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Herbert Ehrenberg (* 21. Dezember 1926 in Kollnischken, Kreis Goldap/Ostpreußen) ist ein deutscher Politiker (SPD).
Er war von 1976 bis 1982 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung.
Inhaltsverzeichnis |
Ehrenberg trat 1943 den Wehrdienst an. Vermutlich trat er zum 20. April 1944 der NSDAP bei.[1] Nach kurzer Kriegsgefangenschaft 1945 war er zunächst als Landarbeiter in Niedersachsen und von 1947 bis 1951 als Polizeibeamter in Bremen tätig.
Er holte dann 1952 das Abitur nach und begann ein Studium der Sozialwissenschaften im Hochschuldorf Rüstersiel, einem Stadtteil von Wilhelmshaven, danach in Göttingen, welches er 1955 als Diplom-Volkswirt und 1958 mit der Promotion zum Dr. rer. pol. mit der Arbeit Expansive Lohnpolitik, ein Mittel der Einkommensverteilung beendete. Er war dann ab 1956 Assistent der Geschäftsführung und schließlich zweiter Geschäftsführer eines mittleren Industrieunternehmens.
1961 dann wurde er Dozent an der Höheren Fachschule der Arbeiterwohlfahrt für Sozialarbeit in Düsseldorf. 1963 wurde er Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung beim Hauptvorstand der IG Bau-Steine-Erden unter dem damaligen Vorsitzenden Georg Leber. Hier war er maßgeblich beteiligt an der Ausarbeitung der einkommenspolitischen Konzeption „Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand“. In der Zeit der Großen Koalition wechselte er 1968 als Unterabteilungsleiter in das Bundesministerium für Wirtschaft. Nach dem Regierungswechsel wurde er 1969 Ministerialdirektor im Bundeskanzleramt.
Seit 1955 ist Ehrenberg Mitglied der SPD. Von 1975 bis 1984 war er Mitglied im Bundesvorstand der Partei.
Ehrenberg gehörte zu den Mitbegründern des konservativen Seeheimer Kreises innerhalb der SPD. Außerdem war er 1985 an der Schaffung der Kurt-Schumacher-Gesellschaft beteiligt.[2] 2009 vollzog Ehrenberg einen Flügelwechsel, indem er die linksorientierte Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten in der SPD (AGSS) mitbegründete. Als Grund dafür gab er an, dass sich die SPD-Politik nach rechts gewandelt habe und er mit seinen bisherigen Positionen daher heute vergleichsweise links stehe.[3][4]
Von 1972 bis 1990 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 1974 bis 1976 war er hier stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion.
Ehrenberg war stets direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Wilhelmshaven, zuletzt erreichte er bei der Bundestagswahl 1987 48,1 % der Stimmen.
Von 1971 bis 1972 war er Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung.
Nach der Bundestagswahl 1976 wurde er am 16. Dezember 1976 als Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung in die von Bundeskanzler Helmut Schmidt geführte Bundesregierung berufen. Mit der Regierungsumbildung kurz vor dem Ende der sozialliberalen Koalition schied Ehrenberg am 29. April 1982 aus dem Kabinett aus. Die Einbindung der wirtschaftlichen Nutznießer von Dienstleistungen in die Altersvorsorgefinanzierung der rechtlich selbständigen Leistungserbringer (Künstler, Publizisten) durch die Künstlersozialabgabe geht maßgeblich auf (Dieter Lattmann und) Herbert Ehrenberg zurück.[5]
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Siehe auch: Amtsinhaber seit 1918
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ehrenberg, Herbert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (SPD), MdB |
| GEBURTSDATUM | 21. Dezember 1926 |
| GEBURTSORT | Gołdap |