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Als Hermann-Lietz-Schulen werden vier deutsche Landerziehungsheime bezeichnet, deren Erziehungsmethodik auf den Vorstellungen des Pädagogen Hermann Lietz basiert.
Inhaltsverzeichnis |
Nach den Vorgaben ihres Gründers Hermann Lietz vor über 100 Jahren beruht die Erziehung und die Schulstruktur dabei auf der ganzheitlichen Erziehung mit Kopf, Herz und Hand. Tragende Säulen der Lietz-Schulen sind neben dem normalen Unterricht zum einen die "Heimfamilie", eine Gruppe von ca. 8-10 Schülerinnen und Schülern, die mit ihren Lehrern zusammen leben und arbeiten. Die erzieherische Arbeit in der Heimfamilie beruht auf Vertrauen, Toleranz und der Vorbildfunktion der Älteren. Zum anderen sind dies die "Gilden" und die "Praktische Arbeit", wie z.B. Schreinerei, Garten, Goldschmiede, Motorwerkstatt, Tierhaltung etc.
Der Unterricht orientiert sich einerseits an den staatlichen Richtlinien, trägt aber andererseits auch den Anforderungen der sich ständig verändernden Arbeitswelt Rechnung. Zum üblichen Angebot an Leistungskursen bietet man in der Oberstufe einen Leistungskurs Wirtschaftswissenschaften an. In allen fünf Schulen werden moderne Medien als interaktive und innovative Lernsysteme eingesetzt.
Es gibt derzeit vier Hermann-Lietz-Schulen, davon sind drei der Stiftung Deutsche Landerziehungsheime angeschlossen.