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Hermann Gutmann (Unternehmer)

Hermann Gutmann (* 11. Mai 1907; † 25. September 1987) war ein deutscher Unternehmer.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf

Hermann Gutmann gründete 1937 als Alleininhaber die Leichtmetall-Drahtwerk H. Gutmann, die sich bald darauf in Hermann Gutmann Werke umbenannte. Seit 2010 heißt die Firma Gutmann AG.

Nach einer Spende von 5.000 RM an die NSDAP, erwarb Gutmann 1938 die Firma Jacob Gilardi in Allersberg, deren jüdische Besitzer enteignet worden waren, günstig von der NSDAP.[1] In den 1950er Jahren musste Gutmann die Firma Gilardi an die ursprünglichen Eigentümer zurückerstatten.[2]

Gutmann gründete 1987 die Hermann Gutmann Stiftung, deren Stiftungszwecke die Förderung wissenschaftlicher Zwecke, die Erziehung, sowie Volks- und Berufsbildung sind, und vererbte sein Unternehmen an diese Stiftung.[3]

Gutmann war kinderlos.

NSDAP-Mitgliedschaft

Hermann Gutmann wurde am 1. Mai 1933 under Mitgliedsnummer 3 070 155 in die NSDAP aufgenommen, aber seine Mitgliedschaft war durch Nichtaushändigung der Mitgliedskarte nicht in Kraft getreten. Einem weiteren Aufnahmeantrag vom 26. Juli 1938 gab die Reichsleitung der NSDAP nach Klärung des bisher angenommenen Mitgliedschaftsverhältnisses mit Wirkung vom 1. Mai 1937 unter Zuteilung der Mitgliedsnummer 6 088 204 statt.[4]

Ehrungen

Hermann Gutmann wurde noch zu Lebzeiten zum Ehrenbürger der Stadt Weißenburg in Bayern ernannt.[5] Nach ihm hat man den Hermann-Gutmann-Hörsaal H2 in der Universität Erlangen-Nürnberg benannt.[6]

Einzelnachweise

  1. 'Dokument 192: Erik und Magda Geiershoefer aus Allersberg schildern wie NSDAP-Funktionäre ihren Besitz vereinnahmen.' In Susanne Heim (Bearbeiter): Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945. Bd. 2: Deutsches Reich 1938-August 1939. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2009, - 864 S. - ISBN 978-3-486-58523-0
  2. Sammlung Familie Geiershoefer/Schulenburg: Archiv/GE/WI/4.
  3. Hermann Gutmann Stiftung
  4. Bundesarchiv: NSDAP-Gaukartei & Sammlung Parteikorrespondenz des ehemaligen Berlin Document Center.
  5. Personenbeschreibung
  6. 'WiSo weiht Gutmann-Hörsaal ein', uni.kurier/aktuell, 59/Dezember.2005/12.Jg., Seite 8
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