzweiher-Langensee | Lipbachmündung | Lipbachsenke | Loderhof-Weiher | Markdorfer Eisweiher | Matzenhauser Mahlweiher | Schachried | Schönmoos | Schwarzer Graben | Seefelder Aachmündung | Sipplinger Dreieck | Spetzgarter Tobel | Wasenmoos
Altweiherwiese und Taldorfer Bach | Argenaue Reutenen | Bodenseeufer | Drumlin Biblis | Drumlin „Im Hasenbühl“ und „Gegez“ | Eisrandformen zwischen Rebholz und Knellesberg | Eiszeitliche Ränder des Argentals mit Argenaue | Endmoränenkegel Ebersberg mit Mahlweiher | Endmoränenlage „Höhe 585,1“ zwischen Gunzenweiler und Litzelmannshof | Endmoränenwall und Flachmoor nördlich Rappertsweiler | Haldenberg | Heiligenberg | Hepbacher-Leimbacher Ried | Höchsten | Höhe 493,8 südlich Tettnang bei Schäferhof | Knellesberger Moos | Lipbachsenke | Lippertsreuter Umland | Markdorfer Eisweiher | Salem-Killenweiher | Sand- bzw. Baggergruben nördlich und westlich des Bierkellers | Seenplatte und Hügelland südlich der Argen und Nonnenbachtal | Spätwürmeiszeitliche Terrassen zwischen Burnau, Prestenberg, Vorderreute, Buch und Krumbach | Steilrand und Schotterfeld des Argentals südlich der Kochermühle | Tettnanger Wald mit Hochwacht, Krüntenbühl, Reichenbühl, Argenhardter Kopf, Schoos und Steilrand des Argentales an dem Schwandenbogen | Württembergisches Bodenseeufer – Neufassung Teilbereich Friedrichhafen-West | Württembergisches Bodenseeufer