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Hermann Joseph Muller (* 21. Dezember 1890 in Manhattan, New York, USA; † 5. April 1967 in Indianapolis, USA) war ein US-amerikanischer Biologe und Genetiker. Für die Entdeckung, dass Mutationen mit Hilfe von Röntgenstrahlen hervorgerufen werden können, erhielt er 1946 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.
Inhaltsverzeichnis |
Im Jahr 1927 beobachtete Muller die spontane Mutation von Genen und konnte durch Bestrahlung Mutationen bei Taufliegen herbeiführen. Er zeigte so, dass energiereiche Strahlung zu einer Veränderung des Erbgutes führen kann. Für diese Entdeckung wurde er 1946 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.[1]
Im Jahr 1932 zog Muller nach Deutschland, später nach Russland und Schottland. Im Jahr 1945 wurde er Professor für Zoologie an der Indiana University. Muller klassifizierte verschiedene Arten von Mutationen.
Er engagierte sich auch politisch und galt als überzeugter Kommunist. Er wehrte sich zudem gegen fundamentalchristliche Angriffe auf die Evolutionstheorie. Muller erlag 1967 einer kongestiven Herzinsuffizienz.
Nach Muller benannt ist das evolutionsbiologische Konzept Muller’s ratchet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Muller, Hermann Joseph |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Biologe und Genetiker, Nobelpreisträger |
| GEBURTSDATUM | 21. Dezember 1890 |
| GEBURTSORT | Manhattan, New York, USA |
| STERBEDATUM | 5. April 1967 |
| STERBEORT | Indianapolis |